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Sinnenfreudige Nacht der offenen Kirchen

In einer Nacht mit Tanz und Live-Musik durch St. Familia schweben. Die großen Orgeln in der Martinskirche und in der Elisabethkirche erleben. Einen griechischen Abend in der malerischen Klosterkirche in Nordshausen genießen. Auf kreativen Gebets-Wegen in der Erlöserkirche Fasanenhof zur Ruhe kommen. Heilige wie Hildegard von Bingen und Theresa von Avila in St. Maria am Bebelplatz kennenlernen. Etwas versteckte, lebendige Gemeinden wie Pauluskirche, St. Michaelis-Kirche, Kirche im Hof bei Führungen, Musik, Begegnungen und kleinen Köstlichkeiten kennenlernen ...

... Das und noch viel mehr bietet die sechste Nacht der offenen Kirchen, zu der am Freitag, 23. Juni, die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Kassel (ACK) einlädt. 40 Kirchengemeinden und christliche Gemeinschaften öffnen in der Zeit von 18 bis 24 Uhr ihre Türen.

200 Veranstaltungen
Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein vielfältiges Programm mit rund 200 Veranstaltungen. Das Angebot reicht von Ausstellungen, Tanz, Theater, über Meditationen, Gottesdienste und Andachten bis hin zu Mitmachaktionen und vielem mehr. Führungen in die Gewölbe, auf die Kirchtürme und durch die Kirchen laden zur Erkundungen ein.

Schwerpunkt Musik
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Musik. Die Bandbreite reicht von Klassik, Gospel, Blues, Jazz, Pop und Weltmusik, von Vokalmusik mit Kinder-, Jugend- und Kirchenchören, über Orgelspiel und Posaunenklänge.

Gastfreundschaft
Auch Gastfreundschaft wird gepflegt: Zu Speisen und Getränken - regional und international - wird in die Kirchgärten und -höfe eingeladen. Vielerorts werden die Besucher mit Abendliedern, einem Gebet und Segen zur guten Nacht verabschiedet.

Entdeckungen
„Viele Besucherinnen und Besucher der vergangenen Jahre erzählen von ihren Entdeckungen in dieser besonderen Nacht. Sie bietet Anlass, Kirchen und Orte zu entdecken, die man noch nicht kennt“, sagt Stadtdekanin Barbara Heinrich, Vorsitzende der ACK.

Gemeinsame Freude, Inspiration, Gespräche
An jedem dieser Orte haben sich engagierte Menschen vorbereitet, Sie zu begrüßen, Ihnen etwas zu zeigen, Sie etwas zu erfreuen und zu inspirieren, und - sofern Sie es möchten - mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Kassel und das ökumenische Vorbereitungsteam wünschen Ihnen eine "gute Nacht" - aber ganz anders als in den übrigen Nächten!

Programmhefte mit allen Veranstaltungen liegen an vielen bekannten Stellen in der Stadt und in den teilnehmenden Kirchengemeinden aus.

Zeit der Kunst in Stadt und Kirche - was denken Sie?

Bischof Heinz Josef Algermissen und die Künstlerin Anne Gathmann
bei der Vernissage der Ausstellung in der Elisabethkirche
(Foto: Kerstin und Marcus Leitschuh)
 

In diesem Sommer ist Kassel wieder die Stadt der Kunst aus aller Welt: die documenta 14, die Installation "Statik der Resonanz" in der katholischen Elisabethkirche, die Ausstellung "Luther und die Avantgarde" in der evanglischen Karlskirche und viele weitere Ausstellungen und Aktionen in Kassel.

Die Spirituellen Impulse von Sankt Familia nehmen die Inspirationen auf, die uns die Kunst und die Stadt von Juni bis September schenken, und gibt sie hier als Anregungen weiter. Wer zur Kunst einen interessanten eigenen Gedanken hat oder ein Zitat besonders aussagekräftig findet, kann das gerne an die Redaktion senden.

Elisabethkirche bekommt Kultur-Sonderpreis 2017 der Stadt Kassel

Foto: Dietrich Fröba

Den Sonderpreis des Kulturförderpreises der Stadt Kassel erhalten die evangelische Kirchengemeinde Kassel-Mitte an der Martinskirche und die katholische Pfarrei Sankt Elisabeth für ihre herausragende kulturelle Arbeit in der Innenstadt.

Überzeugende Programmgestaltung
„Die Martinskirche und die Elisabethkirche stehen für kontinuierliche künstlerische und musikalische Programmgestaltung auf höchstem Niveau. Sie eint darüber hinaus ihr außergewöhnliches Engagement für die Orgel als nicht nur kirchenmusikalisch tragendes Instrument“, so der Magistrat in ihrer Begründung.

Beitrag zur Stadtkultur
Stolz und erfreut zeigt sich der Pfarrer von St. Elisabeth, Peter Bulowski: „Diese Auszeichnung ehrt uns und zeichnet die von Regionalkantor Thomas Pieper und vor allen Dingen Ehrenamtlichen der Gemeinde getragene kirchenmusikalische und kulturelle Arbeit in der Elisabethkirche aus.“ Belohnt würde auch das große finanzielle Engagement von Bistum Fulda und Kirchengemeinde, das 2015 die Einweihung der denkmalgeschützten Bosch-Bornefeld-Orgel in der Elisabethkirche möglich gemacht hat. Bulowski: „Sankt Elisabeth leistet einen guten Beitrag zur Stadtkultur und gleichzeitig zum heilsamen Wirken der Kirche und dieser Form der Citypastoral in der Innenstadt.“

Evangelische Martinskirche und katholische Elisabethkirche
„Durch die Überführung der historischen Bosch-Bornefeld-Orgel von der Martinskirche zur Elisabethkirche haben sich beide Gemeinden für den Erhalt eines wertvollen musikalischen Zeugnisses eingesetzt und zugleich den Weg geebnet für einen beeindruckenden Orgelneubau in der Martinskirche“, so die Stadt in ihrem Pressetext. Für dieses nachhaltige kulturelle Engagement erhalten beide Kirchengemeinden im documenta-Jahr 2017 den undotierten Sonder-Kulturförderpreis.

Preisverleihung am 3. Dezember
Die Auszeichnung mit dem Kulturförderpreis der Stadt Kassel gehört zu einem der wichtigen kulturellen Ereignisse des Jahres. Gefördert werden seit 1987 Künstlerinnen und Künstler, Kulturinitiativen und Kulturprojekte. Sonderpreise werden nur zu besonderen Anlässen vergeben. Die Preisverleihung 2017 findet am Sonntag, 3. Dezember, um 11:30 Uhr im Schauspielhaus des Staatstheaters Kassel statt.

Vortrag 25. Juni: Kunst als Lebensmittel

Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg ist leidenschaftlicher Politiker und Kunstkenner. Am bekanntesten ist er derzeit durch sein Amt als Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken: mitten im Aufbruch der Katholischen Kirche in Deutschland zu neuen Formen von Kirche- und Gemeindesein. Aus den Überschneidungen von Kunst, Politik, Kirche ergeben sich seine besonderen Perspektiven auf die Kunst.

Der Referent:
Nach Bäckerlehre und Abendgymnasium studierte Thomas Sternberg, geboren 1952, Germanistik, Kunstgeschichte und Theologie in Münster, Rom und Bonn. Er war Direktor der „Katholisch-Sozialen Akademie Franz Hitze Haus" in Münster. 2015 wurde er zum Präsidenten des Zentralkomitess der deutschen Katholiken gewählt. Seit 2005 ist Sternberg (CDU) Mitglied des Landtages von Nordrhein-Westfalen und dort unter anderem Sprecher des Ausschusses für Kultur und Medien.

Die Sonntagsvorträge
Namhafte Theologen, Kunstdenker und Kunstmanager kommen bis 17. September jeweils ab 16:30 Uhr in der Elisabethkirche zu Wort. Im Begleitprogramm zur Installation „Statik der Resonanz. Anne Gathmann in der Elisabethkirche“ ist Mitdenken, Nachfragen und Mitreden erwünscht. Der Eintritt ist frei, über eine Spende freuen sich die Veranstalter.

15.–17.09.: Unseren Glauben verstehen - was Christen eigentlich glauben

Foto: Bernd Kasper_/ pixelio.de

"Jetzt weiß ich, was eigentlich mit dem christlichen Glauben gemeint ist." Das sagen die Teilnehmenden zum Glaubensseminar, das die Exerzitienseelsorge Kassel jedes Jahr anbietet, 2017 vom 15. bis 17. September. 

Ganz viele Glaubensfragen können geklärt und beantwortet werden. Exerzitienseelsorger Pfr. Harald Fischer empfiehlt dieses Seminar sehr: "Für sich selbst, aber auch für andere Menschen, die vielleicht mit dem Glauben Probleme haben oder für die viele Glaubensfragen bisher unbeantwortet geblieben sind. Geben Sie diese Information gern weiter!"

Abschiebestopp nach Afghanistan ist das Gebot der Stunde

Geographische Karte. Bild: Sommerkom - Selfmade,
based on topographic data: SRTM30 V2.1, CC BY-SA 3.0
 

In der HNA vom 1.6.2017 forderte der Kommentator die Beibehaltung der Abschiebeflüge in das zerrissene und kriegsgeschüttelte Land. Für Dechant Harald Fischer ist das "unmenschlich". Hier seine Erklärung im Wortlaut:

Leben in Afghanistan ist lebensgefährlich
"Seit vielen Jahrzehnten greift die westliche Welt in verheerender Weise in Afghanistan ein. Menschen, ökonomische Ressourcen und Material werden ohne jeden nachhaltigen Erfolg geopfert - das zeigt sich heute nicht nur durch den letzten verheerenden Terroranschlag in Kabul, bei dem über 90 Menschen getötet und hunderte Menschen schwer verletzt wurden, sondern jeden Tag. Leben in Afghanistan ist lebensgefährlich. Das bezeugen die vielen Flüchtlinge, die hierher kommen, um sich und ihre Angehörige zu schützen.

Ein unmenschliches Gesicht
Jetzt unter der Überschrift 'Recht muss gelten' (HNA 1.6.2017) die Beibehaltung der Abschiebeflüge in dieses zerrissene und kriegsgeschüttelte Land zu fordern, ist gnadenloser Zynismus. Solche Forderungen “erscheinen” nicht nur hart, sie sind es auch: Sie zeigen ein unmenschliches Gesicht und widersprechen der Menschlichkeit. Auch in Kassel leben Menschen, denen die Angst vor einer drohenden Abschiebung nach Afghanistan das Leben fast unerträglich macht.

Das Gebot der Stunde
Gut, dass die Kirchen sich hier einig sind: Ein allgemeiner Abschiebestopp nach Afghanistan ist das Gebot der Stunde."

Dechant Harald Fischer
Katholische Kirche Kassel

2018, 30.04. bis 09.05.: Exerzitien in Tabgha am See Genezareth

Kirche der Brotvermehrung, Vorplatz, Tabgha, Israel.
Foto: Grauesel auf wikivoyage shared, CC BY-SA 3.0
 

Die Exerzitien am See Genezareth 2018 laden dazu ein, sich der Spiritualität Jesu, seinem Glauben und seiner Botschaft zu öffnen und diese auf das eigene Leben hin zu betrachten und zu befragen: Welche Bedeutung kann der Glaube Jesu im Sinne der Nachfolge für mein eigenes Leben erhalten?

Eine nicht enden wollende Gewalt

Alter koptischer Stoff aus Ägypten.
Foto (Ausschnitt) von Hans Bernhard (Schnobby)
- Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Wikipedia

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft ComECE, Kardinal Reinhard Marx, erklärt zu dem heutigen (26. Mai 2017) Anschlag südlich von Kairo:

„Erneut sind heute koptische Christen Opfer eines Anschlags geworden. Bei dem Angriff von Bewaffneten auf einen Bus haben mindestens 26 Menschen ihr Leben verloren, viele sind verletzt. Die Nachricht hat mich tief erschüttert. Meine Gebete und Gedanken sind bei den Menschen, die ihr Leben verloren haben, bei allen Verletzten und den Angehörigen. Im Namen der Deutschen Bischofskonferenz und der katholischen Gläubigen in Deutschland möchte ich allen koptischen Christen und Papst Tawadros II., dem Oberhaupt der Koptisch-Orthodoxen Kirche, mein tief empfundenes Mitgefühl aussprechen.

Mit allen legitimen Mitteln stoppen
Die heutige Bluttat reiht sich ein in eine Vielzahl von Anschlägen, denen koptische Christen in Ägypten in den vergangenen Jahren zum Opfer gefallen sind. Erst im April wurden Bombenattentate auf zwei koptische Kirchen verübt. Diese nicht enden wollende Gewalt gegen die christliche Minderheit macht fassungslos. Sie muss mit allen legitimen Mitteln gestoppt werden.

Ein kraftvolles Zeichen für den Frieden
Papst Franziskus hat mit seinem erst einen Monat zurückliegenden Besuch in Ägypten die christlich-islamischen Beziehungen gestärkt und den bedrängten Christen Mut zugesprochen. Die Worte des Heiligen Vaters sind in vielen Teilen der Welt, auch unter den Muslimen, als kraftvolles Zeichen für den Frieden verstanden worden. Christen und Muslime müssen nun gemeinsam alles dafür tun, dass unsere christlichen Schwestern und Brüder in Sicherheit und Frieden leben können. Lasst uns gemeinsam einstehen für Zusammenhalt, Menschlichkeit, Frieden und Nächstenliebe und allen widerstehen, die Hass und Gewalt predigen!“

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz vom 26. Mai 2017

Mit Bestürzung und großer Trauer

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft ComECE, Kardinal Reinhard Marx, schreibt in seiner Kondolenz an den Vorsitzenden der katholischen Bischofskonferenz von England und Wales, Kardinal Vincent Gerard Nichols, zu dem gestrigen (22. Mai 2017) Anschlag in Manchester:

„Mit Bestürzung und großer Trauer habe ich die Nachricht von dem Selbstmordattentat in Manchester aufgenommen, bei dem vor allem viele junge Menschen zu den Opfern zählen. Ich übermittle Ihnen, den Gläubigen und Ihrem Land mein tief empfundenes Mitgefühl in diesen schmerzlichen Stunden.

Dass bei einem Pop-Konzert mit Absicht so viele junge Menschen getötet und verletzt werden, macht uns fassungslos. Das Attentat trifft England und ganz Europa. Mehr denn je müssen wir zusammenstehen für Frieden, Humanität und Solidarität.

Meine Gedanken und Gebete sind bei den Toten, den Verletzten und deren Angehörigen. Angesichts der sinnlosen Gewalt versagen jegliche Worte. Sie dürfen sicher sein, dass die Kirche in Deutschland Ihnen im Gebet verbunden ist.“

Quelle: Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz, Pressemitteilung vom 23. Mai 2017

Durch Resonanz entsteht ein anderer Raum

Die Katholische Kirche eröffnet zur documenta-Zeit einen eigenen Raum für Gegenwartskunst: die Elisabethkirche am Friedrichsplatz. Zu sehen ist die Installation „Statik der Resonanz“ der Berliner Künstlerin Anne Gathmann. Die Ausstellung wird am 25. Mai, 15 Uhr durch Bischof Heinz Josef Algermissen eröffnet. Bis 23. September gibt es zudem ein abwechslungsreiches Begleitprogramm aus Konzerten und Vorträgen mit Publikumsgespräch.

Die Künstlerin Anne Gathmann hat ihre Installation „Statik der Resonanz“ exklusiv für den Kirchenraum am Friedrichsplatz entworfen. Das Band aus mehr als viertausend Aluminiumelementen durchmisst in Form einer Kurve das ganze Kirchenschiff. Mit ihrer Gestaltungsidee gewann sie das Auswahlverfahren, bei dem sieben Künstlerinnen und vier Künstler 2015/2016 ihre Ideen für die Elisabethkirche in öffentlichen Veranstaltungen vorstellten.

Das Motiv der Falte
Die rohen Materialien, die einfachen Formen, die industrielle Anmutung - das hat Anne Gathmann für die Elisabethkirche, ein Bau der Nachkriegsmoderne, eingenommen: „Was mich besonders ansprach, ist, wie das Motiv der Falte das Gebäude prägt. Unter anderem darin, wie Innen- und Außenraum ins Verhältnis gebracht werden.“ Dies zeige sich beispielsweise im Dreifaltigkeitsrelief an der Außenwand, das sich in den Innenraum eindrückt. „Das Außen gehört dem Innen an.“, so Anne Gathmann: „Mit der Falte, die auch für das Verborgene steht, assoziiere ich eine Möglichkeitsform des Werdenden, des Latenten, sich permanent Aktualisierenden.“

Eine Einladung
Die Installation „Statik der Resonanz“ ist eine Einladung, den äußeren Raum zu verinnerlichen und damit einen neuen inneren Ort zu erkunden. Aus tausenden Elementen, „die sich in ihren Kräften und in der Gravitationskraft einfinden“, entsteht die Kurve. Durch sie „entwickelt und öffnet der Raum sich nach oben, wodurch der physikalische Raum sich in einen geistigen verwandelt.“ schreibt der Baseler Kunstkritiker Aurel Schmidt zur Installation in der Elisabethkirche.

Resonanz
Für die Künstlerin ist der Luftraum oberhalb Gemeinde ein großer, offener, unbesetzter Raum. Gerade in seiner Leere habe er eine wichtige Funktion: Er kann Resonanzraum sein für Stimmen, für Klang aber auch für Stille, „für alles, was dort bewegt, gehalten und geteilt wird", sagt Anne Gathmann. Die Kurve im Raum der Elisabethkirche greift das Motiv der Faltung auf, welches die Architektur der Kirche prägt. Sie antwortet dem Kirchenraum als Resonanzraum und verweist auf das Nichtsichtbare und Außersprachliche. Gathmann: „Ihre konkrete Wirkung und die Wechselwirkungen im Raum kann und möchte ich allerdings nicht vorwegnehmen. Was sich einstellen wird, bleibt für mich im positiven Sinn unberechenbar." Für die Künstlerin ist die Linie durch den Raum „eine Antwort auf den Kirchenraum als Resonanzraum“. Der nach oben führende Raumkörper stellt in seiner Leere eine entgrenzte Klangsituation und auch im übertragenen Sinn einen Resonanzraum dar. Kommunikation und Innerlichkeit werden hier gehalten und geteilt, seien dies Stimmen, Klang, oder Stille. Die Falte und die Resonanz haben für die Künstlerin gemeinsam, dass sie etwas bergen und aktivieren können. Die Kurve im Raum der Elisabethkirche greift diese Motive auf und verweist auf das Nichtsichtbare und Außersprachliche. Mit dem Eingriff will sie eine Verschiebung auslösen. Gathmann: „Ihre konkrete Wirkung und die Wechselwirkungen im Raum möchte ich allerdings nicht vorwegnehmen.“

Vernissage an Christi Himmelfahrt, 25. Mai
Am 25. Juni um 15 Uhr wird die Ausstellung durch den Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen eröffnet. Dr. Hanne Loreck, Professorin für Kunst- und Kulturwissenschaft/Gender Studies an der Hochschule für bildende Künste Hamburg, stimmt auf das Werk von Anne Gathmann ein. Musikalisch wird die Vernissage von Emmanuel Le Divellec an der Bosch-Bornefeld-Orgel gestaltet. Mit einer Aufführung von „Schleusen (sonor)“, einer Komposition für sechs Signalgeneratoren von Ursula Bogner, unter Leitung von Jan Jelinek und Tim Tetzner (Berlin) erweist sich Resonanz auch als hörbare Spurensuche. Dazu sind alle herzlich eingeladen.

Täglich geöffnet, regelmäßige und individuelle Führungen
Bis zum 23. September wird die Elisabethkirche dann täglich für Besichtigungen geöffnet sein, sonntags von 12 bis 20 Uhr, die anderen Tage von 11 bis 20 Uhr. Öffentliche Führungen finden donnerstags (19:30 Uhr), samstags (17:00 Uhr) und sonntags (15:30 Uhr) statt. Individuelle Führungen können über Telefon 0561 7004 170 vereinbart werden.

Fast jeden Sonntag Vortrag mit Publikumsgespräch
Wie reagiert der Kirchenraum auf die Installation „Statik der Resonanz“? Zu was bewegt die geschwungene Linie die Betrachterinnen und Betrachter? Wie steht es um die komplexe Beziehung zwischen Kirche und Kunst? Was hat Gott mit Kunst zu tun - und umgekehrt? Welche Wirkungen haben die Themen, die die documenta 14 anschlägt? Wer ist eigentlich der „schöpferische Mensch“? Und muss er im Mittelpunkt stehen? Das sind nur einige der Fragen, die Stoff für die sonntäglichen Vorträge bieten. Neben documenta-Geschäftsführerin Annette Kulenkampff (06.08.), Dr. Birgit Jooss, Direktorin des documenta Archivs (13.08.) und Hans Eichel kommen namhafte Theologen und Kunstdenker zu Wort: Bazon Brock, Thomas Sternberg, Reinhard Hoeps, Dieter Mersch, Rayan Abdullah, Josef Meyer zu Schlochtern, Walter Zahner, Marcus Scheule, Markus Tomberg, Cornelius Roth, Matthias Helmer, Peter-Matthias Gaede und Dr. Burghard Preusler. Das Vortragsprogramm startet am 28. Mai mit einem Gespräch zwischen der Künstlerin Anne Gathmann und Christoph Baumanns, Projektleiter der Ausstellung, und wird am 11. Juni fortgesetzt mit einem Vortrag von Dr. Matthias Helmer von der Theologischen Fakultät Fulda zum Thema „Soll ich mir ein Bild von Gott machen – Gott im Film“.

„Auf eine halbe Stunde Musik“
Zur Ruhe kommen – dem ist die halbe Stunde Musik gewidmet, die jeweils donnerstags ab 19 Uhr live in der Elisabethkirche erklingt. Studierende der Musikakademie der Stadt Kassel bringen Stücke zur Aufführung, von denen einige speziell für den Kirchraum mit der Installation "Statik der Resonanz" ausgewählt werden. Das Programm wird immer eine Woche vorher auf www.kunstraumkirche.de www.facebook.de/elisabethkirche und in den Medien bekanntgegeben.

Zahlreiche Extras
Neben den regelmäßigen Kurzkonzerten am Donnerstag bietet das Ausstellungsprogramm zahlreiche Extra-Veranstaltungen an. So gibt es am 30. Mai das Preisträgerkonzert des Kompositionswettbewerbs zum Lutherjahr 2017 „Ein feste Burg ist unser Gott“. Am 13. Juni folgt das Orgelkonzert mit Darstellendem Spiel der Schülerinnen und Schüler der Jacob-Grimm-Schule. Am 23. Juni findet die Nacht der offenen Kirche auch in der Elisabethkirche statt: „Stündlich Orgel+“ heißt das Nachtprogramm. Am 12. September musizieren Flüchtlinge und einheimische zusammen: „Miteinander singen, gemeinsam trommeln, aufeinander hören“ ist das Motto ab 19 Uhr. Das sind nur einige Beispiele der Extra-Veranstaltungen. Dabei setzen die Ausstellungsmacher auch auf Kooperationen mit anderen kreativen Veranstaltern und Veranstaltungsreihen: die Reihe "Plasma" des Konzertvereins Kassel, die Jahresreihe "Musik in der Elisabethkirche", die "Freunde des Stadtmuseums" und mit "Wir schaffen das! Aber wie? Wege zur Integration", eine Veranstaltungsreihe der Katholischen Kirche Kassel.

Gottesdienste
Auch wenn „Statik der Resonanz“ oft eine Ausstellung genannt wird, so hat sich der Kirchenraum doch nicht zu einem Ausstellungsraum gewandelt, sondern bleibt ein liturgischer Raum für Gebete und Gottesdienste. Heilige Messen gibt es samstags, sonntags, dienstags und donnerstags. Ab 14. Juni kann jeden Mittwoch ab 13 Uhr eine Pause in der Elisabethkirche gemacht werden – mit „Musik, Wort und Innehalten“. Am Freitag, 8. September, beginnt ab 16:30 Uhr die Nacht der Lichter.

Katalog erscheint zur Eröffnung
Die Berliner Agentur BANK TM Graphic Design Today hat gemeinsam mit der Künstlerin und den Veranstaltern eine Sprache und einen Stil für die Außendarstellung gefunden, die eindrücklich das wesentliche Elemente der Installation zum Ausdruck bringt: die Resonanz und die einfache klare Form der Linie. Neben dem Kubus vor der Kirche, den Einladungs- und Ansichtskarten, Lesezeichen, Plakaten und dem zu einem Poster auseinanderfaltbaren Programm-Leporello erscheint zur Eröffnung der außergewöhnlich gestaltete Katalog zur Ausstellung im Kerber Verlag Bielefeld Berlin. Er dokumentiert nicht nur die Installation, sondern stellt auch das Gesamtwerk Anne Gathmanns vor. Das Buch ist sowohl von der Vorderseite als auch von der Rückseite aus zu lesen. Die Autorinnen und Autoren Prof. Dr. Hanne Lorek, Marcus Steinweg, Sami Khatib und Dr. Anna-Lena Wenzel lassen sich vom Werk Anne Gathmanns inspirieren und öffnen spannende. „ungeahnte“ Gedankenwelten zu „Statik der Resonanz“.

Ein starker Sponsorenpool
Wesentlich gefördert wird „Statik der Resonanz“ durch die Bank für Kirche und Caritas. In besonderer Weise engagieren sich Pioneer Investments, LGT Bank AG, St. Galler Kantonalbank Deutschland, Helaba Invest, Allianz Global Investors, Nüthen Restaurierungen, Vontobel Asset Management, Ohm und Häner Metallwerk. Auch artec architekten, Union Investment Institutional, Ingenieurbüro D*B*H Bachmann, HypoVereinsbank Nürnberg und München, Domhöfer Elektrotechnik, Maler Maindok und Backes & Scholz Elektrotechnik unterstützen das Ausstellungsprojekt.

In der Elisabethkirche zur Ruhe kommen
Mit „Statik der Resonanz“ nimmt die Katholische Kirche vor Ort zum vierten Mal die documenta-Zeit als Gelegenheit wahr, einen eigenen Raum für Gegenwartskunst zu öffnen. Damit beteiligt sie sich am lokalen sowie globalen Ideenaustausch und dem gerade während der documenta inspirierenden öffentlichen Dialog darüber, was Kunst sein und was sie bewirken kann. Viele der Menschen, die aus aller Welt wegen der Kunst nach Kassel kommen, haben zwischendurch das Bedürfnis, die ‚Sinne zu beruhigen‘, sich von den unzähligen Eindrücken zu erholen. Die Ausstellung in der Elisabethkirche macht das möglich: Der Kirchenraum wird zum Raum der Besinnung und der Konzentration

Ehrenamtliche Aufsichten für Kunstausstellung in der Elisabethkirche gesucht

Bild: Archtiketurzeichnung A. Dietrich,
geschwungene Linie: Entwurf "Statik
der Resonanz", Anne Gathmann

Für die Kunstausstellung „Statik der Resonanz“ der Berliner Künstlerin Anne Gathmann sucht die Katholische Kirche Kassel ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die während der Öffnungszeiten der Ausstellung als Aufsichtspersonen in der Elisabethkirche Gäste aus aller Welt begrüßen und einen Blick auf das Kunstwerk haben.

Eröffnung am 25. Mai
Die kirchliche Kunstausstellung wird an Christi Himmelfahrt eröffnet. Vom 26. Mai bis 23. September wird sie dann für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Die Öffnungszeiten sind montags bis samstags von 11 bis 20 Uhr und sonntags von 12 bis 20 Uhr. Die Aufsichten werden durch Schichtdienste organisiert.

Eine ganz besondere Zeit in einem außergewöhnlichen Kirchenraum
Wer Interesse daran hat, eine ganz besondere Zeit in einem außergewöhnlichen Kirchenraum zu verbringen, und wer sich über spontane Gespräche mit Menschen aus aller Welt freut, der war herzlich am 15. Mai in die Elisabethkirche am Friedrichsplatz 13 eingeladen. Dort gab es in Anwesenheit der Künstlerin eine erste Einführung in das Kunstwerk und Informationen zu den Aufgaben, die die Aufsichten haben, und wie die Dienste organisiert sind.

Ansprechpartner
Wer am Informationsabend nicht kommen konnte, aber Interesse hat, melde sich am Besten per E-Mail beim Pastoralreferenten Stefan Ahr: stefan.ahr@bistum-fulda.de.

Hilferuf aus der Bahnhofsmission: dringend Helfer/innen gesucht für Kinder auf Bahnreisen

Foto: v.l. Irene Witzel und Iwan Schober dokumentieren
die Übergabe. (Foto: Karl Widdekind)

Kids on Tour ist ein Angebot der Bahnhofsmission für Kinder, deren Eltern an unterschiedlichen Orten leben. Mal sind es Alleinerziehende, die ihr Kind zum Vater, zur Mutter oder zu Oma und Opa verreisen lassen möchten, mal sind es beruflich fest gebundene Elternteile, die ihr Kind nicht selber auf der Reise begleiten können. Die Bahnhofsmission sorgt hier mit Kids on Tour für Entlastung, begleitet die Kinder auf der Reise und sichert deren Übergabe.

Wer kann am Freitag- und Sonntag-Nachmittag einen Dienst in der Bahnhofsmission übernehmen?
Reisetage für ein Wochenende beim anderen Elternteil sind üblicherweise am Freitag und Sonntagnachmittag. Für die begleiteten Reiserouten von West nach Ost und Nord nach Süd bzw. umgekehrt reicht die bisherige Zahl der ehrenamtlich Mitarbeitenden in Kassel nicht mehr aus. "Daher suchen wir dringend freundliche, zuverlässige und engagiert Mitarbeitende für den Aufbau eines zweiten Teams für Kids on Tour“, sagt die Leiterin der Bahnhofsmission Karin Stürznickel-Holst: "Wir suchen Menschen, die bereit sind, am Freitag- und Sonntag-Nachmittag einen Dienst in der Bahnhofsmission zu übernehmen."

Gründliche Einarbeitung
Dafür erhalten neue Mitarbeitende eine gründliche Anleitung und Einarbeitung in dem sehr lebendigen Team mit großem Gestaltungsspielraum. Denn für alle Mitarbeitenden der Bahnhofsmission sind regelmäßige Teamsitzungen sowie externe und interne Fortbildungen zu psychosozialen und rechtlichen Fragen selbstverständlich.

Ansprechpartnerin:
Interessierte melden sich bei Karin Stürznickel-Holst oder Annette Blumöhr in der Bahnhofsmission Kassel, Willy Brandt Platz 1, 34131 Kassel gern auch via Mail: kassel@bahnhofsmission.de.

Hintergrund:
Die Bahnhofsmissionen sind mit ihren mehr als 2.300 haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden zentrale Knotenpunkte des sozialen Netzes in den Städten und an den Bahnhöfen. Sie helfen jedem, sofort, gratis und ohne Anmeldung oder Voraussetzungen – häufig zu Uhrzeiten, zu denen andere Hilfe nicht erreichbar ist. Das tun sie seit inzwischen weit über hundert Jahren und an derzeit mehr als hundert Orten in Deutschland. Die Bahnhofsmissionen sind Einrichtungen der Evangelischen und der Katholischen Kirche. Ihre Arbeit lebt von dem Engagement der festangestellten und der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer. In zunehmenden Maß sind die Bahnhofsmissionen auf Spenden angewiesen.

Für das friedliche Zusammenleben von Christen und Muslimen

Koptische Kirche in Tanta, Ägypten (Foto 2010: Wikipedia, CC BY-SA 3.0)
 

Zu den Anschlägen auf zwei koptische Kirchen am Palmsonntag, 9. April, in Tanta und Alexandria (Ägypten) erklärt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx:

„Mit Bestürzung und großer Trauer habe ich die Nachrichten aufgenommen, dass Christen in Ägypten wiederum Opfer von zwei brutalen Mordanschlägen geworden sind. Die heutigen Bombenattentate auf zwei koptische Kirchen in den Städten Tanta und Alexandria haben mehr als 30 Menschen das Leben gekostet, viele wurden verletzt. Im Gebet bin ich den Opfern dieser Bluttat und den Angehörigen nahe. Nach allem, was wir wissen, handelte es sich erneut um Anschläge, mit dem die christliche Minderheit in Ägypten eingeschüchtert, demotiviert und zur Emigration getrieben werden soll. Es soll unmittelbar vor dem Besuch von Papst Franziskus Hass gesät werden. Es waren zugleich Attentate gegen das friedliche Zusammenleben von Christen und Muslimen. Diesen Zielen der Verbrecher darf kein Erfolg beschieden sein! Die Gläubigen aus den verschiedenen Religionen und besonders die Verantwortungsträger müssen dem Hass und der Gewalt eine entschiedene Absage erteilen.“

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz vom 9. April 2017

Solidarität mit den Menschen am Horn von Afrika, denen der Hungertod droht

Kampagnenfoto der Caritas International 2017

„Millionen Menschen am Horn von Afrika droht der Hungertod.“ Mit diesen Worten machen der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, auf die dramatische Situation im östlichen Afrika aufmerksam. Eine langanhaltende Dürreperiode in der gesamten Region und der Bürgerkrieg im Südsudan haben zu erheblichen Ernteausfällen geführt. „Wir dürfen nicht tatenlos zusehen, wie Menschen an Entkräftung und Unterernährung sterben“, so die Repräsentanten der beiden großen Kirchen in Deutschland, die „die Gläubigen zum Gebet und zu konkreter Hilfe für die Notleidenden aufrufen“.

Extreme Trockenheit und lang anhaltender Bürgerkrieg
Neben dem Südsudan sind besonders Uganda, Kenia, Somalia und Äthiopien von den katastrophalen Entwicklungen betroffen. Die extreme Trockenheit hat das Weideland der Hirten und Nomaden veröden lassen. Im Südsudan verschlimmert der lang anhaltende Bürgerkrieg die Lage weiter. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass in der Region mehr als 20 Millionen Menschen vom Hungertod bedroht sind. Im Südsudan und in Kenia wurde der nationale Notstand ausgerufen.

Die Ärmsten der Armen trifft es besonders hart
„Die Krise wird dadurch verschärft, dass die Menschen nicht nur unter Hunger und Mangelernährung leiden, sondern viele vor der andauernden Gewalt auf der Flucht sind. Die Situation in den Flüchtlingslagern ist dramatisch“, so Kardinal Marx. Landesbischof Bedford-Strohm richtet den Blick auf die besonders verwundbaren Gruppen: „Wie so oft, trifft es die Ärmsten der Armen besonders hart: die Kranken, die Alten und die Kinder. Dieses Leid unserer Mitmenschen darf uns in Deutschland nicht unberührt lassen.“

Lebensmittel, Saatgut und Trinkwasser für die notleidenden Menschen 
Für die katholische Kirche sind Caritas international, das auf Katastrophenhilfe spezialisierte Werk des Deutschen Caritasverbandes, und das Bischöfliche Hilfswerk Misereor, für die evangelische Kirche die Diakonie Katastrophenhilfe mit ihren Partnern vor Ort tätig. Sie stellen den notleidenden Menschen Lebensmittel und Saatgut zur Verfügung und eröffnen ihnen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Zugleich wird an einer dauerhaften Ernährungssicherung und an der Entwicklung klimatisch angepasster landwirtschaftlicher Methoden gearbeitet. Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm bitten um großzügige Unterstützung für die Arbeit der Hilfswerke.

Bankverbindung für die konkrete Hilfe:

  • Caritas international, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02, BIC: BFSWDE33KRL, Stichwort „Hungerkrise Ostafrika“
     
  • Misereor, Pax Bank Aachen, IBAN DE75 3706 0193 0000 1010 10, BIC GENODED1PAX, Stichwort: „Ostafrika“
     
  • Diakonie Katastrophenhilfe, Evangelische Bank, IBAN: DE68520604100000502502, BIC: GENODEF1EK1, Stichwort: „Afrika Hungerhilfe“

Quelle: Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz, Pressemitteilung vom 27. März 2017

Gott und Sprache, Rom und Protestanten, Hiob und Roth

Tiber und Engelsbrücke. Foto: Jebulon, Wikipedia CCO.

Eine Tagung zum Sprechen über Gott (Mai), eine Studienreise nach Rom (September) und der Lesekreis zu Joseph Roths Roman Hiob (Lesekreis-Start) sind die Angebote der Akademikerseelsorge 2017.

Kolping: Veranstaltungsprogramm März bis August

Die Kolpingsfamilie Kassel-Zentral hat ihr Programm bis August 2017 online gestellt. Von der traditionellen Kreuzweg-Andacht bis zum Besuch des jüdischen Friedhofs, von der Aktion "Eine Welt" bis zur Beschäftigung mit der documenta bietet die Kolpingsfamilie ein abwechslungsreiches Programm, in dem diesmal auch auf die Veranstaltungen anderer kirchlicher Einrichtungen aufmerksam gemacht wird.

Das Exerzitienprogramm 2017

Die Exerzitienseelsorge Kassel bietet 2017 eine Fülle guter Möglichkeiten, das eigene konkrete Leben mit Gott in Verbindung zu bringen. Das Spektrum der Exerzitienangebote reicht von "unmittelbar im Alltag" bis "in weite Ferne". Die Elemente in der Übersicht:

Keine Abschiebungen in friedlose Länder

„Es ist nicht zu verstehen“, sagt Dechant Harald Fischer von der Katholischen Kirche Kassel, „dass unser Land, dem es wirtschaftlich so gut geht und das ein Rekord-Weihnachtsgeschäft erlebt, es nötig hat, 34 Menschen in ein Land abzuschieben, das seit Jahrzehnten von Gewalt, Ungerechtigkeit und Armut gebeutelt wird. Oder dass der Minister einer christlichen Partei solche Abschiebungen gutheißt und von ‚verantwortungsvoll und behutsam‘ spricht. Oder dass er so tut, als würden vor allem Verbrecher abgeschoben.“

In Deutschland leben, arbeiten, Steuern zahlen und gut integriert sein
Wenn von 34 Menschen ein Drittel, also 11 als Straftäter gelten, dann sind offensichtlich zwei Drittel der jetzt Abgeschobenen unbescholtene Flüchtlinge, die aus Angst um Leib und Leben in Deutschland Zuflucht gesucht haben. Aber davon spricht Innenminister Thomas de Maizière von der CDU nicht. Er spricht auch nicht darüber, dass einige der Männer seit Jahren in Deutschland leben, arbeiten, Steuern zahlen und gut integriert sind. Die Abschiebung eines afghanischen Mannes aus dem Raum Kassel, für den rechtzeitig Unterstützer aktiviert werden konnten, wurde nicht zuletzt wegen seiner guten Integration gestoppt. Die Katholische Kirche Kassel hat Kontakt zu sprachlich und arbeitsmäßig gut integrierten Afghanen, die in der dauernden Angst leben, abgeschoben zu werden.

Keine Abschiebungen in gefahrvolle Länder
„Es darf nicht sein, dass Menschen in eine derart unsichere und gefahrvolle Situation zurückgeschickt werden“, fordert Dechant Harald Fischer. Eine solche Abschiebepraxis hält die Katholische Kirche Kassel für verantwortungslos und ruft die politisch Verantwortlichen auf, diese Vorgehensweise so lange zu stoppen, bis sich die Sicherheitslage vor Ort überzeugend geändert hat.

Andauerndes Kriegsgeschehen in Afghanistan
„Wir stehen mit unserer Meinung ja nicht alleine dar“, weist Fischer auf die Einschätzungen anderer Organisationen hin, was die Sicherheitslage in Afghanistan betrifft: Die UN berichtet in diesem Jahr von einer stetig steigenden Zahl ziviler Opfer. Menschenrechtsorganisationen und das katholische Hilfswerk Misereor beschreiben die Situation in Afghanistan als von extremer Unsicherheit geprägt. „Kein Land der Welt kennt länger als Afghanistan ein seit Generationen andauerndes Kriegsgeschehen, und kein anderes hat so viele Flüchtlinge hervorgebracht. Nach Prognosen des UN-Sicherheitsrats werden sich in nächster Zeit die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den Taliban und afghanischen Sicherheitskräften weiter verschärfen.“, so der Misereor-Vertreter Michael Bröckelmann-Simon. Ähnlich sieht es auch die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung Bärbel Kofler (SPD).

„Weihnachtliche Menschen“ setzen Zeichen der Hoffnung
„Natürlich ist es schön, uns an Weihnachten mit Geschenken eine Freude zu machen. Freude schenken ist immer mit der Hoffnung verbunden, dass wir es gut miteinander haben, dass wir uns wertschätzen und in Frieden miteinander leben wollen." sagt Dechant Harald Fischer. Aber ebenso schön fände er es, wenn wir zu „weihnachtlichen Menschen“ würden. In seinen Weihnachtsgedanken heißt es: „Weihnachtliche Menschen sind wir, wenn wir Menschen in Not und Sorge tatkräftig zur Seite stehen; wenn wir Flüchtlingen und Verfolgten helfen; wenn wir denen, die in Angst und Verzweiflung sind, unsere Hilfe schenken; wenn wir uns dafür einsetzen, dass der Handel mit Waffen in ungerechte Regime unterbunden wird; wenn wir so selber zum Zeichen der Hoffnung werden und 'ein Licht in der Dunkelheit' sind, das anderen Menschen leuchtet und Hoffnung schenkt."

Mobile Schuldner- und Budgetberatung für ältere Menschen

(Bild: fotolia.com)

Immer häufiger geraten ältere Menschen in die Schuldenfalle. Verändernde Lebens- und Einkommensverhältnisse, niedrige Renten, hohe Mieten und zusätzliche finanzielle Belastungen durch gesundheitliche Einschränkungen können Ursachen sein.

Der gewohnte Lebensstandard kann nicht aufrecht erhalten werden
Oft stellen Menschen erst mit Eintritt in die Rente fest, dass sie nicht in der Lage sind, ihren gewohnten Lebensstandard aufrecht zu halten. Eine frühzeitige Beratung kann hier helfen. Obwohl zu den 10 % Erwachsene, die in Deutschland ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen können, viele ältere Menschen gehören, ist ihr Anteil in den Schuldnerberatungsstellen gering. Zum einen ist das Thema Finanzen, aufgrund von deren Sozialisation und Wertvorstellungen ein mit Scham besetztes Thema, zum anderen kann eine eingeschränkte Mobilität das Aufsuchen einer Beratungsstelle erschweren.

Das Einkommen halbiert sich mit dem Renteneintritt
In den nächsten Jahren wird sich aufgrund des demographischen Wandels und des sinkenden Rentenniveaus die Problematik noch verstärken. Im Jahr 2012 lag das Rentenniveau bei 49 % des letzten erzielten Erwerbsnettoeinkommens, das heißt, dass Einkommen hat sich mit dem Renteneintritt praktisch halbiert.

Kostenfreie Beratung
Viele Menschen suchen die Beratungsstelle erst dann auf, wenn die letzten Ersparnisse aufgebraucht und Miet- und Energiekosten nicht mehr gezahlt werden können. In dieser Situation ist kein großer Handlungsspielraum mehr gegeben. Damit es erst gar nicht so weit kommt und um auch Menschen Hilfe anbieten zu können, die aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Lage sind, eine Beratungsstelle aufzusuchen, wird vom Caritasverband Nordhessen-Kassel e.V. ein neues Beratungsangebot, die „Mobile Schuldner- und Budgetberatung für ältere Menschen“ aufgebaut. Die Beratung ist kostenfrei.

Zusätzliche offene Sprechstunde
jeweils mittwochs von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Für die mobile Schuldner- und Budgetberatung für ältere Menschen bietet der Caritasverband Nordhessen-Kassel e.V. ab dem 1. März eine zusäzliche offene Sprechstunde jeweils mittwochs von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr an.

Bitte Termin vereinbaren
Interessierte, die mobilitätseingeschränkt sind, können einen Termin für einen Hausbesuch unter der Telefonnummer 0561-7004-216 verabreden.

Beratungsort und Ansprechpartnerin:
Die Beratungsstelle befindet sich im Caritasverband, Die Freiheit 2, 34117 Kassel.
Ansprechpartnerinnen sind Karin Stürznickel-Holst, Tel. 7004-221 und Birgit Branß Tel. 7004-216.

Europa muss endlich handeln! Kirchen fordern Seenotrettung und sichere Zugänge

Angesichts des jüngsten Bootsunglücks vor der libyschen Küste erklären der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm:

„Über das erneute Bootsunglück sind wir zutiefst erschüttert. Allein in der vergangenen Woche sind über 1000 Menschen bei ihrem verzweifelten Versuch, nach Europa zu gelangen, ertrunken. An dieses vielfache Sterben vor den Küsten unseres Kontinents dürfen wir uns nicht gewöhnen. Das ist ein humanitärer Skandal! Der entschlossene Kampf gegen gewissenlose Schleuser ist notwendig. Wir brauchen sofort eine Seenotrettungsmission in europäischer Verantwortung. Ein Jahr lang hat die italienische Operation ‚Mare Nostrum‘ hier Vorbildliches geleistet."

Rettung Schiffbrüchiger contra Grenzschutz
"Für die FRONTEX-Mission ‚Triton‘ gilt dies nicht: Ihr Hauptzweck ist nicht die Rettung Schiffbrüchiger, sondern der Grenzschutz. Ihr Beobachtungsgebiet wurde stark eingeschränkt, die Finanzmittel begrenzt. Deshalb fordern wir mit Nachdruck, zu einem durchgreifenden Konzept der Seenotrettung zurückzukehren. Wir wissen, dass damit für manche ein Anreiz zur Flucht nach Europa gesetzt wird. Aber die Lösung dieses Problems darf nicht darin bestehen, Menschen, die in existenzieller Not vor Krieg, Gewalt und Verfolgung fliehen, sehenden Auges dem Risiko des Ertrinkens auszusetzen. Stattdessen sollten sichere Zugangswege für Migranten und Schutzsuchende eröffnet werden. Europa muss ermöglichen, dass Menschen nicht mehr ihr Leben riskieren, um bei uns Schutz zu suchen.“

Kirchen begrüßen Kurskorrekturen bei Kirchenasyl

In der letzten Februar-Woche trafen sich Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche zu einem Spitzengespräch mit dem Präsidenten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Dr. Manfred Schmidt, in Berlin getroffen. An dem Gespräch nahmen der Leiter des Katholischen Büros in Berlin, Prälat Dr. Karl Jüsten, und der Bevollmächtigte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Prälat Dr. Martin Dutzmann, teil.

Tradition des Kirchenasyls steht nicht in Frage
Nachdem bereits der Vergleich zwischen Kirchenasyl und Scharia durch den Bundesminister des Innern zurückgezogen wurde, hat in dem Spitzengespräch auch das BAMF klargestellt, dass die Tradition des Kirchenasyls an sich nicht in Frage gestellt wird. Gleichzeitig wurde die Einführung einer verschärften Fristenregelung aufgeschoben. Dieses Ergebnis haben heute Prälat Dr. Jüsten und Prälat Dr. Dutzmann gewürdigt: „Die beiden großen christlichen Kirchen begrüßen diese wichtigen Kurskorrekturen.“

Kirchenasyl bleibt erhalten
„Uns liegt am Herzen, dass das Kirchenasyl in seiner bisherigen Form erhalten bleibt“, betonte Jüsten. „Das ist nun bis zum Herbst ohne Einschränkung möglich“. Im Vorfeld war vom Bundesamt angekündigt worden, die Frist zur Überstellung von Personen im Kirchenasyl, die im Rahmen der sogenannten „Dublin–Verordnung“ in einen anderen Mitgliedstaat abgeschoben werden sollen, von sechs auf 18 Monate zu verlängern. Die Entscheidung über die Einführung dieser verlängerten Frist sei nun aufgeschoben.

Neue Zusammenarbeit bei Kirchenasylfällen
Prälat Dutzmann hob hervor: „Gemeinden entscheiden selbstständig über die Gewährung von Kirchenasyl, wenn sie befürchten, dass einem Menschen bei seiner Abschiebung Menschenrechtsverletzungen oder unzumutbare Härten drohen. Das ist auch in „Dublin-Fällen nicht ausgeschlossen.“ „Kirchenasyl ist für uns immer ultima ratio“, ergänzte Prälat Jüsten. In der Zeit bis zum Herbst wollen die Kirchen und das BAMF nun eine neue Zusammenarbeit bei Kirchenasylfällen erproben. Dabei sollen Kirchenvertreter die Möglichkeit bekommen, Einzelfälle erneut vom Bundesamt überprüfen zu lassen, vorzugsweise noch bevor die betroffenen Personen in das Kirchenasyl aufgenommen werden. Für die Kommunikation sollen zentrale Ansprechpartner sowohl auf Seiten der Kirchen wie auch des BAMF benannt werden. „Wir hoffen, dass dies zu einer Vermeidung von Härtefällen beiträgt“, erläutert Prälat Dutzmann.

Christlich-humanitäre Tradition
Unter anderem haben die Gesprächsteilnehmer festgehalten, dass die Kirchen mit dem Kirchenasyl nicht das Ziel verfolgen, den Rechtsstaat in Frage zu stellen oder über das Kirchenasyl eine systematische Kritik am Dublin-System zu üben. Kirchenasyl sei kein eigenständiges, neben dem Rechtsstaat stehendes Institut, habe sich jedoch als christlich-humanitäre Tradition etabliert. „Das Bundesamt beabsichtigt nicht, die Tradition des Kirchenasyls an sich in Frage zu stellen“, heißt es in dem von allen Seiten getragenen Gesprächsvermerk.

226 ‚Fälle‘
Derzeit haben evangelische und katholische Gemeinden in Deutschland 226 Kirchenasyle gewährt. Angesichts von mehr als 200.000 Asylverfahren in Deutschland im Jahr 2014 unterstreichen die weiterhin niedrigen Fallzahlen den Charakter des Kirchenasyls als Nothilfe im Einzelfall.

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz vom 27. Februar 2015

Kirchenasyl verhindert oft einen Rechtsbruch

Zur Kritik des Bundesministers des Innern Thomas de Maizière an der
aktuellen Praxis des Kirchenasyls erklärt Dechant Harald Fischer:

Keine Argumentation, sondern Polemik
Der deutsche Innenminister Thomas de Maizière vergleicht die Praxis der Kirchen, in manchen Fällen Kirchenasyl zu gewähren und sich damit „über das Recht zu setzen“ mit der Scharia. Die Art von „Scharia“, die derzeit Thema in den Medien ist, ist eine fundamentalistisch verstandene Scharia. Sie praktiziert die öffentliche Enthauptung von Menschen, das Abhacken von Gliedmaßen bei Gesetzesverstößen und das öffentliche Auspeitschen von Menschen, die islamische Herrscher kritisieren. Ein solches Gesetzeswerk mit dem Gewähren von Kirchenasyl in eins zu setzen, ist keine Argumentation, sondern Polemik.

Kirchenasyl verschafft Atempause
Die Kirchengemeinden nehmen abgelehnte Asylbewerber ins Kirchenasyl auf und verhindern so die bevorstehende Abschiebung. Anstatt dieses humanitäre Engagement vieler Menschen in unserem Land zu würdigen, übersieht de Maizière, dass fast 90% der Fälle, in denen christliche Gemeinden Kirchenasyl gewährt haben, erfolgreich sind. Das heißt: Der Staat erkennt im Nachhinein an, dass die Asylbewerber in Deutschland bleiben dürfen. Kirchenasyl stellt also weder einen Rechtsbruch dar, noch stellt es sich über das Gesetz. Es verhindert vielmehr in den allermeisten Fällen einen Rechtsbruch des Staates. Kirchenasyl verschafft in humanitären Konfliktfällen eine Atempause, in der der Staat seine eigene Entscheidung noch einmal überprüfen und gegebenenfalls korrigieren kann.

Mehr als 200.000 Asylbewerber - weniger als 400 Menschen im Kirchenasyl
Die große Zahl der Anerkennung, die Menschen gewährt wird, die im Kirchenasyl Zuflucht gefunden haben, macht sichtbar, wie wichtig diese humanitäre Handlung der Kirchen ist. Angeblich gibt es derzeit in Deutschland weniger als 400 Menschen, die im Kirchenasyl Zuflucht gefunden haben. Bei einer Gesamtzahl von über 200.000 Asylbewerbern im letzten Jahr ist das eine verschwindend geringe Zahl. Es ist unbegreiflich, warum der Innenminister diese geringe Zahl problematisiert, und unsinnig, hier von einem „Missbrauch des Kirchenasyls“ zu sprechen.

Verantwortlicher Umgang mit dem Kirchenasyl
Es gibt auch in verschiedenen Kasseler Kirchengemeinden derzeit Menschen, die im Kirchenasyl Zuflucht gefunden haben. Die Kirchengemeinden gehen damit sehr verantwortlich um. Die Fälle werden mit Sachverstand und Sorgfalt geprüft. In den katholischen Gemeinden unserer Stadt wirken auch die Gremien Pfarrgemeinderat und Verwaltungsrat an Entscheidungen für die Aufnahme eines Menschen ins Kirchenasyl mit. Durch das Kirchenasyl werden unzumutbare menschliche Härten aufgefangen. Es geht um Menschen mit grausamen Schicksalen. Im Übrigen: Das in letzter Zeit so viel beschworene „christliche Abendland“ zeichnet sich gerade durch dieses humanitäre Engagement aus.

Wir, die katholischen Gemeinden im Dekanat Kassel-Hofgeismar, werden uns in unserem Engagement für hilfsbedürftige Flüchtlinge weder abschrecken noch irritieren lassen.

Werbung für einen Berufsweg in der Kirche

„Den Entscheidungen zum Priestertum, aber auch zur Ehe geht ein Ruf, eine Berufung voraus. Es ist eine Lebensentscheidung, die nicht einfach willkürlich getroffen werden sollte“, betont Seelsorgeamtsleiter Pfarrer Thomas Renze.

Vielfalt der kirchlichen Berufe
Deshalb wirbt das Bistum Fulda mit einem neuen Internetauftritt für die Berufe der Kirche und macht auf verschiedene Lebensformen wie beispielsweise Priester, Ordensmann und Ordensfrau oder die christliche Ehe aufmerksam. Die Berufe der Kirche seien keineswegs unattraktiv oder uninteressant, allerdings müsse in der Öffentlichkeit mehr auf ihre Vielfalt hingewiesen werden. „Manchmal bedarf es dieser Aufmerksamkeit, um das Interesse und den Ruf zu wecken. Viele engagieren sich im Umfeld ihrer Kirchengemeinde – daraus kann auch mehr erwachsen“, zeigt sich Pfarrer Renze überzeugt.

Lebensgeschichten
Die Homepage bietet auch die Möglichkeit, direkt mit Personen aus den verschiedenen Berufen und Lebensbereichen in Kontakt zu kommen. „Sicher ist es interessant zu erfahren, wie ein Priester seinen Weg gefunden hat“, so Uffelmann „Die Internetseite ist nicht starr; im Laufe der Zeit werden viele Dinge ergänzt, zum Beispiel Filmportraits der Berufe, oder es wird auf Veranstaltungen hingewiesen. Es lohnt sich also immer wieder auf, unserer Internetpräsenz vorbeizuschauen“, so der Referent weiter.

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