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Donnerstagsgebet Maria 2.0 Kassel > 6. Oktober in Sankt Familia

Das „Gebet am Donnerstag“ für Reformen in der katholischen Kirche wurde im Benediktinerinnen-Kloster Fahr in der Schweiz ins Leben gerufen. Dieses gemeinsame Gebet möchte „Schritt für Schritt“ den notwendigen Wandel der Kirche begleiten – so wie die Montagsgebete Ende der 1980er Jahre in Leipzig gesellschaftlichen Wandel begleitet haben.

Wachsendes „Gebetsnetz“
Seither wächst das Gebetsnetz – nicht mehr nur in der Schweiz. Es schenkt denen, die daran teilnehmen Mut und Zuversicht, den Weg einer Erneuerung der Kirche mitzugehen und mitzugestalten.

Machtmissbrauch und Unrecht in der Kirche vor Gott
Im Gebet wird das Thema Machtmissbrauch und Unrecht in der Kirche vor Gott gebracht; ebenso die Vision einer Kirche mit gleichberechtigtem Wirken von Männern und Frauen in allen Diensten und Ämtern sowie der Wunsch nach mehr Offenheit und Unterstützung für Menschen in ihrer Suche nach Lebenssinn – ohne Wertung oder Verurteilung.

Am 6. Oktober in der Kirche Sankt Familia
Ulrike Knobbe und Jutta Mersch-Müller von der Initiative Maria 2.0 Kassel gestalten seit mehr als zwei Jahren ein Mal monatlich in der Kirche Sankt Familia, Kölnische Straße 53, das Donnerstagsgebet als kurze liturgische Feier – selbstverständlich unter Einhaltung der aktuellen Corona-Regeln.

Auch zu Hause mitbeten
Wer nicht zur Kirche kommen kann, ist herzlich eingeladen, das Donnerstagsgebet zu Hause mitzufeiern.

Über Ablauf und Gebetstexte informiert der hier im Anschluss angebotene pdf-Download "Zum Ausdrucken ..."

Die Maria 2.0-Kassel-Termine 2022 für das Donnerstagsgebet:

07. Juli
4. August
8. September
6. Oktober
10. November
8. Dezember

Beginn ist jeweils 19.00 Uhr, bitte zehn Minuten früher dasein, danke!

Hier der aktuelle Gebetszettel zum Download:

KLAGE :: der neue Videoimpuls SAMSTAGS-17 zum 1. Oktober

Klagemauer, Jersualem. Foto: Christiane Raabe, pfarrbriefservice.de

Pastoralreferentin Beatrix Ahr freut sich immer wieder, wie viel Neues und Spannendes es in der Welt zu entdecken und zu lernen gibt! Zum Beispiel die Musik von Johann Nicolaus Hanff. In einem der Choräle ist der Klagepsalm 12 Thema, ein mehr als 2200 Jahre alter Text wie gemacht für unsere Zeit, findet Beatrix Ahr im neuen Videoimpuls SAMSTAGS-17.

Nr. 133 kommt aus der Kirche Zum Heiligen Kreuz in Zierenberg. "KLAGE" ist ab Samstag, 1. Oktober, 17 Uhr zu sehen, musikalisch gestaltet von Regionalkantor Thomas Pieper mit Orgelmusik von Johann Nicolaus Hanff.

Kasseler Friedensgebet jeden Freitag 17:30 Uhr wieder in der Karlskirche

"Im Namen Gottes, haltet ein!" so lautet der Apell des Präsidenten des Rates der europäischen Bischofskonferenzen und er fordert "geschlossenes und entschiedenes handeln, um der russischen Aggression ein Ende zu machen". Als Christinnen und Christen stehen wir solidarisch zu den Menschen in der Ukraine, fordern ein sofortiges Ende aller Gewalt und beten für den Frieden.

In ökumenischer Verbundenheit und in Solidarität mit allen, die unter diesem Krieg leiden und sich nach Frieden sehnen, laden der Evangelische Kooperationsraum Kassel-Mitte und die Katholische Kirche Kassel / Dekanat Kassel-Hofgeismar zum Kasseler Friedensgebet für alle ein:

  • jeden Freitag um 17.30 Uhr
  • in der Karlskirche

Ordensleute schreiben Buch zu Reformen in der Kirche: „Wir können auch anders“

„Wir können auch anders!“ ist ein Buch von Ordensleuten, das sich als Beitrag zur aktuellen Reformdebatte in der katholischen Kirche versteht. Diese Reformdebatte ist nicht neu, aber sie hat neue Dringlichkeit bekommen durch das Offenbarwerden von tausendfachem sexuellem Missbrauch im Raum der Kirche, der vertuscht und nicht ernst genommen wurde, bei dem der Schutz der Kirche über dem der Betroffenen stand – und leider zu oft immer noch steht. Das Buch erscheint pünktlich vor der nächsten Vollversammlung des Synodalen Weges Anfang September und ist ab sofort im Buchhandel erhältlich. Herausgegeben wurde es von Sr. Katharine Kluitmann OSF, Lüdinghausen, und Marcus Leitschuh, Kassel.

Die Autorinnen und Autoren
Die Debatte um Reformen in der Kirche hat gerade wieder einen teilweise aggressiven Ton erhalten. Oft auch einen Ton, den kein normaler Mensch mehr versteht. Genau deshalb gibt es dieses Buch. Herausgegeben wird es von Schwester Katharina Kluitmann, die bis dieses Jahr Vorsitzende der Ordensobernkonferenz war und Marcus Leitschuh, ebenfalls Mitglied der Synodalversammlung des Synodalen Weges. Weitere Autoren und Autorinnen sind: Sr. Franziska Dieterle OSF, Sr. Philippa Rath OSB, Br. Thomas Wierling, Sr. Nicola Maria Schmitt OSV, P. Manfred Kollig SSCC, Sr. Bettina Rupp SSpS, P. Bruno Robeck OCist, Sr. Maria Stadler MC, Sr. Dr. Katharina Ganz OSF , Sr. Daisy Panikulam SABS, P. Stephan Ch. Kessler SJ, Pater Hans Langendörfer SJ, Sr. M. Scholastika Jurt OP, Fr. Simon Hacker OP und Kerstin Leitschuh (Citypastoral Kassel). Ordensleute treten mutig und kreativ beim Synodalen Weg auf, bringen ihre Ordens-Erfahrungen ein. So vielfältig wie die Orden und ihre Vertreterinnen und Vertreter, so vielfältig sind die Texte dieses Buches, in Textgattung und fachlichem Hintergrund, in durchscheinender Lebensform und in Nuancen. Im Buch gibt es deshalb Theologisches und Spirituelles, Informatives und Beschreibendes, Fragen, Antworten, Provokationen, Deutungen, Dialoge, Langes und Spontanes. "Wenn unser Buch das Gespräch untereinander anfacht und bereichert, hat es seinen kleinen, aber vielleicht entscheidenden Beitrag geleistet." Orden versuchen, die Kirche auf dem Weg in die Zukunft nicht nur zu begleiten. Nein, sie ermutigen, manchmal drängen, oft schieben, im Notfall tragen. „Wir können in der gleichen Zeit anders, unterschiedlich leben, glauben, Liturgie feiern, Leitung organisieren, in Vielfalt und gegenseitiger Wertschätzung, wir, die Orden und die Verbände, die hierarchisch verfasste bischöfliche Kirche, die vielen verschiedenen Lebensformen und Charismen“, so Mitherausgeberin Sr. Katharina Kluitmann.

Brennen für die Reformthemen
„Es ist festzuhalten, dass Ordensangehörige in der Synodalversammlung und in den Foren des Synodalen Weges äußerst aktiv und bemerkbar mitwirken – und zwar besonders die Frauen. Sie brennen für die Reformthemen des Synodalen Weges und treiben sie mit großem Ernst und ungestüm voran. Vielleicht ist dabei eine innere und äußere Freiheit der Ordensangehörigen, die ihr Tun und ihr Leben rascher ändern können als andere, eine besondere Chance.“ So beschreibt Pater Dr. Hans Langendörfer SJ (70), bis 2021 Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz die aktuelle Rolle der Orden. So wie es Schwester Franziska Dieterle OSF (46), Kongregation der St. Franziskusschwestern Vierzehnheiligen schreibt: „Die Orden waren immer die Reißnägel auf dem Stuhl der verfassten Kirche, es wurde also ungemütlich, wenn man sich zu bequem hinsetzte. Viele Erneuerungsbewegungen gingen von Orden aus.“ Autorin ist auch Sr. Philippa Rath OSB (66), Benediktinerin der Abtei St. Hildegard in Rüdesheim-Eibingen: „Es braucht in der Kirche mehr Souveränität, mehr Offenheit, mehr Mut und mehr Toleranz. Mehr Katholisch-sein im besten Sinne, so wie wir es jetzt Schritt für Schritt erleben. Wir denken oft viel zu klein und zu eng. Das weite Herz Jesu zeigt, dass es auch anders geht.“ Denn „Der Stil Gottes ist bedingungslose Liebe. Er leitet uns durch seinen Geist. Das kann dazu führen, dass man mutig wird und auch mal ungehorsam sein muss.“ So Bruder Thomas Wierling (53). Das Ziel aller Theologie und Organisation von Kirche hat dabei Manfred Kollig SSCC (66), Generalvikar des Erzbistums Berlin im Blick, wenn er fragt: „Wie können wir deutlicher verkünden, dass wir ganz in der Welt leben, solidarisch mit den Menschen und der ganzen Schöpfung; und gleichzeitig den Blick für den Himmel offenhalten, der weiter ist als die Welt?“

Orden leben Vielfalt vor
Viele der Beiträge zeigen, dass Orden Vielfalt vorleben. Deutliche Worte findet Sr. Dr. Katharina Ganz OSF (52), Oberzeller Franziskanerin und Generaloberin ihrer Gemeinschaft. „Nur wenn sie die Fehler im eigenen System ausmerzt, werden Glaubensvermittlung und Evangelisierung gelingen.“ Der Synodale Weg sei viel mehr als eine Beschäftigung mit sich selbst. „Er ist ein Weg, die Wunden, die die Kirche ihren eigenen Mitgliedern geschlagen hat, ehrlich anzuschauen und nach Wegen der Heilung und Versöhnung zu suchen.“

Das Jahresprogramm 2022 der Familienbildungsstätte

"Gemeinsam wachsen, leben, bewegen, gestalten, kochen" sind die Leitgedanken für das Jahresprogramm 2022 der Familienbildungsstätte in Kassel.

Das bunte Kursangebot vom Vortrag über die Krabbelgruppe bis hin zum regelmäßigen Sportkurs ist offen für alle Menschen – unabhängig von Konfession, Nationalität, Lebensbedingungen oder Familienstand: für Mütter und Väter, Kinder und Heranwachsende, Alleinlebende und allein Erziehende, Großväter und Großmütter, fröhliche und traurige Menschen, Gesunde und Kranke, Gleichgesinnte und Andersdenkende. Das Jahresprogram 2022 herunterladen ...

#OutInChurch = Für eine Kirche ohne Angst

Mit der Initiative „#OutInChurch. Für eine Kirche ohne Angst“ und im Rahmen einer TV-Dokumentation (ARD Mediathek) outen sich 122 LGBTIQ+-Personen, die haupt- oder ehrenamtlich in der römisch-katholischen Kirche im deutschen Sprachraum tätig sind. Sie arbeiten und engagieren sich unter anderem in den Bereichen Bildung und Erziehung, Pflege und Sozialarbeit, Kirchenmusik und Seelsorge. Unter ihnen sind Priester, Gemeinde- und Pastoralreferent*innen, Religionslehrer*innen, aber auch Verwaltungsmitarbeiter*innen.

Angeregt durch LGBTIQ+-Schauspieler*innen
Inspiriert wurde die Initiative #OutInChurch durch die eindrucksvolle Aktion #ActOut, bei der sich Anfang 2021 zahlreiche LGBTIQ+-Schauspieler*innen geoutet haben. Zu der Aktion erklärt Initiator Jens Ehebrecht-Zumsande, Referent im Generalvikariat des Erzbistums Hamburg: „Viel zu oft wird abstrakt über die Betroffenen gesprochen. Mit #OutInChurch werden diejenigen, um die es geht, in der Kirche selbst hörbar und sichtbar.“

Risiko: Coming-out
Im kirchlichen Kontext bedeutet ein solcher Schritt immer noch ein erhebliches Risiko, da ein Coming-out schwerwiegende Folgen bis zur Kündigung und Zerstörung der beruflichen Existenz haben kann. Tief verankerte kirchliche Methoden der Verurteilung und Beschämung machen es queeren Menschen im Dienst der katholischen Kirche schwer, sich zu zeigen.

Menschenfreundlichkeit der Kirche erneuern
Die Initiative #OutInChurch möchte zu einer Erneuerung der Glaubwürdigkeit und Menschenfreundlichkeit der katholischen Kirche beitragen. Das Manifest der Initiative zielt mit seinen Forderungen u. a. darauf ab,

  • diffamierende Aussagen der kirchlichen Lehre zu Geschlechtlichkeit und Sexualität auf Grundlage theologischer und humanwissenschaftlicher Erkenntnisse zu revidieren;
  • das kirchliche Arbeitsrecht so zu ändern, dass ein Leben entsprechend der eigenen sexuellen Orientierung und der geschlechtlichen Identität, auch in einer Partnerschaft beziehungsweise Zivilehe, weder zum Ausschluss von Aufgaben und Ämtern noch zur Kündigung führt;
  • dass die Kirche in Riten und Sakramenten sichtbar macht und feiert, dass LGBTIQ+-Personen und -Paare von Gott gesegnet sind.

Sich mit der Initiative solidarisieren
#OutInChurch ruft alle LGBTIQ+-Personen, die haupt- oder ehrenamtlich in der römisch-katholischen Kirche tätig sind, auf, sich der Initiative anzuschließen. Zudem sind alle Menschen eingeladen, sich mit der Initiative zu solidarisieren. Die Bischöfe und alle, die in der Kirche Verantwortung tragen, die Kirchengemeinden, Verbände und Ordensgemeinschaften werden aufgefordert, ihre Unterstützung für das Manifest öffentlich zu erklären.

Auch Maria 2.0 Kassel solidarisiert sich
Schon jetzt haben sich viele katholische Verbände, Vereine und Einrichtungen mit der Initiative OutInChurch solidarisiert, unter anderem BDKJ, DPSG, kfd, KJG, pax christi, ZdK-Präsidium (-> hier die aktuelle Liste). Aus der documenta Stadt sind mit dabei Maria 2.0 Kassel und Christoph Baumanns von der Internetredaktion www.katholische-kirche-kassel.de.

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