Veranstaltungskalender

  • Donnerstag, 20.02. | 18:00

Mahnwache zu den rassistischen Morden in Hanau

"Wir sind geschockt, traurig und wütend. Aber wir sind nicht allein. Lasst uns zusammenkommen und zusammenstehen!" schließen sich Dechant Martin Gies und Pfarrer Harald Fischer den Worten von SPD-Bezirkschef Timon Gremmels an. Sie laden dazu ein, sich an der Mahnwache heute um 18 Uhr vor dem Kasseler Rathaus zu beteiligen.

Aufgerufen dazu hat der DGB. Die Katholische Kirche Kassel unterstützt diesen Aufruf.

Bestürzt über Amoklauf in Hanau
Auch Bischof Gerber ist bestürzt über den Amoklauf in Hanau. Er betont in einer ersten Stellungnahme heute (20. Februar) morgen: "Mit großer Bestürzung habe ich vom schrecklichen Amoklauf gestern Abend und heute Nacht in Hanau gehört. Was wir aktuell an Informationen bezüglich der Hintergründe dieser Tat erfahren, verstört uns zutiefst. Unsere Solidarität gilt den Verletzten und den Hinterbliebenen der Toten sowie allen Ersthelfern und Einsatzkräften, die an der Aufarbeitung und Aufklärung der Tat beteiligt sind. In den Gebeten in unseren Gemeinden haben sie einen festen Platz.“

In einem Brief an den Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky hat der Fuldaer Oberhirte, zu dessen Diözese die Stadt Hanau gehört, seine Trauer und Verbundenheit zum Ausdruck gebracht. Für die Stadtgesellschaft Hanaus bedeute dieses Verbrechen eine tiefe Zäsur. Alle Gemeinden im Bistum Fulda werden vom Bischof aufgefordert, in die Sonntagsgottesdienste ein Gebetsgedenken an die Opfer von Hanau einzubinden.

11 Menschen sind tot
Das Gewaltverbrechen gestern Abend in Hanau kostete 11 Menschen das Leben, darunter auch der mutmaßliche Täter und seine Mutter. Der Schütze drang in zwei Sisha-Bars der Stadt Hanau ein und tötete 9 Menschen, denen er wohl ausländische Wurzeln unterstellte. Der Mann hatte sich auf seiner Internetseite ausländerfeindlich und rassistisch geäußert.

Mahnwache vor dem Rathaus in Kassel. Foto: Christoph Baumanns

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