Nachrichten | Aktuelles

Eine besonders kostbare PERLE :: der neue Videoimpuls SAMSTAGS-17 zum 25. Juni

Perlenschale (Hand) Poem of Pearls, Elisabethkirche, Kassel.
Foto (Ausschnitt): Kerstin Leitschuh / kunstraumkirche.de

„My Precious Pearl From Paradise“ steht an der Fassade der Elisabethkirche. Man kann die Leuchtschrift schon von weitem sehen. Welche kostbare Perle vom Paradies ist wohl gemeint, fragt sich Pastoralreferentin Beatrix Ahr in ihrem neuen Impuls Nr. 119. Die Elisabethkirche? Ich persönlich? Das Himmelreich? Beatrix Ahr geht auf die Suche.

Der Video-Impuls Nr. 119 kommt aus der durch Poem of Pearls verwandelten Elisabethkirche am Friedrichsplatz 13, Kassel. "Eine besonders kostbare PERLE " ist ab Samstag, 25. Juni, 17 Uhr zu sehen, musikalisch gestaltet von Regionalkantor Thomas Pieper mit Orgelmusik von William Lloyd Webber.

Frauenliturgie "Zur Freiheit befreit

Am Sonntag, 26. Juni 2022, feiert die Initiative Maria 2.0 Kassel wieder Frauenliturgie. Der Gottesdienst auf dem Platz vor der Kirche Heilig Geist, Brüder-Grimm-Str. 9, 34246 Vellmar, beginnt um 18:00 Uhr. Er steht unter dem Motto "zur Freiheit befreit". Herzliche Einladung an alle Frauen und Unterstützer*innen!

Anfahrt mit dem öffentlichen Nahverkehr:
STR 1, Haltestelle „Stadtmitte, Vellmar“, 200m Fußweg.

Es gelten alle bekannten Schutz und Hygieneempfehlungen.

Alle Termine im Begleitprogramm von Poem of Pearls auf kunstraumkirche.de

Foto Vernissage 4. Juni (Ausschnitt): Kerstin Leitschuh

Alle Veranstaltungen im Begleitprogramm von "Poem of Pearls. Birthe Blauth in der Elisabethkirche" finden Sie auf www-kunstraumkirche.de!

Dazu gehören

  • die Impulsgespräche alle zwei Wochen im Wechsel von Dienstagabend und Samstagmittag
  • "Auf eine halbe Stunde Musik" mit Studierenden und Lehrenden der Musikakademie der Stadt Kassel "Louis Spohr"
  • drei Extrakonzerte
  • die Vorlesezeit "Kurz vor Schluss" immer am Montagabend um 19:45 Uhr
  • Führungen, und Gottesdienste

Über diese Termine wird nicht zusätzlich auf katholische-kirche-kassel.de informiert.

Eine besondere Nacht am letzten Freitag im Juni

Kirchen, Gemeinden und christliche Gemeinschaften präsentieren sich in der Nacht der offenen Kirchen 2022 mit Musik, Tanz, Film, Ausstellungen und Kreativem zum Genießen und Mitmachen, einem ökumenischen Pilgerweg und vielem mehr.

Orte
Nach pandemiebedingter Pause haben engagierte Menschen am 24. Juni an mehr als 38 Orten einen Abend vorbereitet, der unterhalten, aber auch inspirieren und neue Eindrücke bieten möchte: auf den Kirchtürmen mit Weitblick, in den Räumen mit Einblick und bei Snacks und Getränken zum geselligen Augenblick.

Programm
Hier mit Orgelkonzert klassisch, dort mit Weingottesdienst ungewöhnlich, da mit Studierendenparty ausgelassen, andernorts mit internationaler Musik exotisch, darf jede*r ein buntes und vielfältiges Programm erwarten. Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Kassel und das ökumenische Vorbereitungsteam wünschen einen wunderbaren Sommerabend und eine anregende „gute Nacht“!

Kasseler Friedensgebet jeden Freitag 17:30 Uhr in der Elisabethkirche

"Im Namen Gottes, haltet ein!" so lautet der Apell des Präsidenten des Rates der europäischen Bischofskonferenzen und er fordert "geschlossenes und entschiedenes handeln, um der russischen Aggression ein Ende zu machen". Als Christinnen und Christen stehen wir solidarisch zu den Menschen in der Ukraine, fordern ein sofortiges Ende aller Gewalt und beten für den Frieden.

In ökumenischer Verbundenheit und in Solidarität mit allen, die unter diesem Krieg leiden und sich nach Frieden sehnen, laden der Evangelische Kooperationsraum Kassel-Mitte und die Katholische Kirche Kassel / Dekanat Kassel-Hofgeismar zum Kasseler Friedensgebet für alle ein:

  • jeden Freitag um 17.30 Uhr
  • in der Elisabethkirche inmitten der Kunstinstallation "Poem of Pearls"

André Lemmer wird Pfarrer von Sankt Elisabeth Kassel

Foto: Dr. Andreas Müller

André Lemmer (39) wird ab dem 15. September 2022 Pfarrer der Pfarrei Sankt Elisabeth. Das hat Bischof Michael Gerber in Fulda bekannt gegeben. Zu der Pfarrei gehören die Kirchorte St. Joseph am Rothenberg, die Elisabethkirche, St. Laurentius und St. Bonifatius, zwei Kindergärten und eine Kapelle auf der Hasenhecke. „Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe und bin gespannt auf alle Begegnungen und Herausforderungen, die wir gemeinsam angehen können“, so André Lemmer in einem Brief an die Gemeindemitglieder.

Vom Biologielaboranten zum Seelsorger
Geboren wurde Lemmer 1983 in Marburg/Lahn und wuchs in Mardorf bei Amöneburg auf. Zunächst machte er eine Ausbildung zum Biologielaboranten, arbeitete in der Forschung und Entwicklung und später in einer Produktkontrollabteilung. „In der Vorbereitung auf den Weltjugendtag 2005 wurde mein Wunsch Seelsorger zu werden so groß“, blickt Lemmer zurück. Er kündigte den Job und machte das Abitur auf dem 2. Bildungsweg Erzbischöflichen Friedrich-Spee-Kolleg in Neuss, ging zum Studium nach Fulda und Rom. Nordhessen kennt er bereits aus seiner Vorbereitungszeit auf die Priesterweihe, weil er in Fritzlar sein Diakonatsjahr verbrachte.

Pastorale Innovation
2018 wurde er zum Priester geweiht. Es schlossen sich vier Kaplansjahre in der Pfarrei St. Raphael Gelnhausen an. „In dieser Zeit ist die Pfarrei einen Weg der pastoralen Innovation gegangen, mit dem ich viel Motivation, aber auch Ideen verbinde, die ich mit nach Kassel bringe“, so André Lemmer. Etwas verbindet ihn schon seit 2019 mit der Elisabethkirche. Damals erhielt er für das Projekt „Theologie am Fass“ den Hauptpreis „Pastorale Innovation“ im Bistum Fulda. Die Elisabethkirche wurde gleichzeitig für die Kulturarbeit ausgezeichnet. Lemmer: „Mir liegt es, als Christ an - auf den ersten Blick - ungewöhnlichen Orten mit Menschen über den Glauben ins Gespräch zu kommen, aber auch ganz unverzweckt Kultur zu gestalten und zu genießen. Da ist die Elisabethkirche ein guter Ort“, freut sich André Lemmer. 

Wurst und Brot macht er selber und tritt als Poetry Slamer auf
Seine Stimme kennt man aus Verkündigungssendungen im Radio oder auch von den Bühnen. Ab und an tritt er als Poetry Slamer auf, backt Brot und stellt Wurst her. Wert legt der junge Priester nicht nur auf Seelsorge, sondern auch das Pflegen von ganz normalen Hobbies. Dass zum Pfarreigebiet auch die Fulda gehört, freut den passionierten Angler. „Zum Ausgleich meiner seelsorglichen und bisweilen auch bürokratischen Aufgaben ist es mir immer wichtig, auch etwas Praktisches, Handwerkliches zu tun und das schönste Hobby zu pflegen: Kochen“, so Lemmer. „Und nach einem guten Essen bin ich gerne bereit auch mal ein Skatblatt zu reizen.“

Gottes frohe Botschaft sichtbar machen
André Lemmer freut sich sehr auf die Menschen in Kassel, „mit denen ich über Gott und die Welt sprechen kann, denn beides gehört zusammen“, ergänzt er. „Ich bin neugierig auf alles, was in der Pfarrei und in der Stadt schon alles unternommen wird, um die frohe Botschaft des Evangeliums sichtbar zu machen. Ich habe Lust auch Neues gemeinsam mit den Ehren- und Hauptamtlichen zu gestalten.“ Ganz bewusst hat er die Stelle angenommen, weil ihn nach der Zeit in Ober- und Südhessen jetzt auch die nordhessische Diaspora mit dem städtischen Leben reizt.

„Mal sehen, was mir in Kassel so einfällt“
Überhaupt steht er mitten im Leben und geht gerne neue Wege. Lemmer schmunzelt: „In Margretenhaun habe ich Spenden für das neue Pfarrheim gesammelt, in dem ich fünf Mangalizaschweine auf einer Weide großgezogen habe. Das war eigentlich ein Scherz aus einer Bierlaune, der real wurde. So etwas mag ich.“ Und in Fritzlar hat er zusammen mit Geflüchteten neben dem Dom eine Aquaponikanlage betrieben und dort Tilapia und Gemüse gezüchtet. „Mal sehen, was mir in Kassel so einfällt“, ergänzt er schelmisch. Dass ihm etwas einfallen wird, daran zweifelt man nicht, wenn man ihm zuhört.

„Gestalt von Kirche wird sich immer ändern“
Für den ökumenisch orientierten Katholiken steht fest: „Gott wirkt in dieser Welt – auch und gerade heute. An uns liegt es, dieses Wirken jeden Tag neu zu entdecken und in unser Leben zu integrieren.“ Das bedeutet aus seiner Sicht: „Die Gestalt von Kirche wird sich immer ändern, aber weder ist eine vergangene Form nur schlecht, sondern nur nicht mehr passend für diese Zeit, noch eine Zukünftige einfach nur besser, da sie ja wieder nur eine Zeit lang passt.“

"Erzählen wo mich Gott trägt ..."
Gerade die direkte Begegnung mit Menschen ist ihm wichtig und da über Gott zu sprechen, wo die Menschen sind. Ob in der Kirche, Kneipe oder beim Skatspielen. „Aus unserer Gotteserfahrung dürfen wir erzählen. Wenn ich einen Menschen neugierig machen möchte auf Gott, zählt in einem ersten Schritt meine ganz persönliche Gotteserfahrung.“ Natürlich kämen später auch Theologie, Kirchengeschichte, Heilige und die Weltkirche hinzu, „aber am Anfang zählt einzig und allein das Erzählen wo mich Gott trägt, hält, zum Lachen bringt und mir zeigt, wie durch ihn mein Leben an Qualität gewinnt.“

Verwaltung effizient gestalten, damit Seelsorge möglich ist
André Lemmer weiß, dass die auch die Kasseler Katholikinnen und Katholiken intensiv über Fusionen als Reaktion auf den Priestermangel debattieren. In Gelnhausen hat er eine solche Fusion bereits erfolgreich mitgestaltet und sieht positiv in die Zukunft: „Große Pfarreien bedeuten für mich nicht weniger, sondern mehr. Es gilt die Verwaltungsstruktur effizienter zu gestalten, nicht die seelsorgerischen Angebote zu streichen. Im Gegenteil hat die Struktur eine dienende Funktion gegenüber der Pastoral.“ Er hat keine Angst vor Veränderungen: „Sicher werden sich auch pastorale Angebote ändern, aber dies nicht aus der Struktur heraus. Jeder Kirchort ist wertvoll genau da wo er ist. Das soll so bleiben. Dabei ist es aus meiner Sicht unerheblich, wie die Pfarrei heißt und wo das zentrale Pfarrbüro ist“, so seine Bilanz.

Soziales und Kultur
„Wir freuen uns sehr, dass die Stelle wieder besetzt werden konnte“, freut sich Georg Klein, Sprecher des Pfarrgemeinderates. Klein: „Unsere Pfarrei hat mit den Schwerpunkten Soziales in St. Joseph am Rothenberg und der Kulturarbeit in der Elisabethkirche ganz unterschiedliche Schwerpunkte. Die klassische Gemeindearbeit findet hauptsächlich am Kirchort St. Bonifatius statt, Ergänzt wird die Vielfalt durch zwei Kindergärten und Gottesdienste in St. Laurentius. Wir sind froh, dass Pfarrer Lemmer mit uns diese Vielfalt weiter entwickeln möchte.“

Besuchen Sie Poem of Pearls in der Elisabethkirche!

Foto: Johannes Seyerlein

„Ganz herzlichen Dank für diesen wunderbaren Raum, ein großes Geschenk, wir kommen wieder“, sagte eine Besucherin bei der Eröffnung von Poem of Pearls zur Künstlerin Birthe Blauth. Sie hat die Kasseler Elisabethkirche in ein künstliches Paradies verwandelt . Das wurde bei der Vernissage am Pfingstsamstag, 4. Juni, gefeiert. Bischof Dr. Michael Gerber eröffnete mit einladenden Worten den neuen „KunstRaumKirche“. Die Gambenspielerin Laura Frey erkundete ihn mit betörender Musik an vier unterschiedlichen Positionen im Raum. Diözesanbaumeister Martin Matl führte in das Werk der Münchener Künsterlin ein: „In der Installation von Birthe Blauth wird der Gang durch die Kirche zu einer Reise, die über Schwellen und Übergänge hinweg in Ruhe und Begegnung hineinführt und schließlich zum eigenen Selbst. Damit lässt sie uns neu erleben, welche Kraft kirchliche Räume entfalten können, wenn ihre Struktur und Bildsymbolik neu gesehen und gestaltet wird.“

Perlenschale
Poem of Pearls beginnt äußerlich mit dem Weg über das aufgezeichnete Labyrinth auf dem Vorplatz und führt dann durch eine Transitzone in den umschlossenen Paradiesgarten. In der Mitte des Raums, der ganz mit Kunstrasen ausgelegt ist, steht eine große Schale voll echter Perlen, Symbol für die Seele. Die Perlen geben der Installation den Namen: Poem of Pearls.

Andacht auf Kunstrasen
Einen ganz besonderen Eindruck hinterließ auch die musikalische Andacht, die Bischof Gerber zum Abschluss des Tages feierte. Er ging gemeinsam mit den Gottesdienstbesucher*innen das Labyrinth ab, betete in der Transitzone und widmete sich auf Kunstrasen dem Philipperhymnus. Regionalkantor Thomas Pieper an der Orgel und Judith Gerdes an der Oboe und dem Englischhorn spielten dazu inspirierende Musik.

Musik, Impulsgespräche, Führungen, Gottesdienste, Vorlesezeit
Zur partizipativen Installation Poem of Pearls gibt es ein vielfältiges Begleitprogramm. Jeden Donnerstag ab 19 Uhr spielen Studierende der Musikakademie der Stadt Kassel „auf eine halbe Stunde Musik“. In den zweiwöchentlichen Dienstagabendgesprächen und Samstagsmatineen widmen sich namhafte Referent*innen einem besonderen Thema und kommen darüber auf dem Kunstrasen mit dem Publikum ins Gespräch. Der „Sonntag.Gottesdienst“ um 18 Uhr steht ganz im Zeichen der Perle und des Paradieses. Jeden Montagabend sind alle „kurz vor Schluss“ eingeladen, sich vorlesen zu lassen. Führungen gibt es an ausgewählten Dienstagen und Samstagen, dazu jeden Donnerstag und Sonntag.

Statement Martin Matl, Diözesanbaumeister im Bistum Fulda:
"Zum fünften Mal führt die katholische Kirche in der Kasseler Elisabethkirche ein Kunstprojekt durch. Für uns steht das Projekt von Birthe Blauth in einer langen Kontinuität des Austausches zwischen Kunst und Kirche. Mit ihrer Idee, den Kirchenraum in ein künstliches Paradies zu verwandeln, wirft Birthe Blauth eine Vielfalt von Fragen auf, die uns inspirieren kann, diesen Austausch weiterzuentwickeln und Gewohnheiten im sakralen Raum zu überdenken. In der Installation von Birthe Blauth wird der Gang durch die Kirche zu einer Reise, die über Schwellen und Übergänge hinweg in Ruhe und Begegnung hineinführt und schließlich zum eigenen Selbst. Damit lässt sie uns neu erleben, welche Kraft kirchliche Räume entfalten können, wenn ihre Struktur und Bildsymbolik neu gesehen und gestaltet wird."

Alle aktuellen Infos auf

SkF-Stellenangebot: Sozialpädagoge (m/w/d)

Für ihren anerkannten Betreuungsverein sucht der Sozialdienst katholischer Frauen Kassel e.V. in Kassel zum 1. Juli 2022 (16,5 Stunden, unbefristet) eine/n Sozialpädagoge/Sozialarbeiter (m/w/d).

Ausstellung von Youssef Awad Altatari - bis 4. August

In einer Ausstellung präsentiert der syrische Künstler Youssef Awad Altatari ab Mittwoch, 4. Mai 2022 seine Gemälde im Foyer des Bildungsforums Sankt Michael.

Zur Person
Youssef Awad Altatari hat in Syrien Kunst studiert und zeichnet bereits seit 30 Jahren; seit vier Jahren lebt er in Deutschland.

Geschichten
In seinen Bildern, die sowohl der expressiven als auch surrealistischen Kunst angehören, finden oftmals Geschichten, Romane oder Gedichte eine künstlerische Umsetzung; auch lassen sich immer wieder religiöse Symbole entdecken. Altatari sagt: „Die Zeichnungen stammen aus meinem Herzen, aus meinem Inneren, aus meinen Gedanken und Gefühlen.“

Ausstellungsdaten
Die Ausstellung kann bis zum 4. August 2022 von Montag-Freitag (09.00-17.00 Uhr) im Kolpinghaus, Die Freiheit 2, 34117 Kassel, (ohne Voranmeldung) besucht werden. 

Nachhören: Vortrag und Gespräch zum Ukraine-Krieg

Schaubild: russischer Einmarsch in der Ukraine, 24. Februar 2022.
Viewsridge, eigenes Werk, Wikipdia

Der Krieg in der Ukraine prägt seit dem 24. Februar 2022 weltweit die politische Diskussion. Es ist die Rede von einer “Zeitenwende”. Die Entspannungs- und Appeasementpolitik der letzten Jahrzehnte scheint uns in die größte Krise seit dem 2. Weltkrieg geführt zu haben. Aufrüstung, Waffenlieferungen, Sanktionen haben Diplomatie und Entspannung abgelöst. Die schrecklichen Bilder von Massengräbern und zerstörten Städten, die Millionen von ukrainischen Flüchtlingen, die aus ihrer Heimat fliehen, die Berichte von Kriegsverbrechen russischer Militärs an der ukrainischen Zivilbevölkerung lösen Ohnmacht, Wut und Hilflosigkeit aus.

Hintergründe und Perspektiven
Clemens Ronnefeldt, seit 1992 Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des internationalen Versöhnungsbundes, hat sich intensiv mit diesem Krieg beschäftigt. Er sprach am Sonntag 1. Mai 2022 (Beginn: 17:00 Uhr) in der Kirche Sankt Familia über Hintergründe und Perspektiven. 

Veranstalter: Katholische Kirchengemeinde Sankt Familia Kassel, Katholisches Dekanat Kassel-Hofgeismar, Evangelisches Forum, Bildungsforum Sankt Michael.

13 Tonnen bei der 50. Kleidersammlung – Ehrenamtliche sammelten diesmal für die Ukraine

Foto: Dorothea Burdzik / nh 

Zum 50. Mal waren Anfang April wieder über 30 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des katholischen Sozialvereines „Kolpingsfamilie Kassel-Zentral“ in Kassel und Umland unterwegs. Die Ehrenamtlichen im Alter von 10 bis 80 Jahren sammelten an den Abgabestellen Altkleider ein. Organisator Michael Reis: „Das Ergebnis kann sich auch in diesem Jahr wieder sehen lassen."

13 Tonnen kamen zusammen
"Der Erlös kommt aus aktuellem Anlass schwerpunktmäßig den Menschen aus und in der Ukraine zugute.", so Reis. Das war auch ganz konkret bei der Sammlung zu erleben. Vereinsmitglied Dorothea Burdzik bringt gerade ehrenamtlich Kindern von geflüchteten Frauen aus der Ukraine deutsch bei. Zwei der Frauen packten bei der Sammlung solidarisch mit an und zeigten sich dankbar für diese Aktion für ihre Landsleute. 

Sammlung „Aktion Eine Welt“
Im ganzen Bistum Fulda fand die Sammlung für die „Aktion Eine Welt“ 2022 zum 50. Mal statt. Damit engagiert sich der Zusammenschluss verschiedener katholischer Verbände und Initiativen gegen die Benachteiligung der ärmeren Bevölkerungsschichten in Entwicklungsgebieten und unterstützen Sozialprojekte weltweit. Die Gemeinschaftsaktion von Pfarrgemeinden, Jugendgruppen und katholischen Verbänden zur Unterstützung der weltweiten Sozial- und Entwicklungsarbeit besteht seit 1973 und war früher unter dem Namen „Aktion Brasilien“ bekannt. Seit Beginn der Aktion wurden über 200.000 Tonnen Altkleider gesammelt und ein Erlös von rund 5 Millionen Euro erzielt. Mit diesem Geld konnte der Aufbau und der Erhalt unzähliger Sozialprojekte gewährleistet werden.

Kasseler Kolpingsfamilie
Michael Reis ist Vorsitzender der Kasseler Kolpingsfamilie und Organisator der Sammlung in Kassel. Seit 1973 hat er gerade mal zwei Sammlungen versäumen müssen. Rund 250 Telefonate müssen rund um die Sammlung geführt werden, bis alles reibungslos läuft. Von der Pressearbeit, bis zum Verteilen der Sammelsäcke wird alles ehrenamtlich organisiert. Das Sammelgebiet umfasst mit 22 Sammelstellen die Kirchengemeinden von Kassel-Stadt sowie Baunatal, Vellmar, Immenhausen sowie der Region Grebenstein, Hofgeismar, Bad Karlshafen und Umgebung mit insgesamt neun Sammelstellen. Oft liegen in Gemeindehäusern oder Kirchen schon Tage vorher dutzende Kleidersäcke. Michael Reis: „In diesem Jahr waren wir mit kostenlos zur Verfügung gestellten Kleinbussen und einem gemieteten Kleinlaster unterwegs. Zwei Fahrzeuge brachten die Ware direkt aus Zierenberg und Volkmarsen.“ Tatkräftig unterstützt wird die Sammlung von der Firma „Onyx Rohr- und Kanal-Service“ in der Lilienthalstraße. Sie stellt seit über 10 Jahren ihre Hoffläche zur Beladung und die warmen Räume für die Helferinnen und Helfer zur Verfügung.

Hilfe und Ressourcenschonung
Michael Reis: „Wir sind stolz darauf, dass wir mit dieser Sammlung auch in diesem Jahr wieder einen kleinen Beitrag leisten können, dass Menschen mit dem Erlös geholfen werden kann. Außerdem können Ressourcen geschont werden, wenn wertvolle Kleidung und alte Textilien nicht im Müll landen müssen.“

Kolping: Veranstaltungsprogramm bis August 2022

Die Kolpingsfamilie Kassel-Zentral hat ihr neues Programm aufgelegt. Die Angebote sind vielfältig: Bildung und Beratung, Gottesdienste und Feiern, Kunst und Kirche.

Das Jahresprogramm 2022 der Familienbildungsstätte

"Gemeinsam wachsen, leben, bewegen, gestalten, kochen" sind die Leitgedanken für das Jahresprogramm 2022 der Familienbildungsstätte in Kassel.

Das bunte Kursangebot vom Vortrag über die Krabbelgruppe bis hin zum regelmäßigen Sportkurs ist offen für alle Menschen – unabhängig von Konfession, Nationalität, Lebensbedingungen oder Familienstand: für Mütter und Väter, Kinder und Heranwachsende, Alleinlebende und allein Erziehende, Großväter und Großmütter, fröhliche und traurige Menschen, Gesunde und Kranke, Gleichgesinnte und Andersdenkende. Das Jahresprogram 2022 herunterladen ...

Ukraine-Krieg: Einsatz für Menschenwürde und Gerechtigkeit

Zentraler Platz von Iwano-Frankiwsk, Westukraine.
Foto: Igor Kosovych, Wikipedia

Es sind schlimme Bilder und Nachrichten, die uns aktuell aus der Ukraine erreichen, so der Bischof von Fulda: „Unsere Solidarität gilt allen, die unmittelbar vom Kriegsgeschehen betroffen sind“. Das gelte auch für die Menschen, die selbst oder deren Angehörige in den Krieg geschickt wurden und denen, die sich unter Inkaufnahme großer persönlicher Risiken für Frieden und Verständigung einsetzen.

Recht auf Freiheit
Der Überfall auf die Ukraine sei ein Bruch des Völkerrechts und widerspreche den Werten des Christentums. Jedes Volk habe das Recht, seine Regierung frei zu wählen und selbst zu entscheiden, welche Partnerschaften und Bündnisse es eingehe. Im christlichen Menschenbild sei die Freiheit unabdingbar mit der Verantwortung verbunden. Diese Verantwortung zeige sich besonders in der Art und Weise, wie die Freiheit des Anderen geschützt und gefördert wird, so der Bischof.

Würde
Es sei nun die Aufgabe aller Christen, die Solidarität mit den leidenden Menschen auf beiden Seiten der Front zu leben, denn die Würde des Menschen gelte unbedingt und unabhängig davon, zu welchem Volk jemand gehöre, sagte Bischof Gerber.

Verantwortung vor Gott und den Menschen
Notwendig seien alternative Lösungswege, die zur Deeskalation und zum Frieden beitragen können. Die Mächtigen, die jetzt die Chance haben, Zukunft zu gestalten, sollten die Bereitschaft zeigen, die eigene Position kritisch hinterfragen zu lassen. Denn Macht, so Gerber, verstehe sich nach christlicher Überzeugung in Selbstbeschränkung und der Verantwortung vor Gott und den Menschen.
Für die verantwortlichen Politikerinnen und Politiker sei es besonders schwer, jetzt Entscheidungen zu treffen, da diese aufgrund ihrer Komplexität nicht in jeder Hinsicht absehbar wären. Auch ihnen gelte unsere Solidarität und Begleitung im Gebet.

Hilfsmaßnahmen
Bereits vor Ausbruch des Krieges hatten sich Bischof Gerber und Weihbischof Diez an den Erzbischof von Ivano-Frankivsk in der West-Ukraine gewandt, ihre Solidarität bekundet und auch finanzielle Unterstützung für Hilfsprojekte zugesichert. Der Bereich Weltkirche unter der Leitung von Weihbischof Diez und die Caritas im Bistum Fulda haben Maßnahmen ergriffen, um effektiv vor Ort Hilfe leisten zu können. Am vergangenen Freitag hatte das Bistum Fulda 25.000 Euro Soforthilfe für humanitäre Unterstützungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt.

Bedürftige mit Lebensmitteln versorgen
„In den vergangenen Tagen haben wir einer Schwesterngemeinschaft in Lviv in der Ukraine aus unserem diözesanen Förderfonds für die Weltkirche finanzielle Hilfen zur Verfügung stellen können, um Bedürftige mit Lebensmitteln zu versorgen“, berichten die Bischöfe. Und auch die Caritas in der Diözese Fulda stehe stets mit der Caritas in Ivano-Frankivsk im Austausch, um Nothilfen zu leisten. Erst kürzlich versicherte der Fuldaer Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch, dass sie gerade angesichts der derzeitigen Krise selbstverständlich an dieser Zusammenarbeit festhalten.

Erzbischof Volodymyr Vijtyshyn dankt
Diesen Einsatz weiß Erzbischof Volodymyr Vijtyshyn sehr zu schätzen. „Die Realisierung wichtiger Projekte wäre ohne Ihren Beitrag nicht möglich gewesen, sodass wir für Ihre Unterstützung von Herzen dankbar sind“, heißt es in seinem Antwortschreiben.

Renovabis
Die Bischöfe haben zudem gemeinsam mit der Solidaritätsaktion Renovabis die Gemeinden des Bistums aufgerufen, für die Sicherheit und den Frieden in der Ukraine zu beten. 

Medieninformation des Bistums Fulda vom 27./28.02.2022

#OutInChurch = Für eine Kirche ohne Angst

Mit der Initiative „#OutInChurch. Für eine Kirche ohne Angst“ und im Rahmen einer TV-Dokumentation (ARD Mediathek) outen sich 122 LGBTIQ+-Personen, die haupt- oder ehrenamtlich in der römisch-katholischen Kirche im deutschen Sprachraum tätig sind. Sie arbeiten und engagieren sich unter anderem in den Bereichen Bildung und Erziehung, Pflege und Sozialarbeit, Kirchenmusik und Seelsorge. Unter ihnen sind Priester, Gemeinde- und Pastoralreferent*innen, Religionslehrer*innen, aber auch Verwaltungsmitarbeiter*innen.

Angeregt durch LGBTIQ+-Schauspieler*innen
Inspiriert wurde die Initiative #OutInChurch durch die eindrucksvolle Aktion #ActOut, bei der sich Anfang 2021 zahlreiche LGBTIQ+-Schauspieler*innen geoutet haben. Zu der Aktion erklärt Initiator Jens Ehebrecht-Zumsande, Referent im Generalvikariat des Erzbistums Hamburg: „Viel zu oft wird abstrakt über die Betroffenen gesprochen. Mit #OutInChurch werden diejenigen, um die es geht, in der Kirche selbst hörbar und sichtbar.“

Risiko: Coming-out
Im kirchlichen Kontext bedeutet ein solcher Schritt immer noch ein erhebliches Risiko, da ein Coming-out schwerwiegende Folgen bis zur Kündigung und Zerstörung der beruflichen Existenz haben kann. Tief verankerte kirchliche Methoden der Verurteilung und Beschämung machen es queeren Menschen im Dienst der katholischen Kirche schwer, sich zu zeigen.

Menschenfreundlichkeit der Kirche erneuern
Die Initiative #OutInChurch möchte zu einer Erneuerung der Glaubwürdigkeit und Menschenfreundlichkeit der katholischen Kirche beitragen. Das Manifest der Initiative zielt mit seinen Forderungen u. a. darauf ab,

  • diffamierende Aussagen der kirchlichen Lehre zu Geschlechtlichkeit und Sexualität auf Grundlage theologischer und humanwissenschaftlicher Erkenntnisse zu revidieren;
  • das kirchliche Arbeitsrecht so zu ändern, dass ein Leben entsprechend der eigenen sexuellen Orientierung und der geschlechtlichen Identität, auch in einer Partnerschaft beziehungsweise Zivilehe, weder zum Ausschluss von Aufgaben und Ämtern noch zur Kündigung führt;
  • dass die Kirche in Riten und Sakramenten sichtbar macht und feiert, dass LGBTIQ+-Personen und -Paare von Gott gesegnet sind.

Sich mit der Initiative solidarisieren
#OutInChurch ruft alle LGBTIQ+-Personen, die haupt- oder ehrenamtlich in der römisch-katholischen Kirche tätig sind, auf, sich der Initiative anzuschließen. Zudem sind alle Menschen eingeladen, sich mit der Initiative zu solidarisieren. Die Bischöfe und alle, die in der Kirche Verantwortung tragen, die Kirchengemeinden, Verbände und Ordensgemeinschaften werden aufgefordert, ihre Unterstützung für das Manifest öffentlich zu erklären.

Auch Maria 2.0 Kassel solidarisiert sich
Schon jetzt haben sich viele katholische Verbände, Vereine und Einrichtungen mit der Initiative OutInChurch solidarisiert, unter anderem BDKJ, DPSG, kfd, KJG, pax christi, ZdK-Präsidium (-> hier die aktuelle Liste). Aus der documenta Stadt sind mit dabei Maria 2.0 Kassel und Christoph Baumanns von der Internetredaktion www.katholische-kirche-kassel.de.

Weitere Links

Nachrichten | Archiv

Ältere Nachrichten finden Sie in unserem Archiv. Stöbern lohnt sich...

nach oben Seite drucken