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Musikalische Vielfalt in Rosenkranzkirche und Elisabethkirche: 17. Juni Chorkonzert

Ein gemeinsames Programmheft der kirchenmusikalischen Angebote in der Kasseler Rosenkranz- und Elisabethkirche liegt in allen Kirchengemeinden aus und ist Online unter www.facebook.de/kirchenmusik.kassel zu finden.

Mai und Juni:

  • „Motiviert durch den großen Zuspruch, den die Reihe „Auf eine halbe Stunde“ im vergangenen Jahr und die „Sommerserenaden“ im Jahr 2016 erlebt haben, präsentieren sich auch 2018 Studierende der Kasseler Musikakademie „Louis Spohr“ den Besucherinnen und Besuchern in der Kasseler Elisabethkirche“, kündigt Regionalkantor Thomas Pieper an. Im Mai und Juni  gestalten die Studierenden jeweils donnerstags um 19 Uhr ein jeweils halbstündiges Konzert.
     
  • In der Reihe „Im Atem der Zeit“ findet wieder ein Konzert des „Kasseler Kulturforums“ statt. „Chorlieder der Romantik“ sind am Mittwoch, 23. Mai 2018 um 20 Uhr zu hören. Ausführende sind „Cantus“ (Hoof) und der Chor des Diakonissenhauses Kassel. Die Leitung liegt beim Organisten Martin Forciniti.
  • Am 10. Juni wird um 15 Uhr wieder das beliebte Konzert des Sängerkreis Kassel sein.

Festliche Gottesdienste in Rosenkranzkirche
„In der Rosenkranzkirche steht die geistliche Musik im Mittelpunkt und erfreut sich großer Beliebtheit. Musik innerhalb und außerhalb der Liturgie knüpft an eine lange kulturelle Tradition unserer Kirchen an und öffnet immer wieder Herz und Seele“, so Regionalkantor Thomas Pieper.

April

  • Das Festhochamt am 1. April (11 Uhr) gestalten Traudl Schmaderer (Sopran), Michaela Krusche (Alt), Musa Nkuna (Tenor), Jochen Faulhammer (Bass) zusammen mit den „Collegium Vocale an St. Marien“, dem Chor der Rosenkranzkirche und Mitgliedern des Orchesters des Staatstheaters Kassel. Zu hören sind Mozarts „Krönungsmesse“ und das Halleluja aus dem „Messias“ von Georg Friedrich Händel.
     
  • Solisten, Chor und Kantatenorchester der Musikakademie der Stadt Kassel „Louis Spohr“ gestalten unter der Leitung von Thomas Pieper die Heilige Messe zum 4. Sonntag der Osterzeit (22. April, 11 Uhr) mit Werken von Mozart und Haydn.

Mai

  • Am 20. Mai (Pfingstmontag) gestalten Instrumentalisten, Solosänger und der Chor der Rosenkranzkirche das Festhochamt mit der „Missa „Fac bonum“.

Juni

  • Werke von Bruhns, Bach, Walther und Rheinberger bringen Studierende und Ehemalige des Bischöflichen Kirchenmusikinstitutes am Sonntag, 10. Juni, um 18 Uhr in einem Orgelkonzert zu Gehör.
     
  • Chöre der Dekanate Kassel-Hofgeismar und Fritzlar gestalten am 17. Juni um 11 Uhr das Festhochamt zum Kirchweihfest der Rosenkranzkirche mit Sätzen aus dem „Fuldaer Chorbuch“.

Reihe „Orgelmatinée“

  • Fortgesetzt wird auch die Reihe „Orgelmatinée“ mit wechselnden Organisten, die einmal im Monat nach dem Sonntagsgottesdienst um 12 Uhr ein halbstündiges Konzert geben.

Freut euch und jubelt - Dekanatsmessen und Gesprächsabende zum Schreiben des Papstes

Anfang April veröffentlichte Papst Franziskus sein Apostolisches Schreiben "Gaudete et exsultate – über den Ruf zur Heiligkeit in der Welt von heute". Darin geht es ihm darum, die Christen angesichts der Welt von heute anzuhalten, auf den Ruf zur Heiligkeit zu hören. Gemeint ist eine Heiligkeit im eigenen Alltag, eine "Heiligkeit von nebenan".

5 Sonntage, 5 Mittwoche
An fünf Sonntagen in den Dekanatsmessen (18 Uhr) und an fünf Gesprächsabenden mittwochs (20 Uhr) werden die Gedanken des Papstes zur Heiligkeit ausgefaltet und vorgestellt. Start ist Pfingstsonntag, 20. Mai.

  • Dekanatsmesse, Pfingstsonntag, 20.05., 18 Uhr
    und Gesprächsabend, Mittwoch, 23.05., 20 Uhr:
    THEMA: „Der Ruf zur Heiligkeit“ (Kap. 1)
  • Dekanatsmesse, Sonntag, 27.05., 18 Uhr
    und Gesprächsabend, Mittwoch, 30.05., 20 Uhr:
    THEMA: „Zwei subtile Feinde der Heiligkeit“ (Kap. 2)
  • Dekanatsmesse, Sonntag, 03.06., 18 Uhr
    und Gesprächsabend, Mittwoch, 06.06., 20 Uhr:
    THEMA: „Im Licht des Meisters“ (Kap. 3)
  • Dekanatsmesse, Sonntag, 10.06., 18 Uhr
    und Gesprächsabend, Mittwoch, 13.06., 20 Uhr:
    THEMA: „Einige Merkmale der Heiligkeit in der Welt von heute“ (Kap. 4)
  • Dekanatsmesse, Sonntag, 17.06., 18 Uhr
    und Gesprächsabend, Mittwoch, 20.06., 20 Uhr:
    THEMA: „Kampf, Wachsamkeit und Unterscheidung“ (Kap. 5)

Veranstaltungsorte:
Dekanatsmesse: Elisabethkirche, Friedrichsplatz 13, 34117 Kassel
Gesprächsabend: Kleiner Kolpingsaal, Die Freiheit 2, 34117 Kassel

Vorbereitet und im Team gestaltet werden die Gottesdienste und Themenabende von:
Pfr. Thomas Meyer, Pfr. Mario Kawollek, Pastoralreferentin Beatrix Ahr und Pastoralreferent Stefan Ahr.

St. Theresia sucht neue Leitung für ihren Kindergarten

Die Katholische Kirchengemeinde St. Theresia in Kassel sucht zum 1. Juli 2018

eine neue Kita-Leitung für den Kindergarten der Kirchengemeinde.

Es handelt sich um eine Vollzeitstelle, die wir unbefristet anbieten.

Die Kita St. Theresia betreut zur Zeit 63 Kinder in drei Gruppen, inklusive 5 U3-Kindern. Die Stelle ist ab dem 01.07.2018 zu besetzen.

Weitere Informationen unter Tel. 0561/406545.

Bewerbungen bitte an den
Verwaltungsrat der kath. Kirchengemeinde St. Theresia
Heinrich-Schütz-Allee 285
34134 Kassel

Letzte Hilfe - Kurs zur Begleitung Sterbender am Elisabeth-Krankenhaus

Iris Füser setzt ein Körpermonochord ein – die Klänge und Vibrationen
wirken entspannend und beruhigend auf die Patientin. (Foto: KS-EKH)

Am Donnerstag, 21. Juni 2018, ab 14 Uhr findet der erste „Letzte Hilfe“-Kurs am Elisabeth-Krankenhaus in der Weinbergstraße 7 statt – weitere Kurstermine sind in Vorbereitung. Der Kurs dauert vier Stunden und richtet sich an alle Menschen, die mit dem Sterben Nahestehender konfrontiert sind und diese in der letzten Lebensphase begleiten möchten.

Anmeldung:
Eine vorherige Anmeldung ist notwendig – entweder telefonisch unter 0561 7201-110 oder per E-Mail an kschad@elisabeth-krankenhaus-kassel.de. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Hinwendung zu Kranken und deren Angehörigen
Während Erste-Hilfe-Kurse fester Bestandteil der Hilfskultur in Deutschland sind, die fast jeder schon einmal besucht hat, wurde das Letzte-Hilfe-Kurskonzept erst vor einigen Jahren von Dr. Georg Bollig, einem Palliativmediziner und Notarzt aus Schleswig, zusammen mit dem Wiener PalliativCare-Experten Professor Dr. Andreas Heller entwickelt. Palliativteam-Koordinatorin Iris Füser und Palliativmedizinerin und Oberärztin der Abteilung Anästhesie & Intensivmedizin Astrid Langer haben sich als Kursleiterinnen „Letzte-Hilfe“ weitergebildet und bieten den Kurs am Elisabeth-Krankenhaus Kassel an. „Die Hinwendung zu Kranken und deren Angehörigen, das Lindern von Schmerzen, Trost im Leid und Begleitung im Sterben sind zentrale Grundsätze unseres Leitbildes als christliches Krankenhaus“, erklärt Iris Füser und ergänzt: „Das Kurskonzept passt dazu, diese Werte weiterzutragen.“

Sterben - ein herausfordernder Prozess
Gerade Tod und die Auseinandersetzung mit dem Sterben sind heute oft ein Tabu-Thema. Wohl jeder wünscht sich den „friedlichen Tod“ – abends einzuschlafen und nie wieder aufzuwachen. Bei knapp 900.000 Sterbefällen im Jahr wird diese Vorstellung aber gerade mal in zwei Prozent der Fälle Realität. Viel öfter ist das Sterben ein längerer, herausfordernder und oft quälender Prozess. Viele Menschen müssen sich unvorbereitet damit auseinandersetzen – kämpfen, auch wenn sie einen anderen Menschen am Lebensende begleiten wollen, mit ihren eigenen Ängsten und Unsicherheiten.

Basiswissen, Anregungen, Denkanstöße
Genau hier setzt der Letzte-Hilfe-Kurs an. Die Kursleiterinnen vermitteln Basiswissen zum Sterben, geben Rat und Anregungen für die Bewältigung herausfordernder Momente und liefern Denkanstöße – auch für Fragen der Vorsorge mit Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Mit einfach Maßnahmen auch als Laie dazu beizutragen, das Leid des Sterbenden zu lindern, dazu sollen die Kursteilnehmer befähigt werden.

Die Inhalte sind in vier Module gegliedert:

  • Sterben ist ein Teil des Lebens
  • Vorsorgen und Entscheiden
  • Körperliche, psychische, soziale und existenzielle Nöte
  • Abschied nehmen vom Leben 

Auf eine halbe Stunde: Studierende spielen wöchentlich in der Elisabethkirche

Studierende der Musikakademie der Stadt Kassel „Louis Spohr“ musizieren auch 2018 wieder im Mai und Juni donnerstags in der Elisabethkirche. Beginn der halbstündigen Konzerte ist jeweils um 19 Uhr. Die jungen Solistinnen und Solisten spielen jeweils aus ihrem Repertoire und aus der aktuellen Probenarbeit.

Schöner Impuls
Die Konzerte unter dem Titel „Auf eine halbe Stunde“ wurden mit der Musikakademie der Stadt Kassel erstmals 2012 durchgeführt und hatten auch als „Sommerserenaden“ und im documenta-Sommer 2017 großen Zuspruch. „Die Konzerte bieten direkt in der City einen schönen Impuls in der Wochenmitte und zeigen die musikalische Vielfalt. Wir freuen uns, diese Kooperation fortzusetzen“, so Regionalkantor Thomas Pieper, der die Reihe konzipiert hat.

Für Musikbegeisterte
Auch die Musikakademie der Stadt Kassel „Louis Spohr“ freut sich auf die Möglichkeit der kleinen Konzerte. „Die gute Zusammenarbeit mit Elisabethkirche hat sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Säule bei den Veranstaltungen der Musikakademie entwickelt. Von unseren Studierenden und Dozenten/-innen erhalten wir ausschließlich positive Rückmeldungen, denn die Atmosphäre des Raums und die Freundlichkeit des Publikums werden ganz offensichtlich als sehr angenehm und förderlich für das Musizieren empfunden“, so Dr. Peter Gries, Direktor der Musikakademie. „Daher freue ich mich auch ganz persönlich auf die in diesem Jahr zum vierten Mal seit 2012 durchgeführte Reihe "Auf eine halbe Stunde Musik" und kann allen musikbegeisterten Bürgerinnen und Bürger den Besuch nur empfehlen.“

Der Eintritt ist jeweils frei.  

Mehr Informationen gibt es jeweils auf der Seite www.facebook.de/kirchenmusik.kassel

So geht es weiter: Vakanz des Bischofsstuhls und Wahl eines neuen Oberhirten. Weihbischof Diez ist jetzt Diözesanadministrator

Wenn der Bischofsstuhl von Fulda durch Emeritierung oder Tod des Diözesanbischofs vakant wird, geht nach der kirchenrechtlichen Vorgabe von can. 419 CIC die Leitung des Bistums auf den Weihbischof über. Eine Sedisvakanz (bischofslose Zeit) im Bistum Fulda trat vor dem Rücktritt von Bischof Heinz Josef Algermissen zuletzt am 23. Juli 2000 ein, als Erzbischof Dr. Johannes Dyba plötzlich verstarb.

Vakanz des Bischofsstuhls
Innerhalb von acht Tagen wählt das sechsköpfige Domkapitel einen Diözesanadministrator. Der Diözesanadministrator muss ein Priester von mindestens 35 Jahren sein. Dieser leitet dann das Bistum bis zur „Inbesitznahme“ des Bistums durch einen neuen Bischof. Der Diözesanadministrator darf keine grundlegenden Entscheidungen treffen, die einem neuen Diözesanbischof vorbehalten sind. Es gilt die Regel: Sede vacante nihil innovetur („Während der Sedisvakanz darf nichts verändert werden“; c. 428 § 1 CIC).

Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez ist jetzt Diözesadministrator
Das Fuldaer Domkapitel hat entsprechend dem vorgegebenen Verfahren am Samstag, 9. Juni, Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez zum Diözesanadministrator gewählt hat. Weihbischof Diez hat die Wahl angenommen. Bis zur Neubesetzung des Bischöflichen Stuhles leitet er nun die Diözese Fulda. Dabei gilt der Grundsatz, dass bis zur Neubesetzung des Bischöflichen Stuhles keine Veränderungen vorgenommen werden dürfen. Das Amt des Generalvikars ist mit Rücktritt des Bischofs erloschen. Der bisherige Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke wurde von Weihbischof Diez zum Ständigen Vertreter des Diözesanadministrators ernannt. Der Bischöfliche Stuhl von Fulda ist am vergangenen Dienstag, 5. Juni, im Zuge der Annahme des Rücktrittsgesuchs von Bischof Heinz Josef Algermissen durch Papst Franziskus vakant geworden. Auch die Bischofsvikare verlieren ihre Aufgaben. Im Unterschied zu den vorgenannten Ämtern bleibt das Amt des Offizials bzw. Gerichtsvikars und des Vizeoffizials bzw. Stellvertretenden Gerichtsvikars weiterbestehen; der Offizial und der Vizeoffizial müssen aber nach Amtsantritt des neuen Diözesanbischofs von diesem in ihrem Amt bestätigt werden. Die Rechte eines Weihbischofs bleiben von einer Sedisvakanz unberührt. Der Priesterrat hört auf zu bestehen und wird erst unter einem künftigen Bischof neu gebildet. Der Diözesanverwaltungsrat und der Kirchensteuerrat bestehen indes auch während der bischofslosen Zeit weiter.

Die Kandidatensuche
Nach can. 378 CIC soll sich ein Bischofskandidat durch „festen Glauben, gute Sitten, Frömmigkeit, Seeleneifer, Lebensweisheit, Klugheit sowie menschliche Tugenden“ auszeichnen. Er muss einen guten Ruf haben, wenigstens 35 Jahre alt sein, wenigstens seit fünf Jahren Priester sein, den Doktorgrad oder das Lizentiat in einer theologischen Disziplin an einer kirchlich anerkannten Hochschule erworben haben oder wenigstens in diesen Disziplinen wirklich erfahren sein.

Die Suche nach geeigneten Bischofskandidaten beginnt nicht erst mit der Vakanz einer Diözese. Vielmehr haben die Bischöfe alle drei Jahre eine Liste mit geeigneten Kandidaten aus dem Diözesan- und Ordensklerus einzureichen. Jeder Diözesanbischof kann auch von sich aus dem Apostolischen Stuhl entsprechende Namenslisten zusenden. Der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz hat 1974 beschlossen, alle drei Jahre solche Listen erstellen und dem Apostolischen Stuhl zukommen zu lassen.

Nach Eintritt der Sedisvakanz fordert der Päpstliche Nuntius in Berlin einen Bericht über die Lage im Bistum an, den der inzwischen gewählte Diözesanadministrator erstellt. Die Mitglieder des Domkapitels holen von verschiedenen Personen aus unterschiedlichen Bereichen Kandidatenvorschläge für das Bischofsamt ein und erstellen daraus eine Kandidatenliste. Über die Apostolische Nuntiatur wird diese Kandidatenliste nach Rom gesendet. Der Nuntius holt sodann im Auftrag des Papstes ausführliche und zuverlässige Informationen über die jeweiligen Kandidaten ein. Dazu werden anhand eines Fragebogens Laien, Priester und Ordensleute befragt, die den Betreffenden gut kennen. Danach reicht der Nuntius die Vorschlagsliste beim Papst ein, wobei er eine eigene Beurteilung abgibt und auch die Empfehlungen der anderen Bischöfe der Kirchenprovinz Paderborn (neben Fulda sind dies die Oberhirten von Paderborn, Magdeburg und Erfurt) berücksichtigt. Laut einer Bestimmung des Preußenkonkordats von 1929 haben außer dem Fuldaer Domkapitel auch die Bischöfe des ehemaligen Landes Preußen das Recht, dem Papst eine Kandidatenliste einzureichen. Dies sind neben Fulda die Diözesanbischöfe von Aachen, Berlin, Erfurt, Essen, Görlitz, Hamburg, Hildesheim, Köln, Limburg, Magdeburg, Münster, Osnabrück, Paderborn und Trier.

Wahl aus einer Dreierliste
Unter Berücksichtigung der dem Heiligen Stuhl übersandten Kandidatenlisten erstellt der Papst unter Mithilfe der Bischofskongregation eine Liste mit drei Kandidaten (die sogenannte Terna), die dann an das Fuldaer Domkapitel übersandt wird. Der Papst ist hinsichtlich der Terna nicht an die aus dem Bistum und dem Konkordatsgebiet eingereichten Vorschläge gebunden, sondern kann die Kandidaten vorschlagen, die er für die geeignetsten hält. Nach Eintreffen der Wahlliste in Fulda beruft der Domdechant das Domkapitel zur Bischofswahl ein. Dieses muss innerhalb von drei Monaten nach dem Eintreffen der Liste zur Wahl des neuen Oberhirten der Diözese schreiten; andernfalls kann der Heilige Vater frei einen Bischof ernennen.

Weiteres Prozedere bis zum Amtsantritt
Gemäß den Bestimmungen des Konkordats zwischen dem Heiligen Stuhl und Preußen aus dem Jahre 1929 muss nach erfolgter Wahl durch das Domkapitel durch Anfrage bei den zuständigen Landesregierungen erfragt werden, ob „Bedenken politischer Art gegen ihn“ bestehen. Da zum Bistum Fulda Gebiete in Hessen und in Thüringen gehören, werden diese beiden Landesregierungen vom Domkapitel nach der Wahl angefragt. Wenn die Landesregierungen mitteilen, dass keine Bedenken politischer Art bestehen (was heutzutage eine reine Formsache ist), wird das Domkapitel den Namen des gewählten Kandidaten nach Rom weiterleiten. Die Bekanntgabe der Ernennung des gewählten Bischofs durch den Papst erfolgt sodann an einem bestimmten Tag um 12 Uhr zeitgleich in Rom und in Fulda. Der neu ernannte Bischof leistet vor dem hessischen und thüringischen Ministerpräsidenten einen Treueeid. Sodann empfängt er, wenn er noch nicht zum Bischof geweiht ist, die Bischofsweihe durch den Metropoliten; für Fulda ist dies der Erzbischof von Paderborn. Der neue Bischof ergreift schließlich „Besitz von der Diözese“, indem er dem Domkapitel sein Ernennungsschreiben präsentiert. Dies erfolgt in feierlicher Weise in einem Gottesdienst im Hohen Dom zu Fulda zur Amtseinführung. Zuletzt war dies am 23. September 2001 beim Amtsantritt von Bischof Algermissen der Fall.


Stichwort: Domkapitel

Das Domkapitel ist das bei der Kathedralkirche des Bistums bestehende Priesterkollegium. Es ist eine juristische Person nach kirchlichem und staatlichem Recht. Das Fuldaer Domkapitel besteht aus dem Domdechanten und fünf residierenden Domkapitularen. Ferner gehören zum Domkapitel vier Dompräbendaten; diese sind rangniedere Domgeistliche, die an den gottesdienstlichen Aufgaben des Domkapitels teilhaben, aber nicht bei Sitzungen und Beschlussfassungen des Domkapitels mitwirken. Die Domkapitulare ernennt der Bischof abwechselnd nach Anhörung und mit Zustimmung, die Dompräbendaten nach Anhörung des Kapitels. Der Bischof kann auch Priester aufgrund ihrer Verdienste nach Einholung des Rates des Domkapitels zu Ehrendomkapitularen ernennen. Ehrendomkapitulare genießen die Ehrenrechte der Domkapitulare (insbesondere Titel und Chorkleidung), besitzen aber nicht deren sonstige Rechte und Pflichten.

Das Domkapitel ist für die feierliche Gestaltung der Gottesdienste im Hohen Dom verantwortlich. Der Domdechant und die residierenden Domkapitulare unterstützen darüber hinaus den Bischof in der Leitung der Diözese. Insbesondere nimmt das Domkapitel die Aufgabe des Konsultorenkollegiums wahr, welches der Bischof vor bestimmten wichtigen Entscheidungen um seinen Rat oder, sofern kirchenrechtlich geboten, um seine Zustimmung zu ersuchen hat. In Zeiten der Sedisvakanz des Bischöflichen Stuhls hat das Domkapitel gemäß dem Preußischen Konkordat von 1929 das Recht der Bischofswahl aus einer vom Papst vorgelegten Dreierliste. Wahlberechtigt sind der Domdechant und die residierenden Domkapitulare. Diese wählen zu Beginn der Sedisvakanz auch den Diözesanadministrator, der das Bistum bis zur Ernennung eines neuen Bischofs durch den Papst verwaltet.

Dem Fuldaer Domkapitel steht der Domdechant vor. Dieser wird durch das Domkapitel gewählt und dann vom Diözesanbischof bestätigt. Dem Domdechanten obliegen unter anderem die Beaufsichtigung von Restaurierungsarbeiten sowie die Genehmigung von Veranstaltungen im Dom. Er ist auch für Dommuseum und Kirchenmusik zuständig. Dieses Amt hat seit August 2004 Prälat Prof. Dr. Werner Kathrein inne. Zuvor war Weihbischof Johannes Kapp seit Oktober 1980 Domdechant am Fuldaer Dom gewesen. Neben Domdechant Prof. Dr. Kathrein gehören dem Domkapitel als residierende Domkapitulare an: der bisherige Generalvikar Apostolischer Protonotar Prof. Dr. Gerhard Stanke, Offizial Prälat Prof. Dr. Lothar Wächter, Prälat Peter-Martin Schmidt, Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez und Personaldezernent Prälat Christof Steinert.

Quelle: Informationen Nr. 22 vom 5. Juni 2018 der Bischöflichen Pressestelle Fulda

Papst nimmt Amtsverzicht des Fuldaer Bischofs Heinz Josef Algermissen an

Papst Franziskus hat am Dienstag, 5. Juni, dem Hochfest des hl. Bonifatius, den Amtsverzicht des Bischofs von Fulda, Heinz Josef Algermissen, angenommen. Dies wurde in Rom und Fulda bekannt gegeben. Seit 2001 hatte der 75-Jährige die Geschicke der Diözese geleitet. Der päpstliche Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Nikola Eterović, gab die Annahme des Amtsverzichts in Fulda im Rahmen des traditionellen Priestertages der Diözese bekannt.

Menschen für Christus gewinnen
„An dieser Stelle möchte ich es nicht versäumen, dem Hirten dieser ehrwürdigen Ortskirche von Fulda im Namen des Heiligen Vaters und persönlich für seinen unermüdlichen Eifer zu danken, den er fast siebzehn Jahre ausgeübt hat“, so der Botschafter des Papstes. „Bischof Algermissen hat sich mit Eifer dafür eingesetzt, den christlichen Glauben in dieser Region Deutschlands zu lehren und mit seinem bischöflichen Wirken glaubwürdig vorzuleben. In seiner liebenswürdigen Art hat er es vermocht, Menschen für Christus zu gewinnen.“ Der Nuntius sprach Algermissen auch seinen Dank für seinen Beitrag in der Deutschen Bischofskonferenz aus, vor allem als stellvertretender Vorsitzender der Ökumenekommission und als Mitglied der Liturgiekommission sowie in der Unterkommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum. „Jedes Jahr im Herbst versammelt sich die Deutsche Bischofskonferenz hier in Fulda am Grab des Heiligen Bonifatius. Als Bischof dieser ehrwürdigen Diözese waren Sie stets ein aufmerksamer und großherziger Gastgeber, besonders auch für den Apostolischen Nuntius.“

Kardinal Marx: "segensreiches Wirken"
In einem Brief hebt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, die große Gastfreundschaft für die deutschen Bischöfe hervor, „die wir in all den Jahren Deines bischöflichen Dienstes erfahren durften. Es war Dir stets ein Anliegen, dass wir uns nicht nur wohl gefühlt haben in Fulda, sondern dass wir auch zu guten Diskussionen und Ergebnissen unserer Beratungen gekommen sind.“ Kardinal Marx dankt Bischof Algermissen für dessen Mitwirken in der Deutschen Bischofskonferenz: „Mit vielen Wortmeldungen hast Du die Beratungen bereichert. Dabei denke ich an Deine Arbeit als stellvertretender Vorsitzender der Ökumenekommission, Deine Mitgliedschaft in der Liturgiekommission und der Unterkommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum. Dein Engagement für Pax Christi wurde anlässlich Deines Geburtstags von vielen Seiten gewürdigt.“ Kardinal Marx schreibt weiter: „Ich hebe in Bezug auf Dein Schaffen das besondere Augenmerk für das ungeborene und sterbende Leben hervor: Das Leben vom Anfang bis zum Ende zu schützen, ist Dir – auch in öffentlichen Debatten – immer ein Herzensanliegen gewesen.“

Dechant Harald Fischer: ein Bischof der Humanität und der Menschenfreundlichkeit
Die katholische Kirche in Deutschland steht mitten in großen Umbrüchen. Bischof Algermissen hat versucht, darin in unserem Bistum konstruktive Impulse zu setzen. Für viele seiner Aktivitäten bin ich sehr dankbar, vor allem auch für sein eindeutiges und kompromissloses Eintreten für Gewaltlosigkeit, für Abrüstung und für Gerechtigkeit. Auch in der Flüchtlingsfrage hat Bischof Algermissen eine klare Position der Humanität und der Menschenfreundlichkeit eingenommen. Da habe ich mich immer sehr unterstützt gewusst. Ich habe ihn persönlich als glaubwürdig und engagiert erlebt. In der innerkirchlichen Reformdebatte allerdings hätte ich mir von ihm noch mehr Mut gewünscht, offen für notwendige Reformen einzutreten, zum Beispiel bei der Frage nach dem Pflichtzölibat oder der Frauenordination.

Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez: Bischof Algermissens wacher Blick für die Zeichen der Zeit
„Bischof Algermissen hat einen wachen Blick für die Zeichen der Zeit bewiesen, und ihm ist es ein Anliegen gewesen, durch Missionierung und Neuevangelisierung Antworten auf diese Zeichen zu finden“, betonte Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez, der nun bis zur Wahl eines Diözesanadministrators in den kommenden Tagen das Bistum leitet. Die Verkündigung der Botschaft vom Reich Gottes in die moderne Gesellschaft habe für Algermissen aber auch bedeutet, Mahner zu sein, Korrekturen anzubringen und auf den rechten Weg zu weisen.

Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke: die würdige Gestaltung der Liturgie war Bischof Algermisen sehr wichtig
„Bischof Algermissen hat mir, seinem Generalvikar, großes Vertrauen geschenkt. So hatte ich einen weiten Spielraum im Blick auf Entscheidungen, die zu treffen waren“, stellte Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke heraus, dessen Amtszeit mit der des Bischofs endet. „Alle wichtigen Fragen habe ich ihm natürlich vorgelegt; dabei hatte ich immer den Eindruck, dass er meine Vorschläge ernst genommen und meistens auch angenommen hat.“ Prof. Stanke ist in guter Erinnerung, dass Bischof Algermissen großen Wert auf eine würdige Gestaltung der Liturgie gelegt hat. „Außerdem hat er dadurch, dass er die strategischen Ziele Bistum 2030 in Kraft gesetzt hat, eine Richtung vorgegeben, in der die Pastoral in unserem Bistum angesichts der Veränderungen in Kirche und Gesellschaft gestaltet werden soll.“

Vita

Bischof Algermissen wurde am 15. Februar 1943 in Hermeskeil bei Trier geboren. Nach dem Abitur 1963 studierte er Philosophie und Theologie in Freiburg und Paderborn. In Paderborn wurde er am 19. Juli 1969 von Kardinal Lorenz Jaeger zum Priester geweiht. Nach mehrjähriger Seelsorgetätigkeit als Vikar in Bielefeld und Meschede wurde er 1980 Pfarrer in Bielefeld-Schildesche. Von 1974 bis 1980 war er auch Studentenpfarrer an der Universität Paderborn. 1984 wurde er Dechant des Dekanates Bielefeld und 1991 Regionaldekan der Seelsorgeregion Minden-Ravensberg-Lippe. Als Pfarrer im überwiegend protestantisch geprägten Bielefeld setzte Algermissen ökumenische Akzente. Mit gemeinsamen theologischen Bildungs- und Bibelwochen trug er sehr zum Miteinander von katholischen und evangelischen Christen bei. Er leitete von 1989 bis 1996 die Ökumene-Kommission des Erzbistums. Von 1994 bis 1998 war er zudem geschäftsführender Vorsitzender des Priesterrates.

Im Juli 1996 wurde Algermissen von Papst Johannes Paul II. zum Titularbischof von Labicum (einem erloschenen Bischofssitz in Italien) und Weihbischof in Paderborn ernannt. Die Bischofsweihe empfing er am 21. September 1996 durch den Paderborner Erzbischof und späteren Kardinal Dr. Johannes Joachim Degenhardt. Als Bischofsvikar war er für Ordens- und Säkularinstitute und Gesellschaften des Apostolischen Lebens zuständig. Seit 1997 war er auch Diözesanrichter am Erzbischöflichen Offizialat. Im Mai 1999 wurde er ins Paderborner Metropolitankapitel berufen.

Am 20. Juni 2001 wurde Algermissen von Papst Johannes Paul II. zum Bischof von Fulda ernannt und am 23. September in sein Amt eingeführt. Im November 2002 wurde er auf Vorschlag der Bischofskonferenz zum Präsidenten von Pax Christi gewählt und ist seit 2003 zudem Vizepräsident des Maximilian-Kolbe-Werkes. Seit 2003 ist er auch Komtur mit Stern im Ritterorden vom Hl. Grab zu Jerusalem. Bischof Algermissen ist Mitglied im Cartellverband katholischer deutscher Studentenverbindungen bei Wildenstein Freiburg, Guestfalo-Silesia Paderborn und Adolphiana Fulda.

In der Deutschen Bischofskonferenz gehörte Algermissen der Liturgiekommission und der Ökumenekommission an, deren stellvertretender Vorsitzender er war.

Dem heute immer deutlicher werdenden Problem des Priester- und Gläubigenmangels hatte der Oberhirte durch Einleitung des Pastoralen Prozesses 2002 Rechnung getragen, der seit 2006 zur Errichtung von mittlerweile 43 Pastoralverbünden in zehn Dekanaten führte. Pfingsten 2017 setzte Algermissen die „Strategischen Ziele zur Ausrichtung der Pastoral im Bistum Fulda“ in Kraft, durch die bis 2030 das Leben der Kirche und ihre Zukunftsfähigkeit gestaltet werden soll. Die Kirche leide heute laut Algermissen oft an mangelndem religiösen Wissen und Gleichgültigkeit selbst bei vielen Gläubigen. „Wenn viele heute einen immer dichteren Vorhang vor den Himmel ziehen und die Emanzipation von Gott zum Programm erklären, sind wir dringend zur Gegenbewegung aufgerufen“, zeigte sich der Bischof überzeugt.

Quellen:
Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz vom 5. Juni 2018
Informationen Nr. 22 vom 5. Juni 2018 der Bischöflichen Pressestelle Fulda

Grußbotschaft zum muslimischen Fastenmonat Ramadan 2018

Foto: fotolia.com

Zum diesjährigen Ramadan und zum Fest des Fastenbrechens hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, heute (15. Mai 2018) in einer Grußbotschaft an die Muslime in Deutschland Segenswünsche übermittelt. In seiner Botschaft schreibt Kardinal Marx: „Möge der barmherzige Gott Sie durch die Fastenzeit begleiten und Ihre Gebete erhören!“

Fastenzeit: Gelegenheit, die Sinne zu schärfen und achtsamer zu sein
Der fastende Mensch stelle sich mit Ernsthaftigkeit und Demut vor Gott. Durch bewussten Verzicht suche er sich aus dem Alltag zu lösen und mache sich bereit, den Willen Gottes zu hören, schreibt Kardinal Marx. In einer schnelllebigen Zeit gebe die Fastenzeit Gelegenheit,  die Sinne zu schärfen und achtsamer zu sein. „Durch die modernen Medien und die sozialen Netzwerke stehen wir heute mit vielen Teilen der Erde in Verbindung. … Für die Angehörigen der weltweit tätigen und vernetzten Religionsgemeinschaften wird damit der globale Raum zum Feld unserer Verantwortung“, so Kardinal Marx.

Es darf keinen Ort geben, an dem die menschliche Würde nicht respektiert wird
Ausdrücklich betont der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, dass es keinen Ort geben dürfe, an dem die menschliche Würde nicht respektiert werde: „Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Mensch zur gleichen Religionsgemeinschaft gehört. Denn es sind zwar nicht alle Religionen gleich, aber allen Menschen, ob sie an Gott glauben oder nicht, hat Er die gleiche Würde zuerkannt.“ Daher sei es die Aufgabe der Gläubigen sich dafür einzusetzen, „dass die Menschheit sich als eine Familie von Gottes Geschöpfen begreift und wir einander gegenseitig achten und ehren. Das ist der Weg des Friedens, nach dem sich die Menschen weltweit heute vielleicht mehr denn je sehnen.“

Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz vom 15. Mai 2018

Pilgerreise 2019 der Exerzitienseelsorge Kassel nach Israel/Palästina

Foto. Makrodepecher / pixelio.de

Diese Reise vom 29. April bis 10. Mai 2019 will vor allem eine Begegnung mit der Person und der Botschaft Jesu an den jeweiligen Wirkungsstätte ermöglichen. Ein Schwerpunkt der Reise liegt bei der Frage nach dem Glauben Jesu, also auch nach seinen jüdischen Wurzeln.

Schwerpunkte:
- Pilgerreise zu Stätten des Lebens und Wirkens Jesu
- Biblische Impulse
- Begegnung mit Kultur und Religionen des Landes
- Elemente aus den Exerzitien (Meditations- und Schweigezeiten, Gottesdienste)

Kolping: Veranstaltungsprogramm März bis August

Die Kolpingsfamilie Kassel-Zentral hat ihr Programm März bis August online gestellt. Der Erlebnistag am Edersee (10.05.), Gespräche zur Zukunft des Kolpingverbandes, zum Gründer Adolph Kolping und zum päpstlichen Schreiben "Amoris Laetitia" sind nur einige der spannenden wie unterhaltsamen Angebote.

Alle Fastenpredigten 2018 zum Nachhören

Was Christinnen und Christen für ein gutes Europa tun können, hat Dr. Ellen Ueberschär, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung zum Thema ihrer Fastenpredigt am 18. Februar in Sankt Familia gemacht. Das "Verabscheut das Böse, haltet fest am Guten" aus dem Römerbrief war ihr Leitmotiv.

Pater Anselm Grün OSB hat durch seine vielen öffentlichen Aktivitäten und seine zahlreichen Bücher eine große Bekanntheit erlangt. Der spirituelle Ratgeber und geistliche Berater predigte am zweiten Fastensonntag (25. Februar) über die „Hoffnung, die mitten in einer Welt voller Hoffnungslosigkeit wachzuhalten, die Aufgabe der Christen ist."

Bodo Ramelow, Christ und Mitglied der Partei Die Linken, ist Ministerpräsident des Freistaates Thüringen. Ausgehend von der Seligpreisung „Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden (Matthäus 5.4) fragt er in seiner Predigt am 11. März nach der sozialen Gerechtigkeit im politischen Alltag: „Was meint ‚jenen Trost spenden, die Last tragen‘ konkret - auch für mich als Ministerpräsident?“

Kardinal Karl Lehmann gestorben

Foto: Volker Groß, Wikipedia CC

In der Nacht vom 10. auf den 11. März ist Kardinal Karl Lehmann, längjähriger Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz und von 1983 bis 2016 Bischof von Main. Kardinal Reinhard Marx schreibt:

Kardinal Lehmann hat die katholische Kirche weltweit wesentlich mit geprägt
Mit großer Betroffenheit und Trauer habe ich die Nachricht vom Tod unseres geschätzten Mitbruders und Freundes, Kardinal Karl Lehmann, aufgenommen. Gott, der Herr über Leben und Tod, hat den treuen Diener zu sich heim gerufen. Im tiefen Glauben an den gnädigen Gott ist er verstorben. Ein großer Theologe, Bischof und Menschenfreund geht von uns. Mit seinem Tod verlieren wir einen warmherzigen und menschlichen Bischof, den eine große Sprachkraft auszeichnete. Ich trauere mit den Gläubigen des Bistums Mainz. Die Kirche in Deutschland verneigt sich vor einer Persönlichkeit, die die katholische Kirche weltweit wesentlich mit geprägt hat.

Zu großem Dank verpflichtet
Die Deutsche Bischofskonferenz ist Karl Lehmann zu großem und weit über seinen Tod hinausreichenden Dank verpflichtet. Weit über zwanzig Jahre hat er die Geschicke der Deutschen Bischofskonferenz als deren Vorsitzender geleitet. Ich erinnere mich gut an unsere ersten Begegnungen, die von Herzlichkeit und Offenheit, vor allem von der Lust an der theologischen Debatte geprägt waren. Kardinal Lehmann hat in der Deutschen Bischofskonferenz Höhen und Tiefen erfahren. Es ging ihm immer wieder um die Frage, wie eine menschendienliche und zugleich traditionsverpflichtete Kirche beschaffen sein sollte. Die persönliche Wertschätzung, die er jedem Gesprächspartner gegenüber zeigte, sein unglaubliches Gedächtnis – Karl Lehmann vergaß nichts – und seine theologische Weite waren glückliche Jahre für unsere Bischofskonferenz. Diesem Erbe sah sich mein Vorgänger, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, und sehe auch ich mich weiterhin verpflichtet. 1993, 1999 und 2005 wurde Karl Lehmann im Amt als Vorsitzender bestätigt, bevor er sich 2008 aus gesundheitlichen Gründen von diesem Amt zurückziehen musste. Es wäre nicht Karl Lehmann gewesen, hätte er dann nicht den Vorsitz der Glaubenskommission unserer Konferenz für mehrere Jahre übernommen.

Schwierige und glückliche Momente
In die Amtszeit von Kardinal Lehmann fallen so schwierige Momente wie die „Kölner Erklärung“ von 1988, das Ringen um den richtigen Weg in der Schwangerenkonfliktberatung und das Bekanntwerden von Fällen sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche. Besonders glückliche Momente waren für Karl Lehmann die Wiedervereinigung der beiden getrennten Bischofskonferenzen in die erste gesamtdeutsche Bischofskonferenz, die 1991 zusammentrat. Ich denke aber auch an die Apostolische Reise von Papst Johannes Paul II. 1996 nach Paderborn und Berlin, wo Kardinal Lehmann damals den Heiligen Vater beim Gang durch das Brandenburger Tor begleiten konnte und sich so gleichsam die Wiedervereinigung auch für den Papst abschloss. Glückliche Momente durfte Kardinal Lehmann in seinem unermüdlichen Einsatz für ein Gelingen des Weltjugendtags 2005 in Köln spüren, ebenso ein Jahr später, als Benedikt XVI. seine bayerische Heimat besuchte. Die ökumenische Annäherung war ihm ein – theologisches und geistliches – Herzensanliegen. Nicht selten hat er sich dazu in vertraulichen Runden mit den Verantwortlichen der Evangelischen Kirche in Deutschland getroffen. Die Unterzeichnung der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigung 1999 geht wesentlich auf das Verhandlungsgeschick Karl Lehmanns zurück. Den Kontaktgesprächskreis zwischen der Deutschen Bischofskonferenz und der EKD hat er mit Leben und Ideen, Diskussionen und Anregungen gefüllt.

Zeitlebens Professor der Theologie
Karl Lehmann blieb Zeit seines Lebens Professor der Theologie. In der Bischofskonferenz konnte er bisweilen längere Ausführungen halten und uns auf den Stand der Forschung bringen. Dankbar denken wir gerade auch an seine umfassenden Grundsatzreferate während unserer Vollversammlungen. Alle wissenschaftlichen Traktate hatten zum Ziel, in Zeiten des Umbruchs wegweisend den Menschen Zuversicht zu schenken. Das hat ihm auch großen Respekt in der Politik und bei vielen gesellschaftlichen Gruppen eingebracht.

Vom Aufbruch des Zweiten Vatikanischen Konzils geprägt
Der Verstorbene, 1963 in Rom von Kardinal Julius Döpfner zum Priester geweiht, war stets vom Aufbruch des Zweiten Vatikanischen Konzils geprägt. Als Assistent von Karl Rahner konnte er das Geschehen und das Ringen um Positionen aus nächster Nähe miterleben. Karl Lehmann machte sich zur Lebensaufgabe, das Konzilserbe zu wahren und dafür zu werben. In stürmischen Zeiten stand er fest im Glauben, so wie es sein bischöflicher Wahlspruch ausdrückt, den er mit der Bischofsweihe 1983 annahm: „State in fide – Steht fest im Glauben“ (1 Kor 16, 13). Ja, Karl Lehmann konnte nichts in seinem Glauben erschüttern.

2001 zum Kardinal ernannt
Es dauerte etwas, bis sein vielfältiges römisches Engagement, seine Mitgliedschaft in zahlreichen Dikasterien der Kurie, seine intensive theologische Begleitung ungezählter Bischofssynoden im Vatikan, mit dem Kardinalat 2001 anerkannt wurde. Das sah er als neuen Ansporn für weiteren Einsatz in Rom und in der Weltkirche.

Die Kirche in Deutschland verliert eine prägende Gestalt
Mit dem Tod von Karl Lehmann verliert die Kirche in Deutschland eine prägende Gestalt und unser Kontinent einen überzeugten Europäer. Gerade in den acht Jahren als Vizepräsident des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen hat sich Kardinal Lehmann für Völkerverständigung und Aussöhnung, Brückenbau und Dialog unermüdlich eingesetzt.

Eine wegweisende Persönlichkeit
Kardinal Lehmann war ein beeindruckender Mensch und vorbildlicher Geistlicher, dessen Engagement und Arbeit national und international ungezählte Ehrungen erfuhren. Vor allem war Karl Lehmann Priester, Seelsorger und Bischof, ein begnadeter Theologe und ein guter Freund. Die theologische Finesse wird uns ebenso fehlen, wie seine kantigen Wortmeldungen. Karl Lehmann war ein katholischer Weltbürger, auskunftsfähig zu allen Themen der Zeit. Wir trauern um einen großartigen Menschen, eine wegweisende Persönlichkeit und einen gläubigen Katholiken, der sein Leben ganz nach Gottes Plan für ihn lebte und sich hingebungsvoll dem Auftrag Christi und seiner Botschaft gewidmet hat.

In stiller Trauer verneige ich mich vor einem Freund, einem Mitbruder, der uns allen Orientierung gegeben hat.

Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz, 11. März 2018

Deutsche Bischofskonferenz würdigt Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen

Die Deutsche Bischofskonferenz ist dankbar für das Wirken von Bischof Heinz Josef Algermissen, und die deutschen Bischöfe fühlten sich wohl, wenn sie sich zu ihren Herbst-Vollversammlungen am Grab des heiligen Bonifatius versammelten.

"Dein Wort wird geschätzt"
Bischof Algermissen sei in Fulda heimisch geworden. „Dein Wort wird geschätzt in Kirche und Gesellschaft, in der Stadt Fulda, aber auch bei Deinen Pastoralvisitationen, Firmreisen und bei den ungezählten Vorträgen, die Du gerne und engagiert weit über das Bistum hinaus hältst.“ Bischof Dr. Franz-Josef Bode (Osnabrück), der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, hob den Einsatz seines Mitbruders in der Deutschen Bischofskonferenz hervor, wozu insbesondere die Mitgliedschaft in der Liturgiekommission, in der Unterkommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum und der Ökumenekommission zählen, deren stellvertretender Vorsitzender Algermissen ist.

Ein Mann der Glaubensstärke
Bischof Algermissen sei ein Mann der Glaubensstärke, der mutig das christliche Zeugnis in der Öffentlichkeit vertrete, betonte Bischof Bode. „Seine klaren Positionen schätzen wir, gerade auch dann, wenn es ihm – ein Herzensanliegen – um den Schutz des ungeborenen Lebens geht, aber auch um das Leben bis zuletzt, bis zum Tod.“ Gleichzeitig sei der Bischof von Fulda Seelsorger, Priester und Bischof, der auf die Menschen zugehe. „Das Bistum Fulda darf sich glücklich schätzen, dass es Bischof Heinz Josef gelungen ist, gerade in seiner Anfangszeit manches, was auseinanderzudriften drohte, wieder zusammenzuführen“, sagte Bischof Bode.

Den Schatz des Glaubens weitertragen
Mit Blick auf das bischöfliche Leitwort, „Der Schatz in zerbrechlichen Gefäßen“ (2 Kor 4,7), das Bischof Algermissen präge, hob Bischof Bode hervor: „Wir danken Dir, dass Du den Schatz des Glaubens weiterträgst. Wir danken Dir, dass Du die Botschaft des Evangeliums in allen Unzulänglichkeiten der Kirche immer wieder mit neuem Elan und überzeugend nach vorne gebracht hast. Wir danken Dir, dass Du das glaubwürdige Zeugnis einer christlichen Existenz lebst.“

Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz vom 15. Februar 2018

60 kg Gold-Handys abgegeben – Missio sagt danke – Sammlung geht weiter

Gesammelte Mobiltelefone vor dem Versand (Foto: Privat)

Da machen wir auf jeden Fall mit!“. So haben viele Menschen auf die „Woche der Goldhandys“ im seit September reagiert. Im Dekanat Kassel-Hofgeismar wurde im Regionalhaus Adolph-Kolping und in verschiedenen Pfarreien die Recycling-Aktion durchgeführt.

Über 60 kg Althandys 
Über 60 kg Althandys wurden bereits dem zertifizierten Entsorger „Mobile Box“ im Auftrag von missio-Aachen zugeführt. Wer sein nicht mehr genutztes Smartphone für missio gespendet hat, hilft doppelt. Denn erstens recycelt Mobile-Box die in den Althandys enthaltenen Rohstoffe fachgerecht und zweitens kommt für jedes eingeschickte Handy bis zu einem Euro der „Aktion Schutzengel“ von missio zugute.

Erlös für Überlebende im Kongo-Bürgerkrieg
Mit dem Erlös werden in der Demokratischen Republik Kongo Überlebende des Bürgerkrieges unterstützt. Eine Ursache des blutigen Konflikts sind die wertvollen Mineralien wie Gold und Coltan, die die Rebellen illegal außer Landes bringen, um ihren Krieg zu finanzieren – und, die für die Produktion von Mobiltelefonen gebraucht werden. Missio-Aachen fördert im Kongo den Aufbau von Trauma-Zentren und engagiert sich mit der Aktion Schutzengel für Handys ohne Konfliktmineralien.

Im Regionalhaus Adolph-Kolping (Die Freiheit 2; Kassel) werden weiterhin Althandys entgegengenommen.

Das neue Exerzitienprogramm ist online

Kirche der Brotvermehrung, Vorplatz, Tabgha, Israel.
Foto: Grauesel auf wikivoyage shared, CC BY-SA 3.0
 

Das Programm 2018 der Exerzitienseelsorge im Bistum Kassel ist online: Es begannt mit dem Besinnungswochenende im Januar: "Ich danke dir, dass du mich so wunderbar gestaltet hast. Ich weiß: Staunenswert sind deine Werke! (Ps 139,14)".

Bibliodramen zur Fasten- und Adventszeit, mit Bibel und Rucksack, ein Glaubenswochenende, Exerzitien in Tabga und die Pilgerreise für Senioren nach Israel/Palästina, Exerzitien im Alltag und Einzelexerzitien mit Gemeinschaftselementen sind die Angebote an "geistlichen Übungen", die in Stille und unter Anleitung eine Einübung in Glauben und Gebet ermöglichen sollen, bei denen Sie Exerzitienseelsorger Pfr. Harald Fischer und Anette Leibold, Dipl. theol. Ehe-, Familien-, Lebensberaterin, begleiten werden.

Papst Franziskus: Die Migranten und Flüchtlinge aufnehmen, beschützen, fördern und integrieren

Bild: fotolia.com

Von Beginn seines Pontifikats an hat sich Papst Franziskus immer wieder für die Aufnahme und Unterstützung von Menschen auf der Flucht eingesetzt. In seiner Botschaft zum "Welttag des Migranten und des Flüchtlings 2018" fordert er sehr konkret, "die Sicherheit der Personen stets der Sicherheit des Landes voranzustellen".

Etwas weiter unten können Sie die Botschaft des Papstes als pdf herunterladen,
zur Verfügung gestellt von der Deutschen Bischofskonferenz.

Wir sehen in jedem Menschen Christus selbst
In seiner Predigt am Christkönigssonntag, 26. November, nimmt Dechant Harald Fischer das Tagesevangelium vom "ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen" und Papst Franziskus' Botschaft zum Welttag des Migranten und des Flüchtlings 2018 zum Anlass, sich mit dem radikalen Zentrum unseres christlichen Glaubens auseinanderzusetzen: die einfache, klare, konkrete Hinwendung zu den Armen, den Fremden, den Obdachlosen, den Kranken. In ihnen begegnen wir dem lebendigen Jesus Christus.

Aluminiumband von „Statik der Resonanz“ wird aufgelöst

Foto: Stephanie Kloss

Nach dem für Oktober/November geplanten Abbau wird die Installation „Statik der Resonanz“ aufgelöst. Die einzelnen ca. 4000 Aluminiumstäbe, aus denen die Form sich zusammensetzt, werden dann als Edition freigegeben.

Edition für 30 Euro
Bei der Aufsicht in der Elisabethkirche kann diese Edition für 30 Euro erworben werden; die einzelnen Aluminiumstäbe sind nummeriert und mit signiertem Zertifikat versehen. Hierzu wird die eigene Adresse hinterlegt, so dass nach dem Abbau die Stäbe zugesandt werden können; das Porto ist im Betrag enthalten. Eine andere Möglichkeit ist, Name und Adresse per E-Mail an kunst@katholische-kirche-kassel.de zu mailen. Dann wird die Nummer für ein Konto zugesendet, auf das die 30,- Euro zu überweisen sind.

Ein Drittel Spende für „Meine Chance“ – Junge Flüchtlinge auf dem Weg zur Ausbildung"
Ein Drittel des Erlöses geht als Spende an „Meine Chance“ – Junge Flüchtlinge auf dem Weg zur Ausbildung", ein Projekt des Jugendmigrationsdienstes im Caritasverband Nordhessen-Kassel e.V. Es bietet jungen Flüchtlingen die Chance, ihr Leben hier selbstständig und selbstbewusst zu gestalten, indem sie den Hauptschulabschluss erwerben und Ausbildungsberufe kennenlernen. Im ersten Durchgang dieses Projekts, das im Sommer diesen Jahres zu Ende ging, bestanden alle Teilnehmer/innen die Hauptschulabschluss-Prüfung.

"Wenn ich sie mir in alle Richtungen sich verteilend vorstelle,
denke ich dabei an einen Klang. "

Für Anne Gathmann gehört es zum Kunstwerk, seinen Zusammenschluss wieder aufzulösen: „Die Arbeit wurde als temporäres, auf den Ort bezogenes Gebilde entwickelt, das dem Kirchenraum als Resonanzraum antwortet. Die Kurvenform findet sich in den Kräften zwischen den Elementen und in der Gravitationskraft ein. Es interessiert mich, diesen Zusammenschluss wieder aufzulösen und die einzelnen Aluminiumelemente dadurch zu verändern. Wenn ich sie mir in alle Richtungen sich verteilend vorstelle, denke ich dabei an einen Klang. Einen Zusammenhang zu bilden ebenso wie ihn aufzulösen ist transformativ. In Auflösung und Zerfall liegt nicht nur ein Verlust, sondern auch der Gewinn einer Freisetzung in einen veränderten Zustand.“

Hilferuf aus der Bahnhofsmission: dringend Helfer/innen gesucht für Kinder auf Bahnreisen

Foto: v.l. Irene Witzel und Iwan Schober dokumentieren
die Übergabe. (Foto: Karl Widdekind)

Kids on Tour ist ein Angebot der Bahnhofsmission für Kinder, deren Eltern an unterschiedlichen Orten leben. Mal sind es Alleinerziehende, die ihr Kind zum Vater, zur Mutter oder zu Oma und Opa verreisen lassen möchten, mal sind es beruflich fest gebundene Elternteile, die ihr Kind nicht selber auf der Reise begleiten können. Die Bahnhofsmission sorgt hier mit Kids on Tour für Entlastung, begleitet die Kinder auf der Reise und sichert deren Übergabe.

Wer kann am Freitag- und Sonntag-Nachmittag einen Dienst in der Bahnhofsmission übernehmen?
Reisetage für ein Wochenende beim anderen Elternteil sind üblicherweise am Freitag und Sonntagnachmittag. Für die begleiteten Reiserouten von West nach Ost und Nord nach Süd bzw. umgekehrt reicht die bisherige Zahl der ehrenamtlich Mitarbeitenden in Kassel nicht mehr aus. "Daher suchen wir dringend freundliche, zuverlässige und engagiert Mitarbeitende für den Aufbau eines zweiten Teams für Kids on Tour“, sagt die Leiterin der Bahnhofsmission Karin Stürznickel-Holst: "Wir suchen Menschen, die bereit sind, am Freitag- und Sonntag-Nachmittag einen Dienst in der Bahnhofsmission zu übernehmen."

Gründliche Einarbeitung
Dafür erhalten neue Mitarbeitende eine gründliche Anleitung und Einarbeitung in dem sehr lebendigen Team mit großem Gestaltungsspielraum. Denn für alle Mitarbeitenden der Bahnhofsmission sind regelmäßige Teamsitzungen sowie externe und interne Fortbildungen zu psychosozialen und rechtlichen Fragen selbstverständlich.

Ansprechpartnerin:
Interessierte melden sich bei Karin Stürznickel-Holst oder Annette Blumöhr in der Bahnhofsmission Kassel, Willy Brandt Platz 1, 34131 Kassel gern auch via Mail: kassel@bahnhofsmission.de.

Hintergrund:
Die Bahnhofsmissionen sind mit ihren mehr als 2.300 haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden zentrale Knotenpunkte des sozialen Netzes in den Städten und an den Bahnhöfen. Sie helfen jedem, sofort, gratis und ohne Anmeldung oder Voraussetzungen – häufig zu Uhrzeiten, zu denen andere Hilfe nicht erreichbar ist. Das tun sie seit inzwischen weit über hundert Jahren und an derzeit mehr als hundert Orten in Deutschland. Die Bahnhofsmissionen sind Einrichtungen der Evangelischen und der Katholischen Kirche. Ihre Arbeit lebt von dem Engagement der festangestellten und der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer. In zunehmenden Maß sind die Bahnhofsmissionen auf Spenden angewiesen.

Mobile Schuldner- und Budgetberatung für ältere Menschen

(Bild: fotolia.com)

Immer häufiger geraten ältere Menschen in die Schuldenfalle. Verändernde Lebens- und Einkommensverhältnisse, niedrige Renten, hohe Mieten und zusätzliche finanzielle Belastungen durch gesundheitliche Einschränkungen können Ursachen sein.

Der gewohnte Lebensstandard kann nicht aufrecht erhalten werden
Oft stellen Menschen erst mit Eintritt in die Rente fest, dass sie nicht in der Lage sind, ihren gewohnten Lebensstandard aufrecht zu halten. Eine frühzeitige Beratung kann hier helfen. Obwohl zu den 10 % Erwachsene, die in Deutschland ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen können, viele ältere Menschen gehören, ist ihr Anteil in den Schuldnerberatungsstellen gering. Zum einen ist das Thema Finanzen, aufgrund von deren Sozialisation und Wertvorstellungen ein mit Scham besetztes Thema, zum anderen kann eine eingeschränkte Mobilität das Aufsuchen einer Beratungsstelle erschweren.

Das Einkommen halbiert sich mit dem Renteneintritt
In den nächsten Jahren wird sich aufgrund des demographischen Wandels und des sinkenden Rentenniveaus die Problematik noch verstärken. Im Jahr 2012 lag das Rentenniveau bei 49 % des letzten erzielten Erwerbsnettoeinkommens, das heißt, dass Einkommen hat sich mit dem Renteneintritt praktisch halbiert.

Kostenfreie Beratung
Viele Menschen suchen die Beratungsstelle erst dann auf, wenn die letzten Ersparnisse aufgebraucht und Miet- und Energiekosten nicht mehr gezahlt werden können. In dieser Situation ist kein großer Handlungsspielraum mehr gegeben. Damit es erst gar nicht so weit kommt und um auch Menschen Hilfe anbieten zu können, die aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Lage sind, eine Beratungsstelle aufzusuchen, wird vom Caritasverband Nordhessen-Kassel e.V. ein neues Beratungsangebot, die „Mobile Schuldner- und Budgetberatung für ältere Menschen“ aufgebaut. Die Beratung ist kostenfrei.

Zusätzliche offene Sprechstunde
jeweils mittwochs von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Für die mobile Schuldner- und Budgetberatung für ältere Menschen bietet der Caritasverband Nordhessen-Kassel e.V. ab dem 1. März eine zusäzliche offene Sprechstunde jeweils mittwochs von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr an.

Bitte Termin vereinbaren
Interessierte, die mobilitätseingeschränkt sind, können einen Termin für einen Hausbesuch unter der Telefonnummer 0561-7004-216 verabreden.

Beratungsort und Ansprechpartnerin:
Die Beratungsstelle befindet sich im Caritasverband, Die Freiheit 2, 34117 Kassel.
Ansprechpartnerinnen sind Karin Stürznickel-Holst, Tel. 7004-221 und Birgit Branß Tel. 7004-216.

Werbung für einen Berufsweg in der Kirche

„Den Entscheidungen zum Priestertum, aber auch zur Ehe geht ein Ruf, eine Berufung voraus. Es ist eine Lebensentscheidung, die nicht einfach willkürlich getroffen werden sollte“, betont Seelsorgeamtsleiter Pfarrer Thomas Renze.

Vielfalt der kirchlichen Berufe
Deshalb wirbt das Bistum Fulda mit einem neuen Internetauftritt für die Berufe der Kirche und macht auf verschiedene Lebensformen wie beispielsweise Priester, Ordensmann und Ordensfrau oder die christliche Ehe aufmerksam. Die Berufe der Kirche seien keineswegs unattraktiv oder uninteressant, allerdings müsse in der Öffentlichkeit mehr auf ihre Vielfalt hingewiesen werden. „Manchmal bedarf es dieser Aufmerksamkeit, um das Interesse und den Ruf zu wecken. Viele engagieren sich im Umfeld ihrer Kirchengemeinde – daraus kann auch mehr erwachsen“, zeigt sich Pfarrer Renze überzeugt.

Lebensgeschichten
Die Homepage bietet auch die Möglichkeit, direkt mit Personen aus den verschiedenen Berufen und Lebensbereichen in Kontakt zu kommen. „Sicher ist es interessant zu erfahren, wie ein Priester seinen Weg gefunden hat“, so Uffelmann „Die Internetseite ist nicht starr; im Laufe der Zeit werden viele Dinge ergänzt, zum Beispiel Filmportraits der Berufe, oder es wird auf Veranstaltungen hingewiesen. Es lohnt sich also immer wieder auf, unserer Internetpräsenz vorbeizuschauen“, so der Referent weiter.

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