Veranstaltungskalender

  • Samstag, 02.05. | 15:00

Gegen die Unmenschlichkeit an den EU-Außengrenzen: Aufruf zum solidarischen Spazierengehen

Die Situation an den EU-Außengrenzen und das Sterben-lassen im zentralen Mittelmeer sind unerträglich: Geflüchtete sind in den Lagern Gewalt und Willkür ausgesetzt und es gibt keine Perspektive für sie auf ein würdiges Asylverfahren. Das Dekanatsteam hatte das zum Thema seines Osterimpulses gemacht: „Ostern feiern und sich für die Würde des Menschen einzusetzen, gehört untrennbar zusammen.“ Dechant Martin Gies und die Pastoralrefent/in Stefan Ahr und Beatrix Ahr unterstützen deshalb den Aufruf der Aktion "Eine Stadt für alle" zum solidarischen Spaziergang für Menschen auf der Flucht am 2. Mai, 15 Uhr, in Kassels Innenstadt.

Hier der Aufruf:
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Solidarität hat keine Grenzen!

Die Situation an den EU-Außengrenzen und das SterbenLassen im zentralen Mittelmeer sind unerträglich: Geflüchtete sind in den Lagern Gewalt und Willkür ausgesetzt und es gibt keine Perspektive für sie auf ein würdiges Asylverfahren. Wie lange kann es ein Mensch unter unmenschlichen Bedingungen an der EU-Außengrenze aushalten? Griechenland und die EU haben in den letzten Wochen grundlegende Menschenrechte und das Recht auf Asyl faktisch abgeschafft. Menschen auf der Flucht werden beschossen, die Bedingungen in Camps wie Moria bleiben absichtlich menschenunwürdig, weil die EU Schutzsuchende abschrecken will. Es herrscht dort Rechtlosigkeit, wo Solidarität und Menschlichkeit am dringendsten gebraucht werden. Durch COVID-19 sind die Menschen in den griechischen Lagern einer weiteren, lebensbedrohlichen Gefahr ausgesetzt. Denn alles, was wir hier zum Schutz vor dem Virus tun können, wie "Social Distancing" oder regelmäßiges Händewaschen, ist in den Lagern unmöglich und #StayAtHome ist nur für jene möglich, die auch ein Zuhause haben!

„Leave no one behind“ - mit diesem treffenden Slogan ist eine öffentliche Kampagne in Gang gekommen, um das zugespitzte Unrecht an den Außengrenzen und insbesondere in den Lagern auf den griechischen Inseln zu thematisieren und zu skandalisieren.

In Zeiten von Corona wird noch einmal (be)greifbarer, wie politisch gewollt diese menschlichen Katastrophen sind und wie einfach es wäre, diese Zustände zu ändern. Es ist Geld und Platz da!
 
Platz genug, um die Flüchtlingslager an der EU-Außengrenze zu evakuieren, und für die Aufnahme geflüchteter Menschen in Deutschland. Allein in Deutschland haben sich über 140 Städte bereit erklärt, Geflüchtete unbürokratisch aufzunehmen. Platz genug, um Massenunterkünfte, Erstaufnahmeeinrichtungen und Ankerzentren aufzulösen und die Menschen dezentral unterzubringen.
Derzeit stehen auch in Kassel Hotels, Hostels und AirBnB-Wohnungen leer.
Geld genug, um  allen Menschen vollen Zugang zum Gesundheitssystem zu ermöglichen.
Gesundheit und medizinische Versorgung dürfen nicht vom Aufenthaltsstatus abhängen!

Kommt zum solidarischen Einzel-Spazierengehen mit Schildern am Samstag den 2. Mai um 15 Uhr in die Kasseler Innenstadt.
Bitte tragt Mundschutz und haltet mindestens 2 m Abstand.

Gesundheitsversorgung sicherstellen! Lager auflösen! Menschen und ihre Rechte schützen!

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Ideen für Schilder:

    Corona-Solidarität heißt: #LeaveNoOneBehind
    Lager jetzt Evakuieren
    You can't stay home if you have no home
    You can't avoid crowds if you live in a refugee camp
    You can't wash your hands if there is no clean water
    Wie soll man Zuhause bleiben, wenn man kein Zuhause hat?
    Aufnahme von 50 minderjährigen Geflüchteten aus Griechenland:
    Nicht mehr als ein Feigenblatt!
    Schämt euch!
    #Wir haben Platz
    Evakuieren statt ignorieren
    Zugang zur Gesundheitsversorgung für alle! Gesundheit ist ein Menschenrecht!
    Lager evakuieren - Gesundheitsversorgung für alle - Dezentrale Unterbringung!
    "In den Flüchtlingslagern ist jeden Tag Großveranstaltung
    Solidarität statt Abschottung"

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