In „ihrer“ Kirche sind die Frauen gleichberechtigt, bestimmen selbst ihren Platz und haben Zugang zu allen Diensten und Ämtern.
Denn Kirche lebt von Geschwisterlichkeit, Demokratie und Gewaltenteilung. Jetzt gehen die Frauen der Maria 2.0-Initiativen wieder für ihre Vorstellung von Kirche auf die Straße und machen so richtig Krach! Initiiert von Maria 2.0-Kassel beteiligt sich ein breites Bündnis von Frauengruppen am Protestzug vom Fuldaer Hauptbahnhof Richtung Hoher Dom. Alle Frauen, die die Kirche verändern wollen, sind herzlich eingeladen, zum Abschluss der Herbstvollversammlung der deutschen Bischöfe in Fulda laut mit zu protestieren. Start ist am Donnerstag, 26. September, um 16 Uhr am Hauptbahnhof.

Kämpfen für eine echte Erneuerung unserer Kirche
„Immer wieder hören wir, dass Männer und Frauen vor Gott die gleiche Würde besitzen, aber das bedeutet noch lange nicht, dass wir Frauen auch die gleichen Rechte von der Amtskirche zugesprochen bekommen.“ sagt Gabriele von Karais, Mitinitiatorin von Maria 2.0 Kassel. Für sie ist die Theologie dieser Kirche mental im tiefsten Mittelalter oder noch früher in der Antike steckengeblieben, wo der Mann der Frau übergeordnet war: „Und das wird uns bis heute als Tradition verkauft, weil im Kirchenrecht festgeschrieben. Wir haben so lange der Amtskirche duldsam zugehört, aber seit dem Bekanntwerden dieser unfassbaren Zahl von Missbrauchsfällen weltweit, stehen wir auf und kämpfen für eine echte Erneuerung unserer Kirche, damit sie wieder glaubhaft wird und Heimat werden kann für unsere Kinder und Enkelkinder.“ betont die ehrenamtliche Pfarrgemeinderätin.

Stärke und Mut
Ab Advent diesen Jahres startet der von den Bischöfen und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken beschlossene „synodale Weg“. Dort wird auch offiziell über „Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche“ gesprochen. „Wenn damit eine grundlegende Veränderung der  Kirche in Gang gesetzt werden soll, braucht es Stärke und Mut, keine ängstlichen Vermeidungsstrategien für bedeutsame Entscheidungen.“ sagt die Kasseler Mitinitiatorin Marieluise Labrie: „Deshalb setzen wir mit unserer Demonstration zum Abschluss der Herbstvollversammlung für die deutschen Bischöfe ein starkes Zeichen dafür, dass wir uns mit langem Atem für unsere Vorstellung von einer geschwisterlichen Kirche immer wieder zeigen  werden.“

Frauen in allen Ämtern und Diensten
Nach der bundesweiten Protestwoche Mitte Mai und den vielen darauf folgenden lokalen Aktionen wie den Tuch-ins in Kassel konfrontieren die Frauen die Bischöfe ein weiteres Mal mit den Maria 2.0-Forderungen gegen jede Form von Ausgrenzung und Machtmissbrauch. „Die katholische Kirche soll einen starken demokratischen Charakter ausbilden, in der die Gleichberechtigung von Frauen und Männern selbstverständlich ist und in der Frauen Zugang zu allen Ämtern und Diensten haben!“ lädt Beatrix Ahr von der Initiative Maria 2.0 Kassel alle ein, sich der Demonstration anzuschießen. An die Bischöfe gewandt sagt Ahr: „Wir erwarten von den deutschen Bischöfen Mut, Ideenreichtum und Entscheidungsfreudigkeit und ganz viel Bewegung auf dem synodalen Weg.“

Lautstark
„Frauen, die an der jetzigen Form der Kirche leiden, sind nicht allein. Wir können uns zusammentun und gemeinsam unseren Forderungen Nachdruck verleihen!“ ist Marieluise Labrie, Krankenhausdirektorin am Kasseler Elisabethkrankenhaus, überzeugt. Deshalb sind alle Teilnehmenden dazu aufgerufen, Kochlöffel, Topfdeckel, Schellenkränze oder Ähnliches mitzubringen; es soll einerseits leicht zu transportieren sein und andererseits richtig Krach machen. Auch um das Tragen weißer T-Shirts wird gebeten, um die Signalwirkung der Demonstration zu verstärken.

Bonifatiusvesper
Nach dem Demonstrationszug vom Hauptbahnhof Richtung Dom werden die Frauen auch an der Bonifatiusvesper teilnehmen. Die Vesper beginnt um 18 Uhr und beschließt die Herbstvollversammlung der deutschen Bischöfe.

Unterstützung und Kooperation
Aufruf und Demonstration unterstützen die Frauen der katholischen Frauengemeinschaften (kfd) im Dekanat Kassel-Hofgeismar, Initiative „Neuanfang in der katholischen Kirche“, Poppenhausen, Maria2.0 Münster, Maria2.0 Nieder-Olm, Maria2.0 Wettenberg-Wißmar, Wir sind Kirche e.V.

Kontakt

Foto: Mareike Hesseler

 
Kontakt/Infos:

Maria 2.0 Kassel – eine Initiative von Frauen aus dem Dekanat Kassel-Hofgeismar
E-Mail:
katholische-frauen-setzen-zeichen@email.de

Maria 2.0 Kassel:
Der Start der Protestwoche in den Medien ...

Info-Postkarte

Hier könnt Ihr die Info-Postkarte (Din A6) zur FrauenDemo am 26. September in Fulda herunterladen und sehr gerne auch an Interessierte weiterleiten ...

 

Maria2.0 Werbekarte zur FrauenDemo am 26. September in Fulda

Tuch-in und Agape am 18.08. in Kammerberg

Tuch-in und Agape am 18. August vor dem Kirchenzentrum Heilig Geist

Um ihrem Protest für einen selbstbestimmten Platz in der Kirche Nachdruck zu geben, finden ab Schulbeginn weitere Aktionen der Initiative Maria 2.0 in und um Kassel statt. Am Sonntag, den 18.08.2019 um 18 Uhr wird das nächste Tuch-in mit Agape sein: eine besondere Gottesdienstform vor der Kirche.

Am Kammerberg
Diesmal findet diese besondere Gottesdienstform vor dem ökumenischen Kirchenzentrum „Heilig Geist“ im Wohngebiet Kammerberg (Berlinerstraße 38-40, 34292 Ahnatal) statt. Ein weißes Tuch führt von der Mitte der Kirche nach draußen auf den Vorplatz. Darauf stehen Frauenschuhe – stellvertretend für die Frauen, die die Kirche schon verlassen haben. Miteinander wird gebetet, gesungen, sich über Schrifttexte ausgetauscht und Agape gefeiert. Alle Frauen und Unterstützer*innen sind herzlich eingeladen.

Verkehrsverbindung
Kammerberg erreicht man (außer mit dem Auto und Fahrgemeinschaften) mit dem RT 4 und Bus 49 oder ab den Haltestellen Heckershausen oder Weimar mit dem Fahrrad (ca. 2,5 km).
Beispiel Hinfahrt: Kassel Hbf (tief) ab 16:58 Uhr, RT 4 (Richtung: Zierenberg) - Ahnatal-Weimar an 17:21 Uhr Weimar Bahnhof, Ahnatal ab 17:23 Uhr, Bus 49 (Richtung: Weimar Bahnhof, Ahnatal) - Kammerberg Mittelstraße, Ahnatal an 17:28 Uhr. Beispiel Rückfahrt: Kammerberg Mittelstraße, Ahnatal ab 19:28 Uhr, Bus 49 (Richtung: Weimar Bahnhof, Ahnatal) - Weimar Bahnhof, Ahnatal an 19:39 Uhr Ahnatal-Weimar ab 19:41 Uhr, RT 4 (Richtung: Holländische Straße, Kassel) - Kassel Hbf (tief) an 20:03 Uhr.

Tuch-in und Agape am 29. Juni vor St. Theresia

Foto: privat

Am heißesten Juni-Samstag trafen sich viele Frauen und zahlreiche Männer vor der Kirche Sankt Theresia vom Kinde Jesu in Süsterfeld-Helleböhn. Auf den ausgelegten Tüchern standen jede Menge Schuhe, weil viele Frauen barfuß umherliefen. Der Platz lag im Schatten, es wehte ein leichtes Lüftchen. Mit "wir waren ganz beseelt und begeistert" wurde nachher die Stimmung auf den Punkt gebracht. Es waren knapp 60 Leute da. Die Kirchenbesucher/innen kamen auch an. „Sie müssen sich jetzt entscheiden!“, wurden sie von Pfr. Thomas Günst begrüßt. Nicht allen Besucher/innen passte, was draußen passierte – manche äußerten sich dazu auch vernehmlich, vor allem als sie nach der Messfeier von drinnen aus der Kirche kamen.

"Es machte Freude"
Beatrix Ahr, eine der Initiatorinnen von Maria 2.0 Kassel, beschreibt die gute Atmosphäre, die in dem von einer spürbaren Gemeinschaft getragenen Gottesdienst und dem Tuch-in mit Agape zum Ausdruck kam: "Es machte Freude, sich einander vorzustellen, miteinander zu beten, zu singen, zu sprechen, auf der Wiese in zwei großen Kreisen zu tanzen und sich verbunden zu wissen im Glauben." Nachher gab es viele Gespräche und beim Aufräumen packten zahlreiche Teilnehmenden mit an.

29. Juni: Tanzen in der Juni-Sonne

Foto: privat

"Es machte Freude, in zwei großen Kreisen zu tanzen und sich verbunden zu wissen im Glauben."

Prominente Sympathien

Wie domradio.de berichten unterstützen prominente Männer die Frauenprotestaktion Maria 2.0. Dazu gehören Ex-Bundestagspräsident Wolfgang Thierse, Bundesdesundheitsminister Jens Spahn und Pater Anselm Grün. Er sagt: "Eine Theologie, die sich darauf beruft, dass Jesus Mann war und daher nur Männer Priester sein können, möchte nur den Status quo hochhalten. Doch diese Theologie ist unhaltbar."

Geschlechtergerechtigkeit

Die Katholische Nachrichten Agentur (KNA) hat den Fuldaer Bischof Dr. Michael Gerber anlässlich seiner ersten 100 Tage interviewt - unter anderem zur Frauenpriesterweihe. Die Forderung danach hält Gerber für "wenig realistisch", aber ihm ist es wichtig, "das Anliegen der Geschlechtergerechtigkeit ernstzunehmen". Hier finden Sie das ganze Interview, das domradio.de veröffentlicht hat.

19. Mai: Sternmarsch und Tuch-in

Foto: Mareike Hesseler

Am Sonntag, 19. Mai, beginnen die katholischen Frauen ihre Abschluss-Protestaktion mit einem Sternmarsch zur Elisabethkirche am Friedrichsplatz.

Startpunkte um 16:30 Uhr sind der Platz vor dem Hauptbahnhof, der Autoparkplatz am Holländischen Platz, vor der Kirche Sankt Bonifatius, die Haltestellen „Unterneustädter Kirchplatz“ und „Am Weinberg“. Wer kann möge ein weißes Tuch, ein Extra-Paar Schuhe,ein Trinkgefäß, ein Sitzkissen mitbringen!

Das "Tuch-in" vor der Elisabethkirche beginnt um 18:00 Uhr. Dort werden die weißen Bodentücher zu einem Tafeltuch, an dem sich Frauen versammeln: diskutieren, beten, singen, tanzen. Die Frauen fordern eine "echte Erneuerung" und Veränderung der klerikalen Kirche, in der ihnen ihr Platz nicht mehr von Männern zugewiesen wird.

Katholische Stadtkonferenz Kassel solidarisiert sich mit Maria 2.0 Kassel

In ihrer Sitzung am 16. Mai 2019 beschäftigte sich die Katholische Stadtkonferenz Kassel mit den Anliegen und Aktionen der Initiative Maria 2.0 Kassel. Das Beratungsergebnis:

Die katholische Stadtkonferenz solidarisiert sich grundsätzlich mit den Zielen von Maria 2.0 und unterstützt mit überwältigender Mehrheit die Kasseler Aktion “Katholische Frauen setzen Zeichen für einen selbstbestimmten Platz in der Kirche".

Hintergrund:
Die etwa 50 Mitglieder der Katholischen Stadtkonferenz Kassel sind Vertreterinnen und Vertreter der Pfarrgemeinderäte und der Verwaltungsräte, die Gemeindepfarrer, die Vorsitzenden der katholischen Verbände, Gemeinschaften und Einrichtungen. Sie können einzelne Personen, „die den Auftrag der Konferenz in besonderer Weise mittragen wollen, beratend hinzuberufen.“ Das Gremien tagt mindestens zweimal im Jahr. Die Katholische Stadtkonferenz fördert die Vernetzung und den Gesprächsaustausch der katholischen Pfarreien, Einrichtungen, Verbände und Gemeinschaften. Sie ermöglicht den Katholikinnen und Katholiken in Kassel, sich bei gesellschaftlichen Fragen öffentlich einzumischen und Stellung zu beziehen.

Starkes Zeichen am 12. Mai - fast 200 Frauen beim ersten Tuch-in in Kassel

Foto: Mareike Hesseler

Fast 200 Frauen setzten am Sonntagvormittag, 12. Mai, vor Sankt Familia klare Zeichen für die Erneuerung der Katholischen Kirche. "Ich träume von einer geschwisterlichen Kirche" und "Ändert die Strukturen der Kirche - jetzt!" war auf den Plakaten zu lesen. Es war ein starker, stimmungsvoller Auftakt der Frauen-Protestwoche in Kassel und eine besondere Feier auf dem Kirchplatz, die die Frauen der Initiativgruppe vorbereitet hatten. Es wurde gemeinsam gesungen, getanzt, intensiv diskutiert, Erfahrungen und Visionen ausgetauscht, Bibel gelesen und Agape gefeiert.

  • Die nächste Protestaktion 19. Mai: Sternmarsch und Tuch-in, Elisabethkirche ... [ weitere Infos ] ...
  • Veranstaltungstipp 15. Mai: Podiumsdiskussion "Kirche, Macht und Sexualität" mit Heimbach-Steins, Wucherpfennig, Fischer, Studierenden und Religionslehrer/innen!

Erste Demo
"Das ist die erste Demo in meinem Leben“, sagte laut HNA eine 84jährige Teilnehmerin am Tuch-in vor sankt Familia, die die Protestaktion unbedingt unterstützen will.

Ämter für Frauen öffnen
Im Gespräch mit dem hr-Fernsehen (Hessenschau vom 12. Mai, 19:30 Uhr, ab Min. 8:15) betonte Pastoralreferentin Beatrix Ahr, Mitglied in der Initiativgruppe für die Protestaktionen: "Das was in der Gesellschaft längst umgesetzt ist, muss auch in der Kirche umgesetzt werden: dass Frauen selbstbestimmen können, wo ihr Platz ist, dass es Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau gibt, dass die Ämter für Frauen geöffnet werden."

Solidarität
Volle Solidarität mit dem Anliegen der Frauen bekundet Dechant Harald Fischer, der auch Pfarrer von Sankt Familia ist, dem hr gegenüber: "Die Frauen haben die biblischen Aussagen auf ihrer Seite. Es gibt kein theologisches, wirklich überzeugendes Argument, was gegen die Frauenordination spricht."

Bibel teilen

Gabriele von Karais lädt ein zum Austausch über eine Textpassage aus dem Johannes-Evangelium: Kapitel 10, Verse 27 bis 30.

Foto: Mareike Hesseler

Willkommen

Sankt Familia-Gemeindereferentin Birgit Weber begrüßt die Teilnehmerinnen des Tuch-ins.

Foto: Mareike Hesseler

Uns reicht es!

Eines der Schilder, die den Vorplatz der Kasseler Kirche Sankt Familia an der Kölnischen Str. 51 säumten.

Foto: Mareike Hesseler

Raus aus der von Klerikern dominierten Kirche!

Mit weißen Tüchern war der Mittelgang von Sankt Familia
bis auf den Vorplatz hinaus ausgelegt. Auf ihnen standen
Frauenschuhe in Laufrichtung hinaus aus der Kirche
- als Sinnbild für die Frauen, die diese Art der Kirche
verlassen. (Foto: Mareike Hesseler)

Tuch-ins, Sternmarsch, Podiumsdiskussion

„Katholische Frauen setzen Zeichen für einen selbstbestimmten Platz in der Kirche!" Unter diesem Motto beteiligt sich eine Initiative katholischer Frauen aus dem Dekanat Kassel-Hofgeismar an der Aktionswoche im Mai, zu der die bundesweit bekannt gewordene Münsteraner Frauengruppe Maria 2.0 aufgerufen hat. Und sie laden herzlich alle Frauen ein, selbst Teil dieser Initiative zu werden und an folgenden Aktionen teilzunehmen:

Tuch-ins
Am 12. Mai vor der Kirche Sankt Familia (10:30 Uhr) und am 19. Mai vor der Elisabethkirche (18:00 Uhr) werden „Tuch-ins“ – Aktionen mit weißen Tüchern – stattfinden, die die Enttäuschung, die Kritik und die Visionen von katholischen Frauen für ihre Kirche zum Ausdruck bringen. „Tuch-ins“ heißen die Aktionen in Anlehnung an die Protestform „Sit-in“, bei der sich Menschen im öffentlichen Raum hinsetzen, um auf Missstände hinzuweisen. Bei „Tuch-ins“ wird der Platz vor den Kirchen durch weiße Tücher markiert. Darauf stehen Frauenschuhe in Laufrichtung hinaus aus der Kirche – als Sinnbild für die Frauen, die die Kirche verlassen. Vor den Kirchen werden die weißen Bodentücher zu einem Tafeltuch, an dem sich Frauen sichtbar und mutig versammeln: diskutieren, beten, singen, tanzen.
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Sternmarsch
Am 19. Mai startet die Aktion um 16:30 Uhr mit einem Sternmarsch zur Elisabethkirche hin. Startpunkte sind der Platz vor dem Hauptbahnhof, der Autoparkplatz am Holländischen Platz, vor der Kirche Sankt Bonifatius, die Haltestellen „Unterneustädter Kirchplatz“ und „Am Weinberg“.
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Veranstaltungstipp "Kirche, Macht und Sexualität"
Das Institut für katholische Theologie veranstaltet am 15. Mai eine öffentliche Podiumsdiskussion zu "Kirche, Macht und Sexualität", unter anderem mit Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins, Dechant Harald Fischer und Prof. Dr. Ansgar Wucherpfennig.
... [ weitere Infos ] ...

Stellt Euch vor ...

"Stellt Euch vor, dass wir, liebe Schwestern, unsere Stimme laut erheben gegen jede Form von Ausgrenzung und Machtmissbrauch in unserer Kirche. Stellt Euch vor, liebe Schwestern, das wir nicht mehr darüber klagen, dass Männer bestimmen, wo wir unsere Talente in der Kirche einbringen dürfen, sondern dass wir für unsere Berufungen kämpfen!" Gabriele von Karais hat im Sonntagsgottesdienst in Sankt Familia eindrücklich dafür geworben, sich an den Aktionen vom 11. bis 19. Mai zu beteiligen.

19. Mai vor der Elisabethkirche

SCHON VORBEI:

Sonntag, 19. Mai 2019, 16:30 Uhr:
Sternmarsch

  • Start 1: vor dem Hauptbahnhof
  • Start 2: Autoparkplatz am HoPla
  • Start 3: vor der Kirche Sankt Bonifatius
  • Start 4: HST „Unterneustädter Kirchplatz“
  • Start 5: HST „Am Weinberg“

17:30 Uhr:
Ziel: Platz vor der Elisabethkirche, Friedrichsplatz 13

18:00 Uhr:
Tuch-in* und Agape

  • Bitte mitbringen: weiße Tücher, Extra-Paar Schuhe, Picknickdecke, Sitzkissen, Trinkgefäß!

12. Mai vor der Kirche Sankt Familia

SCHON VORBEI:

Sonntag, 12. Mai, 10:30 Uhr:
Tuch-in* und Agape
vor der Kirche Sankt Familia,
Kölnische Str. 51

  • Bitte weiße Tücher und ein Extra-Paar Schuhe mitbringen!

*„Tuch-ins“ heißen die Aktionen in Anlehnung an die Protestform „Sit-in“, bei der sich Menschen im öffentlichen Raum hinsetzen, um auf Missstände hinzuweisen. Bei „Tuch-ins“ wird der Platz durch weiße Tücher markiert.

Kontakt/Infos:
Maria 2.0 Kassel – eine Initiative von Frauen aus dem Dekanat Kassel-Hofgeismar
E-Mail:
katholische-frauen-setzen-zeichen@email.de

Veranstaltungstipp 15. Mai

Öffentliche Podiumsdiskussion
"Kirche, Macht und Sexualität"

Die katholische Kirche steckt in der Krise. Spätestens seit 2010 ist das Schweigen gebrochen. Doch die Rufe nach Veränderungen im „System Kirche“ sind heute noch ungleich lauter, die Forderungen mutiger und in der Öffentlichkeit sichtbarer… Was aber folgt daraus?

Wie tief reichen die Leiden und wie tief die Strukturen?
Wie lang ist der Atem füreinander?
Und was bedeuten diese öffentlichen Debatten für die Identität angehender Religionslehrer*innen?
Wie kann und will ich mich positionieren als glaubwürdige*r Christ*in?
Darüber möchten wir miteinander sprechen!

Die Teilnehmer*innen an der Podiumsdiskussion:

  • Beatrix Ahr, Pastoralreferentin, Mentorin
  • Dechant Harald Fischer, Katholische Kirche Kassel / Dekanat Kassel-Hofgeismar
  • Prof.in Dr.in Marianne Heimbach-Steins, Westfalische-Wilhelms-Universität Münster
  • Rebecca Niehoff, Studentin
  • Jesus Sola Requena, pädagoischer Mitarbeiter, Religionslehrer
  • Prof. Dr. Ansgar Wucherpfennig, Philosophisch-Theologische Hochschule St. Georgen

Moderiert wird die Podiumsdiskussion von Prof.in Dr.in Ilse Müllner, Institut für katholische Theologie der Universität Kassel.
Musik: Kerstin Röhn, Saxophon

Termin:
Mittwoch, 15. Mai 2019, 18 Uhr

Ort:
Universität Kassel
Norial-Platiel-Str. 8
Raum 0422

Eintritt:
frei
 

Download Werbekarte

Hier können Sie die Werbekarte zu den Aktionen am 12. und 19. Mai und zum Veranstaltungstipp für den 15. Mai herunterladen: Wir freuen uns sehr, wenn Sie die Veranstaltungen weiterempfehlen und die Informationen dazu weiterleiten. Besten Dank!

Maria 2.0 Kassel - Werbekarte 12., 15. und 19. Mai 2019

Maria 2.0 im Web

Die Internetpräsenz www.mariazweipunktnull.de informiert über den Start von Maria 2.0 in Münster.
Dort findet sich der offene Brief an den Papst, der frau/man mit unterzeichnen kann, und ein anregendes Schreiben an die "lieben Pfarrer".
Die Internetpräsenz zeigt zudem die bundesweiten Aktionen, die in der 'Streik'-Woche vom 11. bis 18. Mai stattfinden.

Auch katholisch.de berichtet über Maria 2.0: "Gegen Missbrauch und die Ausgrenzung von Frauen in der Kirche wendet sich eine ungewöhnliche Aktion von Katholikinnen in Münster: Sie rufen Frauen in ganz Deutschland dazu auf, eine Woche lang in Kirchenstreik zu treten und ihre Dienste ruhen zu lassen."

Benediktinerinnen beten fuer Maria 2.0

In einer Reportage von "Kirche+Leben Netz - das katholische online-Magazin" äußerte sich die Benediktinerin Schwester Ulrike kritisch über die Zulassungskriterien zu den Weiheämtern:

„Sind uns diese Voraussetzungen zur Feier der Eucharistie nicht wichtiger geworden als die Eucharistiefeier selbst?“ Hinter dem Protest der Frauen stecke ein „Schmerz der Ohnmacht“, sagte Schwester Ulrike weiter. Frauen wollten sich einbringen, es werde ihnen aber verwehrt.

Die Schwestern auf Burg Dinklage nehmen die Anliegen von „Maria 2.0“ in ihr Vespergebet am Donnerstagabend auf. "Wie Schwester Ulrike berichtet, wollen sie sich damit eingliedern in die internationale Gebetsaktion 'Gebet am Donnerstag'. Dieses Gebet für die Gleichstellung der Frauen in der Kirche hat Schwester Irene Gassmann, Priorin des Benediktinerinnen-Klosters Fahr im Bistum Zürich im Februar ins Leben gerufen.

Und das sagt ...

Karin Kortmann, Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), sagt im Interview mit tagesschau.de am 10. Mai 2019:

  • "Initiativen wie Maria 2.0 zeigen ja vor Ort auch, dass der Frauenwiderstand immer größer wird und dass da die Bischöfe zu einer Umkehr aufgefordert sind. Diese Machtmöglichkeiten haben sie auch. Sie müssen dafür nicht auf Rom warten, sondern Leitungsämter bereitzustellen, ist ein Zeichen der Zeit."

Claudia Lücking-Michel, ebenfalls Vizepräsidentin, bringt die Position des ZdK auf der Frühjahrs-Vollversammlung am 10. Mai auf diesen Punkt:

  • "Wir fordern, Frauen den Zugang zu allen kirchlichen Ämtern zu gewähren. Wenn „Frauen Kleriker werden, wird zwar nicht alles gut, aber anders und auf jeden Fall vielfältiger. Solange das Weiheamt ausschließlich Männern vorbehalten ist, schwächt dies die Zukunftsfähigkeit der Kirche. Ohne Frauen ist die katholische Kirche schon heute gar nicht richtig funktionsfähig. Die katholische Kirche ist letztlich eine von Männern geleitete Frauenkirche. Deshalb müssen Frauen jetzt mutige Initiativen starten, auch wenn noch vieles 'verboten' sei."

Im Radio

Das Domradio Köln zog ein erstes Fazit zum Start der bundesweiten Protestwoche Maria 2.0:

Der Frust ist groß.

An hunderten Orten in ganz Deuutschland.

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