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Hass und Hosianna am Palmsonntag > SAMSTAGS-17-Impulse in den Zeiten von Covid-19

Palmsonntag ... Zwei große Erzählungen, die unsere Liturgie zusammenführt, prägen für Pastoralreferent Stefan Ahr den Palmsonntag. Erst wird "Hosianna" gejubelt", dann "ans Kreuz mit ihm" geschrien. Das ist Thema des dritten Impulses unserer neuen Reihe SAMSTAGS-17: Impulse während der Pandemie-Zeiten des Coronavirus „SARS-CoV-2 / Covid-19“, die wir jeweils samstags 17 Uhr online stellen. Ab 4.4. auch im VIDEO!

Dekanatsteam
Dechant Martin Gies, Pastoralreferent Stefan Ahr und Pastoralreferentin Beatrix Ahr schreiben im wöchentlichen Wechsel, was sie in diesen Wochen beobachten, was sie nachdenklich stimmt, was ihnen Sorgen bereitet, ihnen Mut macht und was sie anregt.

Impuls 4: 4. April
Diesen Samstag freut sich Pastoralreferent Stefan Ahr über das scharfsichtige Evangelium.

Aufruf zur Palmsonntagskollekte 2020

Foto: www.palmsonntagskollekte.de

Auch in diesem Jahr bitten die deutschen Bischöfe zum Palmsonntag (5. April 2020) um Spenden für die Christen im Heiligen Land. Die Bischöfe weisen in ihrem Aufruf auf die bedrückende Situation vieler Christen in der Region hin. Sie wird durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie weiter massiv belastet. Mit den Einnahmen aus der Spendenaktion werden pastorale Projekte, sozial-caritative Vorhaben und Bildungsprogramme der Kirchen unterstützt.

Eine offene und tolerante Atmosphäre in der Gesellschaft fördern
Die Bischöfe sprechen in ihrem Aufruf die Ausgrenzungserfahrungen palästinensischer Christen an: „Als Palästinenser, die immer noch keinen eigenen Staat haben, und als christliche Minderheit unter der großenteils muslimischen Bevölkerung“ erlebten sie sich oft an den Rand gedrängt. Hoffnungszeichen für viele gingen aber von „christlichen Schulen und Bildungseinrichtungen“ aus, so die Bischöfe. Diese Schulen legen einen Schwerpunkt auf die interreligiöse Friedenserziehung von Juden, Christen und Muslimen und fördern eine offene und tolerante Atmosphäre in der Gesellschaft. Darüber hinaus engagieren sich der Deutsche Verein vom Heiligen Lande und das Kommissariat des Heiligen Landes der Deutschen Franziskanerprovinz, die die Mittel aus der Palmsonntagskollekte erhalten, auch in den angrenzenden Ländern des Nahen Ostens mit Seelsorge- und Sozialprogrammen.

Das Heilige Land braucht gerade jetzt unsere Solidarität.
In diesem Jahr wird die Kollekte nicht in den Gottesdiensten stattfinden können. Mit Sorge blicken die Bischöfe daher auf die Folgen der ausfallenden Sammlungen. „Wie kann die immer größer werdende Not der Menschen im Heiligen Land, vertieft durch die Corona-Pandemie, gemildert werden?“, fragt Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz. Der durch die Corona-Pandemie ausgelöste volkswirtschaftliche Schaden werde auch im Heiligen Land enorm sein. „Die Christen dort sind noch deutlich mehr als bisher auf unsere Hilfe angewiesen. Das Heilige Land braucht gerade jetzt unsere Solidarität. Die deutschen Bischöfe rufen die Katholiken in Deutschland deshalb zu einer großherzigen Spende auf“, so Erzbischof Schick.

Spenden-Hinweis:
Die Bischöfe bitten darum, Spenden direkt dem Deutschen Verein vom Heiligen Lande und dem Kommissariat des Heiligen Landes der Deutschen Franziskanerprovinz zukommen zu lassen. Die Kontoverbindung des gemeinsamen Sonderkontos lautet:
Deutscher Verein vom Heiligen Lande,
IBAN: DE13 3706 0193 2020 2020 10,
Pax-Bank, Stichwort: Spende zu Palmsonntag.
Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Internetseite www.palmsonntagskollekte.de, die von beiden Einrichtungen gemeinsam unterhalten wird.

31.03.2020 | Pressemeldung der Deutschen Bischofskonferenz | Nr. 053

Weiterhin keine öffentlichen Gottesdienste bis 26. April

Aufgrund der aktuellen Lage wird die Regelung vom 14. März bezüglich den Absagen aller öffentlichen Eucharistiefeiern und weiteren liturgischen Feiern bis zum 26. April 2020 verlängert. Rechtzeitig vor dem 26. April wird neu entschieden, ob und inwiefern diese Regelung fortgesetzt werden muss.

Eucharistie unter Ausschluss der Öffentlichkeit
Priester können unter Ausschluss der Öffentlichkeit die Eucharistie weiter feiern und nehmen dabei insbesondere die Anliegen der jeweiligen Gemeinden mit ins Gebet. Bei diesen Feiern sind die hygienischen Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten.

Entbindung von der Sonntagspflicht
Bischof Gerber hat bereits am 13.3. bis auf weiteres die Gläubigen im Bistum Fulda von der Sonntagspflicht entbunden. Ihm und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist bewusst, dass dieser Schritt das geistliche Leben der Gläubigen erheblich einschränkt. Dennoch hat derzeit Vorrang, der Ausbreitung des Virus durch die Zusammenkunft von Menschen nicht weiter Vorschub zu leisten.

Beerdigungen, Seelsorge, Erstkommunionfeiern
Beerdigungen finden weiterhin statt, wobei die Vorgaben der zuständigen staatlichen und kommunalen Behörden einzuhalten sind. Der Dienst an den Alten, Kranken und Sterbenden ist weiterhin Aufgabe unserer Seelsorgerinnen und Seelsorger. Das Bistum empfiehlt nach aktueller Einschätzung der Lage, die Erstkommunionfeiern auf den Zeitraum nach den Sommerferien zu verlegen.

Auch wenn die Gottesdienste ausfallen - MISEREOR bittet um Ihre Fastenspende!

Die Folgen der Coronavirus-Pandemie trifft auch die MISEREOR-Fastenaktion. Die MISEREOR-Kollekte war für den kommenden fünften Fastensonntag 28./29. März gedacht. Durch die Absage aller Gottesdienste entfällt auch diese wichtige Sammelaktion. Dennoch geht die Arbeit in den Hilfsprojekten weiter. Menschen im Nahen Osten, in Venezuela, im Kongo und anderen Ländern sind auf unsere Solidarität angewiesen. Zu den übergroßen Nöten und Leiden wie Krieg, Vertreibung und Flucht kommt nun die Sorge um die eigene Gesundheit in Zeiten der Pandemie hinzu.

Wichtige Beiträge für ein friedliches Miteinander
„Misereor hilft in Syrien und den umliegenden Ländern Not zu lindern und leistet wichtige Beiträge, ein friedliches Miteinander in dieser Region wieder aufzubauen. Dafür sind Bildung, gesundheitliche Basisdienste und psychosoziale Begleitung wichtig“, schreibt Bischof Gerber in seinem Aufruf zur Spende. Viele traumatisierte Menschen müssten ihre Gewalterfahrungen verarbeiten, um wieder Kraft für die Bewältigung ihres Alltags zu schöpfen und den Blick in die Zukunft richten zu können. „Versöhnungsbereitschaft und Vertrauen sollen wieder wachsen.“ Durch Gebet und Spenden für die Opfer des Krieges solle die Friedensbotschaft der Fastenaktion in die Gemeinden getragen werden.

Bitte spenden Sie direkt!
Da die Kollekte in den Gottesdiensten nicht stattfinden kann, bittet Misereor um eine direkte Spende:

Wer braucht Hilfe? Wir sind erreichbar.

Im Bild (v.l.n.r.): Beatrix Ahr, Pastoralreferentin und Mentorin,
Martin Gies, Dechant des Dekanats Kassel-Hofgeismar,
Stefan Ahr, Pastoralreferent (Foto: Christoph Baumanns)

„Durch die Corona-Pandemie sind wir herausgefordert, unseren Dienst an den Menschen neu zu organisieren“, sagt Dechant Martin Gies zur aktuellen Situation der katholischen Kirche vor Ort. Wie das geht, bringen die Pastoralreferenten Stefan Ahr und Beatrix Ahr auf zwei Punkte: „Wer braucht Hilfe? Wir sind erreichbar.“ Pfarrer Martin Gies und die beiden Ahrs leiten als Team das katholische Dekanat Kassel-Hofgeismar, zu dem derzeit 22 Pfarreien gehören: von Volkmarsen/Wolfhagen im Westen bis Veckerhagen im Osten, von Naumburg/Baunatal im Süden bis Bad Karlshafen im Norden.

Die Menschen und Organisationen zeigen ihre starke Seite
Bei Dechant Gies löst die Welle an Hilfsbereitschaft große Zuversicht aus: „Hier zeigen die Nachbarschaften, die Gemeinden, Familien und Freundschaften gerade ihre ganz starke Seite.“ Dazu vernetzen sich die Kirchengemeinden gerade mit den Angeboten anderer Träger und Institutionen. Das alles macht Mut in einer Pandemie-Zeit, deren Ende nicht abzusehen ist und deren Gegenmaßnahmen den Menschen sehr viel abverlangen. Dazu gehört für Beatrix Ahr auch, eine Solidarität einzuüben, die nicht nur sich selbst in den Blick nimmt, sondern auch diejenigen, die von den offiziellen Hilfsangeboten, den Unterstützungsnetzwerken und den Hilfeleistungen von Stadt und Land nicht erreicht werden. Für Beatrix Ahr gehört dazu auch die Stimme für die Flüchtlinge zu erheben, die in diesen Wochen an der griechisch-türkischen Grenze so viel Leid erfahren müssen.

Angebote in kirchlichen Gemeinden und Caritas
Neben der telefonischen Erreichbarkeit (siehe Kasten) weist Pastoralreferent Stefan Ahr auf die Angebote in den kirchlichen Gemeinden hin, in denen die Menschen wohnen. „Es macht immer Sinn, sich mit den eigenen Fragen und Nöten an die örtliche Gemeinde zu wenden. Auch die Beratungsstellen und Dienste der Caritas arbeiten nach den Grundsätzen des Pandemiehandbuchs weiter.“ Dringende Termine/Beratungen nimmt die Caritas für Nordhessen und Kassel wahr und die Pflegedienste seien im Einsatz; allerdings würde da wo möglich Patienten/innen in die Pflege von Angehörigen übergeben.

Offene leere Kirchen
Die Gottesdienste in den Kirchen sind verboten, auch das Beten in der Gruppe ist dort untersagt. Dennoch gibt es einige Kirchen, die ihre Türe geöffnet haben. Die leeren offenen Kirchen geben einzelnen Beterinnen und Betern einen Ort für ihr Gebet. „Die leeren Kirchen können so auch ein Zeichen des Miteinander-Verbunden-Seins bedeuten.“ sagt Dechant Martin Gies: „Mitmenschlichkeit zeigt sich in Zeiten der Pandemie dadurch, dass wir Distanz zueinander einhalten. Das ist gerade für die Kirche ein neuer Schritt: Denn das Miteinander zum Beispiel im Gottesdienst gehört ja wesentlich zum kirchlichen Leben.“

Viele neue Ideen
„Bei uns in den Kirchen läuft die Ideenmaschine auf Hochtouren“, freut sich Pastoralreferentin Beatrix Ahr. „Wir suchen nach neuen Möglichkeiten, gut in Kontakt zu kommen und zu bleiben. Was ist sinnvoll und bereitet auch Freude, wenn Besuche und Treffen in den Gemeinden wie auch in Stadt und Land kaum möglich sind?“ Ausprobiert werden gerade mehr schreiben, mehr anrufen, aufmerksamer nach Menschen Ausschau halten, die vielleicht Hilfe benötigen. „Wer in Angst und Sorge ist, braucht einen zuversichtlichen Gesprächspartner. Wer eine Idee hat, sucht nach Mitstreiterinnen und Mitstreitern. Hier finden sich in den Gemeinden immer Menschen, die mitmachen.“ betont Dechant Martin Gies.

Telefonnummern
Dechant Martin Gies: Tel. 0561 / 811455
Pastoralreferent Stefan Ahr: Tel. 0561 / 7004-135
Pastoralreferentin und Mentorin Beatrix Ahr: Tel. 0561 / 8705 7775
Dekanat Kassel-Hofgeismar im Regionalhaus Adolph Kolping: 0561 / 7004-156, -151

Erreichbarkeit der Pfarreien in Kassel und Umgebung
Die Pfarrbüros sind für den Publikumsverkehr geschlossen, aber zu den Bürozeiten telefonisch erreichbar. Hier sind Telefonnumern und Links notiert ...

Regeln des füreinander Daseins
Die katholische Kirche praktiziert auch vor Ort die Regeln, die Staat, Bundesland, Stadt und Landkreis jeweils vorgeben. Das hat für das Leben der Kirche im Dekanat Kassel-Hofgeismar folgende Auswirkungen:

Gottesdienste
Eucharistiefeiern und alle anderen liturgischen Feiern sind bis auf Weiteres untersagt. Dementsprechend sind die Gläubigen von der Sonntagspflicht befreit. Wer in die Kirche zum Beten kommt, darf nur alleine für sich beten und kein gemeinsames Gebet initiieren.

Veranstaltungen
Sämtliche Veranstaltungen und Angebote unterbleiben für den Zeitraum, in dem die entsprechenden staatlichen bzw. behördlichen Reglementierungen gelten.

Trauungen und Taufen
Trauungen und Taufen werden aufgeschoben, da eine öffentliche Feier derzeit nicht möglich ist. Aus schwerwiegenden Gründen kann dem Wunsch nach einer Trauung oder Taufe entsprochen werden. Die Feier ist dann jedoch nur im kleinsten Kreis möglich.

Beerdigungen
Beerdigungen können nur im engsten Familienkreis am Grab stattfinden. Weder Wortgottesdienste in Friedhofskapellen noch das Requiem in Kirchen oder Kapellen sind möglich. Trotz dieser Begleitumstände wird auf ein würdiges Begräbnis geachtet. Die Feier eines Requiems ist auf einen Zeitpunkt nach Ende der derzeitigen Krise zu verschieben.

Erstkommunion
Erstkommunionen im ersten Halbjahr 2020 entfallen. Das haben für das Dekanat Kassel-Hofgeismar schon Heilig Geist (Vellmar) und St. Antonius von Padua (Kassel, Lohfelden, Kaufungen) mitgeteilt. Weitere werden folgen.

Firmungen
Firmungen finden in diesem Kalenderjahr im Dekanat Kassel nicht statt. Für sie würde sonst für sie dasselbe gelten.

Beichte
Das Sakrament der Beichte kann weiterhin gespendet werden, allerdings nur außerhalb des Beichtstuhls und unter sorgfältiger Beachtung der Hygiene-Vorschriften.

Spendung der Krankenkommunion
Die Spendung der regulären Krankenkommunion ist nicht möglich. Jedoch können Gläubige unabhängig von Alter oder Erkrankung die heilige Kommunion und die Krankensalbung empfangen, wenn sie von sich aus darum bitten. Sie dürfen aber nicht am Coronavirus erkrankt sein und nicht unter Quarantäne stehen. Unter Einhaltung der hygienischen Vorsichtsmaßnahmen können sie an ihrem Wohnort besucht werden.

Hausbesuche und seelsorgliche Einzelgespräche
Alle turnusmäßigen Besuche werden abgesagt. Nur im Krisenfall dürfen sie stattfinden. Möglicherweise lassen sich andere Formen als die der persönlichen Begegnung finden: Skype/Mailkontakt/Chat/Telefongespräch.

Senioreneinrichtungen, Krankenhäuser
Seelsorgliche Besuche fallen nach den hessischen Verordnungen nicht unter die Besuchsregelungen, aber sie sind „auf das absolut erforderliche Mindestmaß zu beschränken“.

Gemeinderäume/-häuser
Vermietungen von Gemeinderäumen/-häusern sind derzeit nicht erlaubt und geplante Vermietungen werden abgesagt.

TelefonSeelsorge Nordhessen
Die Telefonseelsorge bleibt selbstverständlich weiterhin unter den bekannten Rufnummer 0800 - 111 0 111 und 0800 - 111 0 222 rund um die Uhr erreichbar. Die TelefonSeelsorge ist in ihrem Menschenbild und ihrer Arbeitsweise den christlichen Kirchen verbunden, sie ist aber für jeden unabhängig von Geschlecht, Alter, Weltanschauung oder Konfession da.

Erreichbarkeit der Pfarreien in Kassel

Die Pfarrbüros sind für den Publikumsverkehr geschlossen, aber zu den Bürozeiten telefonisch und rund um die Uhr per E-Mail erreichbar.
Hier die Kontaktdaten der Pfarreien in Kassel:

Die Kontaktdaten der Pfarreien im Landkreis Kassel (die Liste ist noch nicht vollständig):

Gottesdienste im Internet und Fernsehen

Bild: www.bistum-fulda.de

Livestream, Liveübertragung, Youtube, Mediatheken und die Archive der unterschiedlichen Sender: Es gibt zahlreiche Übertragungen von Gottesdiensten im Fernsehen und im Internet.

Das Bistum Fulda bietet auf seinen Internetseiten einen Überblick über die Möglichkeiten, auch aus der räumlichen Distanz einem katholischen Gottesdienst beizuwohnen.

Bischofswort von Bischof Dr. Michael Gerber

Angesichts der Coronavirus-Pandemie richtet unser Bischof Dr. Michael Gerber sein Wort "an die Christgläubigen". Für Bischof Gerber erleben wir derzeit eine höchst widersprüchliche Situation und sind zusammen mit Menschen auf der ganzen Welt sehr herausgefordert. Hier können Sie das ganze Bischofswort vom 19. März 2020 nachlesen oder nachhören.

Absage aller Veranstaltungen des Kasseler Bildungsforums Sankt Michael

Aufgrund des Corona-Virus und den massiven Auswirkungen, die aktuell damit einhergehen, muss das Bildungsforum Sankt Michael in Kassel alle seine Veranstaltungen zunächst bis zum 3. April 2020 absagen.

Auch die Autorenlesung mit Ulrich Schaffer am 06.04. wurde bereits abgesagt.

Alle Gottesdienste im Bistum Fulda bis zum 3. April abgesagt --- auch andere Veranstaltungen ausgesetzt

Bild: Peter Weidemann (in: Pfarrbriefservice.de)

Das Bistum Fulda hat ab sofort alle öffentlichen Eucharistiefeiern und weitere liturgische Feiern abgesagt. Diese Regelung gilt bis zum 3. April. Rechtzeitig vor dem 3. April wird neu entschieden, ob und inwiefern diese Regelung fortgesetzt werden muss.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit
Priester können unter Ausschluss der Öffentlichkeit die Eucharistie weiter feiern und nehmen dabei insbesondere die Anliegen der jeweiligen Gemeinden mit ins Gebet. Bei diesen Feiern sind die hygienischen Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten.

Sämtliche andere Veranstaltungen bis zum 3. April 2020 ausgesetzt
Darüber hinaus hat das Bistum Fulda alle Kirchengemeinden angewiesen, sämtliche anderen Veranstaltungen bis zum 3. April 2020 auszusetzen.
Mit Wirkung bis vorerst 3. April werden die Tagungshäuser der Diözese ihren Gästebetrieb sowie die Katholischen Familienbildungsstätten in Hanau, Kassel und Fulda ihren Kursbetrieb einstellen.

Katholische Schulen und Kindertagesstätten
Für Katholische Schulen und Kindertagesstätten gelten die Entscheidungen, die von den zuständigen staatlichen Stellen getroffen werden.

Vorrang, die Ausbreitung des Virus zu erschweren
Bischof Gerber hat bereits bis auf weiteres die Gläubigen im Bistum Fulda von der Sonntagspflicht entbunden. Ihm und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist bewusst, dass dieser Schritt das geistliche Leben der Gläubigen erheblich einschränkt. Dennoch hat derzeit Vorrang, der Ausbreitung des Virus durch die Zusammenkunft von Menschen nicht weiter Vorschub zu leisten.

Beerdigungen
Beerdigungen finden weiterhin statt, wobei die Vorgaben der zuständigen staatlichen und kommunalen Behörden einzuhalten sind. Der Dienst an den Alten, Kranken und Sterbenden ist weiterhin Aufgabe unserer Seelsorgerinnen und Seelsorger.

Erstkommunionfeiern
Das Bistum empfiehlt nach aktueller Einschätzung der Lage, die Erstkommunionfeiern auf den Zeitraum nach den Sommerferien zu verlegen.

Bistum Fulda informiert aktuell
Das Bistum Fulda wird über seine Kommunikationskanäle (www.bistum-fulda.de, Facebook, Tagespresse)  immer wieder zeitnahe und regelmäßig über Neuigkeiten, Entscheidungen und Entwicklungen informieren.

Nach Möglichkeit tägliches Gottesdienstangebot über das Internet
In den kommenden Tagen will das Bistum Fulda ergänzend zu den bereits auf der Homepage aufgeführten Angeboten ein eigenes und nach Möglichkeit tägliches Gottesdienstangebot über das Internet einrichten. Aktuelle Informationen dazu finden Sie auf der Homepage des Bistums. Alle Gläubigen sind aufgerufen, die Menschen, die unter der derzeitigen Lage besonders leiden, in ihr Gebet mit aufzunehmen. Gemäß den Möglichkeiten vor Ort bleiben die Kirchen für das persönliche Gebet geöffnet.

Bistum Fulda schaltet Hotline --- Stadt Kassel untersagt Veranstaltungen

Durch gründliches Händewaschen wird die
Ansteckungsgefahr deutlich verringert.

Das Bistum Fulda hat eine Hotline eingerichtet, die ausführlich Informationen und Auskünfte zum Thema „Coronavirus und Auswirkungen auf die Kirche“ gibt.

Die Hotline: 0661 / 87 888. 

Die Hotline ist am Freitag, 13. März, bis 18.30 Uhr, am Samstag von 8.30 bis 16.30 Uhr, am Sonntag von 8.30 bis 14.00 Uhr sowie kommenden Montag bis Freitag von 8.00 bis 17.00 geschaltet.

Anfragen per E-Mail können auch über corona-hotline@bistum-fulda.de gestellt werden.

In der Stadt Kassel
Die Stadt Kassel untersagt "alle Veranstaltungen mit größeren Menschenansammlungen", bei denen sie selbst als Veranstalterin fungiert. Dieses Verbot gilt bis 30. April 2020.

Dazu heißt es in der städtischen Pressemitteilung:
"Betroffen von den Absagen sind sämtliche Veranstaltungen, bei denen die Stadt als Veranstalter fungiert wie beispielsweise die ursprünglich für den 4. April geplante Sportgala. Auch die im Stadtgebiet vorgesehenen öffentlichen Veranstaltungen wie die Casseler Frühlings-Freyheit, Oster- und Flohmärkte oder ähnliche Formate können nicht stattfinden. [...] auch alle angemeldeten Versammlungen und Demonstrationen sowie spontane Ansammlungen mit einer größeren Anzahl von Menschen können nicht stattfinden.“

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Das Bistum Fulda gibt folgende Empfehlungen:
 
Für die katholische Kirche ist es selbstverständlich, mit Augenmaß und ohne Ängstlichkeit daran mitzuwirken, die Gefahren einer Ansteckung mit dem neuen Virus Covid-19 (Coronavirus) so gering wie möglich zu halten.

- Wer Symptome einer Erkrankung aufweist oder bei wem der Verdacht auf Erkrankung besteht, soll auf die Teilnahme an Gottesdiensten verzichten.
 
- Bei wem der Verdacht auf Erkrankung besteht, soll keinen liturgischen Dienst ausüben.
 
- Weihwasserbecken sollen zurückhaltend genutzt werden; in manchen Kirchen sind sie bereits geleert worden.
 
- Priester und Kommunionhelfer sollen vor ihrem Dienst die Hände waschen. Die Benutzung eines Desinfektionsmittels ist empfehlenswert.
 
- Für den Empfang der Heiligen Eucharistie empfiehlt sich gegenwärtig die Handkommunion. Wegen des erhöhten Ansteckungsrisikos verlangen Kelchkommunion und Mundkommunion besondere Vorsicht. Dasselbe gilt für den Körperkontakt (Händeschütteln, Umarmung) beim Friedenszeichen nach dem Friedensgruß des Priesters.
 
- Es gelten die Grundregeln der guten Hygienepraxis, Infos auch unter www.infektionsschutz.de.

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Wissenwertes und Anregendes:

  • katholisch.de berichtet über digitale und analoge Alternativen für Menschen, die wegen der Ansteckungsgefahr nicht am Gottesdienst teilnehmen möchten ...[ mehr ] ...
     
  • Auch das Bistum Fulda informiert über Gottesdienste im Internet und im Fernsehen ... [ mehr ] ...
     
  • "Gebet und Weihwasser schützen nicht vor dem Coronavirus" heißt ein lesenswerter Beitrag ebenfalls auf katholisch.de ...[ mehr ] ...
     
  • Die Deutsche Bischofskonferenz gibt Hinweise zur Vermeidung von Ansteckungen mit dem Virus COVID-19 (Coronavirus) in Gottesdiensten und Kirchenräumen ...[ mehr ] ...
     
  • Worauf es beim Hände waschen ankommt, zeigt der Spiegel-Artikel "30 Sekunden, die Leben retten" ... [ mehr ] ...

Bischof Gerber: derzeit keine Pflicht zur Teilnahme an der sonntäglichen bzw. feiertäglichen Eucharistiefeier --- Dank an alle Seelsorger/innen

Aufgrund der eingetretenen Lage dispensiert (entbindet) Bischof Dr. Michael Gerber von der Pflicht zur Teilnahme an der sonntäglichen bzw. feiertäglichen Eucharistiefeier und verweist auf die Möglichkeiten zur Mitfeier von Gottesdiensten über Radio, Fernsehen und Internet. In den kommenden Tagen werden zudem auch Anregungen für häusliche Feiern erstellt und verbreitet. Geplant sind auch Impulse über die Homepage des Bistums.

Dank an alle Seelsorger/innen
Bischof Gerber dankt allen Seelsorgerinnen und Seelsorgern, die durch die eingetretene Situation in besonderer Weise herausgefordert sind. Er wünscht ihnen die Kraft des Heiligen Geistes, insbesondere wenn es darum geht, Notleidenden, Kranken, Sterbenden und Trauernden beizustehen.“

Vorschlag für Hausgottesdienst
Ein erster Vorschlag für einen Hausgottesdienst steht zum Herunterladen zur Verfügung und kann gerne an ältere und interessierte Menschen weitergegeben werden.

ABGESAGT: Die Zeitreise - Eine musikalische Begegnung in der Kapelle des Elisabeth-Krankenhauses

Foto Oliver König: privat

AUFGRUND DER MAßNAHMEN GEGEN DIE AUSBREITUNG DES CORONAVIRUS IST DIESE VERANSTALTUNG ABGESAGT!

Am Sonntag, 15. März 2020 um 15.00 Uhr singt und spielt Liedermacher Oliver König in der Kapelle des Elisabeth-Krankenhauses in der Weinbergstraße 7 in Kassel. Der Eintritt ist frei. Um Spenden für den Erhalt der Kapelle wird gebeten. Patientinnen und Patienten können über kostenlose Kopfhörer zuhören.
 
Begegnung mit Heinrich Heine
Oliver König, Liedermacher aus Northeim, tritt zum wiederholten Mal in der Kapelle des Elisabeth-Krankenhauses auf. Dabei bringt er eigene Vertonungen bekannter Lyriker wie Heinrich Heine oder Theodor Kramer zu Gehör. Daneben dichtet er auch selbst. Im Zentrum des aktuellen Konzertes steht eine „Zeitreise“, auf der der Liedermacher Heinrich Heine begegnet. Auf den musikalischen Dialog der beiden Lyriker darf man gespannt sein.

Nachdenkliches und Witziges
„Wir freuen uns, dass Oliver König wieder bei uns zu Gast ist“, sagt Krankenhausdirektorin Marieluise Labrie und fügt hinzu: „Oliver König stellt sich in die Tradition von Franz Josef Degenhardt und Reinhard Mey. Nachdenkliches und Witziges versprechen eine abwechslungsreiche Stunde Musik.“

Musikbegeistert
Oliver König wurde 1968 im südniedersächsischen Northeim geboren. Von Kindesbeinen musikbegeistert lernte er in jungen Jahren das Blockflöten- und Posaunenspiel. Später kamen die akustische Gitarre und das Banjo hinzu. Seit den frühen 90er Jahren vertont Oliver König Gedichte und schreibt eigene Lieder und Texte. Zu seiner Motivation gefragt verweist er gerne auf den mittlerweile verstorbenen Franz Josef Degenhardt. Dieser sagte einmal, dass jeder das, was er für richtig hält, ausdrücken und mitteilen möchte. Wer gerne spricht, redet darüber. Und wer gern singt, der singt’s eben. Dabei müssen die Liedtexte nach Königs Meinung nicht immer neu sein. Einiges von dem, was er für mitteilenswert hält, haben bereits Poeten früherer Zeiten in Verse gesetzt. Daher schreibt Oliver König nicht nur eigene Lieder, sondern vertont daneben Gedichte von Heinrich Heine, Georg Herwegh, Theodor Fontane, Theodor Kramer u.a. Diese und eigene Text sind es dann auch, die bei seinen Konzerten im Vordergrund stehen und den Besucher zum Zuhören, Mit- und Nachdenken anregen sollen. Oliver König hat mehrere CDs veröffentlicht.

ABGESAGT: Seligpreisungen als Leitschnur für Politik? - MdB Timon Gremmels predigt am 15. März

Foto: Susie Knoll, SPD Bundestag

AUFGRUND DER MAßNAHMEN GEGEN DIE AUSBREITUNG DES CORONAVIRUS IST DIESE VERANSTALTUNG ABGESAGT! 

„Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit“ hat sich Bundestagsmitglied Timon Gremmels als Seligpreisung für seine Fastenpredigt am 15. März in Sankt Familia ausgesucht.

Christliche Nächstenliebe in der Politik?
Er fragt danach, was das christliche Gebot der Nächstenliebe vom politischen Wert der Solidarität unterscheidet und was beide gemeinsam haben. Kann und darf der christliche Glaube Leitschnur für die Umsetzung politischer Ziele und Grundwerte sein? In seiner Fastenpredigt (Beginn 17 Uhr) sucht Gremmels anhand von aktuellen gesellschaftlichen Themen Antworten auf die Fragen, die die Seligpreisung im Matthäus-Evangelium (5,10) provoziert.

Timon Gremmels, 44 Jahre alt, trat 1992 in die SPD ein und war von 2009 bis 2017 Mitglied des Hessischen Landtages. Seit 2016 ist Gremmels Mitglied des Bundestages und arbeitet dort in den Ausschüssen für Wirtschaft und Energie sowie Petitionen mit.

Die Reihe „Predigten zur Fastenzeit“
Die Reihe „Predigten zur Fastenzeit“, veranstaltet von der Katholischen Kirche Kassel, stellt zentrale Fragen und Themen des christlichen Glaubens in den Mittelpunkt von Auseinandersetzung und Auslegung. Menschen, die Kirche, Politik, Gesellschaft an verantwortlicher Position prägen, predigen in diesem Jahr über ihr Verständnis der Seligpreisungen.

Die nächsten Predigten
Am 22. März predigt der Fuldaer Bischof Dr. Michael Gerber und am 29. März Bischöfin Dr. Beate Hofmann von der evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck. Die Predigten finden in der Kirche Sankt Familia (Kölnische Str. 53) statt, immer sonntags von 17 bis 18 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

Zum Nachhören: Fastenpredigt von Pater Anselm Grün am 8. März

Foto: www.anselm-gruen.de

Pater Anselm Grün, der bekannte Buchautor und spirituelle Begleiter, eröffnete am Sonntag, 8. März, um 17 Uhr die „Predigten zur Fastenzeit“ in der Kirche Sankt Familia. Thema der Fastenpredigten sind die Seligpreisungen Jesu.

Wege zum Glück
Für Pater Anselm Grün zeigen die Seligpreisungen realistische Wege zum Glück: „Sie sind voller psychologischer Weisheit und zugleich erfüllt von Hoffnung und zugleich von Realitätssinn.“ Grün predigt über „Selig, die arm sind vor Gott“ (Matthäus 5,3). Hier stellt sich für ihn Frage, ob wir innerlich frei sind.

Die Reihe „Predigten zur Fastenzeit“
Die Reihe „Predigten zur Fastenzeit“, veranstaltet von der Katholischen Kirche Kassel, stellt zentrale Fragen und Themen des christlichen Glaubens in den Mittelpunkt von Auseinandersetzung und Auslegung. Menschen, die Kirche, Politik, Gesellschaft an verantwortlicher Position prägen, predigen in diesem Jahr über ihr Verständnis der Seligpreisungen.

ABGESAGT: Selig seid ihr …! Fastenpredigten 2020

Foto: www.anselm-gruen.de

AUFGRUND DER MAßNAHMEN GEGEN DIE AUSBREITUNG DES CORONAVIRUS IST DIESE VERANSTALTUNGSREIHE ABGESAGT!

„Selig, die …“: Das sind berühmte Satzanfänge im Neuen Testament der Bibel. Damit beginnen die sogenannten Seligpreisungen im Lukas- und Matthäus-Evangelium. In starken Aussagen wie beispielsweise „Selig die Sanftmütigen“ werden die Werte unserer Gesellschaft in Frage gestellt. In den diesjährigen „Predigten zur Fastenzeit” sprechen Menschen, die Kirche, Politik, Gesellschaft an verantwortlicher Position prägen, über ihr Verständnis der Seligpreisungen. Sie setzen sich jeweils mit einem dieser provokativen Sätze auseinander: Pater Anselm Grün, Benediktiner der Abtei Münsterschwarzach, Timon Gremmels, Mitglied des Bundestages aus Kassel, Dr. Michael Gerber, seit März 2019 der neue katholische Bischof in Fulda, und Dr. Beate Hofmann, die im Mai 2019 zur neuen Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gewählt wurde.

Die Bergpredigt: das Weltverständnis Jesu
Die Seligpreisungen gehören bei Matthäus zur Rede, die Jesus vor vielen Menschen auf einem Berg hielt. Deshalb spricht man auch von der „Bergpredigt“. In der Bergpredigt ist das Weltverständnis Jesu überliefert. Sie gibt überraschende Antworten auf die Frage, wie Menschen sich in dieser Welt verhalten, wie Menschen sich selber verstehen sollen. In verschiedenen, für Pfarrer Harald Fischer von der einladenden Katholischen Kirche Kassel „geradezu schockierenden Aussagen“ werden die eigentlich geltenden Werte unserer Gesellschaft verdreht und geradezu auf den Kopf gestellt: Selig die Armen; selig die Trauernden; selig die Barmherzigen. Es wird spannend zu hören, was die Fastenpredigerin und die Fastenprediger in diesem Jahr zu den fast 2000 Jahre alten Sätzen zu sagen haben.

  • Pater Anselm Grün OSB hat durch seine vielen öffentlichen Aktivitäten und seine zahlreichen Bücher eine große Bekanntheit erlangt. Der spirituelle Ratgeber und geistliche Berater predigt am zweiten Fastensonntag, 8. März, über die Seligpreisung „Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich“ (Matthäus 5,3). Für den gerade 75 Jahre alt gewordenen Grün zeigen die Seligpreisungen einen Weg zum gelingenden Leben.
     
  • Timon Gremmels, 44 Jahre alt, trat 1992 in die SPD ein und war von 2009 bis 2017 Mitglied des Hessischen Landtages. Seit 2016 ist Gremmels Mitglied des Bundestages und arbeitet dort in den Ausschüssen für Wirtschaft und Energie sowie Petitionen mit. Er stellt am dritten Fastensonntag, 15. März, „Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit“ (Matthäus 5,10) in den Mittelpunkt seiner Predigt. Für ihn wird „Solidarität ist Nächstenliebe“ zu einem starken Gedanken.
     
  • Bischof Dr. Michael Gerber ist mit 50 Jahren der jüngste katholische Bischof in Deutschland. Es kommt aus dem baden-württembergischen Oberkirch, war viele Jahre in verschiedenen Funktionen in der Erzdiözese Freiburg tätig und steht seit März 2019 dem Bistum Fulda vor. Die Seligpreisung „Selig, die rein sind im Herzen; denn sie werden Gott schauen“ (Matthäus 5,8) macht Bischof Dr. Michael Gerber zum Thema seiner Fastenpredigt am vierten Fastensonntag, 22. März.
     
  • Dr. Beate Hofmann war Professorin für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement an die Kirchliche Hochschule Wuppertal/Bethel, ehe sie im Mai 2019 mit 55 Jahren zur ersten Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gewählt wurde. „Selig die Barmherzigen“ (Matthäus 5,7) stellt Bischöfin Dr. Beate Hofmann an den Anfang ihrer Predigt am fünften Fastensonntag, 29. März.

Ermutigung in der eigenen Glaubenssuche
Zum Thema der diesjährigen Fastenpredigten meint Pfarrer Harald Fischer von der einladenden Katholischen Kirche Kassel: „Bei den Predigten zur Fastenzeit geht es nicht um eine dogmatische Reflexion von Glaubenssätzen oder der Gottesfrage an sich, sondern um eine Hilfe für Menschen, die in ihrem Leben und Alltag danach suchen, mit ihrem Glauben umzugehen. Das bedeutet, sich die eigenen Zweifel und Fragen zu erlauben. Vielleicht wird durch die Fastenpredigten sogar eine Ermutigung in der eigenen Glaubenssuche möglich.“

Auseinandersetzung und Auslegung
Die Reihe „Predigten zur Fastenzeit“, veranstaltet von der Katholischen Kirche Kassel, stellt zentrale Fragen und Themen des christlichen Glaubens in den Mittelpunkt von Auseinandersetzung und Auslegung.

Ab dem 2. Fastensonntag
Die Predigten finden in der Kirche Sankt Familia (Kölnische Str. 53) statt, immer sonntags (08.03., 15.03., 22.03., 29.03.) von 17 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

 

Die Reihe „Predigten zur Fastenzeit 2020“ im Überblick:
Thema: Selig seid ihr …! Die Seligpreisungen Jesu heute verstehen

Sonntag, 8. März 2019, 17 Uhr
Pater Anselm Grün OSB, Abtei Münsterschwarzach:
„Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich“ (Matthäus 5,3)

Sonntag, 15. März 2019, 17 Uhr
Timon Gremmels, Mitglied des Bundestages, Kassel
„Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit“ (Matthäus 5,10)

Sonntag, 22. März 2019, 17 Uhr
Bischof Dr. Michael Gerber, Fulda
„Selig, die rein sind im Herzen; denn sie werden Gott schauen“ (Matthäus 5,8)

Sonntag, 29. März 2019, 17 Uhr
Bischöfin Dr. Beate Hofmann, Kassel
„Selig die Barmherzigen“ (Matthäus 5,7)

Zeit:
Jeweils Sonntag 17:00 bis 18:00 Uhr

Ort:
Kirche Sankt Familia
Kassel, Kölnische Straße 53 (Nähe Hauptbahnhof, 7 min Fußweg)
Haltestelle Kirche Sankt Familia, Buslinien 52, 100, 500

Eintritt:
frei

Veranstalterin:
Katholische Kirche Kassel im Bistum Fulda

ABGESAGT: 17. März: Ehrenvorsitz an Eva Schulz-Jander und Doppelschriftauslegung

AUFGRUND DER MAßNAHMEN GEGEN DIE AUSBREITUNG DES CORONAVIRUS IST DIESE VERANSTALTUNGSREIHE ABGESAGT!

„Tu deinen Mund auf für die anderen“ (Sprüche 31,8). Unter diesem Motto steht die diesjährige Woche der Brüderlichkeit. Eine, die den Mund auftut für andere, ist Dr. Eva Schulz-Jander. Für ihr jahrzehntelanges Engagement in der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (CJZ) wird ihr am 17. März, 18 Uhr, im Haus der Kirche der CJZ-Ehrenvorsitz verliehen. Im Anschluss daran geht es in einer „Doppelschriftauslegung“ um die biblische Figur Hanna. Die liberale Rabbinerin Natalia Verzhbovska und die katholische Theologin Dagmar Mensink legen auf dem Hintergrund ihrer Traditionen den biblischen Text aus dem ersten Buch Samuel (2,1-11) aus.

Doppelschriftauslegung
Eine, die den Mund auftat für andere, war Hanna (1 Sam 2,1-11), deren Lob- und Mahnlied im Mittelpunkt der diesjährigen Doppelschriftauslegung steht. Beginn ist 19 Uhr. Natalia Verzhbovska, liberale Rabbinerin der Kölner Gemeinde Gesher LaMassoret, und Dagmar Mensink, katholische Theologin und Vorsitzende des Gesprächskreises „Juden und Christen“ bringen bei der Doppelschriftauslegung die jüdische und christliche Lesart ins Gespräch.

Selbstbewusst im Heiligtum
Im Mittelpunkt steht Hanna, die ihre Stimme für die Bedürftigen erhebt; für die, die unter Gewalt leiden; für die, die keine Stimme haben. Als Frau, die selber schlimmes Unrecht und viele Kränkungen erlebt hat, stellt sie sich selbstbewusst ins Heiligtum und tut ihren Mund auf für umfassende Gerechtigkeit, für Gleichheit und unteilbare Würde aller Menschen vor Gott. Später diente ihr Lied als Vorlage für Marias Magnificat. Mit Hanna, dieser außergewöhnlichen Frau der Bibel, beschäftigen sich die beiden Theologinnen Verzhbovska und Mensink aus Frauenperspektive.

Natalia Verzhbovska wurde in Kiew/Ukraine geboren, studierte zunächst Klavier und Musikwissenschaft, bevor sie sich intensiver mit jüdischer Theologie und Bildung beschäftigte. Nach dem Abschluss des Studiums der Jüdischen Theologie 2015 wurde sie zur Rabbinerin ordiniert und arbeitet seitdem als Rabbinerin des Landesverbandes NRW. Sie ist Mitglied im Gesprächskreises „Juden und Christen“ beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK).

Dagmar Mensink studierte katholische Theologie in Tübingen, war 10 Jahre Studienleiterin an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, bevor sie in die Politik wechselte. Derzeit arbeitet sie in der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz und ist verantwortlich für die Verbindung zu Kirchen und Religionsgemeinschaften. Beim ZdK ist sie Leiterin des Gesprächskreises „Juden und Christen“.

Ehrenvorsitz für Dr. Eva Schulz-Jander
Unmittelbar vor der Doppelschriftauslegung wird Dr. Eva Schulz-Jander um 18 Uhr im Haus der Kirche der Ehrenvorsitz der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (CJZ) in einem Festakt verliehen. Die Laudatio hält Prof. Dr. Rainer Kampling von der Freien Universität Berlin. Dr. Eva Schulz-Jander vereint in gewisser Weise das Wirken der Gesellschaft in ihrer Person: Als Tochter eines jüdischen Vaters und einer katholischen Mutter genoss sie in unterschiedlichen Phasen ihrer Schulzeit sowohl eine jüdisch als auch eine katholisch geprägte Erziehung. Geboren 1935 in Breslau, entkam ihre Familie nur knapp der Ermordung durch die Nationalsozialisten. Ihr jüdischer Vater überlebte die Inhaftierung in den Konzentrationslagern Buchenwald und Sachsenhausen, ihre katholische Mutter die Qualen der Zwangsarbeit. Nach der Emigration in die USA und dem Studium der Romanistik, Germanistik und Philosophie in den USA und Frankreich kehrte sie 1967 nach Deutschland zurück und arbeitete als Dozentin an der Kasseler Volkshochschule wie auch an der Universität.
1991 wurde sie Geschäftsführerin der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Während ihrer 22 Jahre andauernden Tätigkeit wurde sie 1995 in den Vorstand des Deutschen Koordinierungsrates der bundesweit 80 Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit berufen. Von 2001 bis 2016 hatte Dr. Eva-Maria Schulz-Jander das Amt der katholischen Präsidentin inne. In diesen Funktionen war sie unter anderem maßgeblich an der Organisation der jährlich bundesweit stattfindenden „Woche der Brüderlichkeit“ beteiligt.  Mit ihrem Engagement für die Gesellschaft CJZ setzte sich Dr. Eva Schulz-Jander wach, eindrücklich und kritisch gegen Vergessen und für Versöhnung, Dialog und echtem Miteinander von Juden und Nichtjuden in Kassel ein.

Einladung
Zur Ehrung von Dr. Eva Schulz-Jander und zur Doppelschriftauslegung lädt die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit ein – mit Unterstützung durch die Evangelische Kirche in Kassel, die Jüdische Gemeinde Kassel und die Katholische Kirche Kassel. Zwischen beiden Veranstaltungen ist eine kurze Pause.

Veranstaltungdaten:
Verleihung des Ehrenvorsitzes an Dr. Eva Schulz-Jander
Dienstag, 17.03.2020, 18 Uhr
Haus der Kirche, Wilhelmshöher Allee 330.

Danach um 19 Uhr am selben Ort:
Doppelschriftauslegung zu Hanna (1 Sam 2,1-11)
Rabbinerin Natalia Verzhbovska und katholische Theologin Dagmar Mensink, Vorsitzende des Gesprächskreises „Juden und Christen“

ABGESAGT: Aktion Klimafasten in sieben Kirchengemeinden

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Vier evangelische und drei katholische Kirchengemeinden in Kassel beteiligen sich mit einer Veranstaltungsreihe an der Aktion "Fasten für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit", zu der die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck unter dem Motto "So viel du brauchst..." auch in diesem Jahr einlädt.

Die Aktion soll Gemeindeglieder dazu motivieren, in der Passionszeit einen klimafreundlicheren Lebensstil zu erproben.  

Das Programm des Klimafastens in den sieben Kirchengemeinden:

  • Do. 27.02.2020, 19.00 Uhr, Vortrag
    Pfr. Thomas Günst: „Schöpfung in Not“
    Herz Jesu Gemeinde, Brüder-Grimm-Str. 121/123, Kassel
     
  • So. 01.03.2020 18.00 Uhr Sternstunden-Gottesdienst
    „Zukunft gestalten - every day for future“ mit Carsten Waldeck (Firma shift phone)
    Dreifaltigkeitskirche, Sollingweg 55, Kassel
     
  • Do. 05.03.2020, 19.00 Uhr, Vortrag
    Michael von Bonin (Scientists for Future): „Klimaziele und Energieverbrauch im Haushalt“
    St. Theresia, Heinrich-Schütz-Allee 285, Kassel
     
  • Mi. 11.03.2020, 19.00 Uhr, Vortrag
    Gerhard Schneider-Rose (Slow Food): „Lebensmittel achten“
    St. Nikolaus v. Flüe, Kronenackerstr. 4, Kassel
     
  • Mi. 18.03.2020, 19.00 Uhr, Vortrag
    Wolfgang Ehle (Reparatur Café Kassel): „Elektronikkonsum“
    Klosterkirche, Am Klosterhof 13, Ks-Nordshausen
     
  • Di. 24.03.2020, 19.00 Uhr, Vortrag
    Dr. Beatrice van Saan-Klein (Umweltbeauftragte Bistum Fulda): „Mobilität und nachhaltiges Reisen“
    Kreuzkirche (Gemeindehaus), Kirchweg 3, Baunatal-Großenritte
     
  • Di. 31.03.2020, 19.00 Uhr, Vortrag
    Manfred Menze (kasselplastikfrei): „Plastik und Alternativen“
    Thomaskirche, An der Kirche 2, Kassel

Alle sind herzlich eingeladen, auch wenn Sie nur einzelne Vorträge besuchen können! 

Infos:
St. Nikolaus von Flüe, Kassel 0561/492277

ABGESAGT: kfd-Dekanatstag zur Geistkraft Gottes

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Herzlich eingeladen sind alle (kfd-)Frauen und alle interessierten Frauen und Männer zum diesjährigen Dekanatstag der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd). Tagesthema ist "Geistkraft Gottes – Quelle von Freiheit und Trost - Esprit – Schöpfergeist". Es referiert Monika Altenbeck vom Bundesverband der kfd in Düsseldorf.

Der Dekanatstag findet am Samstag, 21. März 2020, im Pfarrzentrum St. Peter, Dragonerstr. 2, 34369 Hofgeismar statt.

Das Programm:
Ab 9.30 Uhr > Registrieren/Ankommen beim Stehkaffee
10.15 Uhr > Begrüßung/Willkommen/einleitende Worte
10.30 Uhr > Referat und Gruppenarbeit am Nachmittag/Einbringen ins Plenum
ca. 12.00 Uhr bis ca. 13.15 Mittagspause (Tavola Grande kurzer Weg)
ca. 15.30 Uhr > Heilige Messe mit Präses Peter Strenger

Teilnehmerbeitrag
12 € - incl. Mittagessen, Kaffee und Kuchen.
Beim Kommen legen Sie bitte fest, ob Sie das Fleischgericht "Schnitzel mit Salat und Pommes" oder das vegetarische Gericht "Nudeln mit Gemüse" wünschen. Für Getränke bitten wir um eine Spende.

Anmeldungen bis spätestens 16.03.2020 an:
Rosi Krüger, Tel. 05671/2347, E-Mail rodi.krueger@arcor.de
Birgit Sattler, Tel. p. 05673/7975 (AB) , E-Mail: sattler_espenau@yahoo.de

ABGESAGT: Der Himmel ist kein Ort - Lesekreis

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Wer Freude daran hat, sich mit Anderen über Literatur auszutauschen, ist herzlich eingeladen in den neuen Lesekreis im Regionalhaus Adolph Kolping. Gelesen wird das Buch von Dieter Wellershoff: "Der Himmel ist kein Ort”, erschienen im Verlag Kiepenheuer & Witsch.

Neue Teilnehmer/innen sind sehr willkommen!
Treffen im Zweiwochenrhythmus (jeden 2. Dienstag) von 18.15 bis 19.45 Uhr im Regionalhaus Adolph Kolping, Die Freiheit 2 (Nähe Martinskirche) in Kassel.

Die Termine:
11.02.; 25.02.; 10.03.; 24.03.; 21.04.; 05.05.; 19.05.; 02.06.; 16.06.; 30.06

Es wird ein Abschnitt von ca. 30 Min. gelesen. Danach besteht die Möglichkeit zum Austausch.
Kontakt: Jürgen Wagener, Tel.: 05616027950

ABGESAGT: Preisgekrönte Kurzfilme in der Elisabethkirche - Kirche wird zum Kino

Filmstill aus „Der Mandarinenbaum“ von Cengiz Akaygün (2017/2018)

AUFGRUND DER MAßNAHMEN GEGEN DIE AUSBREITUNG DES CORONAVIRUS IST DIESE VERANSTALTUNG ABGESAGT!

Am 26. März 2020 wird die Elisabethkirche Kassel zum Kino. Ab 20 Uhr werden 11 Kurzfilme gezeigt. Das bedeutet 96 Minuten bewegende zeitgenössische Filmkunst in der Kirche.

„Augenblicke“
Seit 1992 wird die Kurzfilmreihe „Augenblicke“ von der Deutschen Bischofskonferenz veranstaltet. Es kommen ​neue, oft preisgekrönte Produktionen zur Aufführung. Vom bewegenden, hochemotionalen Werbefilm („tupperware without you“) bis hin zum politisch, poetischen Statement für Freiheit („Der Mandarinenbaum“). Geboten werden originelle, bewegende, poetische, urkomische, nachdenkliche Filme mit cineastischem Anspruch und emphatischem Blick auf den Menschen.

Der Eintritt ist frei.

Bewegende Geschichten
Unterhaltsam und besinnlich, liebenswürdig und gelegentlich ein bisschen böse: Kurzfilme dauern nur wenige Augenblicke. Und doch erzählen sie bewegende, manchmal erstaunliche Geschichten, stellen unbequeme Fragen, verblüffen unsere Wahrnehmung – und lenken unseren Blick auf existenzielle und soziale Themen. Das Kurzfilmprogramm „Augenblicke“ versammelt elf kleine Meisterwerke unterschiedlicher Genres und mit sehr unterschiedlichen Themen und Inhalten.

Digitale Erinnerungsbilder und Abgaswolke am Horizont
Zu den Filmen gehört „Der Mandarinenbaum“ von Cengiz Akaygün, Preisträger beim „Internationalen Filmfestival für Kinder und junges Publikum 2018“. Darin darf Sirin ihren Vater im türkischen Gefängnis besuchen, der als politischer Gefangener in Untersuchungshaft sitzt. Als ihr selbstgemaltes Bild eines Vogels bei der Kontrolle als anarchistisches Symbol eingestuft und vom Wärter beschlagnahmt wird, ist Tochter Sirin am Boden zerstört. Doch ihr Vater ermutigt sie, an die Freiheit der Gedanken zu glauben. In „All inklusive“ geht es um Alltag und Folgen einer Kreuzfahrt. Was am Ende bleibt, sind Unmengen von digitalen Erinnerungsbildern und die Abgaswolke am Horizont.

Das Kurzfilm-Programm:
- Café d‘amour, D 2016, 8.05 Min., R: B. Toniolo
- All inclisive, CH 2017, 10.00 Min., R: C. Schwingruber, I. Dramat
- Follower, D 2018, 9.55 Min., R: J. Behr
- Tupperware – without you, D 2017, 1.18 Min., R: F. Epe
- Nothings happens, F/DK 2017, 12.00 Min., R: U. Kranot, M. Kranot
- Artem Silendi, F 2017, 7.25 Min., R: F. Ychou
- Armed Lullaby, D 2018, 8.00 Min., R: Y. Ugrekhelidze
- Der Mandarinenbaum, D 2017-2018, 17.80 Min., R: C. Akaygün
- 112, D 2018, 5.30 Min., R: W. Purkhauser, N. Gustenhofen
- Mascarpone, D 2018, 14.00 Min., R: J. Riemer
- Ode, D 2019, 2.44 Min., R: S. Adib

Film in der Kirche
„Wir gehen mit der professionellen und technisch aufwändigen Vorführung von Filmen neue Wege in der Elisabethkirche“, so Koordinator Marcus Leitschuh. Nach Musik, Tanz, Kunst und Theater wird das Medium Film in der Kirche als Anregung zum Nachdenken und Dialog über das Leben in der heutigen Zeit erlebbar. „Wir versprechen uns von diesem Kirchenraum auch einen besonderen Impuls für die Zuschauerinnen und Zuschauer. Es geht in den Filmen um das menschliche Leben in seiner Vielfalt, Verletzlichkeit, Schönheit und seinen Brüchen und immer auch um ein unsichtbares „Mehr““, so Stefan Ahr, Pastoralreferent im Dekanat Kassel-Hofgeismar. Er wird auch den Abend moderieren und zwischen den Film Gesprächsimpulse geben. Leitschuh: „Wir freuen uns über Cineasten und Menschen, die schon lange nicht mehr im Kino waren gleichermaßen.“ Der Abend wird als Kooperation von Medienzentrale des Bistums Fulda, Dekanat Kassel-Hofgeismar und der Pfarrei St. Elisabeth durchgeführt.

Kurzfilme - Gedanken oder Begebenheiten auf den Punkt in Szene gesetzt
Kurzfilme werden im Kino und im Fernsehen nur noch selten gezeigt. So geht die Gelegenheit verloren, einen Gedanken oder eine Begebenheit knapp und auf den Punkt gebracht in Szene zu setzen. Kurzfilme können wunderbar "Augenblicke" festhalten, bzw. sie gewähren den "Augen" einen verschärften "Blick" auf das menschliche Dasein.
"Augenblicke - Kurzfilme im Kino" zeigt Produktionen, die sich vom Mainstream der Filmlandschaft abheben. Auch für das Jahr 2020 stellte das Auswahlgremium der Deutschen Bischofskonferenz nach den Kriterien "Kinotauglichkeit - inhaltlicher und ästhetischer Anspruch - originelle und lebensbejahende Unterhaltung" ein Programm zusammen. Kurzfilme, die den Blick auf die unterschiedlichsten Themen des menschlichen Lebens werfen, die zum Nachdenken und zum Gespräch anregen. Das Ziel dieser Veranstaltung ist, den Kurzfilm als Medium und Kunstform wieder etwas mehr in den Blick zu heben.

ABGESAGT: Kasseler Gesprächsabende zum „Synodalen Weg“

Foto*: © Synodaler Weg/Malzkorn

AUFGRUND DER MAßNAHMEN GEGEN DIE AUSBREITUNG DES CORONAVIRUS IST DIESE VERANSTALTUNGSREIHE BIS 3. APRIL ABGESAGT! 

Unter dem Motto „…wir gehen mit!“ finden im Bildungsforum Sankt Michael vier Gesprächsabende zum „Synodalen Weg“ der Katholischen Kirche in Deutschland statt. Veranstalter ist das Bildungsforum Sankt Michael im Regionalhaus Adolph Kolping (Die Freiheit 2).

Mitgestalten
"Wir laden herzlich dazu ein, ein Stück des Weges gemeinsam unterwegs zu sein, sich durch (Impuls-)Vorträge über den Synodalen Weg zu informieren, mit anderen ins Gespräch zu kommen und so selbst zu Mitgestaltern des Synodalen Weges zu werden“, so Christian Pieper, der die vierteilige Veranstaltungsreihe leitet.

Zentrale Handlungsfelder
Der Synodale Weg der Katholischen Kirche in Deutschland strebt eine Klärung von zentralen Handlungsfeldern an: „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche – Gemeinsame Teilnahme und Teilhabe am Sendungsauftrag“, „Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“, „Priesterliche Existenz heute“, „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“. Dieser Weg soll "vom pilgernden Volk Gottes" maßgeblich mitgestaltet werden. 50 Jahre ist es her, dass im Zweiten Vatikanischen Konzil der Begriff der „pilgernden Kirche“ geprägt wurde. Christian Pieper: "Kirche, als Einrichtung in dieser Welt und dieser Zeit, ist immer auf dem Weg. Auf dem Weg durch die Zeit, aber auch auf dem Weg in der Nachfolge Jesu Christi. Durch die Taufe sind alle Christen in diesen Weg eingebunden – jede und jeder in der eigenen Art, mit seinen und ihren Gaben."

Die Termine im Überblick:

  • Mittwoch, 12. Februar: Gesprächsabend
  • Mittwoch, 11. März 2020: muss leider ausfallen
  • Donnerstag, 2. April 2020: Marcus Leitschuh (Kassel) berichtet von seinen Erfahrungen von der ersten Synodalversammlung (30. Januar bis 1. Februar2020)
  • Mittwoch, 6. Mai 2020

Jeweils 19.00-20.30 Uhr
Regionalhaus Adolph Kolping (Die Freiheit 2), Großer Saal  
Eintritt frei

Leitung
Christian Pieper, Kassel

Foto*: © Erste Synodalversammlung 2020 in Frankfurt am Main (Beratungen am 31.01.2020), hintere Reihe:
Pater Dr. Hans Langendörfer SJ (Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, Sekretär der Synodalversammlung),
Weihbischof Wilfried Theising (Münster), Kardinal Reinhard Marx (Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz,
Präsident des Synodalen Weges), Sr. Dr. Katharina Kluitmann OSF (Vorsitzende Deutsche Ordensobernkonferenz)
und Prof. Dr. Thomas Sternberg (Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken und des Synodalen Weges)

TelefonSeelsorge sucht neue ehrenamtliche Mitarbeitende - heute Info-Abend

Die TelefonSeelsorge Nordhessen e.V. sucht neue ehrenamtliche Mitarbeitende. Im August 2020 beginnt eine neue Ausbildungsgruppe.

Wie sieht die einjährige Ausbildung aus?
Wer wissen möchte, wie die Arbeit bei der TelefonSeelsorge aussieht, wie die einjährige Ausbildung zur Telefonseelsorger*in abläuft und welche Voraussetzungen für eine Mitarbeit wichtig sind, ist herzlich zum Informationsabend eingeladen:

Mittwoch, 13. Mai um 18.30 Uhr

 

in der Evangelischen Familienbildungsstätte
Hupfeldstraße 21, 34121 Kassel

Sich telefonisch oder persönlich informieren
Wer keine Zeit hat, zu diesem Abend zu kommen, ist ebenso herzlich eingeladen, sich telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch unverbindlich zu informieren.

Kontakt
Salome Möhrer-Nolte, Geschäftsführerin der TelefonSeelsorge Nordhessen e.V.
TelefonSeelsorge Nordhessen e.V.: Tel. 282399;
E-Mail: Salome.moehrer-nolte@ekkw.de

Erschüttert über die Tat in Volkmarsen

Volksmarsen (von der Kugelsburg aus). Foto: Wikipedia

Der Fuldaer katholische Bischof Dr. Michael Gerber und die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck äußern sich am Abend des Rosenmontag zur schrecklichen Tat eines Mannes, der mit seinem Auto in den Karnevalsumzug von Volkmarsen fuhr und fast 60 Menschen verletzte, zum Teil sehr schwer. Unter den Verletzten sind 18 Kinder. 

Unsere Solidarität
Bischof Dr. Michael Gerber: "Mit großer Betroffenheit habe ich von den tragischen Ereignissen beim heutigen Rosenmontagsumzug in Volkmarsen erfahren. Meine Gedanken und Gebete sind bei den Verletzten und ihren Familien, die Schaden an Leib und Seele erlitten haben. Ihnen spreche ich im Namen aller Gläubigen des Bistums Fulda unsere Solidarität aus. Im Abstand von nur fünf Tagen ist wieder ein Ort in unserem Bistum von schrecklichem Leid heimgesucht worden. Ich danke den Rettungskräften und den vor Ort tätigen Seelsorgenden für alle Dienste, die sie in diesen Stunden leisten.

Die Begleitung finden, die sie jetzt brauchen
Bischöfin Dr. Beate Hofmann: „Ich bin zutiefst erschüttert über die Tat in Volkmarsen, die friedlich feiernde Menschen getroffen hat. Meine Gedanken und Gebete sind bei den Verletzten und ihren Angehörigen. Ich wünsche ihnen viel Kraft und hoffe, dass sie, auch durch kirchliche Unterstützung, die Begleitung finden, die sie jetzt brauchen. Den Einsatzkräften vor Ort, unter denen auch zahlreiche Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger sind, wünsche ich Kraft und Geistesgegenwart für Ihre Arbeit und danke ich herzlich für Ihren Einsatz.“

Ökumenischer Gottesdienst
Am Abend findet in Volkmarsen ein ökumenischer Gottesdienst statt. Er beginnt um 18 Uhr in der katholischen Kirche "St. Marien", wie die Pfarrgemeinde mitteilte. Die Kirche sei ab 8.30 Uhr zum Gebet geöffnet, berichtet die Hessenschu des Hessischen Rundfunks.

Mahnwache zu den rassistischen Morden in Hanau

Mahnwache vor dem Rathaus in Kassel.
Foto: Christoph Baumanns

"Wir sind geschockt, traurig und wütend. Aber wir sind nicht allein. Lasst uns zusammenkommen und zusammenstehen!" schließen sich Dechant Martin Gies und Pfarrer Harald Fischer den Worten von SPD-Bezirkschef Timon Gremmels an. Sie laden dazu ein, sich an der Mahnwache heute um 18 Uhr vor dem Kasseler Rathaus zu beteiligen.

Aufgerufen dazu hat der DGB. Wie viele andere Organisationen - so auch der Ausländerbeirat der Stadt Kassel - unterstützt die Katholische Kirche Kassel diesen Aufruf: "Die Mahnwache wird als stilles, gemeinsames Zeichen der Solidarität mit den Opfern verstanden. Gedenken wir der Opfer, den Angehörigen und allen Mitbürgern*innen, die sich auf Grund dieser Tat in unserem Land nicht mehr sicher fühlen, in Gebet und Gottesdienst."

Bestürzt über Amoklauf in Hanau
Auch Bischof Gerber ist bestürzt über den Amoklauf in Hanau. Er betont in einer ersten Stellungnahme heute (20. Februar) morgen: "Mit großer Bestürzung habe ich vom schrecklichen Amoklauf gestern Abend und heute Nacht in Hanau gehört. Was wir aktuell an Informationen bezüglich der Hintergründe dieser Tat erfahren, verstört uns zutiefst. Unsere Solidarität gilt den Verletzten und den Hinterbliebenen der Toten sowie allen Ersthelfern und Einsatzkräften, die an der Aufarbeitung und Aufklärung der Tat beteiligt sind. In den Gebeten in unseren Gemeinden haben sie einen festen Platz.“

In einem Brief an den Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky hat der Fuldaer Oberhirte, zu dessen Diözese die Stadt Hanau gehört, seine Trauer und Verbundenheit zum Ausdruck gebracht. Für die Stadtgesellschaft Hanaus bedeute dieses Verbrechen eine tiefe Zäsur. Alle Gemeinden im Bistum Fulda werden vom Bischof aufgefordert, in die Sonntagsgottesdienste ein Gebetsgedenken an die Opfer von Hanau einzubinden.

11 Menschen sind tot
Das Gewaltverbrechen gestern Abend in Hanau kostete 11 Menschen das Leben, darunter auch der mutmaßliche Täter und seine Mutter. Der Schütze drang in zwei Sisha-Bars der Stadt Hanau ein und tötete 9 Menschen, denen er wohl ausländische Wurzeln unterstellte. Der Mann hatte sich auf seiner Internetseite ausländerfeindlich und rassistisch geäußert.

 

ABGESAGT: Bibelkreis zum Matthäus-Evangelium

Book of Lindisfarne, Szene (Ausschnitt): Hl. Matthäus (British Museum)

AUFGRUND DER MAßNAHMEN GEGEN DIE AUSBREITUNG DES CORONAVIRUS IST DIESE VERANSTALTUNG ABGESAGT!

Seit dem 1. Advent 2019 - dem Beginn des neuen Kirchenjahres - hören wir am Sonntag das Evangelium, wie es Matthäus aufgeschrieben hat. In unserem Bibelkreis wollen wir uns der Person Matthäus annähern. Was ist typisch für ihn? Welche Schwerpunktthemen finden sich in seinem Evangelium?

Diese und weitere Themen sollen an vier Abenden aufgegriffen unnd besprochen werden. Nach einem Kurzreferat wird ein exemplarischer Text aus dem Matthäusevangelium gelesen und besprochen.

Die Termine 2020 im Überblick:

  • Mittwoch, 29. Januar (Alfred Delp-Haus, Sankt Familia, Kölnische Str. 51)
  • Mittwoch, 19. Februar (Bildungsforum Sankt Michael, Kolpinghaus, Die Freiheit 2)
  • Mittwoch, 18. März (Alfred Delp-Haus, Sankt Familia, Kölnische Str. 51)
  • Mittwoch, 22. April (Bildungsforum Sankt Michael, Kolpinghaus, Die Freiheit 2)
  • jeweils von 19 bis 20.15 Uhr

Die Leitung hat Pastoralreferentin Sarah Benkner.

Vor allen Opfern verneigen wir uns - Gemeinsame Erklärung der katholischen und evangelischen Kirche

Foto vom Torhaus des KZ Auschwitz-Birkenau, Aufnahme kurz nach der Befreiung 1945
(Bundesarchiv, B 285 Bild-04413 / Stanislaw Mucha / CC-BY-SA 3.0)

Mit einer gemeinsamen Erklärung zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar erinnern der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, an die Opfer des Nationalsozialismus. Zugleich rufen sie Politik und Gesellschaft dazu auf, dem wachsenden Antisemitismus entschlossen entgegenzutreten:

Keinerlei Respekt für das Leben und die Würde des Menschen
„Der Name Auschwitz steht für das systematische Massenmorden, das während des Zweiten Weltkriegs in den von deutschen Truppen besetzten Gebieten Europas verübt wurde. Die Erinnerung an den millionenfachen Mord in Auschwitz erfüllt uns bis heute mit tiefer Trauer.“ Der Gedenktag erinnere aber auch an die Überwindung eines politischen Systems, das keinerlei Respekt für das Leben und die Würde des Menschen kannte und die Ausrottung ganzer Menschengruppen zum Programm erklärte und systematisch organisierte, so Landesbischof Bedford-Strohm und Kardinal Marx.

Verrat an den geschundenen und ermordeten Menschen
„Vor allen Opfern verneigen wir uns. Ihr Andenken darf weder den heute lebenden Generationen noch den künftigen gleichgültig werden. Denn es wäre ein Verrat an den geschundenen und ermordeten Menschen und es wäre zugleich ein Verrat an den Werten der menschlichen Zivilisation, würden wir das Leiden und Sterben von Auschwitz im Nebel der Geschichte versinken lassen.“

Schuldgeschichte der Kirchen
Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm erinnerten dabei auch an die Schuldgeschichte der Kirchen: Diese dürften nicht darüber hinwegsehen, „dass viele Christen mit dem nationalsozialistischen Regime kollaboriert, zur Verfolgung der Juden geschwiegen oder ihr sogar Vorschub geleistet haben. Auch Verantwortliche und Repräsentanten der Kirchen standen oft mit dem Rücken zu den Opfern. Es besteht kein Zweifel: Zu dieser Schuldgeschichte müssen sich die Kirchen in Deutschland bekennen.“ Der Antijudaismus, die Ablehnung der Juden aus religiösen Gründen, habe über Jahrhunderte hinweg die europäische Kultur geprägt, heißt es in der Erklärung. „Der tief auch in den Kirchen verwurzelte Judenhass der früheren Zeiten nährte den Judenhass der Moderne. Auch diesem Schulderbe müssen sich die Kirchen stellen.“

Dem Judenhass entschlossen entgegenzutreten
„Angesichts eines heute auch in Deutschland wieder stärker hervortretenden Antisemitismus rufen Landesbischof Bedford-Strohm und Kardinal Marx Politik und Gesellschaft dazu auf, dem Judenhass entschlossen entgegenzutreten: „Als Vertreter unserer Kirchen sagen wir: Unsere jüdischen Brüder und Schwestern müssen angesichts unseres Verhaltens überzeugt sein können, dass die Christen an ihrer Seite stehen, wann immer sie diffamiert, eingeschüchtert oder angegriffen werden. Diese Haltung sind wir der Einsicht in die Geschichte und unserem eigenen Glauben schuldig.“

Pressemitteilung der Pressestellen der Deutschen Bischofskonferenz
und der Evangelischen Kirche in Deutschland
vom 24. Januar 2020

Besinnungswochenende im Kloster Herstelle

Das Besinnungswochenende eröffnet die Möglichkeit, in einer Atmosphäre der Stille sich selbst mit dem, was das eigene Leben ausmacht, in Beziehung zu setzen mit Impulsen aus der Heiligen Schrift. Persönliche Reflexionszeiten, bibliodramatische Elemente, meditative Atem- und Körperübungen, sowie der Austausch in der Gruppe laden dazu ein sich selbst wahrzunehmen und neu auszurichten. 

Die Tage finden außerhalb der Gruppenrunden im durchgängigen Schweigen statt. 

Termin:                                                                                                                                                        Freitag, 13. März 2020, 18 Uhr
bis Sonntag, 15. März 20, 13 Uhr.

Ort:
Kloster Herstelle, Carolus-Magnus-Str. 9, 37688 Beverungen

Leitung:
Anette Leibold, Dipl. theol., Dipl. Ehe-, Familien-, Lebensberaterin
Pfr. Harald Fischer, Exerzitienseelsorger Kassel

Kosten:
150,00 EUR

Anmeldung (ab sofort):
Bei Pfarrer Harald Fischer
bevorzugt per E-Mail: harald.fischer@st-familia-kassel.de
oder telefonisch über 0561. 15470

Die Zahl der Teilnehmer/innen ist begrenzt.

Einführung des neuen Dechanten Martin Gies

Foto: Heilig-Kreuz, Fuldatal

Martin Gies, Pfarrer von Heilig-Kreuz in Fuldatal und St. Wigbert in Reinhardshagen, wurde am 1. Dezember 2019 zum Dechanten ernannt. Die Einführung am 5. Januar - 18 Uhr, Elisabethkirche am Friedrichsplatz - gestaltet er im Team mit Pfarrer Martin Schöppe, stellvertretender Dechant, und den Pastoralreferenten Stefan Ahr und Beatrix Ahr.

Grund unseres Glaubens
Thema des Gottesdienstes zum Fest „Erscheinung des Herrn“ ist „Das Kind in der Krippe – Grund unseres Glaubens“. Musikalisch gestaltet wird die Heilige Messe von Regionalkantor Thomas Pieper.

Einladung zur Begegnung
Nach dem Gottesdienst gibt es in der Elisabethkirche Möglichkeit zur Begegnung mit dem neuen Dechanten und dem Dekanatsteam.

Ein gutes und friedvolles neues Jahr 2020

H. Dieter Lücking: Spiegelung im Wasser. 2018
[Das Bild ist Teil der Reihe "Spirituelle
Impulse" auf Sankt Familia ...]

"Man erhält keinen Frieden, wenn man ihn nicht erhofft." schreibt Papst Franziskus in seiner Botschaft zum Weltfriedenstag, den wir am 1. Januar 2020 begehen. Was für den Frieden gilt, gilt vermutlich auch für die Liebe, die Gerechtigkeit, die Bewahrung der Schöpfung, die Treue, das Zuhören, die Vergebung und so weiter und so fort: alle großen Gefühle und Gedanken, die das menschliche Leben in seiner Güte und Klugheit ausmachen.

Wir wünschen allen Menschen in Kassel und um Kassel einen Wechsel ins neue Jahr 2020 voller Hoffnung - voll Zuversicht und frohen Mutes auch, diese Hoffnung durch das Jahr hindurch zu bewahren.

"Möge jeder Mensch in dieser Welt ein friedliches Dasein finden und die Verheißung von Liebe und Leben, die er in sich trägt, vollkommen entfalten." schreibt Papst Franziskus am Ende seiner Botschaft, die hier nachzulesen ist ...

Gottes Frieden und Segen für Sie auf all Ihren Wegen, wie immer Sie unterwegs sind und wo auch immer Sie diese Wege hinführen.

Ihre Internetredaktion www.katholische-kirche-kassel.de

Dechant Martin Gies: Weihnachten führt uns Gott in unserer je eigenen Sehnsucht zusammen

Foto: Heide Smolarczyk

Die Geburt des göttlichen Kindes ereignet sich in einem Stall auf den Feldern um Bethlehem, abseits des pulsierenden Lebens in den Metropolen und in den Machtzentralen der Welt. Wer Gott in seinem Leben begegnen will, muss sich also aus seinem vertrauten Umfeld in Bewegung setzen und auf die Suche begeben. In der Weihnachtsgeschichte fällt auf, dass sich Menschen mit unterschiedlichen Motiven auf die Suche begeben.

Da sind zum einen die Hirten, die für Menschen stehen, die am Rande der Gesellschaft gerade so geduldet werden und mit denen keiner eigentlich so recht zu tun haben will. Sie sehnen sich danach, einen Ausweg aus ihrem armseligen Leben zu finden, um wie alle anderen ein Leben in Würde führen zu können.

Und da sind die Sterndeuter. Durch die Beobachtung der Sterne und durch den Blick in die unendlichen Weiten des Weltalls haben sie gelernt, die Ereignisse des Lebens in einem größeren Zusammenhang zu sehen. Sie haben ein Gespür dafür, wie sehr alles im Leben miteinander vernetzt ist. Sie suchen den großen Sinn hinter allem und bleiben nicht bei vordergründigen Erkenntnissen und dem Nutzwert der Dinge für das eigene Wohlergehen stehen.

Beide werden an der Krippe, in dem das Kind liegt, zusammengeführt.
Gott führt sie zusammen in ihrer je eigenen Sehnsucht. Der Eine ist der Einende.

Das ist auch meine Hoffnung, der ich zum diesjährigen Weihnachtsfest Ausdruck geben möchte: Viele Menschen werden in ihrer je eigenen Sehnsucht nach einem erfüllten Leben vor den Weihnachtskrippen in den Kirchen und in ihren Häusern stehen und das göttliche Kind betrachten.
Wie wäre es, wenn wir einmal in Gedanken den Blick in unser Umfeld schweifen lassen und wahrnehmen, dass uns unsere je eigene Sehnsucht nach Gott schließlich an einem Ort zusammenführt und uns aufeinander verweist. Die Erfüllung unserer Sehnsucht werden wir nur im Miteinander finden, indem wir einander achten trotz unserer Unterschiedlichkeit und indem wir füreinander Sorge tragen, jeder mit der Begabung, die ihm geschenkt wurde.

Wir brauchen den Aufschrei und den Protest der Menschen, die durch ungerechte politische und wirtschaftliche Systeme von einem Leben in Würde ausgeschlossen bleiben. Und wir benötigen die Erkenntnisse der Weisen unter uns, die uns mit ihrem Weitblick helfen, eine neue Lebensordnung zu gestalten, die die Erhaltung des natürlichen Gleichgewichts in der Schöpfung nicht gefährdet und die dazu führt, dass Menschen, die unter unerträglichen Bedingungen leben müssen, an einem Leben in Gerechtigkeit und Frieden teilhaben können.

In diesem Sinne wünsche ich allen gute Begegnungen an diesem Weihnachtsfest und ein gesegnetes neues Jahr!

Ihr Dechant Martin Gies

Martin Gies zum neuen Dechanten ernannt

Foto: Heilig-Kreuz, Fuldatal

Pfarrer Martin Gies ist von Bischof Dr. Michael Gerber zum Dechanten des Dekanats Kassel-Hofgeismar ernannt worden. Gies ist Pfarrer der Pfarrkuratie Heilig-Kreuz in Fuldatal und Administrator der Pfarrkuratie St. Wigbert in Reinhardshagen. Der alte und neue Stellvertreter des Dechanten, Pfarrer Martin Schöppe aus Hofgeismar, geht in seine dritte Amtszeit. Gies folgt auf Harald Fischer, Pfarrer der Kirchengemeinde Sankt Familia.

Einheit in der Vielfalt
„Allen Kolleginnen und Kollegen im pastoralen Dienst, die mir ihre Stimme gegeben haben, danke ich für ihr Vertrauen in meine Person.“ freut sich Martin Gies über die Ernennung. Der neue Dechant des Dekanats Kassel-Hofgeismar will sich vor allem dafür einsetzen, dass sich die verschiedenen persönlichen religiösen Ausrichtungen und Prägungen gegenseitig respektieren. „Ich möchte in meinem Dienst als Dechant fördern, was uns in unserer Unterschiedlichkeit verbindet.“ Das Bemühen um Einheit in der Vielfalt ist für ihn eine der wichtigsten Aufgaben in der derzeitigen gesellschaftlichen und kirchlichen Situation.

Zusammen kreativ Kirche gestalten
Die Gemeinden stehen nach Ansicht des neuen Dechanten vor gewichtigen Herausforderungen. Martin Gies sieht es als seine Aufgabe an, die Gemeinden zu größerer Selbstständigkeit zu ermutigen: „Die Zeit, in der jede Gemeinde ihren Pfarrer und ihre Gemeindereferentin als Ansprechpartnerin und Ansprechpartner hatte, ist vorbei. Die zukünftige Aufgabe der Hauptamtlichen im pastoralen Dienst wird vor allem sein, die Aktiven im Ehrenamt zu fördern und in ihrer Eigenverantwortlichkeit zu unterstützen.“

Mit dem Schöpfergeist gegen Zukunftssorgen
Gies weiß, dass sich viele Gemeindemitglieder Sorgen über die Zukunft ihrer Gemeinde machen. Gerade deshalb ermutigt er dazu, das Gemeindeleben trotz aller Herausforderungen und Probleme kreativ zu gestalten: „Denn der Geist, von dem wir als Christen beseelt sind, ist schließlich der Schöpfergeist, der Leben gestaltet und immer wieder Neues aufkeimen und wachsen lässt.“

Zur Person Martin Gies
1980 trat Martin Gies, geboren 1961 in Fulda, ins Priesterseminar in Fulda ein und begann ein Theologiestudium. Aufgrund persönlicher Fragen kehrte er nach den beiden Freisemestern in München nicht nach Fulda zurück, sondern schloss an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz sein Studium 1987 mit dem Diplom ab. Da Erzbischof Johannes Dyba dem Einsatz von Diplomtheologen ablehnend gegenüberstand und Gies in keinem anderen Bistum als Theologe arbeiten wollte, schulte er zum Buch- und Kunsthändler um. Er arbeitete fast zehn Jahre als Buchhändler und war zuletzt Geschäftsführer einer Buchhandlung. Immer wieder spürte Martin Gies jedoch, dass die Theologie und das kirchliche Leben ein Lebensschwerpunkt für ihn darstellen. Deshalb kandidierte er 1997 erneut für das Priesteramt im Bistum Fulda und wurde im Juni 1999 durch Erzbischof Johannes Dyba zum Priester geweiht. Er kam dann als Kaplan in die Kirchengemeinde St. Marien am Bebelplatz in Kassel und wurde im August 2002 als Pfarrer in der Pfarrkuratie Heilig-Kreuz in Ihringshausen eingeführt. 2010 übernahm er zusätzlich als Administrator die Seelsorge der Pfarrkuratie St. Wigbert in Reinhardshagen. Martin Gies: „Ich bin gerne in Nordhessen als Pfarrer tätig, weil mich die gute ökumenische Zusammenarbeit, die von gegenseitiger Wertschätzung und Geschwisterlichkeit geprägt ist, sehr bereichert.“

Hintergrund: Aufgaben des Dechants
Für die Ernennungen berücksichtigt Bischof Dr. Gerber die Vorschläge der Seelsorgerinnen und Seelsorger im „Dekanat“. Das Dekanat Kassel-Hofgeismar ist eines von zehn Dekanaten im Bistum Fulda. Diese regionale Untergliederung erleichtert die Abstimmung und Unterstützung der Seelsorge in den Gemeinden. Dechant Gies leitet das Dekanat, vertritt einerseits den Bischof im Dekanat und ist andererseits Sprecher des Dekanats beim Bischof. Zu den Aufgaben des Dechanten gehört, die Kirche gegenüber außerkirchlichen Stellen zu repräsentieren. Außerdem sorgt sich der Dechant um die Priester, Diakone, Ordensleute und hauptamtlichen Laien in der Seelsorgearbeit. Die Amtszeit des Dechanten und seines Stellvertreters beträgt sechs Jahre.

Stellenangebot Sozialpädagoge (m/w/d) oder Sozialarbeiter (m/w/d)

Der Sozialdienst katholischer Frauen Kassel e.V. in Kassel sucht für die Dauer einer Vertretung (Mutterschutz/Elternzeit) ab sofort eine/n Sozialpädagogen (m/w/d) oder Sozialarbeiter (m/w/d) (Diplom/Bachelor).

Stellenausschreibung Jugendbildungsreferenten (m/w/d)

Das Bischöfliche Generalvikariat sucht für das Bischöfliche Jugendamt zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Jugendbildungsreferenten (m/w/d) unbefristet im Umfang von 19,5 Wochenstunden. Dienstsitz ist das Jugendreferat in Kassel.

Der Synodale Weg der katholischen Kirche hat begonnen

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Präsident des ZdK, Prof. Dr. Thomas Sternberg, laden die Gläubigen ein, sich aktiv am Synodalen Weg zu beteiligen. Dazu haben sie für den ersten Advent einen Brief an die Katholikinnen und Katholiken in Deutschland geschrieben.

Gemeinsam sind wir Kirche
Kardinal Marx und Prof. Sternberg betonen: „Die Freude des Evangeliums in Wort und Tat zu vermitteln, Christus zu bezeugen und Gott zu loben und zu danken, ist Aufgabe des Volkes Gottes. Sie ist allen Getauften übertragen: Gemeinsam sind wir Kirche.“ Auch Papst Franziskus fordere die Gläubigen auf, eine „synodale Kirche“ zu werden.

Gespräch über Themen führen,
die der Verkündigung im Wege stehen, wenn sie nicht geklärt werden

Der Synodale Weg der Kirche in Deutschland solle ein „Weg der Umkehr und der Erneuerung sein, der dazu dient, einen Aufbruch im Lichte des Evangeliums zu wagen und dabei über die Bedeutung von Glaube und Kirche in unserer Zeit zu sprechen und Antworten auf drängende Fragen der Kirche zu finden“, so Kardinal Marx und Prof. Sternberg. Selbstkritisch müsse man feststellen: „Die Botschaft des Evangeliums wurde verdunkelt, ja sogar aufs Schrecklichste beschädigt. Wir denken dabei besonders an den sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen. Wir müssen Konsequenzen daraus ziehen und dafür sorgen, dass die Kirche ein sicherer Ort ist. Gemeinsam wollen wir den Weg suchen, wie wir als Kirche heute den Menschen, der Welt und Gott dienen können.“ Und sie fügen hinzu: "Den Glauben neu verkünden zu wollen, verlangt von uns, dass wir das Gespräch besonders über Themen führen, die der Verkündigung im Wege stehen, wenn sie nicht geklärt werden.“

Im Respekt voreinander und im Hinhören auf Gottes Wort
Nur in der Verbundenheit der Vielen, die in unterschiedlicher Form den Auftrag der Kirche befördern wollen, im Respekt voreinander und im Hinhören auf Gottes Wort werde eine Erneuerung des kirchlichen Lebens und eine Überwindung von Hindernissen gelingen, so Kardinal Marx und Prof. Sternberg. „Nur gemeinsam sind wir Kirche, auch zusammen mit der Weltkirche! Nur gemeinsam können wir das Evangelium bezeugen! So kann es gelingen, um der Menschen willen überzeugend von dem zu sprechen, was und wer unser Leben trägt.“

Den Synodalen Weg durch Stellungnahmen und das Gebet mittragen
Im Brief an die Gläubigen rufen Kardinal Marx und Prof. Sternberg auch auf, den Synodalen Weg durch Stellungnahmen und das Gebet mitzutragen, den Weg in den Gemeinden mitzugehen und die Arbeit der Synodalversammlung und der Synodalforen, in denen es konkret um Macht und Gewaltenteilung in der Kirche, Partnerschaft und Sexualität, die priesterliche Lebensform sowie die Rolle der Frau in unserer Kirche gehen soll, zu begleiten.

  • Dazu dient die Internetseite
    www.synodalerweg.de,
    die konkrete Fragen für eine Beteiligung an der Diskussion über die Foren anbietet.
     
  • Hier können Sie Ihre Überlegungen, Meinungen und Beratungsvorschläge direkt einbringen:
    Ihre Stimme zum Synodalen Weg ...
     
  • Hier der Brief von Kardinal Marx und Prof. Dr. Sternberg im Wortlaut:

Raus aus der Burg - Predigt von Bischof Dr. Michael Gerber zum Elisabethtag

Die Heilige Elisabeth ist berühmt geworden für ihre Bewegung "raus aus der Burg", als sie sich auf den Weg zu den Armen machte. Dieser Bewegung geht Bischof Dr. Michael Gerber in seiner Predigt zum Elisabethtag am 15. November 2019 in der Kasseler Elisabethkirche nach.

Am Freitag, den 15. November 2019, lud die Katholische Kirche zum achtzehnten Mal in Folge die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum sogenannten "Elisabethtag" ein. Nach dem Gottesdienst waren alle Haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter zum Miteinander bei Speisen und Getränken ins Regionalhaus Adolph-Kolping, Die Freiheit 2, Kassel eingeladen.

Die "Raus aus der Burg"-Predigt von Bischof Dr. Michael Gerber kann hier nachgelesen werden:

Bistum Fulda zeichnet Kulturarbeit aus - Innovationspreis für Elisabethkirche Kassel

Regionalkantor Thomas Pieper, Marcus Leitschuh, Moderatorin Eva Rudolf,
Seelsorgeamtsleiter Thomas Renze (v.l.n.r. Foto Kerstin Leitschuh / nh)

Die Elisabethkirche Kassel hat vom Bistum Fulda den Preis für die beste kulturelle Innovation erhalten. Sechs Gewinner wurden für pastorale Initiativen gewürdigt. Der Preis wurde im Rahmen eines „Tag für Pastorale Innovation 2019“ am 26. Oktober in Fulda von Bischof Dr. Michael Gerber verliehen.

Wir öffnen den Raum der Kirche
„Wir haben Lust auf Experimente und Kooperationen mit der Kulturszene, das wurde vom Bistum Fulda jetzt als vorbildliche und innovativ ausgezeichnet“, so Marcus Leitschuh, der das Programm der Elisabethkirche mit Regionalkantor Thomas Pieper organisiert. Von Tanztheater bis Kabarett, Theater und Konzerte reicht das Angebot. Leitschuh: „Wir öffnen den Raum der Kirche und wollen gleichzeitig auch religiöse Fragen durch künstlerische Ausdrucksformen ins Gespräch bringen.“ Eine regelmäßige Zusammenarbeit besteht mit der Musikakademie der Stadt Kassel „Louis Spohr“. Weitere Partner waren schon die Kasseler Musiktage, das Staatstheater Kassel oder das Kasseler Kulturforum.

Zentrale katholische Kirche
Die Elisabethkirche ist die zentrale katholische Kirche in der Kasseler Innenstadt. Sie hat sich als „Kulturkirche“ den Schwerpunkt Musik und Kultur gewählt, was u.a. 2015 durch den Wechsel der denkmalgeschützen Bosch-Bornefeld-Orgel aus der evangelischen Bischofskirche Martinskirche in die Elisabethkirche deutlich wurde. „Als 2015 die Bosch-Bornefeld-Orgel ihre neue Heimat in der Elisabethkirche fand, haben wir uns gewünscht, dass die Investition ein Gewinn für die Kasseler Kulturlandschaft wird. Diese Hoffnung hat sich bewahrheitet“, schaut Pfarrer Peter Bulowski auf das letzte Jahr zurück. Neben klassischer Kirchenmusik gehören Kooperationen mit lokalen und überregionalen Kulturträgern und Künstlern ebenso zum Konzept wie die Vermietung für in den Kirchenraum passende Konzerte und eigene Veranstaltungen. Das Bistum Fulda zeigt alle fünf Jahre Begleitausstellungen zur documenta.

Lebendige Erfahrungen, Willkommenskultur, Kooperationen
Kriterien für die Auswahl der Projekte durch die Jury waren die Frage nach lebendigen Erfahrungen mit Jesus und dem Evangelium in der heutigen Lebenswelt, Zugehen auf Menschen außerhalb der klassischen Kerngemeinde, Willkommenskultur der Gemeinde, Kooperation mit Trägern aus Kultur und Gesellschaft und flexible sowie partizipative Arbeitsweise.

Kulturwandel
Bischof Dr. Michael Gerber machte im Gespräch mit Simone Twents und Thomas Bretz, die den Tag verantworteten, deutlich, dass es in der Entwicklung der Seelsorge mit den Menschen um einen „Kulturwandel“ gehe. In der Geschichte der Kirche habe es schon oft Ab- und Zusammenbrüche gegeben, durch die etwas Neues gewachsen sei. „Die Dynamik Jesu hat etwas mit unserer Innovation heute zu tun.“ In der heutigen multioptionalen Gesellschaft laufe die Sozialisation junger Menschen ganz anders ab als früher – diese Herausforderung gelte es anzunehmen und sich nach der Relevanz des Reiches Gottes unter uns zu fragen.

Risikobereit schöpferisch
Der Leiter des Seelsorgeamts im Bischöflichen Generalvikariat, Ordinariatsrat Thomas Renze überreichte die Urkunden: „Der Geist Gottes bewirkt auch heute, dass Menschen innovativ und risikofreudig sind – auch wir heute können mutig, risikobereit und schöpferisch-innovativ für die Kirche tätig sein.“ Es gelte, Neues auszuprobieren und Bewährtes in die Zukunft zu führen, um den Menschen von heute das Evangelium Jesu Christi „passgenau“ zu verkündigen.

Pioniere in den Pfarreien
Die Verantwortliche für den Tag, Simone Twents, Referatsleiterin für pastorale Innovation im Bistum Fulda, resümiert: „Der Tag hat eine unglaubliche Dynamik freigesetzt. Viele Innovateure im Bistum Fulda, die als Pioniere in ihren Pfarreien vor Ort neue Wege gehen, sind miteinander in Kontakt gekommen. Das schafft Synergien. Die visionäre Kraft ist da. Jetzt ist es Zeit für gutes Handwerk, um neuen Aufbrüchen gut zu dienen. Wir haben unsere Kraft als Bistum Fulda gespürt und gleichzeitig eine Kraft, die über die Summe unseres eigenen Handelns hinausgeht.“

Mehr Informationen zum Programm der Elisabethkirche findet man auf der Homepage www.elisabeth-kassel.de und auf www.facebook.de/elisabethkirche.

Katholische und evangelische Kirche in Kassel betonen Solidarität mit der jüdischen Gemeinde

Die Synagoge in Halle (Saale) im Blick über die Mauer des jüdischen Friedhofs.
Foto: Von Allexkoch - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0

Der Anschlag in Halle an der Saale wühlt viele Menschen auf. Die Trauer über die beiden Toten, das Mitgefühl mit den Schwerverletzten und allen Angehörigen, aber auch das Entsetzen über die hasserfüllte, antisemitische und rechtsextreme Motivation des Täters, der noch dazu versuchte, in der Haller Synagoge ein Blutbad anzurichten, bestimmen die Gespräche in den Tagen danach.

Solidaritätsbekundungen
Zahlreich sind auch die Solidaritätsbekundungen mit der jüdischen Gemeinde in Halle und darüber hinaus mit den jüdischen Gemeinden in ganz Deutschland. So betonten die katholische und evangelische Kirche in Kassel in ihrem gemeinsamen Brief an die Jüdische Gemeinde Kassel: "Die katholischen und evangelischen Gemeinden unserer Stadt stehen in voller Solidarität an der Seite unserer jüdischen Geschwister. Wir versichern Ihnen erneut, dass wir mit aller Entschiedenheit den antisemitischen Strömungen energischsten Widerstand entgegensetzen."

Besuch von Dechant Fischer und Dekan Dr. Glöckner im Sara Nussbaum-Zentrum, Kassel
Dechant Harald Fischer und Dekan Dr. Michael Glöckner besuchten die Kasseler jüdische Gemeinde im Sara Nussbaum-Zentrum und übergaben der Vorsitzenden Ilona Katz ihr Solidaritätsschreiben.

Hier der Wortlaut:

10. Oktober 2019

Sehr geehrte Frau Haß!
Sehr geehrte Frau Katz!
Sehr geehrter Herr Rabbiner Nekrich!
Sehr geehrte Mitglieder der Jüdischen Gemeinde in Kassel!

Mit Entsetzen und großer Trauer schauen wir auf die Ereignisse in Halle an der Saale, die uns ins Mark treffen. Nach jetzigem Erkennt-nisstand hat ein Mensch aus antisemitischem Hass gemordet, verletzt und offenbar versucht, in der Haller Synagoge ein Blutbad anzurich-ten. Besonders perfide ist, dass dieser Anschlag offenbar bewusst gerade an Jom Kippur verübt wurde, der Tag, an dem Juden in aller Welt den großen Versöhnungstag begehen, Vergebung untereinander zusprechen und sich der Barmherzigkeit Gottes anvertrauen. Dieser offenbar gewordene Hass verwundet uns alle aufs Tiefste. Nicht nur Juden sind weit über Halle hinaus betroffen; dieser Anschlag gilt der zivilisierten Welt und allen Menschen guten Willens.

Wir sprechen Ihnen unser Mitgefühl und unsere tiefempfundene An-teilnahme an dem schrecklichen Geschehen aus. Die katholischen und evangelischen Gemeinden unserer Stadt stehen in voller Solidarität an der Seite unserer jüdischen Geschwister. Wir versichern Ihnen erneut, dass wir mit aller Entschiedenheit den antisemitischen Strömungen energischsten Widerstand entgegensetzen. Mit dem Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, rufen wir alle Menschen dazu auf, sich gerade im Alltag den Diskriminierungen und Bedrohungen, denen Juden heute leider wieder ausgesetzt sind, energisch und deutlich entgegenzustellen. Wir brauchen und zeigen Zivilcourage, gerade im Alltag, damit dem neonazistischen Gedankengut der Boden entzogen wird!

Wir sind so dankbar, dass es nach dem schrecklichen Versagen der staatlichen Institutionen in Deutschland zwischen 1933 und 1945 endlich wieder eine starke jüdische Gemeinde in Kassel gibt. Alle jüdi-schen Bürgerinnen und Bürger sollen sich in unserer Stadt zu Hause, wohl und sicher fühlen. Es ist unerträglich, dass – auch in Kassel – Menschen wieder Angst haben, sich in der Öffentlichkeit als Juden zu erkennen zu geben.

Wir wollen als Kirchen unseren Beitrag dazu leisten, dass dieser schändliche Antisemitismus, der die Menschlichkeit selbst im Kern zerstört, keinen Platz in unserer Gesellschaft findet. Wir wissen uns im Gebet und im Handeln mit Ihnen verbunden.

Für die Katholische Kirche Kassel: gez. Dechant Harald Fischer
Für den Evangelischen Stadtkirchenkreis Kassel: gez. Dekan Dr. Michael Glöckner

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Auch Bischof Gerber sichert jüdischer Gemeinde christliche Solidarität zu

Der katholische Bischof von Fulda, Dr. Michael Gerber, hat die jüdischen Gemeinden in Fulda, Hanau, Kassel und Marburg angeschrieben und ihre Mitglieder der Solidarität der Christen seiner Diözese versichert.
„Voll Trauer und Entsetzen haben die Christen im Bistum Fulda die Nachricht von der Bluttat in Halle vernommen. Unser Mitgefühl gilt den Opfern und ihren Familien. Wir werden sie in diesen Tagen besonders in unsere Gebete einschließen“, schreibt der Oberhirte in den Briefen an die Gemeinden. „Die Tat in Halle wirft viele Fragen auf, wie es um den Schutz des jüdischen Lebens in unserem Land bestellt ist“, gibt der Bischof zu bedenken.
Es schmerze ihn sehr, dass diese Tat ausgerechnet am Jom Kippur verübt wurde, jenem Tag, der in besonderer Weise der Erneuerung und der Versöhnung gewidmet sei und „auf Gottes Verheißung für das Volk seines Bundes“ verweise. Bischof Gerber spricht den jüdischen Schwestern und Brüdern den Wunsch aus dem Buch Maleachi zu: „Für euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen, und ihre Flügel bringen Heilung“ (Maleachi 3,20).

Pressemitteilung des Bistums Fulda vom 10.10.2019

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Die Vereinigung der Arbeitsgemeinschaften für Katholische Theologie erklärt angesichts des Überfalls auf die Synagoge in Halle:

Der antisemitisch motivierte Anschlag auf die Synagoge von Halle erschreckt uns alle zutiefst. Wir sind entsetzt darüber, dass eine solche Tat in Deutschland möglich geworden ist, und solidarisch mit den Jüdinnen und Juden in Deutschland.
Als Professorinnen und Professoren für Katholische Theologie sehen wir uns darüber hinaus in der Verantwortung, die antijüdischen Denkmuster, die Theologie und kirchliche Frömmigkeit zur Entstehung des Antisemitismus über Jahrhunderte hinweg beigetragen haben, aufzudecken und z u widerlegen. Wir bekennen uns in Forschung und Lehre zu einer christlichen Theologie, die selbstkritisch allen antijüdischen theologischen Denkbewegungen entgegensteht und die die untrennbare Verbundenheit des Christentums mit dem Judentum immer wieder aufs Neue vergegenwärtigt.
Wir hoffen, dass wir damit einen Beitrag dazu leisten, dass Antisemitismus in unserer Gesellschaft nicht noch weiter Fuß fassen kann.
 
Prof. Dr. Gerd Häfner, Vorsitzender
Ludwig-Maximilians-Universität München

Prof. Dr. Norbert Clemens Baumgart, Stellvertretender Vorsitzender
Universität Erfurt

Hintergrund:
Die „Vereinigung der Arbeitsgemeinschaften für katholische Theologie“ vertritt die Belange der theologischen Fächer gegenüber staatlichen und kirchlichen Stellen, die mit wissenschaftspolitischen Fragen befasst sind, sowie gegenüber den Wissenschaftsorganisationen. In Fragen von Lehre und Forschung, die für die Fächer der Theologie Bedeutung haben, soll die Vereinigung Absprachen herbeiführen.
Die katholische Theologie kennt eine Vielfalt wissenschaftlicher Disziplinen. Sie spiegelt sich in den Theologischen Arbeitsgemeinschaften als Fachorganisationen wider. Die Arbeitsgemeinschaften, die zum Teil auf eine jahrzehntelange Geschichte zurückblicken und die katholische Theologie in Deutschland, Österreich und der Schweiz repräsentieren, stellen mit der „Vereinigung der Arbeitsgemeinschaften für katholische Theologie“ eine gemeinsame Stimme der Theologie dar. Vorsitzender ist Prof. Dr. Gerd Häfner, Neutestamentler an der Ludwig-Maximilians-Universität München, stellvertreten wird er vom an der Universität Erfurt lehrenden Alttestamentler Prof. Dr. Norbert Baumgart.

Aktuelle Entwicklungen und Fortschritte beim pastoralen Prozess Bistum Fulda 2030

Bild: www.2030.bistum-fulda.de

Mit einem neuen Internetauftritt informiert das Bistum Fulda jetzt über die aktuellen Entwicklungen und Fortschritte seines pastoralen Projektes, den Bistumsprozess „zusammen wachsen – Bistum Fulda 2030“.

Theologische Grundlagen und strategische Ziele
Die neue Homepage „2030.bistum-fulda.de“ vergegenwärtigt die theologischen Grundlagen und die strategischen Ziele des Prozesses und rückt die unterschiedlichen Ebenen in den Vordergrund, auf denen Gläubige und Ehrenamtliche der Diözese ihre Meinungen und Visionen zu einer Kirche einbringen können, die sich aktiv auf einem Weg nach vorne befindet.

Umfangreicher Downloadbereich
In einem umfassenden Downloadbereich finden sich Dokumente, Expertisen und Arbeitsmaterialien, die zur Thematik hinführen und Grundlagen für die Mitarbeit in dem Prozess bereitstellen.

Fünf neue Fachgruppen
Der Onlineauftritt informiert auch über fünf neue Fachgruppen, die in den nächsten Monaten Ideen und Zukunftsentwürfe erarbeiten. Diese Fachgruppen bestehen aus ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitgliedern, die auf verbindliche Ergebnisse der ersten Projektphase zurückgreifen. Konkret geht es um ein „Netzwerk pastoraler Orte“, also um die Zusammenarbeit der Pfarreien, um „Leitung und Führung“, natürlich auch um „Finanzen“, „Verwaltungsstrukturen“ und um eine neue „Pfarreienlandkarte“, also darum, wie sich neue, fusionierte Pfarrgemeinden geografisch darstellen werden. 
Welche Wege Pfarreien des Bistums bereits eingeschlagen haben und welche Erfahrungen diese damit gemacht haben, erfährt man in der Rubrik „Berichte und News“ – so auf der Seite über die „Pastoralinnovation Gelnhausen“ oder über die Pfarrei St. Elisabeth Kassel, zu der sich vier Pfarreien zusammengeschlossen haben.

Der Weg des Bistums in die Zukunft
„Bistum Fulda 2030“ ist die Kirchenentwicklung der Diözese Fulda und damit der Weg des Bistums in die Zukunft. Es ist ein gemeinsamer Prozess, ein Weg, den Ehrenamtliche und Hauptamtliche aus Pfarreien und kirchlichen Einrichtungen gemeinsam gehen, um das Bistum für die kommenden Jahre neu aufzustellen.

Bischof Gerber zieht Start-Bilanz

Bischof Michael bei der Amtseinführung am 31. März 2019. Foto: Arnulf Müller

Die Menschen in seiner neuen Diözese seien ihm sehr zugewandt, sagt der neue Oberhirte Bischof Dr. Michael Gerber. Seit seiner Amtseinführung am 31. März hat er viele Orte im Bistum besucht und einen ersten Einblick in die Gemeinden bekommen. Es hat eine ganze Reihe von Jugendbegegnungen gegeben, unter anderem bei der 72-Stunden-Aktion des Bundes der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) und in Gesprächen mit Schülern. Auch sein erstes Bonifatiusfest mit 8.000 Gläubigen hat er bereits gefeiert.

Bistumsprozess 2030 vorantreiben
Bischof Gerber will den „Bistumsprozess 2030“ vorantreiben: „Dazu gehört die geographische Umschreibung der künftigen Pfarreien, die Entwicklung einer Netzwerkskultur sowie einer neuen Leitungskultur, aber auch die Neustrukturierung des Generalvikariats.“

Hier hören und sehen Sie das Bilanz-Interview:

Papst Franziskus schreibt an das pilgernde Volk in Deutschland

Zum Brief von Papst Franziskus an das „pilgernde Volk Gottes in Deutschland“ (29. Juni 2019) erklären der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Prof. Dr. Thomas Sternberg:

„Der Brief von Papst Franziskus an das ‚pilgernde Volk Gottes in Deutschland‘ ist ein Zeichen der Wertschätzung des kirchlichen Lebens in unserem Land und aller katholischen Gläubigen. Wir danken dem Heiligen Vater für seine orientierenden und ermutigenden Worte und sehen uns als Bischöfe und Laienvertreter eingeladen, den angestoßenen Prozess in diesem Sinn weiter zu gehen.

Papst Franziskus möchte die Kirche in Deutschland in ihrer Suche nach Antworten auf die uns alle bewegenden Fragen für eine zukunftsfähige Gestalt der Kirche unterstützen. Wir werden diesen Brief zur Orientierung unseres gemeinsamen Handelns aufgreifen und ihn auf dem Synodalen Weg intensiv bedenken.
Es ist das zentrale Anliegen von Papst Franziskus, die Kirche weiterhin als eine starke geistliche und pastorale Kraft zu verstehen, die das Evangelium in die Gesellschaft hinein vermittelt und glaubwürdig verkündet. Diese Glaubwürdigkeit ist in den zurückliegenden Jahren erschüttert worden. Wir sind als katholische Kirche in Deutschland gemeinsam aufgefordert, Vertrauen neu zu gewinnen. Die Voraussetzung für das Gelingen des Synodalen Weges ist auch eine geistliche Ausrichtung, die sich nicht in Strukturdebatten erschöpfen darf.

Für den vor uns liegenden Prozess mahnt uns Papst Franziskus zu einer neuen Art des Hörens aufeinander, damit wir uns als Teil der Weltkirche mit aller Kreativität, Spiritualität und Leidenschaft in den Dienst des Glaubens stellen. Bereits am 5. Juli 2019 werden wir die Gelegenheit haben, in der Gemeinsamen Konferenz von Vertretern der Deutschen Bischofskonferenz und des ZdK diesen Brief zu besprechen und weitere konkrete Schritte zu vereinbaren."

Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz vom 29. Juni 2019

Hier ist der Brief des Papstes nachzulesen:

ACK befürwortet Kirchenasyl-Praxis und unterstützt die Kirchengemeinden

Die Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) Kassel beschloss am 4. April 2019:

Immer wieder kommt es vor, dass Flüchtlinge in Deutschland von einer Abschiebung bedroht sind, bei denen ein besonders schwerwiegender humanitärer Härtefall vorliegt und eine Abschiebung entweder in das Heimatland oder in ein europäisches Ersteinreiseland aus humanitären Gesichtspunkten eine unzumutbare Maßnahme darstellen würde.

In solchen Fällen gewähren Kirchengemeinden nach intensiver Prüfung des jeweiligen Einzelfalles als „ultima ratio”, wenn keine andere Lösung in Sicht ist, ein sogenanntes Kirchenasyl. Damit ist nicht die generelle Akzeptanz der staatlichen Gewalt in Frage gestellt, sondern es wird im Einzelfall an die staatliche Gewalt appelliert, entweder die jeweilige Entscheidung noch einmal zu überprüfen oder im Falle der sog. Dublin III Regel vom Selbsteintrittsrecht Deutschlands Gebrauch zu machen, um eine unmenschliche Härte zu vermeiden.

Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen befürwortet die Praxis des Kirchenasyls und unterstützt die Kirchengemeinden und die Verantwortlichen in ihrer Entscheidung, sich im jeweiligen Einzelfall für die Geflüchteten einzusetzen und ihnen ein Verbleib in Deutschland zu ermöglichen.

Es ist Mord - Folgen der Flüchtlingspolitik

Die Zahlen der Flüchtlinge, die nach Deutschland und Europa kommen, sinken drastisch.

Deutschland:
2016:
745.545
2018: 185.853
(Quelle: Mediendienst Integration)

Diese Zahlen werden oft als “Erfolgsmeldung” und als “gute Nachricht” verkündet. Welche brutale Politik und unmenschliche Haltung dahintersteht, wird übertüncht: Die Schuld und - wie kann man es anders sagen - das mörderische Verhalten der verantwortlichen Politiker aller EU–Länder, das mit dieser Politik verbunden ist, kommt in der Öffentlichkeit kaum zur Sprache.

Spiegel Online veröffentlichte Ende Januar 2019 eine Video-Dokumentation der "New York Times" über eine Flüchtlingstragödie im Mittelmeer, die zeigt, wie brutal und unmenschlich die von der Europäische Union mit ausgebildete und unterstütze lybische Küstenwache mit Flüchtlingen in Seenot und ihren Helfern verfährt.
ACHTUNG: Das Video enthält in einigen Szenen sehr verstörende Bilder von Gewalt und Ertinken!

Die Video-Dokumentation zeigt, welche Verbrechen durch unsere Politik nicht nur geduldet, sondern gar unterstützt und gefördert werden. Aber niemand kann sagen: "Ich habe das nicht gewusst."

Dechant Harald Fischer
Christoph Baumanns, Öffentlichkeitsarbeit Internetredaktion

Wir werden den von uns eingeschlagenen Weg der Aufarbeitung und Aufklärung konsequent weiter gehen

Mit einem umfangreichen Pressebericht hat Kardinal Reinhard Marx persönlich ("ich" im Text) die Ergebnisse der Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz am 14. März 2019 in Lingen der Öffentlichkeit vorgestellt. Hier dokumentieren wir die Ergebnisse zum Thema "Konsequenzen aus der Missbrauchs-Krise".
 

Zum Stand der Arbeiten in der Deutschen Bischofskonferenz

  • Die konkreten Umsetzungen aus den in Fulda beschlossenen Punkten hat Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen des sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich und für Fragen des Kinder- und Jugendschutzes, Bischof Dr. Stephan Ackermann (Trier), bei der gestrigen Pressekonferenz vorgestellt. Ich rufe sie hier nur in Erinnerung und zwar jene fünf Teilprojekte, die für uns ein sichtbarer Maßnahmenkatalog sind: Das Teilprojekt Unabhängige Aufarbeitung, das Teilprojekt der Überprüfung und Weiterentwicklung des Verfahrens zu Leistungen in Anerkennung zugefügten Leids, das Teilprojekt der Einrichtung unabhängiger Anlaufstellen für Betroffene, das Teilprojekt zur Standardisierung in der Führung der Personalakten der Kleriker und das Teilprojekt zum Monitoring für die Bereiche der Intervention und der Prävention.
     
  • In Ergänzung zu dem, was Bischof Dr. Ackermann dargestellt hat, möchte ich einen weiteren Aspekt ergänzen, der für unsere Beratungen wichtig war. Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg) hat uns einen Überblick zum Themenfeld „Kirchliches Recht“ gegeben, das in Teilen mit den zuvor genannten Punkten verbunden und dass ein weiteres Arbeitspaket ist. Einige Aspekte hat er jetzt schon benannt so zum Beispiel die Weitergabe einer Anzeige sexuellen Missbrauchs bei der kirchlichen Stelle an die Staatsanwaltschaft. Gerade dieser Aspekt wird erneut in der aktuell anstehende Revision der Leitlinien berücksichtigt. Zum Themenfeld „Kirchliches Recht“ gehören insbesondere Fragen des materiellen Strafrechts und des Strafprozessrechts sowie der Verwaltungsgerichtsbarkeit. Die Vollversammlung hat in diesem komplexen Bereich beschlossen, vorrangig einen Vorschlag zu Spezialgerichten für Strafverfahren bei sexuellem Missbrauch an Minderjährigen und eine Ordnung für Verwaltungsgerichte im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz zu erarbeiten.
     

Zum Treffen der Vorsitzenden aller Bischofskonferenzen in Rom:

  • Der Vollversammlung habe ich einen Bericht über die Konferenz der Vorsitzenden aller Bischofskonferenzen in Rom vom 21. bis 24. Februar 2019 gegeben, die unter dem Leitwort „Protection of minors“ stand. Erstmals hat eine solche Konferenz im Vatikan stattgefunden. Wie ich bereits in Rom im Anschluss an die Konferenz erklärt habe, empfand ich die Gesprächsatmosphäre als offen, ehrlich, deutlich und mit der klaren Bereitschaft von allen, die anstehenden Fragen beim Thema sexueller Missbrauch Minderjähriger quer über alle Kontinente anzugehen. Besonders die Zeugnisse der Betroffenen haben dazu beigetragen. Dabei ging es nicht um einen rasch zusammengestellten Maßnahmenkatalog, sondern um den globalen realistischen Blick und die Erkenntnis: Wir tragen Verantwortung gegenüber den Betroffenen in aller Welt. Niemand von uns kann das Problem länger negieren oder gar tabuisieren.
     
  • In der Vollversammlung habe ich die Anliegen von Papst Franziskus bei dieser Konferenz vermittelt: die Verbindlichkeit von Leitlinien; die Einhaltung der Leitlinien mithilfe eines Monitorings; die Unterstützung lokaler und regionaler Aktivitäten von Rom aus, dazu gehören auch Fragen des Kirchenrechts. Sicherlich mag für viele Menschen in unserem Land die Rede von Papst Franziskus zum Abschluss der Konferenz den Erwartungen nicht entsprochen haben. Ich möchte aber an einige Aspekte erinnern, die den Weg, den wir als Kirche in Deutschland eingeschlagen haben, bestätigen. Dazu zählen unsere Leitlinien, aber auch die umfangreiche Präventionsarbeit. Der Papst hat betont, dass in der Kirche das Pflichtbewusstsein gewachsen sei, „nicht nur danach zu streben, den höchst schwerwiegenden Missbräuchen durch Disziplinarmaßnahmen und zivile und kanonische Prozesse Einhalt zu gebieten, sondern auch, sich dem Phänomen mit Entschlossenheit sowohl innerhalb als auch außerhalb der Kirche zu stellen“. Dies und die Forderung von Papst Franziskus nach „Demut, Selbstanklage, Gebet und Buße“ müssen uns aufrütteln. In diesem Geist geht es um eine Reform der Kirche, eine wirkliche Erneuerung im Geiste Jesu. Kinderschutz und die Bekämpfung von Klerikalismus hat der Papst deutlich formuliert.
     
  • Wichtig war – und das hat auch die Diskussion in der Vollversammlung bestätigt – die Begegnung mit den Betroffenen und Verbänden. Mit dem Treffen wollte ich zuhören und verstehen und die Anliegen der Verbände anderen Bischöfen und dem Heiligen Vater vermitteln. Dieser Dialog muss weitergeführt werden. Gerade das haben wir in unseren Beratungen in Lingen bestätigt: Wir müssen weiterhin den kontinuierlichen Dialog mit den Betroffenen suchen.
     

Zum Studientag: „Die Frage nach der Zäsur – Studientag zu übergreifenden Fragen, die sich gegenwärtig stellen“

  • Wir haben einen Studientag zu dem Thema „Die Frage nach der Zäsur – Studientag zu übergreifenden Fragen, die sich gegenwärtig stellen“ durchgeführt. Die MHG-Studie hat eine Reihe von Fragen aufgeworfen. Wir haben uns seither mit Fragen der materiellen Anerkennung erlittenen Leids, der Aufarbeitung, der Präventionsmaßnahmen und mit weiteren Themen befasst, die sich aus der Aufdeckung der Fälle sexuellen Missbrauchs in der Kirche ergeben.
     
  • Wie bereits in Fulda festgehalten, gehören für uns auch grundsätzliche Anfragen an die Kirche und ihre Praxis dazu, die es ebenso anzugehen gilt wie die konkreten Handlungsansätze. Es liegt an uns, diese sogenannten übergreifenden bzw. systemischen Fragen in aller Offenheit auf den Tisch zu legen und miteinander nach Wegen zu suchen, wie wir sie künftig besser und klarer behandeln können.
     
  • Unser Studientag war dabei auf drei Fragenkreise konzentriert, die sich aus dem Beschluss von Fulda ergeben:
    - die Frage nach dem Umgang mit Macht in der Kirche,
    - die Frage nach der Zukunft der priesterlichen Lebensform,
    - und die Frage nach der Weiterentwicklung der kirchlichen Sexualmoral.
    Bevor wir diese Fragen in einem größeren Kreis von Personen, mit Laienvertretern, kirchlichen Mitarbeitern, kirchlichen und nichtkirchlichen Fachleuten und insbesondere auch mit von sexuellem Missbrauch und Machtmissbrauch Betroffenen diskutieren werden, war es uns ein Anliegen, im Rahmen des Studientages, uns diese Themen vor Augen zu führen und offen auszutauschen. Als Gäste waren P. Prof. Dr. Godehard Brüntrup SJ (Professor für Philosophie an der Hochschule für Philosophie München), Sr. Dr. Katharina Kluitmann OSF (Vorsitzende und Präventionsbeauftragte der Deutschen Ordensobernkonferenz), Prof. Dr. Miriam Rose (Professorin für evangelische systematische Theologie, Jena) und Prof. Dr. Thomas Sternberg (Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Bonn) eingeladen, die die Diskussion in wesentlichen Teilen bereichert haben.
     
  • Unter der Moderation von Prof. Dr. Julia Knop (Professorin für Dogmatik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt) erläuterte zunächst Prof. Dr. Gregor Maria Hoff (Professor für Fundamentaltheologie an der Universität Salzburg) einige zentrale Aspekte zur Frage des Umgangs mit Macht in der Kirche. Dabei wies er nicht nur auf die Allgegenwart von Machtverhältnissen in menschlich-sozialen Beziehungen hin, sondern verdeutlichte auch die erhebliche Gefahr der Kirche, sich beim Umgang mit Macht in einer „Sakralisierungsfalle“ zu verstricken. Die Macht der Religion wird dabei im Zeichen der Sakralität auf ihre Vermittler abgeleitet. Es entsteht ein Kreis der Eingeweihten, der seinen behaupteten Machtanspruch immunisiert und für den eigenen Statuserhalt instrumentalisiert. Im Referat und auch in den nachfolgenden Diskussionen wurde deutlich, wie entscheidend in diesem Zusammenhang die Aspekte der Teilung und der klar geregelten Kontrolle von Macht sind. Hier besteht ein erheblicher Entwicklungsbedarf der kirchlichen Strukturen, den wir weiter angehen.
     
  • Prof. Dr. Philipp Müller (Professor für Pastoraltheologie an der Universität Mainz) wies in seinem Beitrag auf die krisenhafte Situation priesterlicher Lebensgestaltung hin. So, wie sich der Status quo in Bezug auf die Auswahl, die Ausbildung, die Unterstützung, Begleitung und die berufliche Zufriedenheit unserer Priester derzeit darstellt, führt er in immer geringerem Maß zu geeigneten, kompetenten und psychosozial nachhaltig stabilen Priestern. In der Diskussion stand deshalb außer Frage, dass Veränderung erforderlich ist, wenn das Priestertum Zukunft haben soll. Dabei werden wir an verschiedenen Punkten reformieren müssen und dürfen in der Diskussion auch die Themen Zölibat und Zugang von Frauen zu kirchlichen Ämtern nicht aussparen.
     
  • Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff (Professor für Moraltheologie an der Universität Freiburg) hat in seinen Ausführungen deutlich auf Anachronismen, Widersprüche und lebensfremde Aspekte in der kirchlichen Sexualmoral und ihrer Darstellung hingewiesen. Im Hinblick auf die menschliche Sexualität ist der Kirche nach seiner Einschätzung eine konstruktive Aneignung humanwissenschaftlicher Einsichten noch nicht gelungen. Das Gespräch darüber machte deutlich: In einer künftigen kirchlichen Sexualethik wird dem Schutz der menschlichen Würde eine unvermindert hohe Bedeutung zukommen, was nach strengen Maßstäben zwischen frei einwilligenden Personen und unter Wahrung von Treueverpflichtungen geschieht. Darüber hinaus stellt eine kirchliche Sexualethik ein ganzheitliches Orientierungsangebot für eine sexuelle Praxis als Ausdruck menschlicher Liebe dar, das jedoch nicht im Sinn einer naturalistisch kurzschlüssigen Verbotsethik vermittelt werden sollte.
     
  • Die Diskussionen und Gespräche in den Arbeitsgruppen und Plenumsrunden waren offen, brachten manche Kontroversen zum Ausdruck und ließen deutlich werden, dass die angesprochenen Themen mit dem Studientag allenfalls angerissen, aber keineswegs erledigt werden konnten.
     

Zusammenfassung und weiteres Vorgehen:

  • Erschütterungen verlangen besondere Vorgehensweisen. Die Missbrauchsstudie und in ihrer Folge die Forderung Vieler nach Reformen zeigen: Die Kirche in Deutschland erlebt eine Zäsur. Der Glaube kann nur wachsen und tiefer werden, wenn wir frei werden von Blockierungen des Denkens, der freien und offenen Debatte und der Fähigkeit, neue Positionen zu beziehen und neue Wege zu gehen.
     
  • Die Kirche braucht ein synodales Voranschreiten. Papst Franziskus macht dazu Mut. Und wir fangen nicht am Nullpunkt an. Die Würzburger Synode (1972 bis 1975) und auch der Gesprächsprozess der vergangenen Jahre haben den Boden bereitet, auch für viele Herausforderungen von heute. Einstimmig haben wir beschlossen, einen verbindlichen synodalen Weg als Kirche in Deutschland zu gehen, der eine strukturierte Debatte ermöglicht und in einem verabredeten Zeitraum stattfindet und zwar gemeinsam mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken. Wir werden Formate für offene Debatten schaffen und uns an Verfahren binden, die eine verantwortliche Teilhabe von Frauen und Männern aus unseren Bistümern ermöglichen. Wir wollen eine hörende Kirche sein. Wir brauchen den Rat von Menschen außerhalb der Kirche.
     
  • Daher benenne ich die drei Punkte, die beim Studientag eine Rolle spielten und um die es gehen wird:
     
    1) Wir wissen um die Fälle klerikalen Machtmissbrauchs. Er verrät das Vertrauen von Menschen auf der Suche nach Halt und religiöser Orientierung. Was getan werden muss, um den nötigen Machtabbau zu erreichen und eine gerechtere und rechtlich verbindliche Ordnung aufzubauen, wird der synodale Weg klären. Der Aufbau von Verwaltungsgerichten gehört dazu.
     
    2) Wir wissen, dass die Lebensform der Bischöfe und Priester Änderungen fordert, um die innere Freiheit aus dem Glauben und die Orientierung am Vorbild Jesu Christi zu zeigen. Den Zölibat schätzen wir als Ausdruck der religiösen Bindung an Gott. Wie weit er zum Zeugnis des Priesters in unserer Kirche gehören muss, werden wir herausfinden.
     
    3) Die Sexualmoral der Kirche hat entscheidende Erkenntnisse aus Theologie und Humanwissenschaften noch nicht rezipiert. Die personale Bedeutung der Sexualität findet keine hinreichende Beachtung. Das Resultat: Die Moralverkündigung gibt der überwiegenden Mehrheit der Getauften keine Orientierung. Sie fristet ein Nischendasein. Wir spüren, wie oft wir nicht sprachfähig sind in den Fragen an das heutige Sexualverhalten.
     
  • Geeignete Formate zur Klärung von Neuausrichtung und Veränderung werden wir in diesem Jahr bei der Vorbereitung des synodalen Prozesses suchen. Dazu gehören bereits jetzt auf der Vollversammlung verabredete Foren, die sich den zuvor genannten drei Punkten widmen werden: Das Forum „Macht, Partizipation, Gewaltenteilung“ wird von Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann (Speyer) verantwortet, das Forum „Sexualmoral“ von Bischof Dr. Franz-Josef Bode (Osnabrück) und das Forum „Priesterliche Lebensform“ von Bischof Dr. Felix Genn (Münster). Einen Zwischenbericht werden wir bei einer Konferenz am 12. und 13. September 2019 in einer gemeinsamen Zusammenkunft von Bischöfen, Mitgliedern des Zentralkomitees der deutschen Katholiken und weiterer Personen geben. Bis dann werden auch Zeitpunkt und Dauer der strukturierten Debatten klar sein.

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz am 14. März 2019

 

Konsequenzen aus der Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen"

Der Ständige Rat hat sich auf seiner Sitzung am 20. November 2018 mit den Konsequenzen aus der Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ (MHG-Studie) befasst und das weitere Vorgehen zur Abschlusserklärung der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz erörtert.

Fünf Teilprojekte:
In der Erklärung von Fulda wurden mehrere Schritte benannt, die es zeitnah anzugehen gilt. In fünf Teilprojekten, entsprechend der Erklärung von Fulda, wird die Arbeit aufgenommen. Diese Projekte sind:

  • Aktenführung: Standardisierung in der Führung der Personalakten der Kleriker;
  • Unabhängige Anlaufstellen: Angebot externer unabhängiger Anlaufstellen zusätzlich zu den diözesanen Ansprechpersonen für Fragen sexuellen Missbrauchs;
  • Unabhängige Aufarbeitung: Klärung insbesondere, wer über die Täter hinaus institutionell Verantwortung für das Missbrauchsgeschehen in der Kirche getragen hat;
  • Anerkennung: Fortentwicklung des Verfahrens zur Anerkennung erlittenen Leids;
  • Monitoring: Verbindliches überdiözesanes Monitoring für die Bereiche der Intervention und der Prävention.

Für die Umsetzung der fünf Teilprojekte ist der Beauftragte für Fragen des sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich und für Fragen des Kinder- und Jugendschutzes der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Stephan Ackermann, verantwortlich. Er wird dabei eng die Kommunikation und Abstimmung mit dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, suchen. Bereits begonnen wurde die festgelegte Überarbeitung der Leitlinien und der Rahmenordnung Prävention.

Fragen nach der zölibatären Lebensform der Priester
und nach verschiedenen Aspekten der katholischen Sexualmoral

Der Ständige Rat hat sich auch mit den in der Erklärung der Herbst-Vollversammlung genannten spezifischen Herausforderungen befasst, die sich für die Kirche ergeben. Dort heißt es: „Fragen nach der zölibatären Lebensform der Priester und nach verschiedenen Aspekten der katholischen Sexualmoral werden wir unter Beteiligung von Fachleuten verschiedener Disziplinen in einem transparenten Gesprächsprozess erörtern.“ Dazu wird dem Ständigen Rat bis zur nächsten Sitzung ein Arbeitsplan vorgelegt.

Interdiözesane Strafgerichtskammern
Der Ständige Rat unterstützt außerdem den Vorschlag, interdiözesane Strafgerichtskammern für Strafverfahren nach sexuellem Missbrauch auf dem Gebiet der Deutschen Bischofskonferenz zu errichten. Dafür wird sich der Ständige Rat mit den entsprechenden Stellen in Rom in Verbindung setzen. Außerdem sieht er Reformerfordernisse im Bereich des kirchlichen Rechts und des Prozessrechts. Die deutschen Bischöfe sind bereit, auf weltkirchlicher Ebene mitzuhelfen, das Kirchenrecht in dieser Hinsicht weiterzuentwickeln. Sie nehmen außerdem den Aufbau einer kirchlichen Verwaltungsgerichtsbarkeit erneut in den Blick.

Höchste Priorität: Schutz vor sexuellem Missbrauch
Im Fokus aller Bemühungen steht der Schutz vor sexuellem Missbrauch an Minderjährigen und Schutzbefohlenen. Das hat höchste Priorität. Der Ständige Rat hat den Anspruch an Konsequenz, Transparenz und Dringlichkeit bekräftigt und drängt auf eine entschlossene Durchführung. Der Ständige Rat und die Vollversammlung werden bei jeder Sitzung über den aktuellen Stand und die Entwicklungen beraten.

An keiner Stelle verurteilt die Bibel Homosexualität

Bild: fotolia.com

Derzeit gibt es einen Konflikt um den Jesuiten und Neutestamentler Ansgar Wucherpfennig. Er sollte als Rektor der Theologisch-Philosophischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main seine dritte Amtszeit beginnen. Wucherpfennig, der im Bistum Limburg auch als Homosexuellen-Seelsorger arbeitet, hatte sich wertschätzend über Homosexuelle geäußert. Deshalb verweigert ihm die vatikanische Bildungskongregation bislang das "Nihil obstat", die Unbedenklichkeitsbescheinigung, die er als Leiter der Hochschule braucht.

Interview mit katholisch.de
katholisch.de, eine der Partner-Internetseiten der Deutschen Bischofskonferenz, hat mit Ilse Müllner, Professorin für Biblische Theologie und Altes Testament am Institut für katholische Theologie der Universitat Kassel, ein Interview zur Frage geführt, was die entsprechenden biblischen Textstellen über Homosexualität aussagen. Das Interview klärt über die biblischen Texte auf, auf deren Grundlage die Diskussion um gleichgeschlechtliche Liebe geführt wird.

Von interessierter Seite den Zensurinstanzen in Rom zur Kenntnis gebracht
Daniel Decker schreibt in der FAZ vom 14.10.2018: "Wucherpfennig, der im Frühjahr zum zweiten Mal als Rektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule des Ordens in Frankfurt wiedergewählt worden war, hatte sich 2016 in einer Lokalzeitung gegen den Ausschluss von Frauen von kirchlichen Weiheämtern ausgesprochen und über Homosexualität nicht rundheraus ablehnend geäußert. Das Zeitungsgespräch wurde anschließend von interessierter Seite den Zensurinstanzen in Rom zur Kenntnis gebracht. Diese verweigerten daraufhin die Bestätigung der Wiederwahl und dringen auf einen Widerruf."

Kein Widerruf
Ansgar Wucherpfennig hat öffentlich erklärt, dass er nicht widerrufen werde. Zahlreiche Menschen solidarisieren sich ihm, darunter die Bischöfe von Limburg und Osnabrück wie auch viele Kollegen/innen. Offensichtlich scheint das letzte Wort zur "Affäre" Wucherpfennig noch nicht gesprochen zu sein. Die Pressestelle des Vatikans teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, dass das Prüfungsverfahren noch laufe.

Den Betroffenen zuhören und ihnen glauben

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„Wir haben in den letzten Jahren gelernt und müssen weiterlernen, unter anderem auch durch die Hinweise, die die Wissenschaftler uns geben. Die Betroffenen müssen im Vordergrund und Mittelpunkt stehen.“ Dies stellte Domkapitular Prof. Dr. Gerhard Stanke, Ständiger Vertreter des Diözesanadministrators des Bistums Fulda, am Dienstag bei einem Pressegespräch über die Bedeutung der am selben Tag in Fulda vorgestellten MHG-Studie zum Missbrauch durch Kleriker in der deutschen Kirche heraus.

Versagen
„Das Versagen der Verantwortlichen lag darin, dass sie die Aussagen der Betroffenen, dass sie das schwere Unrecht und die tiefen Verletzungen der Kinder und Jugendlichen nicht ernst genommen haben. Das müssen wir als Versagen bekennen.“ Das Bistum habe gelernt, den Betroffenen zuzuhören und ihren Aussagen Glauben zu schenken sowie die Schuldigen zur Rechenschaft ziehen, „ohne auf das Ansehen der Institution Rücksicht zu nehmen.“ Ein veränderter Umgang mit den Betroffenen, der sie und ihre Aussagen ernst nehme, und der Aufbau von Präventionsmaßnahmen müssten im Zentrum stehen.

Machtmissbrauch
„Da sexueller Missbrauch auch immer mit Machtmissbrauch verbunden ist, sind Strukturen der Machtkontrolle zu entwickeln. Die Priesterweihe darf nicht zur Immunisierung gegen Kritik missbraucht werden, sondern sie ist Befähigung zu einem Dienst an den Menschen und zur Wahrnehmung von Verantwortung und nicht zur Herrschaft“, stellte Stanke heraus. „Wir wissen auch, dass wir weiterhin nach Wegen suchen müssen, eine Kultur der Achtsamkeit zu entwickeln in den Pfarrgemeinden und in den kirchlichen Einrichtungen.“

Vorgehensweise der Untersuchung
Bei dem Pressegespräch, an dem auch die Missbrauchsbeauftragte der Diözese, Diplomsozialpädagogin Alexandra Kunkel, die Präventionsbeauftragte, Diplomsozialpädagogin Birgit Schmidt-Hahnel, und Personaldezernent Domkapitular Christof Steinert teilnahmen, wies Prof. Stanke darauf hin, dass die Studie zeige, wie mit den Beschuldigten umgegangen wurde, die aktenkundig geworden seien. Das herauszufinden sei der Auftrag der Forschungsgruppe gewesen. Die Akten waren an Hand eines von den Forschern erstellten Fragenkatalogs nach Hinweisen auf sexuelle Übergriffe oder sexuellen Missbrauch durchzuschauen. Fünf Personen hätten die Akten an Hand des Fragenkatalogs durchgesehen, von denen eine die Befähigung zum Richteramt habe, und sie seien darauf vereidigt worden, gewissenhaft diese Aufgabe durchzuführen.

Zahlen und Fakten
Es wurden im Bistum Fulda:

  • 795 Akten untersucht und dabei
  • 29 Beschuldigte gefunden:
  • 19 Diözesanpriester, ein Diakon, neun Ordensleute mit Gestellungsvertrag.
  • Acht Geistliche waren bereits verstorben.
  • Es fanden sich Hinweise auf pädophile Orientierung bei vier, Hinweise auf homosexuelle Orientierung bei acht, Hinweise auf psychische Auffälligkeiten im Umgang mit Menschen oder Alkoholprobleme bei 13 Personen.
  • Im aktiven Dienst wurden 21 Geistliche innerhalb der Diözese versetzt, manche auch mehrfach.
  • Bei drei Personen gab es einen Hinweis auf sexuellen Missbrauch; elf wurden in andere Diözesen versetzt, bei dreien gab es dabei einen Zusammenhang mit sexuellen Missbrauch.
  • Sieben Kleriker wurden in Diözesen außerhalb Deutschlands versetzt, bei zweien bestand ein Zusammenhang mit Missbrauch.
  • Gegen 13 Geistliche wurden eine kirchenrechtliche Voruntersuchung, ein Strafverfahren oder verwaltungsrechtliche Maßnahmen durchgeführt.
  • Bei 13 weiteren wurde kein kirchenrechtliches Strafverfahren eröffnet.
  • Bei drei Personen ist es nicht dokumentiert.
  • Folgende kirchenrechtliche Strafen wurden verhängt:
    - eine Entlassung aus dem Klerikerstand,
    - eine weitere stand bevor, als der Beschuldigte verstarb,
    - scharfe Abmahnung,
    - Zelebrationsverbot,
    - Entpflichtung,
    - Änderung des Tätigkeitsfeldes,
    - Verpflichtung zur Therapie und Versetzung in den Ruhestand.
  • Es wurden in diesem Zusammenhang auch forensische Gutachten eingeholt.

Strafrechtliche Prüfung und Anzeigen:

  • In den letzten Jahren wurde jeweils eine externe strafrechtliche Prüfung beauftragt.
  • In 17 Fällen wurde Anzeige bei der Strafverfolgungsbehörde erstattet.
  • In den anderen Fällen wollten entweder die Betroffenen keine Anzeige oder der Beschuldigte war verstorben oder die Taten waren verjährt oder die Handlung erfüllte nicht die Kriterien eines Straftatbestandes.
  • Es gab zwei Selbstanzeigen,
  • sieben Anzeigen durch die Missbrauchsbeauftragte,
  • weitere durch andere Personen.
  • Bei dreien ist nicht dokumentiert, wer die Anzeige erstattete.
  • Ein Verfahren ist noch anhängig,
  • neun Verfahren wurden eingestellt,
  • sechs rechtskräftig abgeschlossen,
  • und in einem Verfahren ist der Ausgang nicht dokumentiert.
  • Dabei wurden drei Freiheitsstrafen verhängt, eine Bewährungsstrafe, eine Geldstrafe und ein Freispruch ausgesprochen.

Von den 75 Betroffenen waren

  • 49 Jungen und
  • 23 Mädchen,
  • bei drei Betroffenen fehlt die Geschlechtsangabe.
  • Was das Alter angeht, waren
  • 23 unter 13 Jahren und
  • 28 über 13 Jahre.
  • Bei 24 Betroffenen ist keine Altersangabe vermerkt.
  • Die Betroffenen waren Ministranten oder es bestand eine allgemeine seelsorgliche Beziehung.
  • So fanden Übergriffe bei privaten Treffen in der Wohnung des Pfarrers oder in Ferienlagern statt.
  • Was die Methode der Anbahnung angeht, so wurde sehr oft die Amtsautorität oder die persönliche Autorität oder eine persönliche Beziehung ausgenutzt. Es wurde auch durch Gewährung von Geschenken und Privilegien eine engere Beziehung angebahnt.

Präventionsmaßnahmen im Bistum
Prof. Stanke erläuterte sodann die bisherigen Präventionsmaßnahmen im Bistum und die Anerkennungszahlungen des Bistums an Betroffene. Es wurden

  • 5.107 Haupt- und Ehrenamtliche geschult sowie
  • 2.012 bei der Caritas.

Anerkennung des Leides
Als Anerkennung des Leides wurden 45.500 Euro bezahlt, zwischen jeweils 1.000 und 8.000 Euro. Für Therapiekosten hat das Bistum 5.744 Euro ausgegeben. Immer seien Hilfen angeboten worden, die manchmal nicht in Anspruch genommen wurden, so Stanke.

Neue Missbrauchsbeauftragte für das Bistum Fulda: Alexandra Kunkel
Der Ständige Vertreter wies darauf hin, dass das Bistum seine Verantwortung ernst nehme: „Es wurde nach der Veröffentlichung der Leitlinien zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs eine Missbrauchsbeauftragte für das Bistum Fulda ernannt. Anne Schmitz war die Ansprechpartnerin für die Betroffenen und hat sich ihnen mit großer Empathie zugewandt, was immer wieder von Betroffenen bestätigt wurde.“ Neue Ansprechpartnerin ist seit Juni 2018 Alexandra Kunkel, die in ihrer Aufgabe als Missbrauchsbeauftragte für intensive Gespräche mit den Betroffenen zur Verfügung steht.

Seit 2002: Arbeitsstab sexueller Missbrauch
Es wurde bereits 2002 ein Arbeitsstab sexueller Missbrauch eingerichtet, dessen Vorsitz die Missbrauchsbeauftragte innehatte und dem ein Vertreter der Bistumsleitung, ein externer Psychologe, der Justitiar des Bistums, die Präventionsbeauftragte und eine Sozialpädagogin angehören. In diesem Gremium seien Fälle sexuellen Missbrauchs besprochen und entsprechende Maßnahmen eingefordert worden, betonte Stanke. Die Präventionsbeauftragte des Bistums, Birgit Schmidt-Hahnel, machte deutlich, dass für kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Priester und Diakone sowie Ehrenamtliche verpflichtende Schulungen in der Prävention durchgeführt worden seien und auch weiterhin durchgeführt würden. In Pfarreien und Einrichtungen wird ein Schutzkonzept umgesetzt, für das eine Arbeitshilfe publiziert worden ist.

Priester-Ausbildung
Ein besonderes Augenmerk müsse auf der Ausbildung und der Personalführung der Priester liegen. Außerdem komme es auf die Schaffung einer „Kultur der Offenheit“ in den kirchlichen Handlungsfeldern an. Geschlossene Systeme und ein besonderes Machtgefälle begünstigten sexuellen Missbrauch. Es brauche neben der Offenheit auch Mechanismen der Kontrolle von Machtausübung. Personaldezernent Domkapitular Steinert stellte in dem Pressegespräch klar, dass der Schutz der Kinder in der Kirche an vorderster Stelle stehen müsse und dies nie abgeschlossen sei. Laut Steinert müsse man auch auf die Gemeinden schauen, in denen es in den letzten 20 Jahren Vorfälle gegeben habe. „Viele Betroffene äußern sich erst Jahre später, und gerade jetzt, wo die MHG-Studie veröffentlicht worden ist, wird bei vielen das Erlebte wieder hochkommen, und sie werden sich melden.” Zusätzlich zu den Anlaufstellen der Kirche müsse man auch über weitere externe Anlaufstellen für Betroffene nachdenken.

Hier finden Sie die Erklärung der deutschen Bischöfe zu den Ergebnissen der Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ anlässlich der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda 27. September 2018:

Wir stehen an der Seite der Betroffenen sexuellen Missbrauchs

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Seit 2002, dann besonders ab 2010 und jetzt wieder, spüre die Kirche, dass die tiefe Wunde des Missbrauchs nicht verheile. „Wir stehen an der Seite der Betroffenen sexuellen Missbrauchs. Das ist unsere bleibende Verpflichtung. Es ist noch immer erschütternd, was Kindern und Jugendlichen, die sich Priestern anvertraut haben, durch dieses unvorstellbare Leid widerfahren ist. In den Betroffenen schaut Gott uns an, er leidet wie die Opfer unter dem was Priester – Männer die Gott folgen wollten – Minderjährigen angetan haben. Gott leidet an dem, was wir übersehen, wo wir weggeschaut haben, was wir nicht wahrhaben wollten. Er schaut uns an in den Betroffenen, den Geschlagenen, den Verwundeten. Deshalb braucht es einen neuen Aufbruch in dieser Kirche, gegenüber den Betroffenen und Gott“, so Kardinal Marx.

Es braucht einen neuen Aufbruch in dieser Kirche
Die bereits in Teilen vorab veröffentlichte Studie der Deutschen Bischofskonferenz trage dazu bei, den Blick noch einmal zu schärfen. „Wir werden darüber in der Vollversammlung der Bischofskonferenz in Fulda sprechen und uns fragen, was daraus folgt“, sagte Kardinal Marx. Deshalb sei dieser Gottesdienst in Schönstatt in besonderer Weise unter das Erbarmen Gottes gestellt. „Dieses Erbarmen brauchen wir, um das Geschenk des Glaubens zu erneuern. Wir brauchen das Erbarmen auch für die Wahrheit dessen, was inmitten unserer Gemeinschaft geschieht – durch mangelnde Aufmerksamkeit, fehlende Sensibilität, durch das Fehlen von Liebe. Deshalb bittet die Kirche um das Erbarmen Gottes für die Kirche und alle Menschen“, so Kardinal Marx.

Welchen Auftrag hat Gott für uns?
In dem Gottesdienst erinnerte Kardinal Marx an den 50. Todestag des Gründers von Schönstatt, Pater Josef Kentenich. Der Geistliche sei wach für seine Zeit gewesen und habe Ausschau nach dem Neuen gehalten. „Das muss auch unser Auftrag heute sein, die Zeichen der Zeit zu erkennen und den Blick auf das Neue zu wagen.“ Schönstatt mit seiner Gnadenkapelle sei ein Ort, der inspiriere und ermutige, an dem man hören könne, was der Geist zu sagen habe. „Wir sind hineingenommen in die Gemeinschaft der Kirche, wie es Papst Franziskus betont, als ein Volk, als eine Gemeinde. Der Geist ist immer am Werk, wir müssen nur aufmerksam sein für ihn und hören auf das, was er uns in dieser Zeit sagt. Dazu brauchen wir Mut, neue Wege zu gehen“, so Kardinal Marx. „Was will Gott uns in dieser Zeit sagen, welchen Auftrag hat er für uns? Das können wir uns nicht ausdenken, sondern brauchen Aufmerksamkeit und Wachsamkeit, gerade um das zu erkennen, was passiert, auch das Negative. Wir dürfen nicht wegschauen“, rief Kardinal Marx den Gläubigen zu. Das gelte auch für die Verantwortlichen in der Kirche.

Was wir riskieren können
Aufbruch habe immer etwas mit Bruch zu tun, „es ist kein gemütliches Weitergehen, sondern die Frage nach dem, wie wir in der Kirche Neues denken können, ohne die Vergangenheit, die Tradition, den Weg der Kirche zu vergessen. Halten wir Ausschau nach dem, was jetzt dran ist, was wir tun können, was wir wagen dürfen, ja auch riskieren können“, so Kardinal Marx. Pater Kentenich habe so etwas riskiert im Leben. „Ich empfinde die Gnadenkapelle immer wieder als Quelle der Ermutigung und der Kraft. Der Schönstatt-Bewegung sage ich Dank für den Dienst des Gebetes, des Aufbruchs und der geistigen Erneuerung in der Kirche, die durch die Gründergestalt Pater Kentenichs ihren Weg genommen hat“, so Kardinal Marx.

Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz am 16. September 2018

Flüchtlinge auf dem Mittelmeer nicht vergessen!

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In diesen Tagen verlassen weiterhin Boote die Küste Libyens, auf denen sich Menschen in Lebensgefahr begeben, um das Mittelmeer zu überqueren. Sie alle geraten in Seenot und es gibt kaum Hilfe mehr. Laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind allein im Juni und Juli dieses Jahres 851 Menschen auf der Flucht über das Mittelmeer gestorben, seit Beginn 2018 sind über 1.500 Menschen dort ertrunken. Die Inititave "Seebrücke" hatte am 2. September zu einer Kundgebung in Kassel aufgerufen, auf der Dechant Harald Fischer sprach.

  • Hier seine Rede:

„Flüchtlinge auf dem Mittelmeer nicht vergessen!“

Normalerweise, wenn ich eine Rede beginne, sage ich: „Liebe Schwestern und Brüder“!

Das ist hier unpassend, weil wir nicht in einer Kirche sind. Aber manchmal ist es notwendig, die Kirche zu verlassen und auf die Straße zu gehen. Jetzt sind solche Zeiten!

Ich beginne also: Liebe Freundinnen und Freunde von Geflüchteten, von Asylbewerbern, von Menschen, die in Not sind und die die Hilfe anderer brauchen, die unsere Hilfe brauchen!

Gestern, am 1. September haben wir den „Antikriegstag“ begangen, ein Gedenktag, der an die Zerstörungen durch den 2. Weltkrieges erinnert und mahnt. In diesem Jahr verbinden wir mit diesem Gedenken eine Reihe von „Runden Jahreszahlen“:

> 1918 - 100 Jahre Ende des 1. Weltkrieges,
> 1933 – 85 Jahre nach der Machtergreifung Hitlers,
> 1938 – 80 Jahre nach der Reichspogromnacht,
> 1943 – 75 Jahre nach der Zerstörung Kassels. Am 22. Oktober 1943 fanden über 10.000 Menschen unserer Stadt den Tod.

Man sollte meinen, dass all diese Ereignisse uns Mahnung und Erinnerung genug sein sollten, nicht zu vergessen, wohin es führt, wenn wir die Grundlagen des menschlichen Zusammenlebens vergessen; wohin es führt, wenn der Respekt vor dem Anderen, wenn die Bereitschaft, auch Fremdes und Ungewohntes anzunehmen verschwindet, wenn die Menschenwürde und die Achtung voreinander keine Rolle mehr spielen.

Aber es ist notwendig, dass wir hier zusammen sind, um diese Werte in Erinnerung zu rufen, es ist notwendig, dass wir die eigentlichen Grundlagen des Abendlandes, des christlichen Abendlandes wieder einfordern.

Die Ereignisse der letzten Tage in Chemnitz haben uns das vor Augen geführt. Aber es geht nicht nur um das Erschrecken über Chemnitz.

Die Grundlagen des Zusammenhaltes unserer Gesellschaft geraten auch ins Rutschen, wenn europäische Regierungen Schiffen, die Schiffbrüchige gerettet haben, die Einfahrt in die Häfen verweigern. Und noch mehr: wenn Rettungsschiffe überhaupt gehindert werden, auszulaufen, um Menschen in Seenot zu retten. Hilfeleistung bewusst zu unterlassen obwohl sie möglich wäre oder sie gar aktiv zu behindern ist genauso ein Verbrechen, ist genauso Terror, wie eine Bombe auf eine belebte Straße zu legen. Die Kapitäne und die Besatzung der Hilfsschiffe sind keine Kriminellen; sie sind Helden!

Gut, dass wir Flüchtlinge in unserem Land aufgenommen haben.

Wie traurig wäre es, wenn wir nur als Hessen unter uns geblieben wären, oder wenn sich die Niedersachsen vor uns abschotten würden. Ich bin sehr gerne in Bayern, aber wenn es nur die bayrische Kultur gäbe, wäre das eine große Verarmung.

Die Menschen, die aus anderen Ländern hierhergekommen sind, sind eine Bereicherung für uns und unser Land! Sie helfen uns, unser Denken zu weiten, andere Blickwinkel, andere Traditionen, andere Denkwege kennen zu lernen. Sie sind keine Gefahr, sie sind eine Bereicherung!

Wer meint, wenn wir uns oder wenn wir Europa abschotten und alle Flüchtlinge an unseren Grenzen abweisen würden wäre irgendein Problem gelöst, das wir oder das die Länder haben, aus denen im Moment Menschen fliehen, der irrt.

Ja, wir haben Probleme mit Asylbewerbern: Manche missbrauchen die Gastfreundschaft; manche müssen sich noch eingewöhnen; manche verhalten sich ungebührlich.

Aber wir haben auch Probleme mit Deutschen: Manche missbrauchen die Freiheitsrechte, manche verhalten sich ungebührlich, bei manchen hat man den Eindruck, sie kennen noch nicht mal das Grundgesetz und sind noch weniger bereit, sich daran zu halten.

Bei den einen wie bei den anderen gilt es, den Ernstfall anzuschauen und zu ahnden. Gruppenverurteilungen sind nicht erlaubt. Ich weigere mich noch immer, zu fordern, dass alle Sachsen abgeschoben werden sollten, weil manche sich so ungehörig verhalten. Genauso können wir diese Forderung aber auch nicht gegen die Geflüchteten akzeptieren. Immer zählt der Einzelfall.

Und die überwiegende Mehrzahl der Bevölkerung weiß das auch. Ich habe vor kurzem in einer Kirchengemeinde vier Menschen vorgestellt, die in dieser Gemeinde im Kirchenasyl leben. Die Gemeinde wusste bis dahin nichts davon. Es waren etwa 300 Menschen in diesem Gottesdienst. Nach meiner Information gab es brausenden Beifall der Anwesenden.

Das ist die Situation der Mehrheitsgesellschaft in Deutschland! Wir sind kein kleiner versprengter Rest, der verschämt die Wahrung der Menschenwürde erbittet. Wir sind die Mehrheitsgesellschaft!

Es kann sein, dass bei den Landtagswahlen in Hessen in einigen Wochen die AFD mit 10, vielleicht sogar mit 15% in den Landtag gewählt wird. Eine Schande wäre das. Aber dann würden immer noch 90 – 85% sagen: Wir brauchen euch nicht, ja, wir wollen euch nicht!

Ein Politiker hat vor einiger Zeit einen „Aufstand der Anständigen“ gefordert. Den sehe ich hier. Wir stehen für Deutschland, für die Mehrheit: klar, offen, selbstbewusst fordern wir ein, was selbstverständlich ist:

Die Würde des Menschen – nicht nur des deutschen – die Würde ist Menschen ist unantastbar!

Harald Fischer

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Die Grenze Europas darf keine Grenze des Todes sein

Anlässlich der Flüchtlingssituation im Mittelmeerraum erklärt der Ständige Rat auf seiner heutigen Sitzung am 26. Juni 2018 in Berlin:   

Politische Interessen werden auf Kosten von Menschenleben verfolgt
„Mehr als 13.000 schutzsuchende Menschen sind seit Anfang 2015 im Mittelmeer ertrunken, mehr als tausend bereits in diesem Jahr. In den vergangenen Wochen und Tagen hat sich die ohnehin prekäre Situation weiter verschärft. Rettungsschiffen wird das Anlegen in europäischen Häfen verweigert. So sollen Bemühungen zur Seenotrettung entmutigt werden, und politische Interessen werden auf Kosten von Menschenleben verfolgt.  

Die Grenze Europas darf keine Grenze des Todes sein
Wir erinnern daran, dass die Pflicht zur Rettung von Menschen in Seenot im Völkerrecht verankert ist. Entweder der Staat nimmt sich dieser Aufgabe selbst an oder er muss nichtstaatliche Organisationen handeln lassen und sie unterstützen. Wer beide Wege blockiert, nimmt Leiden und Tod von Flüchtlingen sehenden Auges in Kauf. Dem Trend, so zu handeln, widersprechen wir als Kirche mit Nachdruck. Die grundlegenden Standards der Humanität dürfen niemals zur Disposition gestellt werden. Die Grenze Europas darf keine Grenze des Todes sein. 

Gemeinsame Antworten im Geiste europäischer Solidarität sind notwendiger denn je
Die dramatische Situation im Mittelmeer zeigt: Gemeinsame Antworten im Geiste europäischer Solidarität sind notwendiger denn je. Die Staaten im Süden der Europäischen Union dürfen nicht alleingelassen werden. Anstelle nationalstaatlicher Egoismen braucht Europa eine faire Verantwortungsteilung, bei der jeder Staat seinen angemessenen Beitrag leistet.“ 

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Denn das Kath. Jugendreferat in Kassel ist zuständig für Ministrantenarbeit, Gruppenleiterkurse, Events und vieles mehr ...

Taschengeld/Bildungsseminar
Du bekommst dafür ein monatliches Taschengeld von 410 € und fährst mehrere Male für eine Woche auf ein Bildungsseminar mit anderen FSJlern.

Start
Los geht's ab 01.08.2018 oder auch zu einem späteren Zeitpunkt.

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Katholisches Jugendreferat Kassel
Die Freiheit 2
34117 Kassel
jugendreferat.kassel@bistum-fulda.de
Tel.: 0561-7004 153

Wir freuen uns auf Dich!

Papst Franziskus: Die Migranten und Flüchtlinge aufnehmen, beschützen, fördern und integrieren

Bild: fotolia.com

Von Beginn seines Pontifikats an hat sich Papst Franziskus immer wieder für die Aufnahme und Unterstützung von Menschen auf der Flucht eingesetzt. In seiner Botschaft zum "Welttag des Migranten und des Flüchtlings 2018" fordert er sehr konkret, "die Sicherheit der Personen stets der Sicherheit des Landes voranzustellen".

Etwas weiter unten können Sie die Botschaft des Papstes als pdf herunterladen,
zur Verfügung gestellt von der Deutschen Bischofskonferenz.

Wir sehen in jedem Menschen Christus selbst
In seiner Predigt am Christkönigssonntag, 26. November, nimmt Dechant Harald Fischer das Tagesevangelium vom "ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen" und Papst Franziskus' Botschaft zum Welttag des Migranten und des Flüchtlings 2018 zum Anlass, sich mit dem radikalen Zentrum unseres christlichen Glaubens auseinanderzusetzen: die einfache, klare, konkrete Hinwendung zu den Armen, den Fremden, den Obdachlosen, den Kranken. In ihnen begegnen wir dem lebendigen Jesus Christus.

Die Bahnhofsmission sucht Helfer/innen für Kinder auf Bahnreisen

Foto: v.l. Irene Witzel und Iwan Schober dokumentieren
die Übergabe. (Foto: Karl Widdekind)

Kids on Tour ist ein Angebot der Bahnhofsmission für Kinder, deren Eltern an unterschiedlichen Orten leben. Mal sind es Alleinerziehende, die ihr Kind zum Vater, zur Mutter oder zu Oma und Opa verreisen lassen möchten, mal sind es beruflich fest gebundene Elternteile, die ihr Kind nicht selber auf der Reise begleiten können. Die Bahnhofsmission sorgt hier mit Kids on Tour für Entlastung, begleitet die Kinder auf der Reise und sichert deren Übergabe.

Wer kann am Freitag- und Sonntag-Nachmittag einen Dienst in der Bahnhofsmission übernehmen?
Reisetage für ein Wochenende beim anderen Elternteil sind üblicherweise am Freitag und Sonntagnachmittag. Für die begleiteten Reiserouten von West nach Ost und Nord nach Süd bzw. umgekehrt reicht die bisherige Zahl der ehrenamtlich Mitarbeitenden in Kassel nicht mehr aus. "Daher suchen wir dringend freundliche, zuverlässige und engagiert Mitarbeitende für den Aufbau eines zweiten Teams für Kids on Tour“, sagt die Leiterin der Bahnhofsmission Karin Stürznickel-Holst: "Wir suchen Menschen, die bereit sind, am Freitag- und Sonntag-Nachmittag einen Dienst in der Bahnhofsmission zu übernehmen."

Gründliche Einarbeitung
Dafür erhalten neue Mitarbeitende eine gründliche Anleitung und Einarbeitung in dem sehr lebendigen Team mit großem Gestaltungsspielraum. Denn für alle Mitarbeitenden der Bahnhofsmission sind regelmäßige Teamsitzungen sowie externe und interne Fortbildungen zu psychosozialen und rechtlichen Fragen selbstverständlich.

Ansprechpartnerin:
Interessierte melden sich bei Karin Stürznickel-Holst oder Annette Blumöhr in der Bahnhofsmission Kassel, Willy Brandt Platz 1, 34131 Kassel gern auch via Mail: kassel@bahnhofsmission.de.

Hintergrund:
Die Bahnhofsmissionen sind mit ihren mehr als 2.300 haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden zentrale Knotenpunkte des sozialen Netzes in den Städten und an den Bahnhöfen. Sie helfen jedem, sofort, gratis und ohne Anmeldung oder Voraussetzungen – häufig zu Uhrzeiten, zu denen andere Hilfe nicht erreichbar ist. Das tun sie seit inzwischen weit über hundert Jahren und an derzeit mehr als hundert Orten in Deutschland. Die Bahnhofsmissionen sind Einrichtungen der Evangelischen und der Katholischen Kirche. Ihre Arbeit lebt von dem Engagement der festangestellten und der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer. In zunehmenden Maß sind die Bahnhofsmissionen auf Spenden angewiesen.

Mobile Schuldner- und Budgetberatung für ältere Menschen

(Bild: fotolia.com)

Immer häufiger geraten ältere Menschen in die Schuldenfalle. Verändernde Lebens- und Einkommensverhältnisse, niedrige Renten, hohe Mieten und zusätzliche finanzielle Belastungen durch gesundheitliche Einschränkungen können Ursachen sein.

Der gewohnte Lebensstandard kann nicht aufrecht erhalten werden
Oft stellen Menschen erst mit Eintritt in die Rente fest, dass sie nicht in der Lage sind, ihren gewohnten Lebensstandard aufrecht zu halten. Eine frühzeitige Beratung kann hier helfen. Obwohl zu den 10 % Erwachsene, die in Deutschland ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen können, viele ältere Menschen gehören, ist ihr Anteil in den Schuldnerberatungsstellen gering. Zum einen ist das Thema Finanzen, aufgrund von deren Sozialisation und Wertvorstellungen ein mit Scham besetztes Thema, zum anderen kann eine eingeschränkte Mobilität das Aufsuchen einer Beratungsstelle erschweren.

Das Einkommen halbiert sich mit dem Renteneintritt
In den nächsten Jahren wird sich aufgrund des demographischen Wandels und des sinkenden Rentenniveaus die Problematik noch verstärken. Im Jahr 2012 lag das Rentenniveau bei 49 % des letzten erzielten Erwerbsnettoeinkommens, das heißt, dass Einkommen hat sich mit dem Renteneintritt praktisch halbiert.

Kostenfreie Beratung
Viele Menschen suchen die Beratungsstelle erst dann auf, wenn die letzten Ersparnisse aufgebraucht und Miet- und Energiekosten nicht mehr gezahlt werden können. In dieser Situation ist kein großer Handlungsspielraum mehr gegeben. Damit es erst gar nicht so weit kommt und um auch Menschen Hilfe anbieten zu können, die aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Lage sind, eine Beratungsstelle aufzusuchen, wird vom Caritasverband Nordhessen-Kassel e.V. ein neues Beratungsangebot, die „Mobile Schuldner- und Budgetberatung für ältere Menschen“ aufgebaut. Die Beratung ist kostenfrei.

Zusätzliche offene Sprechstunde
jeweils mittwochs von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Für die mobile Schuldner- und Budgetberatung für ältere Menschen bietet der Caritasverband Nordhessen-Kassel e.V. ab dem 1. März eine zusäzliche offene Sprechstunde jeweils mittwochs von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr an.

Bitte Termin vereinbaren
Interessierte, die mobilitätseingeschränkt sind, können einen Termin für einen Hausbesuch unter der Telefonnummer 0561-7004-216 verabreden.

Beratungsort und Ansprechpartnerin:
Die Beratungsstelle befindet sich im Caritasverband, Die Freiheit 2, 34117 Kassel.
Ansprechpartnerinnen sind Karin Stürznickel-Holst, Tel. 7004-221 und Birgit Branß Tel. 7004-216.

Werbung für einen Berufsweg in der Kirche

„Den Entscheidungen zum Priestertum, aber auch zur Ehe geht ein Ruf, eine Berufung voraus. Es ist eine Lebensentscheidung, die nicht einfach willkürlich getroffen werden sollte“, betont Seelsorgeamtsleiter Pfarrer Thomas Renze.

Vielfalt der kirchlichen Berufe
Deshalb wirbt das Bistum Fulda mit einem neuen Internetauftritt für die Berufe der Kirche und macht auf verschiedene Lebensformen wie beispielsweise Priester, Ordensmann und Ordensfrau oder die christliche Ehe aufmerksam. Die Berufe der Kirche seien keineswegs unattraktiv oder uninteressant, allerdings müsse in der Öffentlichkeit mehr auf ihre Vielfalt hingewiesen werden. „Manchmal bedarf es dieser Aufmerksamkeit, um das Interesse und den Ruf zu wecken. Viele engagieren sich im Umfeld ihrer Kirchengemeinde – daraus kann auch mehr erwachsen“, zeigt sich Pfarrer Renze überzeugt.

Lebensgeschichten
Die Homepage bietet auch die Möglichkeit, direkt mit Personen aus den verschiedenen Berufen und Lebensbereichen in Kontakt zu kommen. „Sicher ist es interessant zu erfahren, wie ein Priester seinen Weg gefunden hat“, so Uffelmann „Die Internetseite ist nicht starr; im Laufe der Zeit werden viele Dinge ergänzt, zum Beispiel Filmportraits der Berufe, oder es wird auf Veranstaltungen hingewiesen. Es lohnt sich also immer wieder auf, unserer Internetpräsenz vorbeizuschauen“, so der Referent weiter.

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