Nachrichten | Aktuelles

Das neue SAMSTAGS-17-Video von Dechant Martin Gies

Bild: Altarraum der Kirche Sankt Clemens Maria Hofbauer, Immenhausen (Foto: Stefan Ahr)

Mit allen Sinnen zu leben ist schön und schenkt bereichernde Erfahrungen. Aber es bedeutet auch, Schmerz zu empfinden. Für Dechant Martin Gies lässt sich erst auf diese Weise das Leben in seiner ganzen Tiefe erfassen.

Dieses "österliche Leben mit allen Sinnen" macht Martin Gies zum Dreh- und Angelpunkt des neuen Video-Impulses SAMSTAGS-17. Aufgenommen ist der Impuls in der Kirche Sankt Clemens Hofbauer in Immenhausen, musikalisch gestaltet von Regionalkantor Thomas Pieper mit Orgelmusik von Johann Sebastian Bach: zu sehen und zu hören am Samstag, 17. April, ab 17 Uhr.

Landwirtschaft heute: Die Arbeitsbedingungen von Bäuerinnen und Bauern in Deutschland und Tansania

Foto: @ Agrar Koordination/Fred Dolt

Am Donnerstag, 22. April, werden ab 18:00 Uhr werden Bäuerinnen und Bauern aus beiden Ländern vorgestellt. Geschildert wird ihr Arbeitsalltag und der Einfluss durch die EU-Agrarpolitik. Ihr Leben wird durch die Förderpolitik stark beeinflusst.

„Land und Wirtschaft – wer erntet“
Darüber hinaus werden sehr persönliche Bilder und Eindrücke aus dem Arbeitsalltag der Bäuerinnen und Bauern gezeigt. Die Bilder und Interviews sind während mehrerer Recherchereisen für das Projekt „Land und Wirtschaft – wer erntet“ der "Agrar Koordination Hamburg" entstanden. Während bei den deutschen Bäuerinnen und Bauern die EU-Agrarpolitik stark die Erzeugerpreise drückt, kämpfen die Kolleg*innen in Tansania um das Land, das sie bisher für Nahrungsmittelanbau nutzen konnten, nun aber wegen der Verpachtung des Landes an Großinvestoren verloren haben.

Referentin:
Regina Schrader, Agrar Koordination Hamburg

Anmeldung:
bis zum 20.04. an info@bildungsforum-sanktmichael.de

Technischer Hinweis: "Sie erhalten dann im Anschluss einen Link zur Teilnahme über Microsoft Teams, das Sie über Ihren aktuellen Browser starten können.​"
 

Menschenrecht statt Moria - Menschenrechtsverletzungen beenden

Foto: Screenshots menschenrecht-statt-moria.de

pax christi kritisiert gemeinsam mit wichtigen katholischen, ökumenischen und zivilgesellschaftlichen Partnern die verschärfte Politik der Migrationsabwehr an den Außengrenzen der EU, weil diese zunehmend von der Missachtung des Völkerrechts und Verstößen gegen die Genfer Flüchtlingskonvention gekennzeichnet ist. Zu Ostern startet die Kampagne „Menschenrecht statt Moria“. Vom 1. April bis zur Bundestagswahl am 26. September 2021 werden Aktionen durchgeführt und per Brief und Gespräch der Dialog mit dem Deutschen Bundestag gesucht.

Abschottungspolitik
„Wir erleben eine Abschottungspolitik an den EU-Außengrenzen, die von massiver militärischer Aufrüstung an Land, im Wasser und durch eine international vernetzte Überwachungstechnik geprägt ist. Schutzsuchende werden durch diese Politik jeden Tag entrechtet. In den sogenannten Hotspots müssen die Geflüchteten unter menschenunwürdigen Bedingungen leben,“ kritisiert die pax christi-Bundesvorsitzende Stefanie Wahl und benennt die Forderungen der Kampagne:

  • „Die Kampagne „Menschenrecht statt Moria“ fordert den sofortigen Stopp dieser illegalen Praxis.
  • Lager wie Moria an den EU-Außengrenzen sollen sofort evakuiert und die Geflüchteten aus humanitären Gründen in Deutschland aufgenommen werden.
  • Die Bundesregierung muss die Aufnahme dieser Menschen durch Städte und Kommunen, die sich zu sicheren Häfen und für die Aufnahme der Geflüchteten bereit erklärt haben, endlich ermöglichen.
  • Illegale Pushbacks und Gewalt gegen Geflüchtete sind zu stoppen!“

Schnelle und unbürokratische Hilfe
Karlies Abmeier, die Vorsitzende des Diözesanrates der Katholiken im Erzbistum Berlin betont: „Den Menschen an den europäischen Außengrenzen muss schnell und unbürokratisch geholfen werden. Die Menschenrechte müssen die Richtschnur für die Asylpolitik in der Europäischen Union sein, deshalb unterstützen wir als Diözesanrat die Kampagne.“

Viele Kinder und Jugendliche unter menschenunwürdigen Bedingungen
Paul Hintzke, der Diözesanvorsitzende des BDKJ Hildesheim erklärt: “Weiterhin leben tausende Geflüchtete in Lagern wie Moria unter menschenunwürdigen Bedingungen. Darunter viele Kinder und Jugendliche. Aussicht auf Besserung liegt in weiter Ferne - die Politik sieht weg. Die politische Aufmerksamkeit muss sich auf die Menschenrechte in Moria und anderswo richten. Flüchtlingspolitik darf keine Randnotiz bei der kommenden Bundestagswahl sein. Wir müssen über Perspektiven für Geflüchtete sprechen und diese so schnell wie möglich umsetzen.”

Auch der Katholikenrat im Bistum Fulda unterstützt die Kampagne.

Pressemitteilung 31.03.2021 zum Kampagnenstart am 01.04.2021

Caritas-Aktion FAIRteilen

Mit der Aktion FAIRteilen sammelt der Caritasverband Nordhessen-Kassel Geldspenden, um bedürftige und mittellose Menschen wie zum Beispiel Wohnungslose in Kassel kostenfrei mit FFP2 Masken auszustatten.

Masken kaufen
Die Kasseler Markthalle hat zusammen mit dem regionalen Maskenhersteller Satiata und Richter Gebäudedienste eine Spendenaktion gestartet, die die Aktion FAIRteilen des Caritasverbandes Nordhessen-Kassel unterstützt. Hierbei verkaufen einzelne Stände FFP2 Masken an die Markthallen-Besucher*innen. Vom Erlös werden je FFP2 Maske jeweils 1 € an den Caritasverband gespendet. Die angebotenen FFP2 Masken sind laut Hersteller EU-konforme, zertifizierte Atemschutzmasken aus Deutschland mit einer Filterleistung von mind. 95 %.

Masken verteilen
Der Caritasverband nutzt die Spendeneinnahmen aus dieser Aktion zu 100%, um davon ebenfalls FFP2 Masken zu kaufen und sie an mittellose Menschen wie Obdachlose kostenfrei zu verteilen. „Wer eine FFP2 Maske aus dieser Aktion in der Kasseler Markthalle kauft, profitiert von einer hohen Qualität zu einem unschlagbaren Preis und unterstützt dabei gleichzeitig den Gesundheitsschutz Bedürftiger“, freut sich Caritas-Geschäftsführer Alexander Ponelies über das Zusammenwirken von Maskenhersteller Satiata, Sponsor Richter Gebäudedienste, Caritas und hilfsbereiten Besucher*innen der Markthalle.

Masken für bedürftige Menschen in Kassel
"Ziel von FAIRteilen ist, dass alle Menschen in Kassel sich gleichermaßen mit FFP2 Masken vor einer Virusinfektion durch Corona schützen können, ganz unabhängig von ihrer individuellen Lebenssituation“, erklärt Ponelies.

Die Aktion FAIRteilen kann auch mit direkten Geldspenden an den Caritasverband Nordhessen-Kassel unterstützt werden:

Caritasverband Nordhessen-Kassel e.V.
Kasseler Sparkasse
IBAN: DE37 5205 0353 0000 0189 66
Swift-BIC: HELADEF1KAS
Verwendungszweck "Aktion FAIRteilen"
Wer eine Spendenquittung wünscht, gebe bitte den vollständigen Namen und die Adresse an.

Hintergrund:
Die Caritas-Aktion FAIRteilen findet unter dem Motto #DasMachenWirGemeinsam statt und nimmt Teil an der Jahreskampagne 2021 des Deutschen Caritasverbandes

Katholische Frauen sind sich einig: „Das System muss dringend verändert werden“

In der Stellungnahme der Frauenverbände heißt es:

Sexualisierte Gewalt in jeder Form ist eine Sünde
Die Pressekonferenz [zur Veröffentlichung des Gutachtens am 18. März 2021] hat deutlich gezeigt, dass eine rein juristische Begutachtung der Vorgänge nicht ausreicht – auch im Hinblick auf die katastrophale Aktenlage. „Das Erwartbare ist passiert. Die noch im Erzbistum in Amt und Würden stehenden Kleriker, denen Pflichtverletzungen nachgewiesen wurden, sind suspendiert. Damit allein ist es jedoch nicht getan. Was uns besonders bestürzt: Bei Lai*innen wurden sofort arbeitsrechtliche Konsequenzen gezogen; bei Klerikern nicht. Um es deutlich zu sagen: Sexualisierte Gewalt in jeder Form ist eine Sünde, kein Kavaliersdelikt“, sagt Elisabeth Bungartz, Vorsitzende des kfd-Diözesanverbands Köln.

Der Missstand liegt vor allem im System.
„Der Missstand liegt vor allem im System. Die katholische Kirche als Institution muss alles tun, um solche Straftaten zu verhindern und Täter*innen zu ahnden. Das heißt konkret: Strukturen müssen verändert werden, Hierarchie muss abgebaut werden und die Bistumsleitung muss, auch hier in Köln, die Verantwortung für den Transformationsprozess übernehmen“, so Rotraut Röver-Barth, Vorsitzende des KDFB-Diözesanverbands Köln.

Köln sollte eine Mahnung für die deutschen Bischöfe sein
„Die Kirche ist nicht in der Lage, Straftaten und deren Vertuschung in ihren Räumen selbst aufzuklären. Das hat Köln gezeigt. Nur eine unabhängige Wahrheits-und Gerechtigkeitskommission kann Licht in das Dunkel bringen. Die Tragödie, die wir in Köln erleben, wird sich in anderen Bistümern wiederholen. Köln sollte eine Mahnung für die deutschen Bischöfe sein“, sagt Maria Mesrian, Sprecherin von Maria 2.0 Rheinland.

Neuanfang dringend nötig
Die katholischen Frauen sind sich einig, dass ein Neuanfang in der katholischen Kirche dringend nötig ist. Nur mit dem ehrlichen und aufrichtigen Willen zur Aufklärung, dem Schuldeingeständnis der Täter, der Übernahme von persönlicher Verantwortung und dem unbedingten Willen aller Beteiligten vor allem strukturell präventivzu handeln, kann dies gelingen.

KDFB Diözese Köln • kfd Diözesanverband Köln • Maria 2.0 Rheinland • KDFB Bundesverband • kfd-Bundesverband
Die Forderungen werden unterstützt von der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) – Bundesverband e.V., dem Katholischen Deutschen Frauenbund e.V. (KDFB) und Maria 2.0 Kassel.

Segen will weitergegeben sein (Dietrich Bonhoeffer)

Die "Note" der vatikanischen Kongregation für die Glaubenslehre, dass Segnungen von Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts nicht erlaubt seien, ist in Deutschland auf großen Widerspruch gestoßen.

Nicht akzeptabel
Auch in Kassel hat das Dekanatsleitungsteam, Pfr. Harald Fischer und Maria 2.0 Kassel eindeutig Position gegen die Note aus dem Vatikan bezogen. „Für mich als Theologen ist die Haltung, die in dem Vatikandokument geäußert wird, nicht akzeptabel“, sagt Pastoralreferent Stefan Ahr vom Dekanat Kassel-Hofgeismar der HNA-Autorin Katja Rudolph. Ahr hat sich gemeinsam mit Dechant Martin Gies und Pastoralreferentin Beatrix Ahr einer Unterschriftenaktion angeschlossen, zu der zwei Priester aus Würzburg und Hamm aufgerufen hatten. In dem Aufruf erklären die Unterzeichnenden öffentlich ihre Bereitschaft, Segensfeiern für homosexuelle Paare abzuhalten.

Schwer erträglich
Auch Pfarrer Harald Fischer von der Kasseler Gemeinde Sankt Familia hat den Aufruf mitunterzeichnet. Ihn beschämt es, die verschiedenen Mails und Anrufe von Menschen aus der Gemeinde mitzuerleben, die zeigen, wie gekränkt und verletzt die Menschen sind: "Es ist schwer erträglich mitanzusehen, wie sich unsere Kirche in vielen Bereichen immer mehr vom Geist der Jesus-Botschaft entfernt."

Wissenschaftliche Stellungnahme
Mehr als 200 Professorinnen und Professoren der Theologie - darunter auch Prof. Dr. Mirja Kutzer, Prof. Dr. Ilse Müllner und Prof. Dr. Annegret Reeese-Schnitker vom Institut für katholische Theologie der Universität Kassel - haben eine Stellungnahme unterzeichnet, die die Position der Glaubenskongregation und die Qualität der Argumentation kritisiert. In dem Text der Theologinnen und Theologen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz heißt es: "Der Text [der Glaubenskongregation] ist von einem paternalistischen Gestus der Überlegenheit geprägt und diskriminiert homosexuelle Menschen und ihre Lebensentwürfe. Von dieser Position distanzieren wir uns entschieden. Wir gehen demgegenüber davon aus, dass das Leben und Lieben gleichgeschlechtlicher Paare vor Gott nicht weniger wert sind als das Leben und Lieben eines jeden anderen Paares."

Auch andere Positionen in Kassel
Dagegen teilt Pfarrer Paul Schupp von der Gemeinde St. Maria am Bebelplatz die Einschätzung der Glaubenskongregation. Auch wenn er Homosexuelle und ihre Entscheidung zusammenzuleben, wertschätzt, kommt für ihn eine Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften nicht in Frage. Schupp will das Missverständnis vermeiden, dass es sich dabei um eine Eheschließung und damit um ein Sakrament handeln könnte.

Klare Forderung von Maria 2.0 Kassel: Segen für gleichgeschlechtliche Paare
Maria 2.0 Kassel fordert ebenfalls den kirchlichen Segen für gleichgeschlechtliche Paare. Die Inititative von Frauen aus dem Dekanat Kassel-Hofgeismar erklärt zur vatikanischen Note:

"Maria 2.0 Kassel unterstützt diejenigen katholischen Pfarrer aus Kassel sowie ihre Dekanatsleitung, die klare Worte zu der Weisung der römischen Glaubenskongregation vom 16.03.21 gefunden haben. Diese enthält das Verbot einer Segnung gleichgeschlechtlicher Paare, wenn diese ihre Liebe mit dem Versprechen gegenseitiger Treue unter den besonderen Segen Gottes stellen wollen. Maria 2.0 Kassel verweist auf ihre kürzlich bundesweit an die Kirchenportale angehefteten „ThesenMaria 2.0“ - u.a. mit der Forderung nach wertschätzender Haltung und Anerkennung gegenüber selbstbestimmter achtsamer Sexualität und Partnerschaft. Eine ausschließliche Segnung einzelner Personen als spitzfindige Hintertür statt der Segnung eines gleichgeschlechtlichen Paares lehnen sie als unzureichend und diskriminierend ab."

Hintergrund
Auszug aus dem Text der Glaubenskongregation vom 22. Februar 2021:
"Um der Natur der Sakramentalien zu entsprechen, ist es deshalb erforderlich, dass, wenn über einige menschliche Beziehungen ein Segen herabgerufen wird, abgesehen von der rechten Absicht derjenigen, die daran teilnehmen, die zu segnende Wirklichkeit objektiv und positiv darauf hingeordnet ist, die Gnade zu empfangen und auszudrücken, und zwar im Dienst der Pläne Gottes, die in die Schöpfung eingeschrieben und von Christus dem Herrn vollständig offenbart sind. Mit dem Wesen der von der Kirche erteilten Segnung ist daher nur vereinbar, was an sich darauf hingeordnet ist, diesen Plänen zu dienen.
Aus diesem Grund ist es nicht erlaubt, Beziehungen oder selbst stabilen Partnerschaften einen Segen zu erteilen, die eine sexuelle Praxis außerhalb der Ehe (das heißt außerhalb einer unauflöslichen Verbindung eines Mannes und einer Frau, die an sich für die Lebensweitergabe offen ist) einschließen, wie dies bei Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts der Fall ist."

Hessen hat Platz - Landesaufnahmeprogramm jetzt! - Unterzeichnen Sie Petition!

Seit Jahren ist die katholische Kirche im Dekanat Kassel-Hofgeismar mit Kirchengemeinden und der Arbeit der Caritas in der Flüchtlingsarbeit engagiert. "Aus der alltäglichen Arbeit und besonders aus der Begegnung mit geflüchteten Menschen kennen wir das Leid, den Überlebensmut und den Lebenswillen der Flüchtlinge", sagt Pastoralreferent Stefan Ahr vom Dekanatsteam Kassel-Hofgeismar und fügt hinzu: "Gleichzeitig wissen wir um die oftmals menschenunwürdigen Zustände in den Lagern nicht nur in Lesbos."

Erstunterzeichner
Deshalb gehört das Dekanat zu den Erstunterzeichnern der Petition "Hessen hat Platz - Landesaufnahmeprogramm jetzt!", das die Seebrücke Kassel initiiert hat.

In der Petition wird die hessische Landesregierung aufgefordert, endlich ein Landesaufnahmeprogramm für fliehende und geflüchtete Menschen umzusetzen. Stefan Ahr ist überzeugt, dass es unbürokratische und schnelle Hilfsbereitschaft braucht, auch vor den europäischen Lösungen.

Bischof Gerber: Mehr Aufmerksamkeit für Schicksal der Flüchtlinge
Beim Online-Akademieabend "Mehr Aufmerksamkeit für Schicksal der Flüchtlinge" im Bonifatiushaus Fulda Anfang Februar richtet der Fuldaer Bischof Dr. Michael Gerber den Blick auf die persönlichen Dramen, die die Menschen auf Moria und an ähnlichen Orten erleben und benannte sie als „mahnende Marker“, die uns anleiten sollen, intensiver hinzuschauen. Flüchtlingslager dürfen nicht zu „vergessenen Orten“ werden.  „Was bedeutet es für die Menschen, wenn ganze Regionen faktisch aufgrund der politischen Situation unbewohnbar sind? Wo sind die Geflüchteten, die zu uns kommen, in Relation zur dem, was sich in anderen Ländern abspielt?“, so der Bischof. Gerber berichtete von persönlichen Begegnungen und betonte, dass es in afrikanischen Ländern 18 Millionen Binnenflüchtlinge gibt – davon 100.000 allein in einem Land wie zum Beispiel Burundi: Setzt man die Zahlen in Relation zu den 10 Millionen Einwohner Jordaniens, die 750.000 Geflüchtete haben, müsste Deutschland umgerechnet ca. 6 Millionen Geflüchtete beherbergen, die tatsächliche Anzahl liegt derzeit hingegen nur bei rund 1,5 Millionen.

Bestärkt durch die Enzyklika "fratelli tutti"
Für Dechant Martin Gies, Pastoralreferent Stefan Ahr und Pastoralreferentin Beatrix Ahr ist die Petition mit ihrer Analyse und ihren Forderungen weitgehend deckungsgleich mit der neuen Enzyklika "fratelli tutti" von Papst Franziskus. Stefan Ahr: "Auch wenn das Land Hessen ohne den Bund in der Flüchtlingspolitik wenig Spielraum hat, ermutigt die Unterstützung der Petition doch Politikerinnen und Politiker, sich im Sinn der Enzyklika für die Würde und die Rechte von geflüchtetetn Brüdern und Schwestern offensiv einzusetzen."

  • Geplant ist, die > Petition in einer Pressekonferenz dem Hessischen Landtag und dem Petitionsausschuss zu überreichen. Die Namen der Erstunterstützer sind am Ende der Petition aufgeführt.

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