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Vier Konzerte an einem Abend: Ein Sommerabend Orgel+

Vier Konzerte an einem Abend gibt es am Freitag, 17. August 2018 von 19 bis 23 Uhr in der stimmungsvoll ausgeleuchteten Elisabethkirche Kassel am Friedrichsplatz. „Genießen Sie zu jeder vollen Stunde ein neues Konzert der denkmalgeschüzten Bosch-Bornefeld-Orgel in der Begleitung mit einem Soloinstrument“, so lädt Regionalkantor Thomas Pieper ein.

  • Den Anfang machen um 19 Uhr Susanne Herrmann (Violine) und Thomas Pieper (Orgel).
  • Um 20 Uhr beginnt das Konzert für Orgel und Flöte mit Karin Völker und Christine Spuck.
  • Nicolai Pfeffer (Klarinette) und Ulrich Moormann (Orgel) sind die Solisten ab 21 Uhr.
  • Das letzte Konzert des Abends bestreiten ab 22 Uhr Bernd-Uwe Rams (Trompete) und Christopher Weik (Orgel).

Während der Pausen laden die Seitenhöfe und der Vorplatz zum Verweilen und einer kleinen Erfrischung ein. Thomas Pieper: „Kommen Sie, wann Sie wollen. Bleiben Sie, so lange Sie mögen. Genießen Sie Musik und Licht, Raum und Klang.“

Eintritt frei. Um eine Spende am Ausgang wird gebeten.

Weitere Infos unter www.st-elisabeth-kassel.de und www.facebook.de/elisabethkirche

Religion als Sprengstoff? Was man heute von Islam und Christentum wissen muss

Die Katholische Kirche Kassel macht mit ihrer Veranstaltungsreihe „Wir schaffen das! Aber wie? Wege zur Integration“ 2018 den religiösen Dialog zwischen Christentum und Islam zum Schwerpunkt. Bruder Andreas Knapp und die islamische Theologin Hamideh Mohagheghi diskutieren am 22. August das Buch „Religion als Sprengstoff? Was man heute von Islam und Christentum wissen muss“, das Knapp zusammen mit Melanie Wolfers Anfang des Jahres veröffentlicht hat. Die Autoren/in stellen Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Islam und Christentum dar und liefern Basiswissen für den interreligiösen Dialog.

Zutiefst notwendiges Anliegen
„Es ist ein hochbrisantes, aber zutiefst notwendiges Anliegen dieses Buches, einen ehrlichen interreligiösen Dialog auf Augenhöhe zu führen und gleichzeitig die Chancen wie die Inkompatibilitäten für ein bereicherndes gesellschaftliches Zusammenleben aufzuzeigen.“ sagt der Linzer Bischof Manfred Scheuer über dieses Buch.

Gemeinsam erkunden
Ob das im Buch vorgestellte christliche Bild vom Islam und das islamische Bild vom Christentum dazu taugt, in einen guten Dialog zu kommen, versuchen der Autor Andreas Knapp und die islamische Theologin und Religionswissenschaftlerin Hamideh Mohagheghi gemeinsam zu erkunden. Dabei geht es auch um kontroverse Themen wie die Rolle der Frau in beiden Religionen, wie die Gewaltfrage gelöst wird und auch, was Toleranz gegenüber Andersdenkenden bedeutet.

Meinungen und Fragen vorab per E-Mail 
„Wenn wir gut miteinander leben wollen, brauchen wir ein gutes Wissen voneinander, das mehr umfasst als die üblichen Vorurteile“, sagt Dechant Harald Fischer. Für ihn sind Veranstaltungs- und Gesprächsformen, die die Auseinandersetzung versachlichen und Wissen, Gespräche und Lösungen befördern, unbedingt notwendig. „Auf das Gespräch mit dem Publikum sind wir besonders gespannt. Deshalb gilt allen Interessierten unsere herzliche Einladung, Meinungen und Fragen vorab per E-Mail an wege-zur-integration@katholische-kirche-kassel.de einzureichen!“

Freier Eintritt
Der Eintritt zu den Veranstaltungen der Reihe, die von der Plansecur Stiftung und dem Flüchtlingsfonds des Bistums Fulda unterstützt wird, ist frei.

Veranstaltungsort
Das Alfred Delp-Haus befindet sich direkt an der Bushaltestelle „Kirche St. Familia“, an der die Linien 10, 52, 110, 500 halten. Vom Kulturbahnhof (Kassel Hbf) sind es 7 Minuten zu Fuß.

Die nächsten Termine

  • 25. September: Kassels Stadtbaurat Christof Nolda widmet sich der Frage, wie die Gebäude der verschiedenen Religionen in Kassel die Baukultur der Stadt prägen und was das für die „Wege zur Integration" bedeutet.
  • Weitere Veranstaltungen sind in Planung.

Konzertreihe mit außergewöhnlicher Besetzung: Zupfensemble und Orgel im Atem der Zeit

Herkules-Ensemble Kassel (Foto: privat)

Unter dem Motto „Sonare e Toccare“ wird die bereits etablierte Konzertreihe „Im Atem der Zeit“ am Mittwoch, 22.8.2018 um 20:00 Uhr in der Elisabethkirche Kassel fortgesetzt.

„Klingen und Drücken“
Der Titel des Konzertes bezieht sich auf die seltene Besetzung von Zupfensemble und Orgel: „Sonare e Toccare“ bedeutet übersetzt soviel wie „Klingen und Drücken“. Damit gemeint sind der Saitenklang der Zupfinstrumente und die zu drückenden Tasten der Orgel.

Herkules-Ensemble Kassel und Martin Forciniti
Das Herkules-Ensemble Kassel unter der Leitung von Boris Tesic und Martin Forciniti an der Orgel spielen Werke des 18. Jahrhunderts.

Werke von Michel Corrette, Joseph Haydn und Pedro José Blanco
Auf dem Programm stehen Konzerte für diese außergewöhnliche Besetzung von Michel Corrette, Joseph Haydn und Pedro José Blanco. Sie stammen aus einer Zeit, als die Orgel mehr und mehr Part- ner von Instrumenten und Orchestern verschiedener Besetzungen wurde. Die Komponisten schätzten ab ca. 1850 vor allem die Vorteile eines ganzen Orchesters aus Mandolinen. Diese Ensembles wurden, wie die Harfe, beliebte Partner von Tasteninstrumenten. Zwischen den Werken für Zupfensemble und Orgel spielt Martin Forciniti zwei Orgelwerke von Johann Christian Heinrich Rinck und Johann Gottfried Vierling, die das Konzertprogramm durch ihre Entstehungszeit und ihre Stilistik abrunden.

Veranstalter der langfristig angelegten Konzertreihe sind das Kasseler Kulturforum e.V. in Kooperation mit der Elisabethkirche. Das Kasseler Kulturforum gibt kulturellen Aktivitäten und Veranstaltungen Raum, die keine oder nur geringe öffentliche Förderung erfahren.

Gespräch und Wein
Nach dem Konzert besteht wie im- mer die Möglichkeit zum Gespräch bei einem Glas Wein.

Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine angemessene Spende für die Künstler gebeten.

Konzertreihe "Im Atem der Zeit"
Seit 2015 fanden bereits zehn Konzerte „Im Atem der Zeit“ im Herzen der Stadt Kassel statt. Die denkmalgeschützte Orgel der Kasseler Martinskirche, die in der Elisabethkirche eine neue Heimat gefunden hat, steht dabei oft im Mittelpunkt. Die Ausrichtung der Programme ist breit gefächert: Musik unterschiedlicher Religionen und Regionen, sowie alte wie neue Musik, oft auch Uraufführungen.

Musikalische Vielfalt in Rosenkranzkirche und Elisabethkirche

Der Spielplan der Elisabethkirche startet mit einem Höhepunkt:

Ab 17. August „Ein Sommerabend Orgel+“:
Am Freitag, 17. August 2018 spielen bei „Ein Sommerabend Orgel+“ ab 19 Uhr vier Organisten jeweils zur vollen Stunde in Begleitung mit einem Soloinstrument. An den vier Donnerstagen im September interpretieren namhafte Organisten Werke aus fünf Jahrhunderten.
 Sie bringen die unterschiedlichen Möglichkeiten der Bosch-Bornefeld-Orgel jeweils ab 19 Uhr zum Erklingen.
 Neben Thomas Pieper (6.9., Kassel) sind Axel Berchem (13.9., Moers), Ralph Gustafsson (20.9., Stockholm) und Gereon Krahforst (27.9., Abtei Maria Laach) dabei.

Programmschwerpunkt: Gedenken an Zerstörung Kassels und der Elisabethkirche
Programmschwerpunkt ist das Gedenken an die Zerstörung Kassels und der alten Elisabethkirche vor 75 Jahren. Unter dem Titel „Erinnerung – Aufbruch – Hoffnung“ gibt es am 21. Oktober um 16 Uhr ein Konzert. Zu hören sind Kompositionen von Regine Brunke und Orgelimprovisationen. Ein Vortrag erinnert am 23. September um 16 Uhr an die Entwicklungen der Kasseler Kirchengeschichte.

November-Impulse zum Thema „erinnern – gedenken – gestalten“
Im November finden Gottesdienste mit Musik und Impulsen zum Thema „erinnern – gedenken – gestalten“ statt. Dabei wird u.a. am 11.11.18 um 18 Uhr die Bachkantate “Christus, der ist mein Leben” in großer Besetzung erklingen.

„Im Atem der Zeit“
Fortgesetzt wird auch die Reihe „Im Atem der Zeit“ mit dem Kasseler Kulturforum und die Kooperation mit der Musikakademie der Stadt Kassel „Louis Spohr“. So findet das Adventskonzert mit Solisten, Vokalensemble und Kantatenorchester der Musikakademie am 1. Dezember in der Kirche statt.

Begeisterung und Benefiz
Neben der Musik wird das Spektrum der Angebote auch erweitert. Am 6. November spricht um 19.30 Uhr der aus den Medien bekannte Ordensmann Bruder Paulus Terwitte zum Thema „Wozu der christliche Glaube begeistert“.  Im November gibt es außerdem ein Benefizkonzert zugunsten der Anna Maria und Hans Schindler Stiftung mit „Kassel Brass“ und Thomas Pieper an der Orgel.

 

Kulturpreisträger Elisabethkirche
Die Elisabethkirche ist als Innenstadtkirche am Friedrichsplatz mit der denkmalgeschützten Bosch-Bornefeld-Orgel ein Ort der „Experimente und Kooperationen mit dem Ziel, die große Vielfalt der Kirchenmusik für viele Menschen zu ermöglichen “, so Projektleiter Marcus Leitschuh.
Stolz ist man, dass die Elisabethkirche Ende 2017 den Sonderpreis des Kasseler Kulturförderpreises „für kontinuierliche künstlerische und musikalische Programmgestaltung auf höchstem Niveau“ bekommen hat. Regionalkantor Thomas Pieper: „Das spornt uns an, auch weiterhin Kultur, Liturgie und Experiment in Elisabethkirche als Teil der Kasseler Kulturszene für alle Bürgerinnen und Bürgern einzubringen.“

Zweimal Requiem in der Rosenkranzkirche
„In der Rosenkranzkirche steht die geistliche Musik im Mittelpunkt und erfreut sich großer Beliebtheit. Musik innerhalb und außerhalb der Liturgie knüpft an eine lange kulturelle Tradition unserer Kirchen an und öffnet immer wieder Herz und Seele“, so Thomas Pieper.

5. August: Konzert für Mezzosopran und Orgel
Das Programm in der Rosenkranzkirche beginnt am 5. August um 18 Uhr mit einem Konzert für Mezzosopran und Orgel.  Michaela Krusche wird von Thomas Pieper an der Orgel begleitet.

16. September: Requiem von Maurice Duruflé
Am 16. September ist die Version von Maurice Duruflé zu hören. Es musizieren u.a. das „Collegium Vocale an St. Marien“ mit Mitgliedern des Staatsorchesters Kassel und Ulrich Moormann an der Orgel.

28. Oktober: Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart
Im Semesterkonzert der Musikakademie der Stadt Kassel »Louis Spohr« ist dann das „Requiem“ von Wolfgang Amadeus Mozart am 28. Oktober zu hören.

Ausblick Januar 2019: „Night of Candles and Carols“
Auch den Termin für die so beliebte „Night of Candles and Carols“sollte man sich mit dem 13. Januar 2019 schon vormerken. Fortgesetzt wird auch die Reihe „Orgelmatinée“ mit wechselnden Organisten, die einmal im Monat nach dem Sonntagsgottesdienst um 12 Uhr ein halbstündiges Konzert geben. Außerdem werden die Weihnachtstage und besondere Sonntagsgottesdienste mit festlicher Musik gestaltet.

Infos unter: www.facebook.de/kirchenmusik.kassel und www.st-elisabeth-kassel.de

Das erste ökumenische Frauenmahl am 8. September

Frauen treffen sich zu einem festlichen Essen und Tischgesprächen. Genuss trifft auf tiefgreifende Themen, Zuhören auf Austausch – beim 1. Ökumenischen Frauenmahl in der Evangelischen Akademie Hofgeismar am Samstag, 8. September 2018, 16 bis 21:30 Uhr.

Inhaltlich stehen unterschiedliche Aufbrüche im Mittelpunkt.
Engagiert, kompetent, vielleicht auch provokant, auf jeden Fall pointiert geben prominente Frauen unserer Region Impulse und Anregungen für die Tischgespräche: Dr. Kerstin Wolff, Historikerin, Stiftung Archiv der dt. Frauenbewegung, Kassel, spannt den Bogen vom gewagten Aufbruch Frauenwahlrecht vor 100 Jahren zu Ilona Friedrich, die 2017 einen beruflichen Aufbruch wagte und als erste Frau das Bürgermeisteramt der Stadt Kassel übernahm. Pastorin und Publizistin Cornelia Coenen-Marx entwirft eine Vision von Kirche als Streiterin und Plattform für gelingendes Miteinander. Was für Integration und eine gemeinsame Zukunft notwendig ist, davon spricht Ayşe Güleç, Pädagogin, aktivistische Forscherin an den Schnittstellen Anti-Rassismus, Kunst und Migration, Kassel. Christlicher Glaube spricht von einem neuen Morgen. Schöpferische Impulse dieser Hoffnung beschreibt Prof. Dr. Mirja Kutzer, kath. Institut an der Universität Kassel. Das Frauenmahl wird begleitet durch die Saxophonistin Elisabeth Flämig. Interessante Vorträge treffen auf meditative Musikelemente und ernste Themen auf heiteres Saxophonspiel.

Ökumenisch
Die Veranstalterinnen Evangelische Akademie Hofgeismar und Katholische Kirche Kassel setzen den Akzent bewusst auf ökumenisch: „Wir laden alle Frauen ein, über Aufbrüche in Gesellschaft, Kirche und persönlichem Leben nachzudenken. Wunderbar verwöhnt bei Musik und einem festlichen Mahl in Synodalsaal.“

Programm & Anmeldung
Das ausführliche Programm sowie die Möglichkeit zur Onlineanmeldung finden Sie weiter unter per Download-Bereich-Link.
Anmeldungen per E-Mail an ev.akademie.hofgeismar@ekkw.de sind unter Angabe der Tagungsnummer 18052 möglich (bitte vollständige Adresse angeben). Wahlweise können Sie auch das dem Download-Programm angefügte Formular drucken, ausfüllen und an die angegebene Nummer faxen.

Tagungskosten
€ 40,00 pro Person inkl. Tischgetränken
SchülerInnen/Studierende/Auszubildende bis 35 Jahre erhalten 50 % Ermäßigung.
Nicht in Anspruch genommene Leistungen werden nicht erstattet. Ermäßigungen aus sozialen Gründen können in Ausnahmefällen auf Antrag gewährt werden. Die Tagungskosten sind bei Anreise zu begleichen (Barzahlung oder EC-Karte).

Interreligiöser Altstadtgang zwischen Fürsorge, Zedaka und Zakat

Foto (Stefan Ahr): Büste von Adolph Kolping
im Kasseler Regionalhaus Adolph Kolping

"Den Armen zu geben vergesst nicht" - Auf den Spuren der drei Religionen Christentum, Judentum und Islam spazieren wir zum Thema "Fürsorge" durch Kassels Altstadt am 24. September 2018. Beginnend um 16.30 Uhr am Kolpinghaus (Die Freheit 2), erfahren und erleben wir exemplarisch, was die drei Religionen zum Thema sagen und wie sie sich in ihren Glaubensvollzügen den Armen zuwenden. Dabei werden verbindende Aspekte ebenso deutlich wie eigene Akzente. Der Spaziergang endet an der Moschee in der Jägerstrasse.

Anmeldung
Um Anmeldung in der Geschäftsstelle des Ev. Forums (Tel.: 0561-28760-21 oder per mail an ev.forum.kassel@ekkw.de wird gebeten.

Veranstalter:
Der interreligiöse Altstadtgang wird organisiert von dem Kirchenpädagogiknetz Nordhessen, dem Evangelischen Forum und der Katholischen Kirche Kassel.

Spitzengespräch von Katholikenratsvorstand, Bistumsleitung und Dechanten

Foto (M. Ziegler): Diözesanadministrator Weihbischof K.H. Diez
mit dem Vorstand des Katholikenrates und weiteren Vertretern
der Bistumsleitung, Dechantenkonferenz,
ehem. stellv. Priesterratssprecher

 

„Wir danken Diözesanadministrator Weihbischof Prof. Dr. Diez und den Vertretern der Bistumsleitung und Mitgliedern der Dechantenkonferenz für die gute Zusammenarbeit der letzten Jahre und wünschen uns auch für die jetzt anstehende Vakanzzeit eine fruchtbare Fortsetzung“, so der Katholikenrats-vorsitzende Steffen Flicker.

Einstellungsvoraussetzung für kirchliche Berufe
Schwerpunkt des Gespräches war das Urteil des Europäischen Gerichtshofes zur Kirchenmitgliedschaft als Einstellungsvoraussetzung für kirchliche Berufe. Die Kirchenmitgliedschaft, so der stellvertretende Diözesanadministrator Domkapitular Prof. Dr. Stanke, werde auch weiterhin Einstellungsvoraussetzung für Leitungstätigkeiten in der Kirche sowie den unmittelbaren Verkün-digungsdienst bleiben. Der Europäische Gerichtshof habe in seinem Urteil bestätigt, dass Kirchen grundsätzlich berechtigt sind, im Rahmen der Einstellung nach der Religionszugehörigkeit von Stellenbewerbern zu differenzieren. Dem Europäischen Gerichtshof komme es allerdings darauf an, dass grundsätzlich niemand vom Zugang zu einem Beruf ausgeschlossen werde. Deshalb würden derzeit von den Bistümern deutschlandweit Kriterien für Einstellungsverfahren entwickelt. Zukünftig könnten diese Einstellungskriterien dann auch von den zuständigen Gerichten überprüft werden. Als Sonderfall nannte Domkapitular Steinert allerdings den Kirchenaustritt, der auch weiterhin als bewusste, Nicht-Identifizierung mit den Zielen der katholischen Kirche gewertet werde.

Handreichung zum Kommunionempfang
Intensiv wurde über die von der Deutschen Bischofskonferenz geplante pastorale Handreichung zum Kommunionempfang evangelischer Ehepartner gesprochen. Der Katholikenratsvorstand schätze Inhalt und die Zielrichtung der pastoralen Handreichung wert, drückte aber gleichzeitig seine Sorge aus, dass die öffentliche, bis nach Rom reichende Auseinandersetzung um dieses Papier nicht den Ruf einzelner Bischöfe, insbesondere des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Kardinal Marx, beschädigen dürfe und dass es nun darauf ankomme, die Handreichung in einzelnen Diözesen konkret umzusetzen.

Weitere Themen
Weitere Themen des Gespräches waren die Reaktionen auf den Brief, den das Bistum an alle katholischen Haushalte versandt hat, der Stand der Entwicklungen zum Strategieprozess des Bistums, der Bericht aus der Dechantenkonferenz und der Ausblick auf die Pfarrgemeinderatswahl 2019.

Jahr der Taufberufung
Der stellvertretende Sprecher des Priesterrates Pfr. Sebastian Blümel dankte für die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Katholikenrat und Priesterrat. Nach der Emeritierung von Bischof Algermissen habe der Priesterrat allerdings sein Mandat eingebüßt. Aus diesem Grund verabschiedete sich Pfr. Blümel aus dem Gremium. „Im Gegensatz zum Priesterrat bleiben Katholikenrat und auch Kirchensteuerrat in Amt und Funktion. Wir werden die Vakanzzeit auch weiterhin in guter Solidarität mit unserer Bistumsleitung gestalten. Wir freuen uns, dass das Bistums zu einem Jahr der Taufberufung aufruft und werden uns an der Umsetzung beteiligen“, so Steffen Flicker abschließend.

Die Grenze Europas darf keine Grenze des Todes sein

Anlässlich der Flüchtlingssituation im Mittelmeerraum erklärt der Ständige Rat auf seiner heutigen Sitzung am 26. Juni 2018 in Berlin:   

Politische Interessen werden auf Kosten von Menschenleben verfolgt
„Mehr als 13.000 schutzsuchende Menschen sind seit Anfang 2015 im Mittelmeer ertrunken, mehr als tausend bereits in diesem Jahr. In den vergangenen Wochen und Tagen hat sich die ohnehin prekäre Situation weiter verschärft. Rettungsschiffen wird das Anlegen in europäischen Häfen verweigert. So sollen Bemühungen zur Seenotrettung entmutigt werden, und politische Interessen werden auf Kosten von Menschenleben verfolgt.  

Die Grenze Europas darf keine Grenze des Todes sein
Wir erinnern daran, dass die Pflicht zur Rettung von Menschen in Seenot im Völkerrecht verankert ist. Entweder der Staat nimmt sich dieser Aufgabe selbst an oder er muss nichtstaatliche Organisationen handeln lassen und sie unterstützen. Wer beide Wege blockiert, nimmt Leiden und Tod von Flüchtlingen sehenden Auges in Kauf. Dem Trend, so zu handeln, widersprechen wir als Kirche mit Nachdruck. Die grundlegenden Standards der Humanität dürfen niemals zur Disposition gestellt werden. Die Grenze Europas darf keine Grenze des Todes sein. 

Gemeinsame Antworten im Geiste europäischer Solidarität sind notwendiger denn je
Die dramatische Situation im Mittelmeer zeigt: Gemeinsame Antworten im Geiste europäischer Solidarität sind notwendiger denn je. Die Staaten im Süden der Europäischen Union dürfen nicht alleingelassen werden. Anstelle nationalstaatlicher Egoismen braucht Europa eine faire Verantwortungsteilung, bei der jeder Staat seinen angemessenen Beitrag leistet.“ 

Bundesfreiwillige/r für Bahnhofsmission ab 1.9.2018 dringend gesucht!

Schon seit einigen Jahren werden die Ehrenamtlichen in der Ökumenischen Bahnhofsmission Kassel-Wilhelmshöhe durch Bundesfreiwillige unterstützt. Junge Menschen überbrückten dabei die Zeit bis zum Studium und leisteten dabei einen wichtigen Dienst für die Gesellschaft; ältere Bundesfreiwillige schnupperten so einmal in das Feld sozialer Arbeit herein.

Zu den Aufgabengebieten gehören

  • Erstgespräche mit Besucher*innen der Bahnhofsmission zur Klärung des Anliegens führen
  • Unterstützung von Ratsuchenden und/oder Weitervermittlung zu anderen Stellen
  • Hilfen am Zug beim Ein,- Aus- oder Umsteigen
  • Mitarbeit bei „kids on tour“
  • Telefondienst
  • Mitarbeit bei der Planung, Vorbereitung und Durchführung von Öffentlichkeitsveranstaltungen
  • Führen der Statistik
  • Anleitung von Praktikant*innen und Sozialstundenableister*innen
  • Mitarbeit bei Verwaltungsarbeiten
  • Aktive Teilnahme an Fortbildungen der Mitarbeitenden
  • Teilnahme an den regelmäßigen Teambesprechungen aller Mitarbeitenden

Gesucht:
Gesucht werden Mitarbeitende, die körperlich und geistig belastbar sind, Freude am Umgang mit Menschen haben und deren Problemen aufgeschlossen gegenüber stehen, gut zuhören und selbstständig handeln können. Die Bahnhofsmission bietet Mitarbeit in einem engagierten Team, regelmäßige Fortbildungen sowie ein spannendes Aufgabenfeld.

Ansprechpartnerin:
Interessierte an einer Mitarbeit als Bundesfreiwillige wenden sich bitte an: Karin Stürznickel-Holst, Tel. 0561-7004-221 oder karin.stuerznickel-holst@caritas-kassel.de

Informationen zur Kasseler Bahnhofsmission finden Sie auf den auf den Homepages des Diakonischen Werkes Region Kassel und des Caritasverbandes Nordhessen Kassel sowie unter

Du hast Spaß daran, ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren?

Du bist zwischen 18 und 27 Jahre alt und hast Lust dich in unserer Einrichtung zu engagieren?

Oder Du kennst wen, der Spaß daran hätte, ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren?

Du hast ...

  • Spaß an der Arbeit mit Jugendlichen,
  • an der Gestaltung von Werbemitteln
  • und Du willst auch mal in Büroarbeiten reinschnuppern?

Dann bist du bei uns genau richtig:
Denn das Kath. Jugendreferat in Kassel ist zuständig für Ministrantenarbeit, Gruppenleiterkurse, Events und vieles mehr ...

Taschengeld/Bildungsseminar
Du bekommst dafür ein monatliches Taschengeld von 410 € und fährst mehrere Male für eine Woche auf ein Bildungsseminar mit anderen FSJlern.

Start
Los geht's ab 01.08.2018 oder auch zu einem späteren Zeitpunkt.

Alles weitere kannst du gerne bei uns erfragen:
Interesse geweckt? Dann melde dich!

Katholisches Jugendreferat Kassel
Die Freiheit 2
34117 Kassel
jugendreferat.kassel@bistum-fulda.de
Tel.: 0561-7004 153

Wir freuen uns auf Dich!

Fahrt zum Jugendtreffen nach Taizé

Taizé ist ein kleiner Ort in Burgund/Frankreich. Junge Menschen aus der ganzen Welt strömen jährlich dorthin, um mit der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé zu beten und zu leben.

Komm mit nach Taizé!
Lass dich darauf ein und genieße eine Woche eine ganz besondere Atmosphäre, lerne Jugendliche aus allen Teilen Europas kennen und komme deinem Glauben auf die Spur.

Hinfahrt:
So. 30.09.2018 vorraussichtlich 05:30 Uhr in KS

Rückfahrt:
Sa. 04.10.2018 gg. 22:30 Uhr

Ankunft in Kassel:
05.10. gg. 08.00 Uhr morgens

Kosten:
150,- Euro (Aktive Verbandler und JuLeiCa-Besitzer erhalten 10,- € Rabatt.)

Alter:
ab 17 Jahren
(Jugendliche ab 15 Jahren können mit einer Aufsichtsperson mit.)

Veranstalter:
Kath. Jugendreferat Kassel
Rebecca Herud
Die Freiheit 2
34117 Kassel
Tel. 0561-7004 153
jugendreferat.kassel@bistum-fulda.de

Anmeldung bis 17. August:
Tel. 0561 / 7004-153
www.katholische-jugend-kassel.de
Mail: anmeldung.jugendreferat.hanau@bistum-fulda.de
FB: Kath. Jugendreferat Kassel

Dringend Fotomodelle gesucht für die PGR-Wahl 2019

Steffen Flicker, Vorsitzender des Katholikenrates, schreibt zur Fotoaktion:

Schicken Sie uns Ihr Foto!
Bitte schicken Sie uns ein oder zwei Bilder (möglichst) per E-Mail. Wir suchen eine bestimmte Anzahl Jugendliche, Frauen, Männer jeweils verschiedenen Alters. Es geht dabei mehr um den Gesichtsausdruck – die Qualität ist nicht entscheidend. Es kann auch ein Foto sein, dass Sie mit dem Smartphone gemacht haben. Wir sichten die Fotos und suchen Personen aus, die in ihrer Unterschiedlichkeit ausdrücken, was Kirche Sein heute bedeuten kann.

Wir laden Sie ein!
Aus den Einsendungen wählen wir ‚Models‘ aus, die wir zum Foto-Shooting nach Kassel einladen. Fotografiert wird Anfang August 2018. Bitte halten Sie sich jetzt schon frei Montag, 13. August, Gemeindezentrum der Katholischen Pfarrei Sankt Familia, Kölnische Str. 55, 34117 Kassel (Telefon 0561 15470). Sie erhalten eine detaillierte Anfahrtsbeschreibung von uns.

Das Shooting
Für die Fotos haben wir einen professionellen Fotografen engagiert. Wir suchen glaubwürdige, nicht gestellt wirkende schwarz-weiße Portrait-Fotos, die authentisch zeigen, wie unterschiedliche Gemeindemitglieder zuversichtlich und positiv nach vorne schauen. Da es sich um Portraitfotos handelt spielt die Kleidung keine Rolle. Zum Abpudern (kein Glanzlicht) steht eine Visagistin zur Verfügung.
Es gibt eine Spesen- und Aufwandsentschädigung in Höhe von je 50 Euro.

Sind Sie dabei?
Wir wollen mit dem Fototermin in Kassel Personen aus dem Bistum Fulda für die Wahlkampagne gewinnen. Werben Sie für das Shooting und geben Sie diese Info weiter! Wie wäre es mit einem Job als „Fotomodell“? Nur Mut! Bei Fragen wenden Sie sich an die Geschäftsstelle des Katholikenrates, Mathias Ziegler, Tel. 0661 87467. Senden Sie bis zum 15. Juli Ihr Foto an katholikenrat@bistum-fulda.de oder die Werbeagentur Crossmark, Beate Krainhöfner, Radilostraße 43, 60489 Frankfurt am Main: krainhoefner@crossmark.de

Wir melden uns bei Ihnen!

Pilgerreise 2019 der Exerzitienseelsorge Kassel nach Israel/Palästina

Foto. Makrodepecher / pixelio.de

Diese Reise vom 29. April bis 10. Mai 2019 will vor allem eine Begegnung mit der Person und der Botschaft Jesu an den jeweiligen Wirkungsstätte ermöglichen. Ein Schwerpunkt der Reise liegt bei der Frage nach dem Glauben Jesu, also auch nach seinen jüdischen Wurzeln.

Schwerpunkte:
- Pilgerreise zu Stätten des Lebens und Wirkens Jesu
- Biblische Impulse
- Begegnung mit Kultur und Religionen des Landes
- Elemente aus den Exerzitien (Meditations- und Schweigezeiten, Gottesdienste)

So geht es weiter: Vakanz des Bischofsstuhls und Wahl eines neuen Oberhirten. Weihbischof Diez ist jetzt Diözesanadministrator

Wenn der Bischofsstuhl von Fulda durch Emeritierung oder Tod des Diözesanbischofs vakant wird, geht nach der kirchenrechtlichen Vorgabe von can. 419 CIC die Leitung des Bistums auf den Weihbischof über. Eine Sedisvakanz (bischofslose Zeit) im Bistum Fulda trat vor dem Rücktritt von Bischof Heinz Josef Algermissen zuletzt am 23. Juli 2000 ein, als Erzbischof Dr. Johannes Dyba plötzlich verstarb.

Vakanz des Bischofsstuhls
Innerhalb von acht Tagen wählt das sechsköpfige Domkapitel einen Diözesanadministrator. Der Diözesanadministrator muss ein Priester von mindestens 35 Jahren sein. Dieser leitet dann das Bistum bis zur „Inbesitznahme“ des Bistums durch einen neuen Bischof. Der Diözesanadministrator darf keine grundlegenden Entscheidungen treffen, die einem neuen Diözesanbischof vorbehalten sind. Es gilt die Regel: Sede vacante nihil innovetur („Während der Sedisvakanz darf nichts verändert werden“; c. 428 § 1 CIC).

Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez ist jetzt Diözesadministrator
Das Fuldaer Domkapitel hat entsprechend dem vorgegebenen Verfahren am Samstag, 9. Juni, Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez zum Diözesanadministrator gewählt hat. Weihbischof Diez hat die Wahl angenommen. Bis zur Neubesetzung des Bischöflichen Stuhles leitet er nun die Diözese Fulda. Dabei gilt der Grundsatz, dass bis zur Neubesetzung des Bischöflichen Stuhles keine Veränderungen vorgenommen werden dürfen. Das Amt des Generalvikars ist mit Rücktritt des Bischofs erloschen. Der bisherige Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke wurde von Weihbischof Diez zum Ständigen Vertreter des Diözesanadministrators ernannt. Der Bischöfliche Stuhl von Fulda ist am vergangenen Dienstag, 5. Juni, im Zuge der Annahme des Rücktrittsgesuchs von Bischof Heinz Josef Algermissen durch Papst Franziskus vakant geworden. Auch die Bischofsvikare verlieren ihre Aufgaben. Im Unterschied zu den vorgenannten Ämtern bleibt das Amt des Offizials bzw. Gerichtsvikars und des Vizeoffizials bzw. Stellvertretenden Gerichtsvikars weiterbestehen; der Offizial und der Vizeoffizial müssen aber nach Amtsantritt des neuen Diözesanbischofs von diesem in ihrem Amt bestätigt werden. Die Rechte eines Weihbischofs bleiben von einer Sedisvakanz unberührt. Der Priesterrat hört auf zu bestehen und wird erst unter einem künftigen Bischof neu gebildet. Der Diözesanverwaltungsrat und der Kirchensteuerrat bestehen indes auch während der bischofslosen Zeit weiter.

Die Kandidatensuche
Nach can. 378 CIC soll sich ein Bischofskandidat durch „festen Glauben, gute Sitten, Frömmigkeit, Seeleneifer, Lebensweisheit, Klugheit sowie menschliche Tugenden“ auszeichnen. Er muss einen guten Ruf haben, wenigstens 35 Jahre alt sein, wenigstens seit fünf Jahren Priester sein, den Doktorgrad oder das Lizentiat in einer theologischen Disziplin an einer kirchlich anerkannten Hochschule erworben haben oder wenigstens in diesen Disziplinen wirklich erfahren sein.

Die Suche nach geeigneten Bischofskandidaten beginnt nicht erst mit der Vakanz einer Diözese. Vielmehr haben die Bischöfe alle drei Jahre eine Liste mit geeigneten Kandidaten aus dem Diözesan- und Ordensklerus einzureichen. Jeder Diözesanbischof kann auch von sich aus dem Apostolischen Stuhl entsprechende Namenslisten zusenden. Der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz hat 1974 beschlossen, alle drei Jahre solche Listen erstellen und dem Apostolischen Stuhl zukommen zu lassen.

Nach Eintritt der Sedisvakanz fordert der Päpstliche Nuntius in Berlin einen Bericht über die Lage im Bistum an, den der inzwischen gewählte Diözesanadministrator erstellt. Die Mitglieder des Domkapitels holen von verschiedenen Personen aus unterschiedlichen Bereichen Kandidatenvorschläge für das Bischofsamt ein und erstellen daraus eine Kandidatenliste. Über die Apostolische Nuntiatur wird diese Kandidatenliste nach Rom gesendet. Der Nuntius holt sodann im Auftrag des Papstes ausführliche und zuverlässige Informationen über die jeweiligen Kandidaten ein. Dazu werden anhand eines Fragebogens Laien, Priester und Ordensleute befragt, die den Betreffenden gut kennen. Danach reicht der Nuntius die Vorschlagsliste beim Papst ein, wobei er eine eigene Beurteilung abgibt und auch die Empfehlungen der anderen Bischöfe der Kirchenprovinz Paderborn (neben Fulda sind dies die Oberhirten von Paderborn, Magdeburg und Erfurt) berücksichtigt. Laut einer Bestimmung des Preußenkonkordats von 1929 haben außer dem Fuldaer Domkapitel auch die Bischöfe des ehemaligen Landes Preußen das Recht, dem Papst eine Kandidatenliste einzureichen. Dies sind neben Fulda die Diözesanbischöfe von Aachen, Berlin, Erfurt, Essen, Görlitz, Hamburg, Hildesheim, Köln, Limburg, Magdeburg, Münster, Osnabrück, Paderborn und Trier.

Wahl aus einer Dreierliste
Unter Berücksichtigung der dem Heiligen Stuhl übersandten Kandidatenlisten erstellt der Papst unter Mithilfe der Bischofskongregation eine Liste mit drei Kandidaten (die sogenannte Terna), die dann an das Fuldaer Domkapitel übersandt wird. Der Papst ist hinsichtlich der Terna nicht an die aus dem Bistum und dem Konkordatsgebiet eingereichten Vorschläge gebunden, sondern kann die Kandidaten vorschlagen, die er für die geeignetsten hält. Nach Eintreffen der Wahlliste in Fulda beruft der Domdechant das Domkapitel zur Bischofswahl ein. Dieses muss innerhalb von drei Monaten nach dem Eintreffen der Liste zur Wahl des neuen Oberhirten der Diözese schreiten; andernfalls kann der Heilige Vater frei einen Bischof ernennen.

Weiteres Prozedere bis zum Amtsantritt
Gemäß den Bestimmungen des Konkordats zwischen dem Heiligen Stuhl und Preußen aus dem Jahre 1929 muss nach erfolgter Wahl durch das Domkapitel durch Anfrage bei den zuständigen Landesregierungen erfragt werden, ob „Bedenken politischer Art gegen ihn“ bestehen. Da zum Bistum Fulda Gebiete in Hessen und in Thüringen gehören, werden diese beiden Landesregierungen vom Domkapitel nach der Wahl angefragt. Wenn die Landesregierungen mitteilen, dass keine Bedenken politischer Art bestehen (was heutzutage eine reine Formsache ist), wird das Domkapitel den Namen des gewählten Kandidaten nach Rom weiterleiten. Die Bekanntgabe der Ernennung des gewählten Bischofs durch den Papst erfolgt sodann an einem bestimmten Tag um 12 Uhr zeitgleich in Rom und in Fulda. Der neu ernannte Bischof leistet vor dem hessischen und thüringischen Ministerpräsidenten einen Treueeid. Sodann empfängt er, wenn er noch nicht zum Bischof geweiht ist, die Bischofsweihe durch den Metropoliten; für Fulda ist dies der Erzbischof von Paderborn. Der neue Bischof ergreift schließlich „Besitz von der Diözese“, indem er dem Domkapitel sein Ernennungsschreiben präsentiert. Dies erfolgt in feierlicher Weise in einem Gottesdienst im Hohen Dom zu Fulda zur Amtseinführung. Zuletzt war dies am 23. September 2001 beim Amtsantritt von Bischof Algermissen der Fall.


Stichwort: Domkapitel

Das Domkapitel ist das bei der Kathedralkirche des Bistums bestehende Priesterkollegium. Es ist eine juristische Person nach kirchlichem und staatlichem Recht. Das Fuldaer Domkapitel besteht aus dem Domdechanten und fünf residierenden Domkapitularen. Ferner gehören zum Domkapitel vier Dompräbendaten; diese sind rangniedere Domgeistliche, die an den gottesdienstlichen Aufgaben des Domkapitels teilhaben, aber nicht bei Sitzungen und Beschlussfassungen des Domkapitels mitwirken. Die Domkapitulare ernennt der Bischof abwechselnd nach Anhörung und mit Zustimmung, die Dompräbendaten nach Anhörung des Kapitels. Der Bischof kann auch Priester aufgrund ihrer Verdienste nach Einholung des Rates des Domkapitels zu Ehrendomkapitularen ernennen. Ehrendomkapitulare genießen die Ehrenrechte der Domkapitulare (insbesondere Titel und Chorkleidung), besitzen aber nicht deren sonstige Rechte und Pflichten.

Das Domkapitel ist für die feierliche Gestaltung der Gottesdienste im Hohen Dom verantwortlich. Der Domdechant und die residierenden Domkapitulare unterstützen darüber hinaus den Bischof in der Leitung der Diözese. Insbesondere nimmt das Domkapitel die Aufgabe des Konsultorenkollegiums wahr, welches der Bischof vor bestimmten wichtigen Entscheidungen um seinen Rat oder, sofern kirchenrechtlich geboten, um seine Zustimmung zu ersuchen hat. In Zeiten der Sedisvakanz des Bischöflichen Stuhls hat das Domkapitel gemäß dem Preußischen Konkordat von 1929 das Recht der Bischofswahl aus einer vom Papst vorgelegten Dreierliste. Wahlberechtigt sind der Domdechant und die residierenden Domkapitulare. Diese wählen zu Beginn der Sedisvakanz auch den Diözesanadministrator, der das Bistum bis zur Ernennung eines neuen Bischofs durch den Papst verwaltet.

Dem Fuldaer Domkapitel steht der Domdechant vor. Dieser wird durch das Domkapitel gewählt und dann vom Diözesanbischof bestätigt. Dem Domdechanten obliegen unter anderem die Beaufsichtigung von Restaurierungsarbeiten sowie die Genehmigung von Veranstaltungen im Dom. Er ist auch für Dommuseum und Kirchenmusik zuständig. Dieses Amt hat seit August 2004 Prälat Prof. Dr. Werner Kathrein inne. Zuvor war Weihbischof Johannes Kapp seit Oktober 1980 Domdechant am Fuldaer Dom gewesen. Neben Domdechant Prof. Dr. Kathrein gehören dem Domkapitel als residierende Domkapitulare an: der bisherige Generalvikar Apostolischer Protonotar Prof. Dr. Gerhard Stanke, Offizial Prälat Prof. Dr. Lothar Wächter, Prälat Peter-Martin Schmidt, Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez und Personaldezernent Prälat Christof Steinert.

Quelle: Informationen Nr. 22 vom 5. Juni 2018 der Bischöflichen Pressestelle Fulda

Papst nimmt Amtsverzicht des Fuldaer Bischofs Heinz Josef Algermissen an

Papst Franziskus hat am Dienstag, 5. Juni, dem Hochfest des hl. Bonifatius, den Amtsverzicht des Bischofs von Fulda, Heinz Josef Algermissen, angenommen. Dies wurde in Rom und Fulda bekannt gegeben. Seit 2001 hatte der 75-Jährige die Geschicke der Diözese geleitet. Der päpstliche Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Nikola Eterović, gab die Annahme des Amtsverzichts in Fulda im Rahmen des traditionellen Priestertages der Diözese bekannt.

Menschen für Christus gewinnen
„An dieser Stelle möchte ich es nicht versäumen, dem Hirten dieser ehrwürdigen Ortskirche von Fulda im Namen des Heiligen Vaters und persönlich für seinen unermüdlichen Eifer zu danken, den er fast siebzehn Jahre ausgeübt hat“, so der Botschafter des Papstes. „Bischof Algermissen hat sich mit Eifer dafür eingesetzt, den christlichen Glauben in dieser Region Deutschlands zu lehren und mit seinem bischöflichen Wirken glaubwürdig vorzuleben. In seiner liebenswürdigen Art hat er es vermocht, Menschen für Christus zu gewinnen.“ Der Nuntius sprach Algermissen auch seinen Dank für seinen Beitrag in der Deutschen Bischofskonferenz aus, vor allem als stellvertretender Vorsitzender der Ökumenekommission und als Mitglied der Liturgiekommission sowie in der Unterkommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum. „Jedes Jahr im Herbst versammelt sich die Deutsche Bischofskonferenz hier in Fulda am Grab des Heiligen Bonifatius. Als Bischof dieser ehrwürdigen Diözese waren Sie stets ein aufmerksamer und großherziger Gastgeber, besonders auch für den Apostolischen Nuntius.“

Kardinal Marx: "segensreiches Wirken"
In einem Brief hebt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, die große Gastfreundschaft für die deutschen Bischöfe hervor, „die wir in all den Jahren Deines bischöflichen Dienstes erfahren durften. Es war Dir stets ein Anliegen, dass wir uns nicht nur wohl gefühlt haben in Fulda, sondern dass wir auch zu guten Diskussionen und Ergebnissen unserer Beratungen gekommen sind.“ Kardinal Marx dankt Bischof Algermissen für dessen Mitwirken in der Deutschen Bischofskonferenz: „Mit vielen Wortmeldungen hast Du die Beratungen bereichert. Dabei denke ich an Deine Arbeit als stellvertretender Vorsitzender der Ökumenekommission, Deine Mitgliedschaft in der Liturgiekommission und der Unterkommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum. Dein Engagement für Pax Christi wurde anlässlich Deines Geburtstags von vielen Seiten gewürdigt.“ Kardinal Marx schreibt weiter: „Ich hebe in Bezug auf Dein Schaffen das besondere Augenmerk für das ungeborene und sterbende Leben hervor: Das Leben vom Anfang bis zum Ende zu schützen, ist Dir – auch in öffentlichen Debatten – immer ein Herzensanliegen gewesen.“

Dechant Harald Fischer: ein Bischof der Humanität und der Menschenfreundlichkeit
Die katholische Kirche in Deutschland steht mitten in großen Umbrüchen. Bischof Algermissen hat versucht, darin in unserem Bistum konstruktive Impulse zu setzen. Für viele seiner Aktivitäten bin ich sehr dankbar, vor allem auch für sein eindeutiges und kompromissloses Eintreten für Gewaltlosigkeit, für Abrüstung und für Gerechtigkeit. Auch in der Flüchtlingsfrage hat Bischof Algermissen eine klare Position der Humanität und der Menschenfreundlichkeit eingenommen. Da habe ich mich immer sehr unterstützt gewusst. Ich habe ihn persönlich als glaubwürdig und engagiert erlebt. In der innerkirchlichen Reformdebatte allerdings hätte ich mir von ihm noch mehr Mut gewünscht, offen für notwendige Reformen einzutreten, zum Beispiel bei der Frage nach dem Pflichtzölibat oder der Frauenordination.

Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez: Bischof Algermissens wacher Blick für die Zeichen der Zeit
„Bischof Algermissen hat einen wachen Blick für die Zeichen der Zeit bewiesen, und ihm ist es ein Anliegen gewesen, durch Missionierung und Neuevangelisierung Antworten auf diese Zeichen zu finden“, betonte Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez, der nun bis zur Wahl eines Diözesanadministrators in den kommenden Tagen das Bistum leitet. Die Verkündigung der Botschaft vom Reich Gottes in die moderne Gesellschaft habe für Algermissen aber auch bedeutet, Mahner zu sein, Korrekturen anzubringen und auf den rechten Weg zu weisen.

Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke: die würdige Gestaltung der Liturgie war Bischof Algermisen sehr wichtig
„Bischof Algermissen hat mir, seinem Generalvikar, großes Vertrauen geschenkt. So hatte ich einen weiten Spielraum im Blick auf Entscheidungen, die zu treffen waren“, stellte Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke heraus, dessen Amtszeit mit der des Bischofs endet. „Alle wichtigen Fragen habe ich ihm natürlich vorgelegt; dabei hatte ich immer den Eindruck, dass er meine Vorschläge ernst genommen und meistens auch angenommen hat.“ Prof. Stanke ist in guter Erinnerung, dass Bischof Algermissen großen Wert auf eine würdige Gestaltung der Liturgie gelegt hat. „Außerdem hat er dadurch, dass er die strategischen Ziele Bistum 2030 in Kraft gesetzt hat, eine Richtung vorgegeben, in der die Pastoral in unserem Bistum angesichts der Veränderungen in Kirche und Gesellschaft gestaltet werden soll.“

Vita

Bischof Algermissen wurde am 15. Februar 1943 in Hermeskeil bei Trier geboren. Nach dem Abitur 1963 studierte er Philosophie und Theologie in Freiburg und Paderborn. In Paderborn wurde er am 19. Juli 1969 von Kardinal Lorenz Jaeger zum Priester geweiht. Nach mehrjähriger Seelsorgetätigkeit als Vikar in Bielefeld und Meschede wurde er 1980 Pfarrer in Bielefeld-Schildesche. Von 1974 bis 1980 war er auch Studentenpfarrer an der Universität Paderborn. 1984 wurde er Dechant des Dekanates Bielefeld und 1991 Regionaldekan der Seelsorgeregion Minden-Ravensberg-Lippe. Als Pfarrer im überwiegend protestantisch geprägten Bielefeld setzte Algermissen ökumenische Akzente. Mit gemeinsamen theologischen Bildungs- und Bibelwochen trug er sehr zum Miteinander von katholischen und evangelischen Christen bei. Er leitete von 1989 bis 1996 die Ökumene-Kommission des Erzbistums. Von 1994 bis 1998 war er zudem geschäftsführender Vorsitzender des Priesterrates.

Im Juli 1996 wurde Algermissen von Papst Johannes Paul II. zum Titularbischof von Labicum (einem erloschenen Bischofssitz in Italien) und Weihbischof in Paderborn ernannt. Die Bischofsweihe empfing er am 21. September 1996 durch den Paderborner Erzbischof und späteren Kardinal Dr. Johannes Joachim Degenhardt. Als Bischofsvikar war er für Ordens- und Säkularinstitute und Gesellschaften des Apostolischen Lebens zuständig. Seit 1997 war er auch Diözesanrichter am Erzbischöflichen Offizialat. Im Mai 1999 wurde er ins Paderborner Metropolitankapitel berufen.

Am 20. Juni 2001 wurde Algermissen von Papst Johannes Paul II. zum Bischof von Fulda ernannt und am 23. September in sein Amt eingeführt. Im November 2002 wurde er auf Vorschlag der Bischofskonferenz zum Präsidenten von Pax Christi gewählt und ist seit 2003 zudem Vizepräsident des Maximilian-Kolbe-Werkes. Seit 2003 ist er auch Komtur mit Stern im Ritterorden vom Hl. Grab zu Jerusalem. Bischof Algermissen ist Mitglied im Cartellverband katholischer deutscher Studentenverbindungen bei Wildenstein Freiburg, Guestfalo-Silesia Paderborn und Adolphiana Fulda.

In der Deutschen Bischofskonferenz gehörte Algermissen der Liturgiekommission und der Ökumenekommission an, deren stellvertretender Vorsitzender er war.

Dem heute immer deutlicher werdenden Problem des Priester- und Gläubigenmangels hatte der Oberhirte durch Einleitung des Pastoralen Prozesses 2002 Rechnung getragen, der seit 2006 zur Errichtung von mittlerweile 43 Pastoralverbünden in zehn Dekanaten führte. Pfingsten 2017 setzte Algermissen die „Strategischen Ziele zur Ausrichtung der Pastoral im Bistum Fulda“ in Kraft, durch die bis 2030 das Leben der Kirche und ihre Zukunftsfähigkeit gestaltet werden soll. Die Kirche leide heute laut Algermissen oft an mangelndem religiösen Wissen und Gleichgültigkeit selbst bei vielen Gläubigen. „Wenn viele heute einen immer dichteren Vorhang vor den Himmel ziehen und die Emanzipation von Gott zum Programm erklären, sind wir dringend zur Gegenbewegung aufgerufen“, zeigte sich der Bischof überzeugt.

Quellen:
Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz vom 5. Juni 2018
Informationen Nr. 22 vom 5. Juni 2018 der Bischöflichen Pressestelle Fulda

60 kg Gold-Handys abgegeben – Missio sagt danke – Sammlung geht weiter

Gesammelte Mobiltelefone vor dem Versand (Foto: Privat)

Da machen wir auf jeden Fall mit!“. So haben viele Menschen auf die „Woche der Goldhandys“ im seit September reagiert. Im Dekanat Kassel-Hofgeismar wurde im Regionalhaus Adolph-Kolping und in verschiedenen Pfarreien die Recycling-Aktion durchgeführt.

Über 60 kg Althandys 
Über 60 kg Althandys wurden bereits dem zertifizierten Entsorger „Mobile Box“ im Auftrag von missio-Aachen zugeführt. Wer sein nicht mehr genutztes Smartphone für missio gespendet hat, hilft doppelt. Denn erstens recycelt Mobile-Box die in den Althandys enthaltenen Rohstoffe fachgerecht und zweitens kommt für jedes eingeschickte Handy bis zu einem Euro der „Aktion Schutzengel“ von missio zugute.

Erlös für Überlebende im Kongo-Bürgerkrieg
Mit dem Erlös werden in der Demokratischen Republik Kongo Überlebende des Bürgerkrieges unterstützt. Eine Ursache des blutigen Konflikts sind die wertvollen Mineralien wie Gold und Coltan, die die Rebellen illegal außer Landes bringen, um ihren Krieg zu finanzieren – und, die für die Produktion von Mobiltelefonen gebraucht werden. Missio-Aachen fördert im Kongo den Aufbau von Trauma-Zentren und engagiert sich mit der Aktion Schutzengel für Handys ohne Konfliktmineralien.

Im Regionalhaus Adolph-Kolping (Die Freiheit 2; Kassel) werden weiterhin Althandys entgegengenommen.

Das Exerzitienprogramm online

Kirche der Brotvermehrung, Vorplatz, Tabgha, Israel.
Foto: Grauesel auf wikivoyage shared, CC BY-SA 3.0
 

Das Programm 2018 der Exerzitienseelsorge im Bistum Kassel ist online: Es begannt mit dem Besinnungswochenende im Januar: "Ich danke dir, dass du mich so wunderbar gestaltet hast. Ich weiß: Staunenswert sind deine Werke! (Ps 139,14)".

Bibliodramen zur Fasten- und Adventszeit, mit Bibel und Rucksack, ein Glaubenswochenende, Exerzitien in Tabga und die Pilgerreise für Senioren nach Israel/Palästina, Exerzitien im Alltag und Einzelexerzitien mit Gemeinschaftselementen sind die Angebote an "geistlichen Übungen", die in Stille und unter Anleitung eine Einübung in Glauben und Gebet ermöglichen sollen, bei denen Sie Exerzitienseelsorger Pfr. Harald Fischer und Anette Leibold, Dipl. theol. Ehe-, Familien-, Lebensberaterin, begleiten werden.

Papst Franziskus: Die Migranten und Flüchtlinge aufnehmen, beschützen, fördern und integrieren

Bild: fotolia.com

Von Beginn seines Pontifikats an hat sich Papst Franziskus immer wieder für die Aufnahme und Unterstützung von Menschen auf der Flucht eingesetzt. In seiner Botschaft zum "Welttag des Migranten und des Flüchtlings 2018" fordert er sehr konkret, "die Sicherheit der Personen stets der Sicherheit des Landes voranzustellen".

Etwas weiter unten können Sie die Botschaft des Papstes als pdf herunterladen,
zur Verfügung gestellt von der Deutschen Bischofskonferenz.

Wir sehen in jedem Menschen Christus selbst
In seiner Predigt am Christkönigssonntag, 26. November, nimmt Dechant Harald Fischer das Tagesevangelium vom "ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen" und Papst Franziskus' Botschaft zum Welttag des Migranten und des Flüchtlings 2018 zum Anlass, sich mit dem radikalen Zentrum unseres christlichen Glaubens auseinanderzusetzen: die einfache, klare, konkrete Hinwendung zu den Armen, den Fremden, den Obdachlosen, den Kranken. In ihnen begegnen wir dem lebendigen Jesus Christus.

Die Bahnhofsmission sucht Helfer/innen für Kinder auf Bahnreisen

Foto: v.l. Irene Witzel und Iwan Schober dokumentieren
die Übergabe. (Foto: Karl Widdekind)

Kids on Tour ist ein Angebot der Bahnhofsmission für Kinder, deren Eltern an unterschiedlichen Orten leben. Mal sind es Alleinerziehende, die ihr Kind zum Vater, zur Mutter oder zu Oma und Opa verreisen lassen möchten, mal sind es beruflich fest gebundene Elternteile, die ihr Kind nicht selber auf der Reise begleiten können. Die Bahnhofsmission sorgt hier mit Kids on Tour für Entlastung, begleitet die Kinder auf der Reise und sichert deren Übergabe.

Wer kann am Freitag- und Sonntag-Nachmittag einen Dienst in der Bahnhofsmission übernehmen?
Reisetage für ein Wochenende beim anderen Elternteil sind üblicherweise am Freitag und Sonntagnachmittag. Für die begleiteten Reiserouten von West nach Ost und Nord nach Süd bzw. umgekehrt reicht die bisherige Zahl der ehrenamtlich Mitarbeitenden in Kassel nicht mehr aus. "Daher suchen wir dringend freundliche, zuverlässige und engagiert Mitarbeitende für den Aufbau eines zweiten Teams für Kids on Tour“, sagt die Leiterin der Bahnhofsmission Karin Stürznickel-Holst: "Wir suchen Menschen, die bereit sind, am Freitag- und Sonntag-Nachmittag einen Dienst in der Bahnhofsmission zu übernehmen."

Gründliche Einarbeitung
Dafür erhalten neue Mitarbeitende eine gründliche Anleitung und Einarbeitung in dem sehr lebendigen Team mit großem Gestaltungsspielraum. Denn für alle Mitarbeitenden der Bahnhofsmission sind regelmäßige Teamsitzungen sowie externe und interne Fortbildungen zu psychosozialen und rechtlichen Fragen selbstverständlich.

Ansprechpartnerin:
Interessierte melden sich bei Karin Stürznickel-Holst oder Annette Blumöhr in der Bahnhofsmission Kassel, Willy Brandt Platz 1, 34131 Kassel gern auch via Mail: kassel@bahnhofsmission.de.

Hintergrund:
Die Bahnhofsmissionen sind mit ihren mehr als 2.300 haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden zentrale Knotenpunkte des sozialen Netzes in den Städten und an den Bahnhöfen. Sie helfen jedem, sofort, gratis und ohne Anmeldung oder Voraussetzungen – häufig zu Uhrzeiten, zu denen andere Hilfe nicht erreichbar ist. Das tun sie seit inzwischen weit über hundert Jahren und an derzeit mehr als hundert Orten in Deutschland. Die Bahnhofsmissionen sind Einrichtungen der Evangelischen und der Katholischen Kirche. Ihre Arbeit lebt von dem Engagement der festangestellten und der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer. In zunehmenden Maß sind die Bahnhofsmissionen auf Spenden angewiesen.

Mobile Schuldner- und Budgetberatung für ältere Menschen

(Bild: fotolia.com)

Immer häufiger geraten ältere Menschen in die Schuldenfalle. Verändernde Lebens- und Einkommensverhältnisse, niedrige Renten, hohe Mieten und zusätzliche finanzielle Belastungen durch gesundheitliche Einschränkungen können Ursachen sein.

Der gewohnte Lebensstandard kann nicht aufrecht erhalten werden
Oft stellen Menschen erst mit Eintritt in die Rente fest, dass sie nicht in der Lage sind, ihren gewohnten Lebensstandard aufrecht zu halten. Eine frühzeitige Beratung kann hier helfen. Obwohl zu den 10 % Erwachsene, die in Deutschland ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen können, viele ältere Menschen gehören, ist ihr Anteil in den Schuldnerberatungsstellen gering. Zum einen ist das Thema Finanzen, aufgrund von deren Sozialisation und Wertvorstellungen ein mit Scham besetztes Thema, zum anderen kann eine eingeschränkte Mobilität das Aufsuchen einer Beratungsstelle erschweren.

Das Einkommen halbiert sich mit dem Renteneintritt
In den nächsten Jahren wird sich aufgrund des demographischen Wandels und des sinkenden Rentenniveaus die Problematik noch verstärken. Im Jahr 2012 lag das Rentenniveau bei 49 % des letzten erzielten Erwerbsnettoeinkommens, das heißt, dass Einkommen hat sich mit dem Renteneintritt praktisch halbiert.

Kostenfreie Beratung
Viele Menschen suchen die Beratungsstelle erst dann auf, wenn die letzten Ersparnisse aufgebraucht und Miet- und Energiekosten nicht mehr gezahlt werden können. In dieser Situation ist kein großer Handlungsspielraum mehr gegeben. Damit es erst gar nicht so weit kommt und um auch Menschen Hilfe anbieten zu können, die aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Lage sind, eine Beratungsstelle aufzusuchen, wird vom Caritasverband Nordhessen-Kassel e.V. ein neues Beratungsangebot, die „Mobile Schuldner- und Budgetberatung für ältere Menschen“ aufgebaut. Die Beratung ist kostenfrei.

Zusätzliche offene Sprechstunde
jeweils mittwochs von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Für die mobile Schuldner- und Budgetberatung für ältere Menschen bietet der Caritasverband Nordhessen-Kassel e.V. ab dem 1. März eine zusäzliche offene Sprechstunde jeweils mittwochs von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr an.

Bitte Termin vereinbaren
Interessierte, die mobilitätseingeschränkt sind, können einen Termin für einen Hausbesuch unter der Telefonnummer 0561-7004-216 verabreden.

Beratungsort und Ansprechpartnerin:
Die Beratungsstelle befindet sich im Caritasverband, Die Freiheit 2, 34117 Kassel.
Ansprechpartnerinnen sind Karin Stürznickel-Holst, Tel. 7004-221 und Birgit Branß Tel. 7004-216.

Werbung für einen Berufsweg in der Kirche

„Den Entscheidungen zum Priestertum, aber auch zur Ehe geht ein Ruf, eine Berufung voraus. Es ist eine Lebensentscheidung, die nicht einfach willkürlich getroffen werden sollte“, betont Seelsorgeamtsleiter Pfarrer Thomas Renze.

Vielfalt der kirchlichen Berufe
Deshalb wirbt das Bistum Fulda mit einem neuen Internetauftritt für die Berufe der Kirche und macht auf verschiedene Lebensformen wie beispielsweise Priester, Ordensmann und Ordensfrau oder die christliche Ehe aufmerksam. Die Berufe der Kirche seien keineswegs unattraktiv oder uninteressant, allerdings müsse in der Öffentlichkeit mehr auf ihre Vielfalt hingewiesen werden. „Manchmal bedarf es dieser Aufmerksamkeit, um das Interesse und den Ruf zu wecken. Viele engagieren sich im Umfeld ihrer Kirchengemeinde – daraus kann auch mehr erwachsen“, zeigt sich Pfarrer Renze überzeugt.

Lebensgeschichten
Die Homepage bietet auch die Möglichkeit, direkt mit Personen aus den verschiedenen Berufen und Lebensbereichen in Kontakt zu kommen. „Sicher ist es interessant zu erfahren, wie ein Priester seinen Weg gefunden hat“, so Uffelmann „Die Internetseite ist nicht starr; im Laufe der Zeit werden viele Dinge ergänzt, zum Beispiel Filmportraits der Berufe, oder es wird auf Veranstaltungen hingewiesen. Es lohnt sich also immer wieder auf, unserer Internetpräsenz vorbeizuschauen“, so der Referent weiter.

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