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SAMSTAGS-17: der Impuls vom 26. September im Video

FrauenDemo „Exodus – wir befreien uns“ am 24. September in Fulda
(Foto: Hagen Gebauer)

Wo würde sich heute ein Bischof mit seiner Berufung und seiner Qualifikation sehen, wäre er eine Frau? Dieser starken Frage geht Pastoralreferent Stefan Ahr im aktuellen Impuls SAMSTAGS-17 nach: Während der Corona-Pandemie sagen und schreiben Dechant Martin Gies, Pastoralreferent Stefan Ahr und Pastoralreferentin Beatrix Ahr im wöchentlichen Wechsel, was sie in dieser besonderen Zeit beobachten, was sie nachdenklich stimmt, was ihnen Sorgen bereitet, ihnen Mut macht und was sie anregt.

Der aktuelle Impuls:

  • Impuls 28 von Pastoralreferent Stefan Ahr ab Samstag, 26. September, 17 Uhr:
    Es ist Zeit für einen Perspektivwechsel
    „Ich meine, es ist an der Zeit alle Möglichkeiten zu nutzen, die das Kirchenrecht schon heute gibt – etwa auf der Leitungsebene in den Ordinariaten und warum werden nicht zur Frühjahrskonferenz der Bischöfe mindestens 30 Frauen aus unterschiedlichen Bereichen unserer Kirche eingeladen um mitzudiskutieren über den Weg unserer Kirche." … [ Impuls 28 ab 26. September, 17 Uhr ] ...
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    :: aufgenommen in der Kapelle des Elisabeth-Krankenhauses, Kassel
    :: An der Orgel spielt Regionalkantor Thomas Pieper die Fantasia con Imitazione (BWV 563) von Johann Sebastian Bach (1685 - 1750).

21./22. September: Ausstellung über verfolgte Christen

Ab Dienstag, dem 22. September 2020, ist in der Kirche St. Joseph in Kassel am Rothenberg (Nähe Marienkrankenhaus) die Ausstellung „Verfolgte Christen weltweit“ des internationalen katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“ zu sehen.

Länder und Ursachen der Christenverfolgung
In der Schau werden einige Länder vorgestellt, in denen Christen besonders unter Diskriminierung, Unterdrückung und Verfolgung leiden. Die Ausstellung erläutert in kurzen Texten maßgebliche Ursachen der Christenverfolgung und zeigt in eindrucksvollen Bildern, wie Christen trotz Verfolgung treu zum Glauben stehen und das kirchliche Leben in den jeweiligen Ländern blüht. Das Hilfswerk „Kirche in Not“ setzt sich insbesondere für unterdrückte und verfolgte Christen ein.

Eröffnungsvortrag
Am Montag, 21. September, wird Stefan Stein, Referent bei „Kirche in Not“, über die weltweite Christenverfolgung sprechen und einige Brennpunktländer vorstellen. Der Vortrag beginnt um 18:00 Uhr in der Kirche St. Joseph (Marburger Str. 87 – ganz in der Nähe des Marienkrankenhauses). Der Eintritt ist frei. Bitte beachten Sie die aktuellen Abstands- und Hygienebestimmungen.

Benefizkonzert
Im Rahmen der Ausstellung findet auch ein Benefizkonzert zu Gunsten von „Kirche in Not“ statt. Am Sonntag, 27. September 2020, ab 12:00 Uhr spielen Marius Beckmann und Moritz Unger freie Improvisationen zu vier Händen auf der Denkmalorgel.

Aktuell: Nigeria, Bukina Faso, Pakistan, Irak, Syrien
Wie aktuell das Thema „Christenverfolgung“ ist, zeigen Beispiele aus Nigeria und Burkina Faso, wo es wiederholt zu Angriffen auf Kirchen und Gläubige kommt. Seit 2009 verübt in Nigeria die islamistische Terrorgruppe „Boko Haram“ vor allem im Nordosten des Landes gezielt Anschläge auf Kirchen und kirchliche Einrichtungen. Sie verfolgt das Ziel, in Nigeria einen islamischen Gottesstaat zu errichten, und will dazu alle christlichen Spuren auf nigerianischem Boden auslöschen. Millionen sind vor dem Terror auf der Flucht.
Aber auch in anderen Teilen der Welt können Christen ihren Glauben nur unter Gefahren und großen Einschränkungen leben, wie zum Beispiel in Pakistan. Hier hat vor allem der Fall um die Katholikin Asia Bibi weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Sie war wegen mutmaßlicher Beleidigung des Propheten zum Tod verurteilt worden und wurde erst nach achtjähriger Gefangenschaft freigesprochen.
Das Christentum im Irak und in Syrien droht nach jahrelangem Terror und Krieg sogar auszusterben. Viele Christen sind auf der Flucht oder leben in Flüchtlingslagern – in einer Region, in der die Wurzeln des Christentums bis in die Zeit der Urkirche zurückreichen.

Eintritt frei / Spenden
Der Eintritt zu der Ausstellung ist frei. Spenden für die Arbeit des Hilfswerks „Kirche in Not“ helfen mit, das Christentum besonders im Nahen Osten vor dem vollständigen Verschwinden zu bewahren.

Dauer
Die Ausstellung kann bis zum Mittwoch, 28. Oktober 2020, täglich zu den Öffnungszeiten der Kirche St. Joseph besichtigt werden.

Ökumenischer Pilgerweg am „Tag der älteren Menschen“

Alle wünschen sich, unbesorgt alt zu werden. „Manche Sorgen werden im Alter jedoch drängender, vor allem wenn man arm, krank, einsam und fremd ist. Mitmenschlichkeit lässt diese Sorgen teilen“, sagt Pastoralreferentin Beatrix Ahr.

Beispielhaft vier Orte in Kassel:
Beim 4. Ökumenischen Pilgerweg am 1. Oktober werden beispielhaft vier Orte in Kassels Innenstadt besucht, die für ältere Menschen Gemeinschaft, konkrete Hilfen und Impulse anbieten.

Die Themen auf dem ökumenischen Pilgerweg am Donnerstag, 1. Oktober:

  • alt und krank
  • alt und einsam
  • alt und gut beraten
  • alt und arm
  • alt und fremd

Die vier Stationen:

  • Start: 17.00 Uhr Lichthof des Elisabethkrankenhauses (Eingang neben Café)
  • ca. 17:40 Uhr Rathaus
  • ca. 18:30 Uhr Alte Hauptpost
  • ca. 19:10 Uhr Hermannstraße 6.

Informieren, Beten, Segnen
An jedem Ort wird über die Angebote informiert. Die Pilgergruppe betet für die Einrichtungen und segnet die Mitarbeitenden. „Wir freuen uns, wenn Sie mit dabei sind!“ laden die kirchlichen Organisatoren herzlich dazu ein.

Es gibt auch die Möglichkeit, unterwegs dazuzukommen - ungefähr zu den angegebenen Uhrzeiten.

Ausklang:
19:30 Uhr Parkplatz vor dem Diakonischen Werk Region Kassel (Hermannstraße 6)

Vorbereitet von:
Evangelischen Kirchengemeinden Kassel-Mitte und Südstadt
Katholische Kirche Kassel
Diakonisches Werk Region Kassel
Caritasverband Nordhessen-Kassel
Evangelische Jugend Kassel
Seniorenreferat der Evangelischen Kirche in Kassel

Corona-Hinweis:
Die Veranstaltung wird unter strenger Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln durchgeführt.

Hintergrund: Interkulturelle Woche
Der Ökumenische Pilgerweg findet im Rahmen der bundesweit jährlich stattfindenden Interkulturellen Woche (IKW) statt. Die IKW ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Sie findet seit 1975 in der Regel Ende September statt – auch in diesem Jahr unter Corona-Bedingungen in Kassel.

Kultur.Liebe.Hoffnung :: 23 Kulturabende in der Elisabethkirche helfen :: 30. September und 1. Oktober

Die Elisabethkirche Kassel stellt von August bist Ende Oktober an zwei Abenden in der Woche ihre Kirche kostenlos Kulturschaffenden zur Verfügung. 23 Abende wird es geben. Mittwochs beginnen die Angebote um 19.30 Uhr, donnerstags um 18 Uhr. Mit der Reihe „Kultur.Liebe.Hoffnung“ will die Kirche Kulturschaffenden eine Auftrittsmöglichkeit und Einnahmen ermöglichen. Spenden für die Finanzierung der Solidaritätsaktion für Kulturschaffende sind erwünscht.

Bunte Mischung aus Lesung, Tanz, Musik, Theater und Poetry Slam
Mit einem Aufruf hatte die Kirchengemeinde diese Möglichkeit vor drei Wochen publiziert. Herauskommen ist eine bunte Mischung aus Lesung, Tanz, Musik, Theater und Poetry Slam. „Das Programm ist vielfältig und will Kulturschaffenden und Kulturnutzern gleichermaßen Hoffnung schenken“, so Organisator Marcus Leitschuh. Besonders interessant findet er, wie Kirche und Kultur, Raum und Themen, Künstlerinnen und Künstler, Kirchenbesucher und Gäste Bezüge herstellen und finden. Leitschuh: „Mal sind religiöse Themen und Bezugnahmen auf dem Raum eindeutig, dann wieder versteckt und spannend. Wir sind froh, als Kirche der Freiheit der Kunst einen Raum schenken zu, Vertrauen und Hoffnung aus dem Glauben heraus sichtbar werden lassen können.“

DAS PROGAMM der nächsten Abende

  • Mittwoch, 30. September, 19:30 Uhr
    Christian Schulteisz liest aus dem auch in Kassel spielenden Roman „Wense“ in der Reihe „Leseland Hessen“.
  • Donnerstag, 1. Oktober, 18:00 Uhr
    Das „Accompagnato Quintett“ spielt das „Streichquintett C-Dur op. 29“ von Ludwig van Beethoven.
  • Mittwoch, 14. Oktober, 19:30 Uhr
    "Kick Jazz made in Kassel" gibt es, wenn „Joern and the Michaels“ ihre CD in der Kirche vorstellen.
  • Donnerstag, 15. Oktober, 18:00 Uhr
    Hank und die Shakers spielen Ennio Morricone.
  • Mittwoch, 21. Oktober, 19:30 Uhr
    „SonicExchange“ - ein Konzert mit Tabla, Piano und Kontrabass.
  • Mittwoch, 28. Oktober, 19:30 Uhr
    Poetry Slam.
  • Donnerstag, 29. Oktober, 18:00 Uhr
    In Zusammenarbeit mit „Brencher Buchhandlung“ bietet die nordhessische Autorin Rebekka Knoll eine musikalische Lesung aus dem Roman „Blaue Nächte“ und Abbas Khider liest aus „Palast der Miserablen“.

Schirmherrin Kulturdezernentin Susanne Völker,
Schirmherr Bischof Dr. Michael Gerber

Schirmherrin der Aktion „Kultur.Liebe.Hoffnung“ ist Kulturdezernentin Susanne Völker (Kassel) gemeinsam mit Schirmherr Bischof Dr. Michael Gerber (Fulda).
Der katholische Bischof betont eine Kultur des Miteinanders als Motiv der Kirchenöffnung: „Unser Glaube hat die Kraft, eine Kultur zu prägen, die auf zwei Beinen steht: Freiheit und Vertrauen – und nichts soll Dich ängstigen“, so Bischof Gerber. 
Kulturdezernentin Susanne Völker sieht in dem gemeinsamen Projekt ein Zeichen dafür, wie wichtig Zusammenhalt und Zusammenarbeit unter den Bedingungen der Covid-19 Pandemie sind: „Gerade für Kulturakteure sind die Beschränkungen durch Covid-19 besonders gravierend und führen zu erheblichen Einbußen, weil Auftritte nach wie vor nicht möglich oder stark eingeschränkt sind. Die Solidaritätsaktion „Kultur.Liebe.Hoffnung“ ist ein gelungenes Beispiel für den gemeinsamen Einsatz für die Kultur in Kassel. Es ist schön, dass sich die Elisabethkirche in dieser besonderen Situation zusätzlich für Kulturschaffende öffnet und ihnen einen zentralen Ort für Auftritte und Veranstaltungen bietet.“

Solidarisch sein
Die Idee zur Solidaritätsaktion „Kultur.Liebe.Hoffnung“ hatten Regionalkantor Thomas Pieper und Marcus Leitschuh gemeinsam mit Renate Matthei vom Kasseler Kulturforum. Peter Bulowski ist Pfarrer der Pfarrei St. Elisabeth. Er betont das Motiv der Solidarität als Grundlage für das Engagement: „Aus der christlichen Grundhaltung von Glauben, Hoffnung und Liebe öffnen wir die Kirche und wollen Hoffnung schenken. Uns motiviert der Glaube. Er darf nicht folgenlos sein in solchen Krisenzeiten.“ Die Kulturschaffenden seien insgesamt sehr dankbar. Einige hatten seit März keine Einnahmen, müssten die längst geplante Lesung oder das gebuchte Konzert ausfallen. Unterstützt wird „Kultur.Liebe.Hoffnung“ durch die Pfarrei St. Elisabeth, die Kasseler Sparkasse, das Kulturamt der Stadt Kassel und das Land Hessen.

Hintergrund: Die Elisabethkirche
Die Elisabethkirche ist eine der größten Kasseler Kirchen und mit über 400 Plätzen auch einer der großen Veranstaltungsräume in der Stadt. Trotz der Covid-19 bedingten Hygiene- und Abstandsregeln bietet die Kirche aktuell rund 80 Menschen Platz. „Die Elisabethkirche hat sich in den letzten Jahren als Kulturkirche einen Namen gemacht, deshalb wollen wir als Christinnen und Christen jetzt ein solidarisches Zeichen setzen und helfen, dass wieder mehr Kulturerlebnisse möglich werden und Kulturschaffende die dafür notwendigen Aufführungsorte und Arbeitsmöglichkeiten finden“, so Projektleiter Marcus Leitschuh. „Aber gute Worte reichen nicht, deshalb bieten wir Raum und Infrastruktur.“ 

Maximal 80 Personen
Marcus Leitschuh: „Wir bitten um Verständnis, dass der Platz begrenzt ist. In der Kirche werden die Abstands- und Hygienemaßnahmen und Empfehlungen des Landes Hessen und des Bistums Fulda umgesetzt. Maximal aktuell 80 Menschen dürften in die Kirche und auf nummerierten Plätzen mit ausreichend Abstand sitzen. Bis zum Sitzplatz ist in der Kirche Mund-Nase-Schutz zu tragen. Es gibt keine Pause.“

Eintritt und/oder Spenden
Für die Organisation sind die jeweiligen Künstlerinnen und Künstler verantwortlich, die entweder Eintritt oder Spenden erbitten.

Das vollständige Programm kann man auf www.elisabeth-kassel.de finden. Die einzelnen Events sind auch auf kassel.de und www.facebook.de/elisabethkirche eingetragen.

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SCHON VORBEI

  • Mittwoch, 5. August, 19:30 Uhr
    Den Anfang machen Ursel Schlicht (Flügel) und Heike Wrede (Tanz). Die Klang-und Tanzimprovisationen nehmen direkten Bezug auf dem Raum ... [ mehr ] ...
  • Donnerstag, 6. August, 18:00 Uhr
    Das Ensemble „A Quattro“ folgt am 6. August. „Brückenschlag“ bezeichnen Veronica Kraneis (Konzertflöte), Yana Krasutskaya (Violine), Gang Wang (Cello) und Julia Reingardt (Klavier) ihr Konzert. Sie musizieren Meisterwerke von Barock bis Moderne, die einfühlsam auf den sakralen Raum eingehen. Zentrales Werk des Programms ist die deutsche Erstaufführung eines Werkes für diese Quartettformation des jungen russischen Komponisten Alexey Kurbatov (*1983) ... [ mehr ] ...
  • Mittwoch, 12. August, 19:30 Uhr
    Andrea C. Ortolano tritt mit musikalischer Begleitung von Gerd Hallaschka mit dem Programm „Der liebe Gott und die Brüder Grimm“ auf ... [ mehr ] ...
  • Donnerstag, 13. August, 18:00 Uhr
    „Symphonische Orgelmusik der Romantik“ spielt Regionalkantor Thomas Pieper an der Bosch-Bornefeld-Orgel ... [ mehr ] ...
  • Mittwoch, 19. August, 19:30 Uhr
    Der „Trio In-Between“ lädt zu „Impressionen aus Südamerika ein“ ... [ mehr ] ...
  • Mittwoch, 26. August, 19:30 Uhr
    Ein Benefizkonzert für Kasseler Künstler*innen bietet das „BOB-Dylan-ART-Project“ mit einfühlsamen Übersetzungen der Originallieder ... [ mehr ] ...
  • Donnerstag, 27. August, 18:00 Uhr
    Orgelkonzert mit Mana Usui: 1. Orgelsinfonie von Louis Vierne ... [ mehr ] ...
  • Mittwoch, 2. September, 19:30 Uhr
    Das „Accompagnato StreicherTrio“ spielt Mozart, Schubert und Haydn ... [ mehr ] ...
  • Donnerstag, 3. September, 18:00 Uhr
    Ausschnitte aus der Musicaluraufführung „Pfirsichbäckchen Mimi“ zeigt das Jugendtheaterprojekt „Studio Lev“ ... [ mehr ] ...
  • Mittwoch, 9. September, 19:30 Uhr
     „La Llorona—Die Weinende“ ist das lyrische Konzert betitelt. Es findet in Kooperation mit dem Literaturhaus Nordhessen und den Kleinen Riesen Nordhessen statt ... [ mehr ] ...
  • Donnerstag, 10. September, 18:00 Uhr
    Die Lesung mit Musik „Katastrophen faszinieren“ gestalten das Trio „Caprice de Femme“ und der Schauspieler Herwig Lucas ... [ mehr ] ...
  • Mittwoch, 16. September, 19:30 Uhr
    „Belka und Strelka sings“ ... [ mehr ] ...
  • Donnerstag, 17. September, 18:00 Uhr
    Orgelkonzert mit Martin Forciniti in Kooperation mit dem Richard-Wagner-Verband Kassel (Wagner und Co) ... [ mehr ] ...
  • Mittwoch, 23. September, 19:30 Uhr
    Kammermusik von Robert Schumann und Johannes Brahms spielen Malena Pflock und Bent Duddek ... [ mehr erfahren ] ...
  • Donnerstag, 24. September, 18:00 Uhr
    Ulrich Moormann ist mit Studierenden der Musikakademie der Stadt Kassel „Louis Spohr“ zu hören ... [ mehr erfahren ] ...

Frauen-Demo am 24. September: Exodus und Befreiung in Fulda

„Exodus – wir befreien uns“ ist das Motto, mit dem die Frauen der Maria 2.0-Initiativen aus ganz Deutschland am 24. September im osthessischen Fulda auf die Straße gehen. Die Bischöfe, die sich dort zur Herbstvollversammlung treffen, sollen hören und sehen, was auf dem Spiel steht. Für Überraschungen wird ebenfalls gesorgt. Start der Demonstration, die Maria 2.0 Kassel initiiert hat, ist um 15 Uhr am Eduard-Schick-Platz neben dem Dom. Dann geht es durch die Stadt zum Universitätsplatz, wo abschließend eine Frauenliturgie mit dem „Donnerstagsgebet“ gefeiert wird.

Bunt und laut
Noch verstehen die Frauen ihren „Exodus“ (Auszug) als zeichenhaft bunt und laut. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind deshalb herzlich eingeladen, so bunt gekleidet zu kommen wie es ihnen gefällt. Weiße Halstücher sollen optisch die Verbundenheit der Frauen zeigen. Denn auch die Positionen der bei Maria 2.0 organisierten Frauen sind vielfarbig unterschiedlich, meint Marieluise Labrie, eine der drei Sprecherinnen der Initiative Maria 2.0 Kassel, die die Demonstration am 24. September federführend organisiert: „Uns vereinen kränkende, manchmal auch verstörende Erfahrungen mit den Vertretern der Kirche. Und wir sind überzeugt, dass vor Gott alle Menschen die gleiche Würde besitzen und deshalb auch die gleichen Rechte.“

Maria 2.0-Gruppen aus ganz Deutschland
Gemeinsam mit vorbereitet haben Maria 2.0 Gruppen aus Aschaffenburg, Biebertal, Fulda–Neuanfang, Frankfurt, Hamburg, Bistum Hildesheim, Münster, Nieder-Olm, Würzburg; aus Würzburg sind auch der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) und die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) mit dabei. Bei der Demonstration werden die Maria 2.0-Initiativen zudem unterstützt von Frauen der katholischen Frauengemeinschaft (kfd) im Dekanat Kassel-Hofgeismar, dem Verein „Wir sind Kirche“, der Aktion Lila Stola und Pax Christi Fulda-Kassel. „Dieses selbstbewusste Bündnis verleiht unseren Forderungen einen hoffentlich unwiderstehlichen Nachdruck.“ sagt Beatrix Ahr, Sprecherin von Maria 2.0 Kassel. Sie freut sich über das wachsende und lebendige Netzwerk in ganz Deutschland.

„Gleiche Rechte, gleiche Würde“
Zu den entschiedenen Maria 2.0-Forderungen, die laut und oft auf der „FrauenDemo“ zu hören sein werden, zählt „Gleiche Rechte, gleiche Würde“. Die Frauen haben von der Demonstration im letzten Jahr in guter Erinnerung, dass mehrere Bischöfe das Gespräch mit ihnen suchten. „Das war damals ein ermutigendes Zeichen“, erinnert sich Labrie: „Jetzt warten wir immer noch auf Hinweise, dass sich mit Blick auf unsere Anliegen wirklich etwas ändert.“ Annemarie Pietsch-Mainz, ebenfalls Sprecherin von Maria 2.0 Kassel, berichtet, dass auch in diesem Jahr wieder alle Bischöfe per Brief zur Demonstration und zum Gespräch eingeladen sind: „Bisher haben wir noch keine Antwort bekommen, aber es sind ja noch ein paar Tage bis dahin.“

„Kommt mit! Macht mit!
Die Frauen sind es leid, als Bittstellerinnen auftreten zu müssen. Marieluise Labrie: „Noch sind wir geleitet von der Hoffnung, nicht ausziehen zu müssen aus dieser Kirche, die wir immer noch auch als unsere ansehen. Viele von uns aber sind schon zermürbt. Und am Ende wird unser wirklicher Exodus still und leise sein. Dann könnte es auch in der Kirche und in den Gemeinden sehr still werden.“ Doch noch ist es für die demonstrierenden Frauen nicht soweit. „Kommt mit! Macht mit!“ laden sie alle ein, laut und bunt jene Kirchenstruktur endgültig hinter sich lassen, in der gleiche Rechte und gleiche Würde fehlen.

Kontakt:
katholische-frauen-setzen-zeichen@email.de

Veranstaltungsdaten:
Start: Fulda, Donnerstag, 24. 09.2020, 15 Uhr
Eduard-Schick-Platz, neben dem Dom
Demo durch die Stadt zum Universitätsplatz
Abschluss: Frauenliturgie mit Donnerstagsgebet

Es gelten die aktuellen Corona-Regeln.

Bitte mitbringen:
weißer Schal/Tuch als Erkennungszeichen, Rhythmusinstrumente (Trommeln, Schellenkränze, Tamburine etc.), Mund-Nasen-Schutz mit der Aufschrift Maria 2.0.

Zuversicht – trotz aller Gefahren und Unsicherheiten

traditionelles Essen an Rosch ha-Schana und das Schofarhorn
(Foto: Wikipedia)

Zum bevorstehenden Neujahrsfest („Rosch ha-Schana“ – am 18./20. September) hat der Bischof von Fulda, Dr. Michael Gerber, den Jüdischen Kultusgemeinden in Ost- und Nordhessen herzliche Glück- und Segenswünsche übermittelt. Gerber nimmt den hohen Festtag zum Anlass, seine „tiefe Verbundenheit mit Ihnen, Ihrer Gemeinde und allen jüdischen Familien im Gebiet des Bistums Fulda zum Ausdruck zu bringen“ – heißt es in einem am Donnerstag (17.) verbreiteten Schreiben des Bischofs an die Jüdischen Kultusgemeinden in Fulda, Hanau, Kassel und Marburg sowie an die Jüdische Liberale Gemeinde in Felsberg (Schwalm-Eder-Kreis).

Bitte um Frieden und Gerechtigkeit
Sein Gebet für die jüdischen Gemeinden und Familien verbindet der Bischof von Fulda mit Psalm-Versen, in denen die Bitte um Frieden und Gerechtigkeit zum Ausdruck gebracht wird: „Der HERR schenkt Gnade, er wendet das Unglück, er vergibt die Schuld und richtet uns wieder auf. Er schenkt uns seinen Frieden und spendet Segen.“  In diesen poetischen Texten, die in der hebräischen Bibel und dem Alten Testament (Psalm 85 / 86) nachzulesen sind, steckt nach den Worten des Bischofs von Fulda eine „großartige Geschichtsphilosophie, von der ich hoffe und wünsche, dass wir sie in diesem neuen Jahr als wirklich erleben dürfen!“

In seinen Glückwünschen („in herzlicher Verbundenheit“) schreibt Gerber deshalb, am Tor in das neue Jahr 5781 stehend, könnten Juden und Christen voller Zuversicht ihren Lebensweg gehen, „weil wir trotz aller Gefahren und Unwägbarkeiten darauf vertrauen: Der GOTT unserer Väter hält uns in seiner Hand und schenkt seinen Segen!“

"Kopf des Jahres"
„Rosch ha-Schana“ bedeutet auf hebräisch "Kopf des Jahres" und signalisiert damit den Anfang des neuen jüdischen Jahres. Der jüdische Kalender folgt der Mondbewegung um die Erde (zum Vergleich: Das weltliche Jahr in Deutschland richtet sich nach der Umkreisung der Erde um die Sonne). Mit „Rosch ha-Schana“ beginnen die "ehrfurchtsvollen Tage". Diese enden mit dem Versöhnungsfest Jom Kippur zehn Tage später. Als Höhepunkt des Neujahrsfestes gilt traditionell das Blasen des Schofar, eines Widderhorns.

Bischof Gerber wirbt für Miteinander von Klerikern und Laien

Foto: www.bistum-fulda.da

Der Bischof von Fulda, Dr. Michael Gerber, wirbt für ein „strukturiertes und zugleich vertrauensvolles Miteinander von Klerikern und Laien“ in der katholischen Kirche. Diese gemeinsame Verantwortung sei „für das Leben der Kirche konstitutiv und unverzichtbar“, schreibt der Bischof von Fuldain einem Anfang September veröffentlichten Brief an alle Seelsorge-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und an die im Ehrenamt Verantwortlichen des Bistums.

Weg zu einem verbindlichen Miteinander von Klerikern und Laien
In dem Schreiben des Bischofs heißt es wörtlich: „Wir gehen als Bistum Fulda den Weg weiter zu einem verbindlichen Miteinander von Klerikern und Laien, zu differenzierten Formen von Leiten und Führen, die der Komplexität heutiger Herausforderungen im Licht des Evangeliums gerecht werden.“ Auch dies sei eine Form von „pastoraler Umkehr“, die sich vom Evangelium, von der Tradition der Kirche und von der Wirklichkeit unserer Tage gleichermaßen herausfordern lasse.

Suchbewegung
Bischof Gerber sieht sein Bistum in einer „Suchbewegung der pastoralen Umkehr“: Diese „Suchgemeinschaft“ werde im Bistum Fulda in den kommenden Wochen und Monaten sehr gefordert sein, schreibt der Bischof von Fulda – auch unter Hinweis auf die Corona‐Pandemie. Mit Blick auf notwendige Reformen werde nicht ausbleiben, „dass in diesem Prozess so manche Spannung, Enttäuschung und Sorge, aber auch Hoffnung und Erwartung zutage“ trete. Als Bischof wolle er sich mit ganzer Kraft dafür einsetzen, dass dies in einem Klima der „Unterscheidung der Geister“ gelinge – „ehrlich, miteinander ringend, differenzierend, profiliert und zugleich wertschätzend“. Gerber schreibt den in der Seelsorge tätigen Priestern, Diakonen und pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, er sei „in der Suchgemeinschaft der Kirche von Fulda mit ihnen unterwegs“. Wenn die gemeinsame Suchbewegung Konsequenzen haben solle, brauche sie einen Rahmen und verbindliche Regelungen: „Sie darf nicht einfach nur vom guten Willen Einzelner abhängig sein.“ Es sei auffallend, „dass alle nachhaltig wirkenden Initiativen der Neuzeit, die darauf zielen, das Evangelium in die Kulturen der Gegenwart zu tragen, von einem echten und auch strukturell geklärten Miteinander von Geweihten und Nichtgeweihten leben“. Dabei verweist Gerber auf die caritativen Orden, die im 19. Jahrhundert gegründet wurden und an deren Anfang oft starke und selbstbewusste Frauen standen“ sowie auf Verbände und die Geistlichen Gemeinschaften. Wo die Strukturen ungeklärt seien, „besteht die Gefahr eines Machtmissbrauchs gerade durch Kleriker“, warnt Gerber.

Gerber kritisiert die Instruktion der Kongregation für den Klerus
Die kürzlich veröffentlichte Instruktion der Kongregation für den Klerus („Die pastorale Umkehr der Pfarrgemeinde im Dienst an der missionarischen Sendung der Kirche“) hat nach den Worten von Bischof Dr. Michael Gerber in weiten Kreisen des Bistums Fulda  für Ärger, Enttäuschung und Frustration gesorgt. Manch alte Wunde sei dabei aufgebrochen. Der Bischof von Fulda schreibt dazu: „Ich bin überzeugt, es hätte jetzt, in der gegenwärtigen Situation, in der Menschen auf ganz unterschiedlichen Ebenen darum ringen, kirchliches Leben zu ermöglichen, ein anderes Wort und damit ein klares Zeichen der Ermutigung aus Rom gebraucht.“

Geweihte und Nichtgeweihte in wechselseitiger Wertschätzung
Fruchtbarkeit in Kirche gebe es nur im Miteinander. Er beobachte in der aktuellen Krise im Bistum Fulda ein verbindendes Phänomen: „Neue und fruchtbare Ansätze der Verkündigung gibt es dort, wo Geweihte und Nichtgeweihte in wechselseitiger Wertschätzung und gemeinsamer, verbindlich wahrgenommener Verantwortung unterwegs sind.“ Bischof Gerber versteht seinen Brief an die Priester, Diakone und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im pastoralen Dienst als „weiteren Schritt im gemeinsamen Ringen um den Weg unseres Bistums in die Zukunft. Damit verbinde ich auch die Frage: Welche Impulse und Anregungen können wir uns gegenseitig gerade in diesen Monaten geben?“ Da es mit Blick auf die Coronakrise nicht möglich ist, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter persönlich zu treffen, nutzt der Bischof von Fulda im Herbst auch virtuelle Formate und lädt zu Videokonferenzen (unter dem Titel: „Suchgemeinschaft im Dialog“) ein.

Bischof von Fulda: Kulturkirche in Kassel ist Ort der Gastfreundschaft

Der Bischof von Fulda, Dr. Michael Gerber, wendet sich Kunst und Kultur nach eigenen Worten „mit einer inneren Neugier und Aufmerksamkeit zu, die ich von Jesus gelernt habe.“ Bei einer Veranstaltung in der Elisabethkirche – der Kulturkirche im nordhessischen Kassel – sagte Bischof Gerber am Donnerstagabend (3. 9.): „Jesus war selbst die ersten 30 Jahre seines Lebens ein Hörender, Schauender und Wahrnehmender der Wirklichkeit um ihn herum.“ Wenn mit der Kulturkirche in der Corona-Krise auch eine Begegnung mit Fremdem und eine Horizonterweiterung einhergehe, sei das ein zusätzlicher Gewinn.

Gastfreundschaft
Die katholische Kirche zeige in Kassel „Sensibilität für die besondere Notsituation von Kulturschaffenden - nicht nur materiell, sondern vor allem auch im Blick auf ihr Nicht-mehr-Wahrgenommen-werden.“ So sei  die Elisabethkirche in der Corona-Krise zu einem besonderen Ort der Gastfreundschaft geworden - unter dem Titel „Kultur.Liebe.Hoffnung.“

„Nichts soll Dich ängstigen“
Diese Veranstaltungsreihe in Kassels Kulturkirche gebe Gelegenheiten für den Dialog von Kultur und Kirche: „Das will erlebt und gelebt werden. Nur so kann unser Glaube auch künftig seine Kraft entfalten und eine Kultur prägen, die auf zwei Beinen steht: Freiheit und Vertrauen“, sagte der Bischof. Hinzu komme die starke Botschaft: „Nichts soll Dich ängstigen.“ In Krisenzeiten zeigt sich nach Überzeugung des Bischofs von Fulda, „wie tief die entscheidenden Werte, auf denen menschliches Miteinander basiert, in der Seele eines Menschen tatsächlich verankert sind.“ Dies sei ein Kulturauftrag, der sich sowohl an die Kirche als auch an die Kunst richte. Beim Verankern solcher Werte könne die Kunst eine Schlüsselfunktion übernehmen, erklärte Gerber.

„Haus Gottes unter den Menschen: Bühne für die Kunst der Gegenwart“
Die Elisabethkirche öffne ihre Türen für die Kultur an jenen beiden Abenden der Woche, an denen dort kein Gottesdienst gefeiert werde – „in einer Situation, in der umgekehrt wegen der Pandemie viele Tore geschlossen bleiben müssen oder wir sonst nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten der Begegnung haben.“ Wenn der Kirchenraum, der „Symbol für die Gegenwart Gottes in dieser Stadt mit ihren höchst unterschiedlichen Kulturen der Gegenwart“ sei, eine erweiterte Nutzung erfahre, könne  – darin „auch ein Hinweis auf einen tieferen Vorgang“ liegen, formulierte der Bischof von Fulda: Es sei ein Wert für sich, dass Künstlerinnen und Künstler „für einige Wochen in diesem Haus Gottes unter den Menschen für ihre Kunst eine Bühne haben“. Damit eröffne sich für die Kirche eine besondere Möglichkeit, „mit Positionen und Beiträgen der Gegenwartskultur in Kontakt zu treten.“ 

Text / Foto: www.bistum-fulda de

Kolping: Veranstaltungsprogramm bis November 2020

Die Kolpingsfamilie Kassel-Zentral hat ihr neues Programm aufgelegt. Schwerpunkt der Veranstaltungen bis November 2020 ist der Synodale Prozess.

"Wir verbinden damit die Hoffnung, dass die angebotenen Veranstaltungen auch durchgeführt werden und wir unsere Kolpingsfamilie trotz Corona 'wiederbeleben' können." schreibt Vorsitzender Michael Reis in seinem Vorwort.

Die Angebote berücksichtigen die gebotenen Einschränkungen und erlauben eine herzliche Einzuladung. Unerlässlich ist allerdings eine jeweilige Anmeldung und das Mitbringen eines Mund-Nasen-Schutzes.

Das dritte ökumenische Frauenmahl

Foto: Titelbild: Ewa Studio, shutterstock

Nach dem großen Zuspruch der Ökumenischen Frauenmähler in den vergangenen beiden Jahren – und unter Beachtung aller geltenden Hygiene-und Sicherheitsregeln angesichts der Coronapandemie -  laden die Evangelische Akademie Hofgeismar und die Katholische Kirche Kassel wieder zum Ökumenischen Frauenmahl am Samstag, 12. September, ein.

Anregungen für Tischgespräche
Das 3. Ökumenische Frauenmahl steht unter dem Motto "Ich bin’s –bin ich’s?". Unser  Leben  ist von  ständigen  Übergängen geprägt:  Berufs-und  Partnerwahl,  Wohnort-und Jobwechsel, Eltern-und Großelternschaft – und nicht zuletzt in diesem Jahr durch Covid19. Gibt es etwas in uns, das bei allem Wandel und aller Veränderung bleibt? Ein Stück „Ich selbst“? Prominente Rednerinnen aus Kirche, Politik, Medizin und Gesellschaft geben Anregungen für Tischgespräche.

Musikalische Impulse
Besondere musikalische Vertiefung und Impulse setzt die Cellistin Susanne Hartig, Kassel.

Mehrgängiges festliches ökumenisches Mahl
Im Synodalsaal der Evangelischen Akademie in Hofgeismar verwöhnt ein mehrgängiges festliches Mahl die Teilnehmerinnen. Als Gastgeberinnen legen die Akademie und das Katholische Dekanat Kassel-Hofgeismar den Akzent wieder bewusst auf Ökumene.

Leitung:
Dipl.-Theol. Beatrix Ahr Pastoralreferentin, Mentorin, Kassel
Studienleiterin Kerstin Vogt, Evangelische Akademie Hofgeismar

Hinweise:
Die Veranstaltung ist nur für Frauen!
Kurzfristig können  weitere Anmeldungen angenommen werden, da die Corona-Bedingungen es zulassen!

Anmeldung:
Der Infoflyer, der hier heruntergeladen werden kann, enthält alle Informationen über Kosten, Programm, Anmeldung etc.:

Brände im Flüchtlingslager Moria - Katastrophe mit Ansage

Angesichts der Brände im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos erklärt der Vorsitzende der Migrationskommission und Sonderbeauftragte für Flüchtlingsfragen der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Stefan Heße (Hamburg):

Auf Kosten der Menschlichkeit
„Die Nachricht vom Feuer im Flüchtlingslager Moria darf niemanden, der in Politik und Kirche Verantwortung trägt, gleichgültig lassen. Alle Leidtragenden schließe ich in mein Gebet ein. In die Betroffenheit über das Elend der Schutzsuchenden mischt sich die Bestürzung über das politische Versagen. Man muss es wohl so offen sagen: Es handelt sich um eine Katastrophe mit Ansage. Die mit dem Flüchtlingslager Moria verfolgte Politik der Abschreckung geht auf Kosten der Menschlichkeit.

Für eine menschenwürdige Aufnahme der Schutzsuchenden
Schon seit Langem war die Situation der Schutzsuchenden auf den ägäischen Inseln – vor allem im überfüllten Lager Moria – unerträglich. Deshalb gab es aus Kirche und Zivilgesellschaft immer wieder deutliche Appelle, die humanitäre Krise an den EU-Außengrenzen zu überwinden und für eine menschenwürdige Aufnahme der Schutzsuchenden zu sorgen. Mit Nachdruck wurde gefordert, dass vor allem Kinder, Familien und besonders vulnerable Flüchtlinge aus dem Lager Moria rasch auf das europäische Festland gebracht und in Deutschland oder anderen EU-Staaten aufgenommen werden. Anfang des Monats hat die katholische Friedensbewegung Pax Christi die Kampagne ‚Kein Weihnachten in Moria‘ initiiert, die – ebenso wie frühere kirchliche und zivilgesellschaftliche Initiativen – darauf drängt, Flüchtlinge aus Moria zeitnah nach Deutschland ausreisen zu lassen.

Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz 137 vom 9. September 2020

Donnerstagsgebet Maria 2.0 Kassel: 8. Oktober in Sankt Familia oder von zu Hause aus

Das „Gebet am Donnerstag“ wurde im Februar letzten Jahres im Benediktinerinnen-Kloster Fahr in der Schweiz ins Leben gerufen. Dieses gemeinsame Gebet möchte „Schritt für Schritt“ den notwendigen Wandel der Kirche begleiten: Im Gebet wird das Thema Machtmissbrauch und Unrecht in der Kirche vor Gott gebracht; ebenso die Vision einer Kirche mit gleichberechtigtem Wirken von Männern und Frauen in allen Diensten und Ämtern.

1mal im Monat: kurze liturgische Feier
Bisher fand das Donnerstagsgebet 'gemeinsam zu Hause' statt. Ab 4. Juni gestalten Ulrike Knobbe und Jutta Mersch-Müller von der Initiative Maria 2.0 Kassel einmal monatlich in der Kirche Sankt Familia, Kölnische Straße 53, das Donnerstagsgebet als kurze liturgische Feier – aktuell unter Einhaltung der notwendigen Hygiene- und Abstandsregelung.

Der nächste Termin: 8. Oktober

Auch zu Hause mitbeten
Wer nicht zur Kirche kommen kann, ist herzlich eingeladen, das Donnerstagsgebet zu Hause mitzufeiern.

  • Mehr Informationen zu den Donnerstagsgebeten - u.a. mit Ablauf und Gebetstexten für die Gebetszeit zu Hause - finden sich auf der ...

Corona-Kollekte 6. September: Aufruf der Bischöfe

Bild Banner: www.weltkirche.de/corona-kollekte

Zur Solidaritätsaktion der katholischen Kirche in Deutschland für die Leidtragenden der Corona-Pandemie, in deren Mittelpunkt der „Sonntag des Gebets und der Solidarität“ am 6. September 2020 steht, haben die deutschen Bischöfe einen Aufruf verfasst, der am kommenden Wochenende in den Gottesdiensten verlesen wird.

Darin schreiben die Bischöfe:
„Die Corona-Pandemie hat die Welt nach wie vor fest im Griff. Überall fürchten Menschen, sich mit dem Virus anzustecken. Die Infektionen haben weitreichende Folgen. Die Krankheitsverläufe sind unterschiedlich, nicht wenige enden tödlich.“ Ältere Menschen fielen der Krankheit besonders häufig zum Opfer, aber auch Kinder würden in Mitleidenschaft gezogen. Zugleich bedrohe Corona das öffentliche Leben. „Als Kirche sind wir auch betroffen: Ein reges Gemeindeleben ist kaum möglich und die Gottesdienste können nur eingeschränkt gefeiert werden. Das alles besorgt uns sehr. Wir nehmen Teil an den Nöten und Ängsten, die die Corona-Pandemie auslöst, und tragen mit unseren Möglichkeiten dazu bei, die Krise zu bewältigen.“

Viel dramatischer in anderen Teilen der Welt
Viel dramatischer als in Deutschland sei jedoch die Lage in anderen Teilen der Welt. Gerade die Kirche dürfe das Leiden der Unzähligen in Lateinamerika, Afrika, Asien und Osteuropa nicht ignorieren, sondern sei zur Hilfe aufgefordert. Die Deutsche Bischofskonferenz rufe deshalb gemeinsam mit den Bistümern, den weltkirchlichen Hilfswerken und den Orden zum „Weltkirchlichen Sonntag des Gebets und der Solidarität“ auf.

Beten wir und helfen wir!
„Die Gläubigen sind eingeladen, sich an diesem Tag über die Konsequenzen der Pandemie weltweit zu informieren und für die Leidtragenden in aller Welt zu beten. Wir bitten auch um eine großzügige Spende für die Corona-Hilfe in der Weltkirche – mit der Kollekte oder auf anderen Wegen“, so die Bischöfe. Sie fügen in ihrem Aufruf hinzu: „Beten wir und helfen wir! Zeigen wir als Christen, was uns angesichts dieser globalen Krise aufgetragen ist.“

Liturgische Hilfen und Werbe-Material
Neben den bereits unter www.weltkirche.de/corona-kollekte vorhandenen Materialien zur Aktion (Wort-Bild-Marke, Gebetszettel, Informationsflyer und Plakat, Social Media-Vorlagen) werden den Pfarrgemeinden und allen Interessierten zusätzlich ab sofort liturgische Hilfen (Fürbitten und Predigtvorschläge) für die Gestaltung der Gottesdienste am 6. September 2020 zur Verfügung gestellt.

Sonderkollekte am 6. September 2020
Zentraler Bestandteil der Solidaritätsaktion ist eine Sonderkollekte in den Gottesdiensten am 6. September 2020. Darüber hinaus werden auch auf anderen Wegen Spenden zur Finanzierung internationaler Corona-Projekte eingeworben. Die Aktion ergänzt die Hilfsprogramme, die bereits in den zurückliegenden Monaten von Bistümern, Werken und Orden aufgelegt wurden. Dabei sind erhebliche finanzielle Mittel mobilisiert worden. Andererseits konnten mehrere weltkirchliche Kollekten seit März wegen der coronabedingten Einschränkungen öffentlicher Gottesdienste nicht oder nur in begrenzter Form stattfinden. Auch die kommende Kollekte zum Weltmissionssonntag ist davon betroffen.

Spendenkonto
Für die Aktion ist ein Sonderkonto für Spenden eingerichtet:

  • Verband der Diözesen Deutschlands
    Stichwort: Corona-Kollekte 2020
    IBAN DE53 4006 0265 0003 8383 03
    GENODEM1DKM (Darlehnskasse Münster).

Mit dem Erlös fördert die Kirche in Deutschland die Arbeit ihrer weltkirchlichen Werke und der Orden, die in der internationalen Corona-Hilfe aktiv sind.

Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz Nr. 128 vom 26. August 2020

22. August Gedenktag: die religiöse Freiheit aller schützen

Die 16-jährige Clara, eine Christin, wurde vier Monate von Boko Haram
als Geisel gehalten, ehe sie fliehen konnte – kurz bevor sie
mit einem Boko-Haram-Kämpfer zwangsverheiratet werden sollte.
Foto: DBK

 

Der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), äußerte sich anlässlich des diesjährigen Gedenktages besorgt:

„Aufgrund ihres Glaubens sind auch in unserer Zeit unzählige Menschen Verfolgung, Hass und Beeinträchtigungen ausgesetzt. Sie werden von Nichtgläubigen oder Andersgläubigen bedrängt. Oft ist es die staatliche Macht, die die Religionsfreiheit missachtet. Nicht selten sind es aber auch aggressive, manches Mal terroristische Gruppen, die Menschen aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit zusetzen. Nachdrücklich appelliere ich an alle Staaten, ihren Verpflichtungen nachzukommen, die religiöse Freiheit aller Bürgerinnen und Bürger zu schützen. Die internationalen Organisationen und nicht zuletzt die westlichen Länder mit ihrer langen Tradition religiöser Toleranz sind ihrerseits gefordert, die Anerkennung der Religionsfreiheit weltweit zu fördern.“

Verantwortung für ein friedliches Zusammenleben
Erzbischof Schick unterstrich zugleich die Verantwortung der Religionen, für ein friedliches Zusammenleben einzutreten. „Auch die Glaubensgemeinschaften stehen in der Pflicht, Verfolgung und Hass gegenüber Anders- oder Nichtgläubigen entgegenzutreten. Ansonsten verraten sie ihre eigene Bestimmung.“ Die Religionen könnten entscheidend daran mitwirken, dass weltanschauliche Toleranz und Dialogbereitschaft schon von früh an in den Schulen und konsequent in allen Bereichen der Gesellschaft kultiviert werden. „Gerade die Bildung ist unverzichtbar“, betonte Erzbischof Schick. „Sie kann ein geistiges Klima des Respekts und der Bereitschaft zum Zuhören erzeugen, sodass sich Feindseligkeit gegen Menschen anderen Glaubens gar nicht erst verbreitet.“

Fehlentwicklungen in der eigenen Glaubensgemeinschaft kritisch befragen
Der Vorsitzende der Deutschen Kommission Justitia et Pax, Bischof Dr. Heiner Wilmer (Hildesheim), warnte anlässlich des Gedenktages vor der weiteren Verbreitung von religiösem Fundamentalismus: „In allen Religionen brauchen wir die vorurteilsfreie Begegnung mit Andersgläubigen und die Bereitschaft, Fehlentwicklungen in der eigenen Glaubensgemeinschaft kritisch zu befragen. Wir müssen wachsam sein gegenüber fundamentalistischen Tendenzen auch im eigenen Haus. Religiöser Fundamentalismus beginnt oft da, wo sich religiöse Gruppen aus vermeintlichem Selbstschutz von der Mitte der Gesellschaft entfernen und so einen Nährboden für extremistische und feindselige Grundhaltungen bieten.“ Nicht nur seien religiöse Wortführer deshalb zu einem unvoreingenommenen Dialog mit Andersgläubigen aufgerufen. Auch Regierungen in Ländern mit einer stark säkularisierten Kultur müssten darauf achten, dass Religion nicht aus dem öffentlichen Raum zurückdrängt werde, so Bischof Wilmer.

Hintergrund
Auf dem Wege einer Resolution ihrer Vollversammlung haben die Vereinten Nationen den 22.  August als „Internationalen Tag zum Gedenken an die Opfer von Gewalttaten aus Gründen der Religion und des Glaubens“ ausgerufen. Er wurde 2019 erstmals begangen. Mit dem Gedenktag sollen die Opfer religionsfeindlicher Gewalt gewürdigt und auf die große Zahl von Menschen, die aktuell unter religiöser Verfolgung leiden, aufmerksam gemacht werden.

Die Deutsche Bischofskonferenz und die Deutsche Kommission Justitia et Pax legen in ihrer Arbeit seit Jahren einen Schwerpunkt auf die Verteidigung und Förderung der Religionsfreiheit. In diesem Zusammenhang steht u. a. die jährliche Initiative der Deutschen Bischofskonferenz „Solidarität mit verfolgten und bedrängten Christen in unserer Zeit“, deren neues Schwerpunktthema (ab 25. November 2020) Syrien und Irak sein werden.

In unregelmäßigem Abstand veröffentlicht die Deutsche Bischofskonferenz darüber hinaus zusammen mit der Evangelischen Kirche in Deutschland den „Ökumenischen Bericht zur Religionsfreiheit von Christen weltweit“ (zuletzt Oktober 2017), der einen fundierten Überblick über die Situation verfolgter und bedrängter Christen in verschiedenen Ländern der Erde gibt.

Pressemitteilung 125 vom 21. August 2020 der Deutschen Bischofskonferenz

UNANTASTBAR - die Postkarten-Aktion von Maria 2.0

Das Bild auf der Postkarte: Maria 2.0

Maria 2.0 Kassel wirkt mit bei der Maria 2.0-Postkarten-Aktion:

„WÜRDE und GLEICHBERECHTIGUNG“ in der katholischen Kirche heißt für mich …

Mach' mit - schreib' mit!
Deshalb unsere Einladung an dich: Teile (uns) mit, was du persönlich unter „Würde und Gleichberechtigung in der katholischen Kirche“ verstehst. Nein, keinen langen Aufsatz und keinen großen Aufwand: kurz und knackig – das kommt gut an!

Ihr Frauen!
Wer anders als wir Frauen selbst können beschreiben, was Würde und Gleichberechtigung für uns bedeutet? Überlassen wir dies nicht länger den Männern, die in der katholischen Kirche das Sagen haben! Sprechen wir selbst! -

Ihr Männer!
Und, ihr Männer, sprecht auch ihr, was ihr unter Würde und Gleichberechtigung in der katholischen Kirche versteht! - Denn: " Da ist nicht jüdisch noch griechisch, da ist nicht versklavt noch frei, da ist nicht männlich und weiblich: denn alle seid ihr einzig-einig im Messias Jesus." (Gal 3,28).

Nach Rom und Fulda
Wir werden Deine Stimme sammeln und mit Frauenstatements aus aller Welt nach Rom bringen (mit dabei CWC- Catholic Women Council, voices of faith, Maria 2.0, KFD Münster) - und ebenso soll Bischof Dr. Gerber unsere Statements kennen. Auch ihm werden wir sie übergeben.

Kontaktfreude in Zeiten der Pandemie

Auf der Titelseite schaut ein Baby mit eindringlichem Gesichtsausdruck den Betrachter an. Auf der Rückseite tut das mit nahezu gleicher Miene eine alte Frau. Faltet man das Magazin „PLUS“ auf, so sieht man die beiden Gesichter nebeneinander, die den Bilder-Bogen des aktuellen „Magazins für generationensensible Pastoral“ spannen. „Kontakt“ heißt die neue Ausgabe, die derzeit an die Pfarreien und die ehrenamtlichen Leiterinnen und Leiter von Seniorentreffs versandt wird. Die beeindruckenden Fotos von Jung und Alt stammen vom Hamburger Fotografen Walter Schels.

Miteinander in Kontakt treten
„Uns interessieren vor allem die Fragen, wie Jung und Alt in diesen Zeiten miteinander in Kontakt treten und auf welche Weisen Kontaktaufnahme zukünftig gelingen kann“, sagen Mathias Ziegler und Dr. Andreas Ruffing vom PLUS-Redaktionsteam. Die neue PLUS-Ausgabe sei in einer Zeit des Übergangs entstanden, berichtet Chefredakteur Christoph Baumanns: „vor und in den ersten Wochen während der Coronavirus-Pandemie. Das hat uns vor spannende Themen gestellt.“

Durch die Pandemie-Zeit kommen
So erzählt in den Titelgeschichten eine Mutter, wie sie mit ihrer erwachsenen, geistig gehandikapten Tochter durch die Pandemie-Zeit kommt. PLUS wirft einen Blick auf die geburtenstarken Jahrgänge1950bis 1969, die gerade alt werden –fragt sich nur wie! Die Corona-Krise birgt die Gefahr der Altersdiskriminierung; Moraltheologe Prof. Dr. Tobias Hack zeigt auf, worauf zu achten ist. Bemerkenswert ist der Blick nach Nigeria. Hier stehen starke Familien vor großen Herausforderungen.

Erfahrungsberichte, Fachbeiträge, Praxistipps, Impuls
Die Redaktionsgruppe setzt sich aus Haupt- und Ehrenamtlichen zusammen. Sie mixt, schreibt selbst und fragt interessante Autorinnen und Autoren an. „Die Zusammenarbeit und der Austausch unterschiedlicher Sichtweisen ist uns ein wichtiges Anliegen“, so Mathias Ziegler vom Seniorennetzwerk im Bistum Fulda. „In jedem Heft bieten wir einen breiten Strauß vielfältiger Themen an. Erfahrungsberichte, Fachbeiträge, Praxistipps, ein biblischer Impuls und Nachrichten aus dem Netzwerk wechseln sich ab. Wir versuchen mit PLUS, den Lebensalltag der Menschen als den Ort des Wirkens Gottes zu begreifen“, so Dr. Andreas Ruffing, Referent im Bischöflichen Generalvikariat.

Keine typischen Altersthemen mehr
PLUS, das Magazin für generationensensible Pastoral, gibt die Abteilung Seelsorge des Bischöflichen Generalvikariats Fulda heraus. Themenfeld und Produktionsart unterscheiden PLUS von anderen Veröffentlichungen. „Es gibt heute keine typischen Altersthemen mehr. Die Grenzen, wann sich jemand als alt empfindet, verschwimmen. Deshalb machen wir ein Magazin, das die Erfahrungen älter werdender Menschen zur Sprache bringt und das Zusammenspiel der Generationen beleuchtet. Aus diesem Grund haben wir PLUS generationensensibel genannt“, so Pfarrer Thomas Renze, Leiter der Abteilung Seelsorge im Generalvikariat, der als verantwortlicher Herausgeber Teil des Redaktionsteams ist.

PLUS Kostenlos
Probeexemplare der Zeitschrift sind kostenlos erhältlich unter: Tel.: 0661 / 87 –386. Die Redaktion freut sich über Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bei Interesse wenden Sie sich an Mathias Ziegler, Telefon 0661 / 87-467 oder seniorennetzwerk@bistum-fulda.de.

EXTRA: Kontakte ins Bild gesetzt: Fotos gesucht!
Die PLUS-Redaktion sucht Fotos, die alltägliche wie besondere Kontakte zwischen Alt und Jung ins Bild setzen. Die Szenen dürfen lustig oder traurig, friedvoll oder streitbar, still oder actionreich sein: „Wir möchten gern eine Auswahl der Fotos auf der PLUS-Internetseite und/oder im nächsten PLUS-Magazin veröffentlichen. Unter allen Einsendungen verlosen wir drei Fotobücher von Walter Schels. Bitte mailen Sie Ihr Digitalfoto bis 30. Juni 2020 an seniorennetzwerk@bistum-fulda.de.

Caritas: Persönliche Beratungen auf Termin wieder möglich

Geschäftsführer Alexander Ponelies, Caritasverband Nordhessen-Kassel (Foto: Caritas)

Unter dem Motto: „Wir waren nie weg und sind trotzdem wieder da“ öffnet der Caritasverband Nordhessen-Kassel wieder seine Türen für persönliche Beratungen in notwendigen Fällen.

Zwei Monate nur Telefon und Online
Zwei Monate konnten Ratsuchende nur über Telefon und die Onlineangebote beraten werden, persönliche Face to Face Beratungen waren aufgrund der Corona Krise nicht erlaubt. „Das war schon ein großer Einschnitt für unsere Klienten und Beschäftigten“, sagt Caritas-Geschäftsführer Alexander Ponelies, „aber wir konnten dennoch vielen Ratsuchenden die Unterstützung geben die sie brauchten, wenn auch auf Distanz und mit viel Aufwand.“

Ab sofort persönliche Beratungen
Ab sofort sind aber auch wieder persönliche Beratungen durch den Caritasverband möglich, allerdings nur auf Termin. „Wir haben die Zeit genutzt und gute Vorkehrungen getroffen, damit weder für Klient noch für Mitarbeiter die Beratung mit einem unnötig hohen Infektionsrisiko verbunden ist.“ erläutert Ponelies. „Dazu gehören Abstands- und Hygieneregeln, vor allem aber auch die Beratung nur auf Termin, mit der wir die Besucherströme steuern können.“

Viele Beratungsthemen
Der Caritasverband bietet ein breites Beratungs- und Dienstleistungsangebot von Allgemeiner Sozialberatung, Schuldnerberatung über Migrationsberatung bis hin zur Ambulanten Pflege an. „Soziale Beratungen brauchen den Face to Face Kontakt, um maximal wirksam zu sein. Umso glücklicher sind wir, jetzt wieder persönlich beraten zu können.“ erläutert Ponelies.

Weiterhin auch online
Ergänzt wird das Angebot weiterhin durch eine Onlineberatung. Auch in den Caritas-Sozialstationen, den Pflegediensten der Caritas, stehen ausreichend Ressourcen für eine möglichst sichere Versorgung zu Hause zur Verfügung. „Wir haben auch Kapazitäten für Neuaufnahmen von Pflegebedürftigen, die zu Hause gepflegt werden wollen und bieten auch wieder Ausbildungsplätze in der Pflege an.“ erklärt der Geschäftsführer.

Kontakt
Caritasverband: 0561 7004 211
Sozialstationen: 0561 – 31 09 734 und 57 27 60

#MenschenWürdeSchützen – Hessen muss Flüchtlinge JETZT aufnehmen

Für Pastoralreferent Stefan Ahr vom Dekanatsteam Kassel-Hofgeismar darf die unhaltbare Situation der Flüchtlinge in den Lagern weltweit nicht in Vergessenheit geraten. Allein im griechischen Lager Moria auf der Insel Lesbos, eingerichtet für 3000 Menschen, leben fast 20000 Flüchtlinge auf engstem Raum, darunter mehrere Tausend Kinder.

Für Flüchtlinge in Not
Besonders traurig und wütend stimmt Dechant Martin Gies die Tatenlosigkeit und Uneinigkeit der EU-Länder gegenüber dem Schicksal der vor dem Krieg geflüchteten Menschen. Deshalb an das eigene Bundesland Hessen zu appellieren, ein Landesaufnahmeprogramm für Flüchtlinge in Not zu schaffen, hält er für dringend geboten: "Menschlichkeit und Solidarität haben in Hessen eine lange Tradition. Die Menschen, für die wir uns mit diesen Forderungen einsetzen, brauchen beides – JETZT!" heißt es im Appell. "Dem schließen wir uns als Katholische Kirche des hessichen Dekanats Kassel-Hofgeismar unbedingt an", so Dechant Martin Gies.

#MenschenWürdeSchützen
Solidarität geht über Grenzen – Hessen muss Flüchtlinge JETZT aufnehmen

Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen appelliert mit 143 weiteren hessischen und bundesweiten Organisationen an die Landesregierung: Lassen Sie Worten Taten folgen. Schaffen Sie ein Landesaufnahmeprogramm für Flüchtlinge in Not.

Mehr als 130 weitere bundesweite und hessische Organisationen
Mit dem Appell #MenschenWürdeSchützen richten sich die Liga der Freien Wohlfahrtspflege, die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, die Evangelische Kirche im Rheinland, das Bistum Limburg, der DGB Hessen-Thüringen, der Hessische Flüchtlingsrat, die Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte in Hessen, Amnesty International, Pro Asyl und medico international sowie mehr als 130 weitere bundesweite und hessische Organisationen an die hessische Landesregierung. Auch die Oberbürgermeister von Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Marburg, Wiesbaden und die Landräte der Landkreise Darmstadt-Dieburg und Groß-Gerau sowie weitere kommunal Verantwortliche haben den Appell unterschrieben.

Die Landesregierung jetzt selbst handeln
„Gerade einmal 47 Kinder und Jugendliche hat Deutschland aus den Lagern der griechischen Inseln aufgenommen, davon sechs das Land Hessen. Viele von ihnen hätten ohnehin einen Rechtsanspruch zum Familiennachzug gehabt. Die Landesregierung muss angesichts der katastrophalen Situation in den Lagern in Griechenland, Libyen und anderen afrikanischen Ländern jetzt selbst handeln. Andere Bundesländer tun es schon. Auch in Hessen sind viele Städte und Landkreise bereit, diese Menschen in Not aufzunehmen,“ sagt Dr. Yasmin Alinaghi, Vorstandsvorsit-zende der Liga Hessen.

Wir haben Platz.
Die Einreise von Flüchtlingen nach Deutschland geht stetig zurück. In Hessen wurden im April 2020 nur 162 Schutzsuchende registriert. Im März waren es 450, im Februar 684 und im Januar 756. Wir haben Platz.

Die Unterzeichnenden fordern die Hessische Landesregierung auf:

  • Schaffen Sie mit einem dauerhaften Landesaufnahmeprogramm sichere und legale Zugangswege und eine Lebensperspektive für jährlich mindestens 1.500 besonders verletzliche Flüchtlinge aus Flüchtlingslagern!
  • Ermöglichen Sie, dass Menschen aus den griechischen Flüchtlingslagern, die familiäre Beziehungen in Hessen haben, kurzfristig aufgenommen werden!
  • Setzen Sie alle Hebel in Bewegung, damit die Bundesregierung endlich ein dauerhaftes Aufnahmeprogramm auflegt und zwar für im Mittelmeer aus Seenot gerettete Personen, für allein reisende Kinder und kranke Kinder mit ihren Familien in griechischen Flüchtlingslagern. Setzen Sie ein Zeichen, indem Sie der Bundesregierung zusagen, im Rahmen eines solchen Programms pro Jahr mindestens 300 Flüchtlinge mehr aufzunehmen, als Sie es nach dem innerdeutschen Verteilmechanismus (Königsteiner Schlüssel) eigentlich müssen!

Menschlichkeit und Solidarität haben in Hessen eine lange Tradition. Die Menschen, für die wir uns mit diesen Forderungen einsetzen, brauchen beides – JETZT!

Öffnung der Gottesdienste unter weitreichenden Auflagen

Bild: Peter Weidemann. In: Pfarrbriefservice.de

Die hessische Landesregierung hat die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus ab 1. Mai gelockert, um das religiöse Leben, insbesondere die Feier von Gemeindegottesdiensten, in den Kirchen wieder schrittweise zu ermöglichen.

"Ich bin sehr dankbar, dass es  nun – bei allen Fragen, die bleiben – gelungen ist, zusammen mit der hessischen und der thüringischen Landesregierung einen Weg der vorsichtigen Öffnung zu finden." sagt Bischof Dr. Michael Gerber. Für Dechant Martin Gies bedeutet die neue Erlaubnis keine Rückkehr zur Normalität: „Es werden andere Gottesdienste sein, eher still und meditativ."

Umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen
Die Auflagen sind zahlreich und die Teilnehmer/innen-Zahl begrenzt. Dazu müssen besondere Vorsichtsmaßnahmen im Bereich der Hygiene eingehalten werden, um die Corona-Pandemie weiterhin einzudämmen.

Solidarisch sein
Der Fuldaer Bischof Dr. Michael Gerber schreibt dazu: "Ich hoffe und bete dafür, dass uns als Kirche ein Weg der Solidarität gelingt zwischen jenen, die in den Kirchen feiern, und jenen, die von zuhause aus mitfeiern. Seien wir solidarisch gerade auch mit jenen, denen unsere Glaubensfragen fremd sind und die möglicherweise mit sehr existenziellen Herausforderungen zu ringen haben."

Schutzkonzept (weiter unten zum Download)
"Auf absehbare Zeit ist die öffentliche Feier von Gottesdiensten nur mit deutlichen Einschränkungen möglich. Dies dient der Notwendigkeit,  die  Gesundheit  aller  Gottesdienstteilnehmer  zu  schützen." heißt es dazu unmissverständlich im aktuellen Schutzkonzepts des Bistums Fulda."Deshalb müssen  die  gottesdienstlichen  Versammlungen  so  gestaltet werden,  dass  die  Ge-fahr  der  Ansteckung  mit  dem  Sars-CoV-2-Virus  soweit  als  möglich  vermieden wird. Die staatlichen Bestimmungen in Hessen und Thüringen in ihrer jeweils geltenden Fassung sind zwingend einzuhalten. Sie werden durch die nachfolgenden Festlegungen im Hinblick auf die Gottesdienste konkretisiert."

Auf die existentiellen Fragen neu Antwort geben

Angesichts der Corona-Pandemie haben die Präsidenten des Synodalen Weges, Bischof Dr. Georg Bätzing, und Prof. Dr. Thomas Sternberg, einen Brief an die 230 Mitglieder der Synodalversammlung, die Beraterinnen und Berater sowie die eingeladenen Beobachterinnen und Beobachter des Synodalen Weges geschrieben. Die aktuelle Zeit, „die vielen viel abverlangt, lässt uns die wichtigen Dinge in den Blick nehmen und Wesentliches vom Unwesentlichen unterscheiden: die gelebte und erfahrene Solidarität mit anderen, die ich vielleicht kaum kenne, der Zusammenhalt und die Liebe in der Familie, das Eingebundensein in die Weltgemeinschaft, der Glaube an einen mit uns gehenden Gott“, heißt es in dem am 21. April 2020 veröffentlichten Brief, der weiter unten im Wortlaut heruntergeladen werden kann.

Andere Prioritäten setzen
„Angesichts der Corona-Pandemie und der damit verbundenen veränderten Rahmenbedingungen sind wir als Gläubige und Kirche nicht nur herausgefordert, im Licht des Evangeliums auf die existentiellen Fragen neu Antwort zu geben, sondern auch andere Prioritäten zu setzen.“ In dem Brief bestätigen Bischof Bätzing und Prof. Dr. Sternberg, dass die zweite Synodalversammlung nach jetzigem Stand wie geplant vom 3. bis 5. September 2020 in Frankfurt am Main stattfinden soll. „Uns ist bewusst, dass die Foren und verschiedenen Gremien des Synodalen Weges angesichts dieser Krise ungeahnten Ausmaßes nicht ungerührt zur Tagesordnung übergehen können. Wir möchten daher vorschlagen, die vielfältigen Entwicklungen kirchlichen Lebens aus den zurückliegenden Wochen wahrzunehmen, im Licht der Anliegen des Synodalen Weges zu reflektieren und Impulse für die weitere thematische Arbeit aufzunehmen“, so Bischof Dr. Bätzing und Prof. Dr. Sternberg.

Neue Dimension durch Corona-Krise
Die Präsidenten des Synodalen Weges würdigen in ihrem Brief die vielfältigen Initiativen und Entwicklungen, mit denen angesichts der Krise auf den Ausfall der gemeinsamen Feier der Liturgie und andere gravierende Einschränkungen im kirchlichen Leben reagiert wurde. „Das Engagement vieler Katholikinnen und Katholiken ist bewundernswert. Um die derzeitigen Aufbrüche für die Zukunft fruchtbar zu machen, ist es wichtig, sie zu reflektieren und ihre ‚Alltagstauglichkeit‘ zu prüfen.“ Weiter heißt es: „Da der Synodale Weg zuallererst die Ermöglichung der Verkündigung des Evangeliums zum Ziel und deshalb seinen Ort auch in den Herausforderungen dieser Wochen hat, wollen wir im Rahmen der Zweiten Synodalversammlung Zeit dafür reservieren, die gegenwärtige Situation und das vielfältig aufgebrochene kirchliche Leben zu bedenken und zu diskutieren. Die Corona-Krise fügt unseren definierten Themen, die ihre volle Bedeutung behalten, eine neue Dimension hinzu. Hier verdichten sich Fragestellungen, die Relevanz für den Synodalen Weg haben und für unsere Bemühungen um eine tragfähige Zukunftsgestalt unserer Kirche.“

Pfarrei Sankt Elisabeth Kassel: Filme und Gebetsimpulse statt gemeinsamer Gottesdienste

Da die öffentliche Feier der Ostergottesdienste aktuell nicht möglich ist, bietet die katholische Pfarrei Sankt Elisabeth Kassel umfangreiche Impulse auf  der Homepage und bei Facebook.

Finden kann man die Fotos, Texte und Gedanken auf

Mit unseren Gemeindemitgliedern auf diese Weise in Kontakt bleiben
Pfarrer Peter Bulowski und die anderen pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben Videoimpulse zu den Feiertagen aufgenommen, es gibt spezielle Filme auch für Kinder. „Wir wollen mit unseren Gemeindemitgliedern auf diese Weise in Kontakt bleiben und Impulse vertrauter Personen und aus gewohnten Kirchen schicken“, so Peter Bulowski. Mit Erfolg. Der erste Film zum Thema Palmsonntag wurde auf dem eigenen YouTube-Kanal und bei Facebook innerhalb kurzer Zeit von über 200 Menschen angesehen.

Weitere Hinweise
Zu den digitalen Angeboten gehören auch Hinweise und Links zu Livestreams der Festtagsgottesdienste, darunter auch aus Fulda mit Bischof Dr. Michael Gerber.

Nicht daran hindern lassen, Ostern zu feiern
„Das Coronavirus hat uns quasi das Osterfest, wie wir es gewohnt sind, blockiert. Aber das Coronavirus kann uns nicht hindern, Ostern zu feiern, anders als gewohnt, aber doch mit ganzem Herzen“, schreibt Pfarrer Peter Bulowski in einer Mail an Gemeindemitglieder. 

Wer braucht Hilfe? Wir sind erreichbar.

Im Bild (v.l.n.r.): Beatrix Ahr, Pastoralreferentin und Mentorin,
Martin Gies, Dechant des Dekanats Kassel-Hofgeismar,
Stefan Ahr, Pastoralreferent (Foto: Christoph Baumanns)

„Durch die Corona-Pandemie sind wir herausgefordert, unseren Dienst an den Menschen neu zu organisieren“, sagt Dechant Martin Gies zur aktuellen Situation der katholischen Kirche vor Ort. Wie das geht, bringen die Pastoralreferenten Stefan Ahr und Beatrix Ahr auf zwei Punkte: „Wer braucht Hilfe? Wir sind erreichbar.“ Pfarrer Martin Gies und die beiden Ahrs leiten als Team das katholische Dekanat Kassel-Hofgeismar, zu dem derzeit 22 Pfarreien gehören: von Volkmarsen/Wolfhagen im Westen bis Veckerhagen im Osten, von Naumburg/Baunatal im Süden bis Bad Karlshafen im Norden.

Die Menschen und Organisationen zeigen ihre starke Seite
Bei Dechant Gies löst die Welle an Hilfsbereitschaft große Zuversicht aus: „Hier zeigen die Nachbarschaften, die Gemeinden, Familien und Freundschaften gerade ihre ganz starke Seite.“ Dazu vernetzen sich die Kirchengemeinden gerade mit den Angeboten anderer Träger und Institutionen. Das alles macht Mut in einer Pandemie-Zeit, deren Ende nicht abzusehen ist und deren Gegenmaßnahmen den Menschen sehr viel abverlangen. Dazu gehört für Beatrix Ahr auch, eine Solidarität einzuüben, die nicht nur sich selbst in den Blick nimmt, sondern auch diejenigen, die von den offiziellen Hilfsangeboten, den Unterstützungsnetzwerken und den Hilfeleistungen von Stadt und Land nicht erreicht werden. Für Beatrix Ahr gehört dazu auch die Stimme für die Flüchtlinge zu erheben, die in diesen Wochen an der griechisch-türkischen Grenze so viel Leid erfahren müssen.

Angebote in kirchlichen Gemeinden und Caritas
Neben der telefonischen Erreichbarkeit (siehe Kasten) weist Pastoralreferent Stefan Ahr auf die Angebote in den kirchlichen Gemeinden hin, in denen die Menschen wohnen. „Es macht immer Sinn, sich mit den eigenen Fragen und Nöten an die örtliche Gemeinde zu wenden. Auch die Beratungsstellen und Dienste der Caritas arbeiten nach den Grundsätzen des Pandemiehandbuchs weiter.“ Dringende Termine/Beratungen nimmt die Caritas für Nordhessen und Kassel wahr und die Pflegedienste seien im Einsatz; allerdings würde da wo möglich Patienten/innen in die Pflege von Angehörigen übergeben.

Offene leere Kirchen
Die Gottesdienste in den Kirchen sind verboten, auch das Beten in der Gruppe ist dort untersagt. Dennoch gibt es einige Kirchen, die ihre Türe geöffnet haben. Die leeren offenen Kirchen geben einzelnen Beterinnen und Betern einen Ort für ihr Gebet. „Die leeren Kirchen können so auch ein Zeichen des Miteinander-Verbunden-Seins bedeuten.“ sagt Dechant Martin Gies: „Mitmenschlichkeit zeigt sich in Zeiten der Pandemie dadurch, dass wir Distanz zueinander einhalten. Das ist gerade für die Kirche ein neuer Schritt: Denn das Miteinander zum Beispiel im Gottesdienst gehört ja wesentlich zum kirchlichen Leben.“

Viele neue Ideen
„Bei uns in den Kirchen läuft die Ideenmaschine auf Hochtouren“, freut sich Pastoralreferentin Beatrix Ahr. „Wir suchen nach neuen Möglichkeiten, gut in Kontakt zu kommen und zu bleiben. Was ist sinnvoll und bereitet auch Freude, wenn Besuche und Treffen in den Gemeinden wie auch in Stadt und Land kaum möglich sind?“ Ausprobiert werden gerade mehr schreiben, mehr anrufen, aufmerksamer nach Menschen Ausschau halten, die vielleicht Hilfe benötigen. „Wer in Angst und Sorge ist, braucht einen zuversichtlichen Gesprächspartner. Wer eine Idee hat, sucht nach Mitstreiterinnen und Mitstreitern. Hier finden sich in den Gemeinden immer Menschen, die mitmachen.“ betont Dechant Martin Gies.

Telefonnummern
Dechant Martin Gies: Tel. 0561 / 811455
Pastoralreferent Stefan Ahr: Tel. 0561 / 7004-135
Pastoralreferentin und Mentorin Beatrix Ahr: Tel. 0561 / 8705 7775
Dekanat Kassel-Hofgeismar im Regionalhaus Adolph Kolping: 0561 / 7004-156, -151

Erreichbarkeit der Pfarreien in Kassel und Umgebung
Die Pfarrbüros sind für den Publikumsverkehr geschlossen, aber zu den Bürozeiten telefonisch erreichbar. Hier sind Telefonnumern und Links notiert ...

Regeln des füreinander Daseins
Die katholische Kirche praktiziert auch vor Ort die Regeln, die Staat, Bundesland, Stadt und Landkreis jeweils vorgeben. Das hat für das Leben der Kirche im Dekanat Kassel-Hofgeismar folgende Auswirkungen:

Gottesdienste
Eucharistiefeiern und alle anderen liturgischen Feiern sind bis auf Weiteres untersagt. Dementsprechend sind die Gläubigen von der Sonntagspflicht befreit. Wer in die Kirche zum Beten kommt, darf nur alleine für sich beten und kein gemeinsames Gebet initiieren.

Veranstaltungen
Sämtliche Veranstaltungen und Angebote unterbleiben für den Zeitraum, in dem die entsprechenden staatlichen bzw. behördlichen Reglementierungen gelten.

Trauungen und Taufen
Trauungen und Taufen werden aufgeschoben, da eine öffentliche Feier derzeit nicht möglich ist. Aus schwerwiegenden Gründen kann dem Wunsch nach einer Trauung oder Taufe entsprochen werden. Die Feier ist dann jedoch nur im kleinsten Kreis möglich.

Beerdigungen
Beerdigungen können nur im engsten Familienkreis am Grab stattfinden. Weder Wortgottesdienste in Friedhofskapellen noch das Requiem in Kirchen oder Kapellen sind möglich. Trotz dieser Begleitumstände wird auf ein würdiges Begräbnis geachtet. Die Feier eines Requiems ist auf einen Zeitpunkt nach Ende der derzeitigen Krise zu verschieben.

Erstkommunion
Erstkommunionen im ersten Halbjahr 2020 entfallen. Das haben für das Dekanat Kassel-Hofgeismar schon Heilig Geist (Vellmar) und St. Antonius von Padua (Kassel, Lohfelden, Kaufungen) mitgeteilt. Weitere werden folgen.

Firmungen
Firmungen finden in diesem Kalenderjahr im Dekanat Kassel nicht statt. Für sie würde sonst für sie dasselbe gelten.

Beichte
Das Sakrament der Beichte kann weiterhin gespendet werden, allerdings nur außerhalb des Beichtstuhls und unter sorgfältiger Beachtung der Hygiene-Vorschriften.

Spendung der Krankenkommunion
Die Spendung der regulären Krankenkommunion ist nicht möglich. Jedoch können Gläubige unabhängig von Alter oder Erkrankung die heilige Kommunion und die Krankensalbung empfangen, wenn sie von sich aus darum bitten. Sie dürfen aber nicht am Coronavirus erkrankt sein und nicht unter Quarantäne stehen. Unter Einhaltung der hygienischen Vorsichtsmaßnahmen können sie an ihrem Wohnort besucht werden.

Hausbesuche und seelsorgliche Einzelgespräche
Alle turnusmäßigen Besuche werden abgesagt. Nur im Krisenfall dürfen sie stattfinden. Möglicherweise lassen sich andere Formen als die der persönlichen Begegnung finden: Skype/Mailkontakt/Chat/Telefongespräch.

Senioreneinrichtungen, Krankenhäuser
Seelsorgliche Besuche fallen nach den hessischen Verordnungen nicht unter die Besuchsregelungen, aber sie sind „auf das absolut erforderliche Mindestmaß zu beschränken“.

Gemeinderäume/-häuser
Vermietungen von Gemeinderäumen/-häusern sind derzeit nicht erlaubt und geplante Vermietungen werden abgesagt.

TelefonSeelsorge Nordhessen
Die Telefonseelsorge bleibt selbstverständlich weiterhin unter den bekannten Rufnummer 0800 - 111 0 111 und 0800 - 111 0 222 rund um die Uhr erreichbar. Die TelefonSeelsorge ist in ihrem Menschenbild und ihrer Arbeitsweise den christlichen Kirchen verbunden, sie ist aber für jeden unabhängig von Geschlecht, Alter, Weltanschauung oder Konfession da.

Erreichbarkeit der Pfarreien in Kassel

Die Pfarrbüros sind für den Publikumsverkehr geschlossen, aber zu den Bürozeiten telefonisch und rund um die Uhr per E-Mail erreichbar.
Hier die Kontaktdaten der Pfarreien in Kassel:

Die Kontaktdaten der Pfarreien im Landkreis Kassel (die Liste ist noch nicht vollständig):

Gottesdienste im Internet und Fernsehen

Bild: www.bistum-fulda.de

Livestream, Liveübertragung, Youtube, Mediatheken und die Archive der unterschiedlichen Sender: Es gibt zahlreiche Übertragungen von Gottesdiensten im Fernsehen und im Internet.

Das Bistum Fulda bietet auf seinen Internetseiten einen Überblick über die Möglichkeiten, auch aus der räumlichen Distanz einem katholischen Gottesdienst beizuwohnen.

Vor allen Opfern verneigen wir uns - Gemeinsame Erklärung der katholischen und evangelischen Kirche

Foto vom Torhaus des KZ Auschwitz-Birkenau, Aufnahme kurz nach der Befreiung 1945
(Bundesarchiv, B 285 Bild-04413 / Stanislaw Mucha / CC-BY-SA 3.0)

Mit einer gemeinsamen Erklärung zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar erinnern der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, an die Opfer des Nationalsozialismus. Zugleich rufen sie Politik und Gesellschaft dazu auf, dem wachsenden Antisemitismus entschlossen entgegenzutreten:

Keinerlei Respekt für das Leben und die Würde des Menschen
„Der Name Auschwitz steht für das systematische Massenmorden, das während des Zweiten Weltkriegs in den von deutschen Truppen besetzten Gebieten Europas verübt wurde. Die Erinnerung an den millionenfachen Mord in Auschwitz erfüllt uns bis heute mit tiefer Trauer.“ Der Gedenktag erinnere aber auch an die Überwindung eines politischen Systems, das keinerlei Respekt für das Leben und die Würde des Menschen kannte und die Ausrottung ganzer Menschengruppen zum Programm erklärte und systematisch organisierte, so Landesbischof Bedford-Strohm und Kardinal Marx.

Verrat an den geschundenen und ermordeten Menschen
„Vor allen Opfern verneigen wir uns. Ihr Andenken darf weder den heute lebenden Generationen noch den künftigen gleichgültig werden. Denn es wäre ein Verrat an den geschundenen und ermordeten Menschen und es wäre zugleich ein Verrat an den Werten der menschlichen Zivilisation, würden wir das Leiden und Sterben von Auschwitz im Nebel der Geschichte versinken lassen.“

Schuldgeschichte der Kirchen
Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm erinnerten dabei auch an die Schuldgeschichte der Kirchen: Diese dürften nicht darüber hinwegsehen, „dass viele Christen mit dem nationalsozialistischen Regime kollaboriert, zur Verfolgung der Juden geschwiegen oder ihr sogar Vorschub geleistet haben. Auch Verantwortliche und Repräsentanten der Kirchen standen oft mit dem Rücken zu den Opfern. Es besteht kein Zweifel: Zu dieser Schuldgeschichte müssen sich die Kirchen in Deutschland bekennen.“ Der Antijudaismus, die Ablehnung der Juden aus religiösen Gründen, habe über Jahrhunderte hinweg die europäische Kultur geprägt, heißt es in der Erklärung. „Der tief auch in den Kirchen verwurzelte Judenhass der früheren Zeiten nährte den Judenhass der Moderne. Auch diesem Schulderbe müssen sich die Kirchen stellen.“

Dem Judenhass entschlossen entgegenzutreten
„Angesichts eines heute auch in Deutschland wieder stärker hervortretenden Antisemitismus rufen Landesbischof Bedford-Strohm und Kardinal Marx Politik und Gesellschaft dazu auf, dem Judenhass entschlossen entgegenzutreten: „Als Vertreter unserer Kirchen sagen wir: Unsere jüdischen Brüder und Schwestern müssen angesichts unseres Verhaltens überzeugt sein können, dass die Christen an ihrer Seite stehen, wann immer sie diffamiert, eingeschüchtert oder angegriffen werden. Diese Haltung sind wir der Einsicht in die Geschichte und unserem eigenen Glauben schuldig.“

Pressemitteilung der Pressestellen der Deutschen Bischofskonferenz
und der Evangelischen Kirche in Deutschland
vom 24. Januar 2020

Katholische und evangelische Kirche in Kassel betonen Solidarität mit der jüdischen Gemeinde

Die Synagoge in Halle (Saale) im Blick über die Mauer des jüdischen Friedhofs.
Foto: Von Allexkoch - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0

Der Anschlag in Halle an der Saale wühlt viele Menschen auf. Die Trauer über die beiden Toten, das Mitgefühl mit den Schwerverletzten und allen Angehörigen, aber auch das Entsetzen über die hasserfüllte, antisemitische und rechtsextreme Motivation des Täters, der noch dazu versuchte, in der Haller Synagoge ein Blutbad anzurichten, bestimmen die Gespräche in den Tagen danach.

Solidaritätsbekundungen
Zahlreich sind auch die Solidaritätsbekundungen mit der jüdischen Gemeinde in Halle und darüber hinaus mit den jüdischen Gemeinden in ganz Deutschland. So betonten die katholische und evangelische Kirche in Kassel in ihrem gemeinsamen Brief an die Jüdische Gemeinde Kassel: "Die katholischen und evangelischen Gemeinden unserer Stadt stehen in voller Solidarität an der Seite unserer jüdischen Geschwister. Wir versichern Ihnen erneut, dass wir mit aller Entschiedenheit den antisemitischen Strömungen energischsten Widerstand entgegensetzen."

Besuch von Dechant Fischer und Dekan Dr. Glöckner im Sara Nussbaum-Zentrum, Kassel
Dechant Harald Fischer und Dekan Dr. Michael Glöckner besuchten die Kasseler jüdische Gemeinde im Sara Nussbaum-Zentrum und übergaben der Vorsitzenden Ilona Katz ihr Solidaritätsschreiben.

Hier der Wortlaut:

10. Oktober 2019

Sehr geehrte Frau Haß!
Sehr geehrte Frau Katz!
Sehr geehrter Herr Rabbiner Nekrich!
Sehr geehrte Mitglieder der Jüdischen Gemeinde in Kassel!

Mit Entsetzen und großer Trauer schauen wir auf die Ereignisse in Halle an der Saale, die uns ins Mark treffen. Nach jetzigem Erkennt-nisstand hat ein Mensch aus antisemitischem Hass gemordet, verletzt und offenbar versucht, in der Haller Synagoge ein Blutbad anzurich-ten. Besonders perfide ist, dass dieser Anschlag offenbar bewusst gerade an Jom Kippur verübt wurde, der Tag, an dem Juden in aller Welt den großen Versöhnungstag begehen, Vergebung untereinander zusprechen und sich der Barmherzigkeit Gottes anvertrauen. Dieser offenbar gewordene Hass verwundet uns alle aufs Tiefste. Nicht nur Juden sind weit über Halle hinaus betroffen; dieser Anschlag gilt der zivilisierten Welt und allen Menschen guten Willens.

Wir sprechen Ihnen unser Mitgefühl und unsere tiefempfundene An-teilnahme an dem schrecklichen Geschehen aus. Die katholischen und evangelischen Gemeinden unserer Stadt stehen in voller Solidarität an der Seite unserer jüdischen Geschwister. Wir versichern Ihnen erneut, dass wir mit aller Entschiedenheit den antisemitischen Strömungen energischsten Widerstand entgegensetzen. Mit dem Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, rufen wir alle Menschen dazu auf, sich gerade im Alltag den Diskriminierungen und Bedrohungen, denen Juden heute leider wieder ausgesetzt sind, energisch und deutlich entgegenzustellen. Wir brauchen und zeigen Zivilcourage, gerade im Alltag, damit dem neonazistischen Gedankengut der Boden entzogen wird!

Wir sind so dankbar, dass es nach dem schrecklichen Versagen der staatlichen Institutionen in Deutschland zwischen 1933 und 1945 endlich wieder eine starke jüdische Gemeinde in Kassel gibt. Alle jüdi-schen Bürgerinnen und Bürger sollen sich in unserer Stadt zu Hause, wohl und sicher fühlen. Es ist unerträglich, dass – auch in Kassel – Menschen wieder Angst haben, sich in der Öffentlichkeit als Juden zu erkennen zu geben.

Wir wollen als Kirchen unseren Beitrag dazu leisten, dass dieser schändliche Antisemitismus, der die Menschlichkeit selbst im Kern zerstört, keinen Platz in unserer Gesellschaft findet. Wir wissen uns im Gebet und im Handeln mit Ihnen verbunden.

Für die Katholische Kirche Kassel: gez. Dechant Harald Fischer
Für den Evangelischen Stadtkirchenkreis Kassel: gez. Dekan Dr. Michael Glöckner

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Auch Bischof Gerber sichert jüdischer Gemeinde christliche Solidarität zu

Der katholische Bischof von Fulda, Dr. Michael Gerber, hat die jüdischen Gemeinden in Fulda, Hanau, Kassel und Marburg angeschrieben und ihre Mitglieder der Solidarität der Christen seiner Diözese versichert.
„Voll Trauer und Entsetzen haben die Christen im Bistum Fulda die Nachricht von der Bluttat in Halle vernommen. Unser Mitgefühl gilt den Opfern und ihren Familien. Wir werden sie in diesen Tagen besonders in unsere Gebete einschließen“, schreibt der Oberhirte in den Briefen an die Gemeinden. „Die Tat in Halle wirft viele Fragen auf, wie es um den Schutz des jüdischen Lebens in unserem Land bestellt ist“, gibt der Bischof zu bedenken.
Es schmerze ihn sehr, dass diese Tat ausgerechnet am Jom Kippur verübt wurde, jenem Tag, der in besonderer Weise der Erneuerung und der Versöhnung gewidmet sei und „auf Gottes Verheißung für das Volk seines Bundes“ verweise. Bischof Gerber spricht den jüdischen Schwestern und Brüdern den Wunsch aus dem Buch Maleachi zu: „Für euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen, und ihre Flügel bringen Heilung“ (Maleachi 3,20).

Pressemitteilung des Bistums Fulda vom 10.10.2019

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Die Vereinigung der Arbeitsgemeinschaften für Katholische Theologie erklärt angesichts des Überfalls auf die Synagoge in Halle:

Der antisemitisch motivierte Anschlag auf die Synagoge von Halle erschreckt uns alle zutiefst. Wir sind entsetzt darüber, dass eine solche Tat in Deutschland möglich geworden ist, und solidarisch mit den Jüdinnen und Juden in Deutschland.
Als Professorinnen und Professoren für Katholische Theologie sehen wir uns darüber hinaus in der Verantwortung, die antijüdischen Denkmuster, die Theologie und kirchliche Frömmigkeit zur Entstehung des Antisemitismus über Jahrhunderte hinweg beigetragen haben, aufzudecken und z u widerlegen. Wir bekennen uns in Forschung und Lehre zu einer christlichen Theologie, die selbstkritisch allen antijüdischen theologischen Denkbewegungen entgegensteht und die die untrennbare Verbundenheit des Christentums mit dem Judentum immer wieder aufs Neue vergegenwärtigt.
Wir hoffen, dass wir damit einen Beitrag dazu leisten, dass Antisemitismus in unserer Gesellschaft nicht noch weiter Fuß fassen kann.
 
Prof. Dr. Gerd Häfner, Vorsitzender
Ludwig-Maximilians-Universität München

Prof. Dr. Norbert Clemens Baumgart, Stellvertretender Vorsitzender
Universität Erfurt

Hintergrund:
Die „Vereinigung der Arbeitsgemeinschaften für katholische Theologie“ vertritt die Belange der theologischen Fächer gegenüber staatlichen und kirchlichen Stellen, die mit wissenschaftspolitischen Fragen befasst sind, sowie gegenüber den Wissenschaftsorganisationen. In Fragen von Lehre und Forschung, die für die Fächer der Theologie Bedeutung haben, soll die Vereinigung Absprachen herbeiführen.
Die katholische Theologie kennt eine Vielfalt wissenschaftlicher Disziplinen. Sie spiegelt sich in den Theologischen Arbeitsgemeinschaften als Fachorganisationen wider. Die Arbeitsgemeinschaften, die zum Teil auf eine jahrzehntelange Geschichte zurückblicken und die katholische Theologie in Deutschland, Österreich und der Schweiz repräsentieren, stellen mit der „Vereinigung der Arbeitsgemeinschaften für katholische Theologie“ eine gemeinsame Stimme der Theologie dar. Vorsitzender ist Prof. Dr. Gerd Häfner, Neutestamentler an der Ludwig-Maximilians-Universität München, stellvertreten wird er vom an der Universität Erfurt lehrenden Alttestamentler Prof. Dr. Norbert Baumgart.

Aktuelle Entwicklungen und Fortschritte beim pastoralen Prozess Bistum Fulda 2030

Bild: www.2030.bistum-fulda.de

Mit einem neuen Internetauftritt informiert das Bistum Fulda jetzt über die aktuellen Entwicklungen und Fortschritte seines pastoralen Projektes, den Bistumsprozess „zusammen wachsen – Bistum Fulda 2030“.

Theologische Grundlagen und strategische Ziele
Die neue Homepage „2030.bistum-fulda.de“ vergegenwärtigt die theologischen Grundlagen und die strategischen Ziele des Prozesses und rückt die unterschiedlichen Ebenen in den Vordergrund, auf denen Gläubige und Ehrenamtliche der Diözese ihre Meinungen und Visionen zu einer Kirche einbringen können, die sich aktiv auf einem Weg nach vorne befindet.

Umfangreicher Downloadbereich
In einem umfassenden Downloadbereich finden sich Dokumente, Expertisen und Arbeitsmaterialien, die zur Thematik hinführen und Grundlagen für die Mitarbeit in dem Prozess bereitstellen.

Fünf neue Fachgruppen
Der Onlineauftritt informiert auch über fünf neue Fachgruppen, die in den nächsten Monaten Ideen und Zukunftsentwürfe erarbeiten. Diese Fachgruppen bestehen aus ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitgliedern, die auf verbindliche Ergebnisse der ersten Projektphase zurückgreifen. Konkret geht es um ein „Netzwerk pastoraler Orte“, also um die Zusammenarbeit der Pfarreien, um „Leitung und Führung“, natürlich auch um „Finanzen“, „Verwaltungsstrukturen“ und um eine neue „Pfarreienlandkarte“, also darum, wie sich neue, fusionierte Pfarrgemeinden geografisch darstellen werden. 
Welche Wege Pfarreien des Bistums bereits eingeschlagen haben und welche Erfahrungen diese damit gemacht haben, erfährt man in der Rubrik „Berichte und News“ – so auf der Seite über die „Pastoralinnovation Gelnhausen“ oder über die Pfarrei St. Elisabeth Kassel, zu der sich vier Pfarreien zusammengeschlossen haben.

Der Weg des Bistums in die Zukunft
„Bistum Fulda 2030“ ist die Kirchenentwicklung der Diözese Fulda und damit der Weg des Bistums in die Zukunft. Es ist ein gemeinsamer Prozess, ein Weg, den Ehrenamtliche und Hauptamtliche aus Pfarreien und kirchlichen Einrichtungen gemeinsam gehen, um das Bistum für die kommenden Jahre neu aufzustellen.

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